Gliederung
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Vorwort 0
Einführung 1
A Das Internationale Jugendprogramm 2
1. Was ist das Internationale Jugendprogramm 2
1.1. Kurzbeschreibung des Programms 2
1.2. Eine persönliche Herausforderung 4
Eine Chance für die Jugendlichen und die Einrichtungen 4
1.3. Die zehn „Schlüsselpunkte“ 5
2. Praktische Umsetzung des Internationalen Jugendprogramms 7
2.1. Wie kommt das Internationale Jugendprogramm zu den Jugendlichen 7
Die Verantwortlichkeiten in Deutschland 8
2.2. Programmstufen und Programmteile 8
Bronze Silber Gold 8
Dienst Fitness Expeditionen Talente und Projekt 9
2.3. Die praktische Arbeit mit dem Programm und mit den Jugendlichen 11
Partnerschaft mit unterstützenden Erwachsenen 11
Das individuelle Programm ausführen 12
3. Entstehungsgeschichte des Internationalen Jugendprogramms 12
3.1. Kurt Hahn Erfinder und Mitbegründer des Programms 12
Die Pädagogik Kurt Hahns 13
3.2. Die Entstehung des Duke of Edinburgh’s Award 14
Eine kurze Chronologie der Entstehungsgeschichte 15
3.3. Das Internationale Jugendprogramm in Deutschland 16
Erste Versuche: 1956 bis 1993 16
Werdegang des Internationalen Jugendprogramms: 1992 bis heute 17
Highlights 18
B Die Auswirkungen der Teilnahme am Internationalen Jugendprogramm
auf die teilnehmenden Jugendlichen 19
1. Der Auslöser für die Untersuchung 19
2. Vorüberlegungen 20
2.1. Die Forschungsfragen 20
2.2. Der Forschungsgegenstand 21
Klärung verwendeter Begriffe 21
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3. Exploration zum Forschungsgegenstand 21
3.1. Lernchancen der Programmteile 22
Dienst 22
Fitness 23
Expeditionen 23
Talente 24
3.2. Eine Vor-Umfrage bei den Programmanbietern 24
Die Umfrage 24
Die Ergebnisse 25
3.3. Fazit der Exploration 26
4. Begriffsklärung: Kompetenzen 26
4.1. Kompetenzen oder Schlüsselqualifikationen 26
4.2. Verständnis des Begriffs Kompetenz 28
Definition 29
4.3. Handlungskompetenz 29
4.4. Kompetenzbereiche 30
Sach-Kompetenz 30
Sozial-Kompetenz 30
Ich-Kompetenz 31
5. Schritte zur Entwicklung des Erhebungsinstruments 31
5.1. Die Forschungshypothese 31
5.2. Operationalisierung des Forschungsgegenstandes 32
Trennschärfe und Vollständigkeit der Indikatoren 33
5.3. Methodenauswahl 34
Auswahl von schriftlicher und mündlicher Befragung 34
5.4. Ziehung der Stichprobe 35
Stichprobenziehung für die schriftliche Befragung 35
Stichprobenziehung für die mündliche Befragung 36
6. Der Fragebogen 36
6.1. Allgemeines 36
6.2. Konstruktion eines Fragebogens 37
Regeln zur Konstruktion eines Fragebogens 37
Fragetypen 38
6.3. Aufbau des Fragebogens der vorliegenden Untersuchung 39
Der Pretest 40
6.4. Durchführung der schriftlichen Befragung 41
Schwierigkeiten 41
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7. Das Interview 42
7.1. Allgemeines 42
7.2. Konstruktion eines Interviewleitfadens 42
7.3. Aufbau des Interviewleitfadens der vorliegenden Untersuchung 43
Der Pretest 44
7.4. Durchführung der mündlichen Befragung 44
8. Die Qualität der Befragung 45
8.1. Validität 45
Validität der vorliegenden Untersuchung 45
8.2. Reliabilität 45
Reliabilität der vorliegenden Untersuchung 46
8.3. Objektivität 46
Objektivität der vorliegenden Untersuchung 46
8.4. Fazit 46
9. Die Ergebnisse der Befragung 47
9.1. Auswertung der Fragebögen 47
Die tatsächliche Stichprobe der Befragung 47
Ergebnisse zur Sach-Kompetenz 49
Ergebnisse zur Sozial-Kompetenz 51
9.2. Auswertung der Interviews 53
Interview Eins 53
Interview Zwei 55
Ergebnisse zur Ich-Kompetenz 56
10. Weitere Nutzung der Ergebnisse 57
11. Sozialpädagogische Perspektiven 57
12. Persönliches Resümee 59
Abbildungsverzeichnis 61
Tabellenverzeichnis 61
Literaturverzeichnis 62
Anhang 66
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Das Internationale Jugendprogramm – in Deutschland bisher eher unbekannt. Auf das Thema meiner Diplomarbeit angesprochen war es immer notwendig zunächst das Internationale Jugendprogramm zu erklären. Es soll mit dieser Arbeit ein Beitrag dazu geleistet werden, zu verdeutlichen wieviel Potential in diesem Programm steckt.
Aus Gründen der Lesbarkeit habe ich immer dort, wo eine neutrale Schreibweise nicht möglich war die männliche Schreibweise verwendet. Frauen sind hierbei immer mit einbezogen.
An dieser Stelle möchte ich mich bedanken bei Klaus Vogel für die vielfältige Unterstützung, bei den Programmanbietern für die Hilfe bei der Befragung der Jugendlichen, bei Professor König für die gute Betreuung und bei meiner Familie und meinen Freunden die mich davor bewahrt haben in Verzweiflung zu fallen.
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„In Osterburken gehen alle Teilnehmer des Internationalen Jugendprogramms studieren“ behauptete Klaus Vogel, der Programmkoordinator des Internationalen Jugendprogramms, während des Programmlehrgangs im November 2003. Diese Aussage machte neugierig, wurde so zum Auslöser für diese Diplomarbeit und ist aus diesem Grund zum Ausgangspunkt für die Formulierung des Titels geworden. Es waren eigene Beobachtungen die Klaus Vogel dazu veranlassten so eine Behauptung in den Raum zu stellen. Ob die Teilnahme am Programm die Jugendlichen motiviert ein Studium zu beginnen oder welche Auswirkungen diese darüber hinaus auf die teilnehmenden Jugendlichen hat, war bis zu diesem Zeitpunkt in Deutschland noch nicht untersucht worden. Persönliches Interesse führte dazu diese Lücke zu schließen. Die Jugendlichen selbst sollten Auskunft darüber geben was die Teilnahme am Programm bewirkt. Durch eine Vor-Umfrage bei den Programmanbietern stellte sich heraus, dass es sich bei den Auswirkungen schwerpunktmäßig nicht um eine veränderte Berufswahl handelt, sondern um den Erwerb und die Verbesserung von Kompetenzen. Dieser Bereich wurde schließlich untersucht und ausgewertet.
In Teil A dieser Arbeit wird eine kurze Zusammenfassung der Grundlagen und der Entstehungsgeschichte des Internationalen Jugendprogramms gegeben. Auf Grund eines sehr aufwendigen Forschungsdesigns stellt dies den kleineren Teil der Diplomarbeit dar. Teil B befasst sich mit den Auswirkungen welche die Teilnahme am Internationalen Jugendprogramm auf die Jugendlichen hat. Zunächst erfolgt eine Darstellung der Untersuchung welche sich in die Exploration und die Befragung der Jugendlichen teilt. Durch die Exploration wurde der Forschungsgegenstand auf den Bereich Kompetenzen eingeengt, weshalb vor der Erläuterung der Befragung eine Begriffsklärung erfolgt. Nach den Ausführungen zu den Erhebungsinstrumenten werden die wesentlichsten Ergebnisse der Untersuchung dargestellt. Mit den sozialpädagogischen Perspektiven wird schließlich ein Ausblick für die Programmanbieter gegeben. Teil B schließt mit einigen persönlichen Gedanken.
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„The Award is tough. It is not easily achieved. Yet at the same time, any young person aged between 14 and 25 can gain an Award at Bronze, Silver or Gold level.“
(The Duke of Edinburgh’s Award International Association, 2004, S.11) Schwierig, nicht leicht zu erreichen und doch für jeden Jugendlichen zu schaffenmit diesem scheinbaren Widerspruch beginnt im englischen Handbuch zur Programmdurchführung die Beschreibung der Philosophie des Programms. Aber genau hieraus ergibt sich das Wesen des Programms: Die individuelle Herausforderung für jeden teilnehmenden Jugendlichen. Hierauf baut die Arbeit mit dem Programm auf, egal in welchem Land der Welt.
Viel wurde über das Internationale Jugendprogramm bereits geschrieben. Etliche Bücher ließen sich damit füllen. Im Rahmen meiner Diplomarbeit ist es mir nur möglich das Wesentliche in verkürzter Form darzustellen. Im Teil A beziehe ich mich im Wesentlichen auf folgende Literatur:
- Handbuch Internationales
Jugendprogramm in Deutschland e.V. [Das Int. Jugendpr.], 1999)
- Eine Veröffentlichung zum Internationalen Jugendprogramm im Rahmen des Internationalen Kongresses 'erleben und lernen‘ (Vogel, 1998)
- Informationen, die auf der Website des Internationalen Jugendprogramms (Das Int. Jugendpr.) veröffentlicht sind.
Weitere Quellen sind im Text gekennzeichnet.
1. Was ist das Internationale Jugendprogramm?
Um zu verstehen, worum es sich beim Internationalen Jugendprogramm handelt und was das Programm genau will, muß zunächst die Frage geklärt werden, was das Internationale Jugendprogramm eigentlich ist.
1.1. Kurzbeschreibung des Programms
Die Grundlagen für das Programm schuf der Reformpädagoge Kurt Hahn, während seiner Tätigkeit in Großbritannien. Unter der Schirmherrschaft von Prinz Philip wurde es dort 1956 als „Duke of Edinburgh’s Award“ eingeführt und trat von hier aus seinen Weg rund um die Welt an.
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eigenständige Jugendorganisation sondern ein ganzheitliches Programm von Freizeitaktivitäten und kann in jeder Einrichtung, die mit Jugendlichen zu tun hat, eingesetzt werden. Hierzu gehören nicht nur explizite Jugendorganisationen sondern z.B. auch Unternehmen. „Das Programm ist ein Instrument für die geistige, persönliche und soziale Entwicklung, seine allgemeinen Vorteile sind daher größer als die Summe seiner Einzelteile.“ (Das Int. Jugendpr., 1999, S. 2-5) Die Teilnahme am Programm erfolgt auf den Stufen Bronze, Silber und/oder Gold. Mit jeder Stufe nehmen die Anforderungen an Einsatz, Leistung und Eigeninitiative zu. Die Jugendlichen können auf jeder Stufe mit ihrer Teilnahme beginnen, wobei lediglich die Altersvoraussetzungen eingehalten werden müssen. Es besteht die Möglichkeit alle drei Stufen nacheinander zu durchlaufen. Auf jeder dieser Stufen müssen die Teilnehmenden in den vier Programmteilen Dienst, Fitness, Talente und Expedition bestimmte Anforderungen erfüllen und eine vorgegeben Anzahl an Stunden ableisten. Auf der Goldstufe wird zusätzlich ein Projekt eigenverantwortlich durchgeführt.
Betreut werden die Jugendlichen während ihrer Teilnahme durch ehrenamtliche erwachsene Helfer. Diese dokumentieren die erbrachten Leistungen in einem Begleitheft. In einer öffentlichen Feier wird der erfolgreiche Abschluss gewürdigt. Jeder Teilnehmer erhält eine Urkunde und ein Abzeichen.
Das Selbst-Verständnis des Internationalen Jugendprogramms wird im Foliensatz zur Programmeinführung (Das Int. Jugendpr., 2000) folgendermaßen dargestellt:
„Wesentlich am Programm ist, daß es eine 'Herausforderung für jeden einzelnen‘ darstellt und nicht irgendeinen weiteren Wettbewerb, bei dem der Erfolg des einen den Mißerfolg des anderen bedeutet“ (Das Int. Jugendpr., 1999, S.2-5). Durch speziell für jeden einzelnen Teilnehmer zusammengestellte Aufgaben in den vier Programmteilen wird diese persönliche Herausforderung erreicht. Die Jugendlichen wählen hierfür ihre Aktivitäten selbst aus und werden dabei von sachkundigen Erwachsenen unterstützt. Diese achten darauf, daß die vorgegebenen Mindestanforderungen eingehalten werden und ermutigen bei Bedarf dazu diese auszuweiten. So entsteht ein ganz persönliches Erlebnis- und Lernprogramm und „eine wirkliche persönliche Herausforderung“ (Das Int. Jugendpr., 1999, S. 2-4).
Eine Chance für die Jugendlichen und die Einrichtungen
In dieser Struktur liegt die große Chance, die das Internationale Jugendprogramm den Jugendlichen und den Einrichtungen bietet. Denn „junge Leute greifen sehr gerne nach Gelegenheiten, die ihnen Spaß bereiten, Abenteuer versprechen und ihnen neue Erfahrungen ermöglichen. Sie wollen auf sich aufmerksam machen in einer Welt, in der der einzelne oft unwichtig erscheint, und sie sind bereit, sich echten Herausforderungen zu stellen, wenn diese ihnen der Mühe wert und wichtig für die Bedürfnisse der Gesellschaft erscheinen“ (Das Int. Jugendpr., 1999, S. 2-3).
Unabhängig von ihren persönlichen Fähigkeiten, Fertigkeiten und Lebensumständen bietet die Struktur des Programms allen Jugendlichen genau diese Gelegenheiten und Herausforderungen. Die Chancen für die Jugendlichen liegen hierbei nicht im erfolgreichen Abschluss des Programms, sondern im Prozess der Teilnahme. Dieser ist „gleichzeitig Auslöser und Rahmen für wichtige persönliche Lernprozesse“ (Vogel, 1998, S. 113) und bietet die Möglichkeit wertvoller Erfolgserlebnisse (vgl. Vogel, 1998, S. 113). Somit führt die Teilnahme zu einer persönlichen Entwicklung, z.B. gewinnen die Jugendlichen neues Selbstvertrauen. Sie erfahren dass individuelle Leistung sich auszahlt, da größerer persönlicher Einsatz, längerfristig gesehen, auch größeren Spaß bringt. Neben den Jugendlichen profitieren auch die Einrichtungen davon, dass sie das Jugendprogramm anbieten. Auf die Entschädigung für den anfänglichen
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E Schulen: Möglichkeit für ganzheitliches Lernen und Förderung wichtiger Schlüsselqualifikationen;
E Offene und verbandliche Jugendarbeit: Möglichkeit neue Jugendliche an sich heranzuführen;
E Unternehmen: Ergänzung der normalen schulischen und betrieblichen Ausbildung;
E Einrichtungen der Jugendhilfe: Arbeit für das Jugendprogramm ist oftmals die erste freiwillige Tätigkeit, die die Jugendlichen auf sich genommen haben;
1.3. Die zehn „Schlüsselpunkte“
In den zehn „Schlüsselpunkten“ sind die Grundsätze des Internationalen Jugendprogramms zusammengefaßt. Sie spiegeln den Geist des Programms wieder:
Kein Wettbewerb
Zentral ist die persönliche Herausforderung. Es gibt keinen Wettkampf gegen andere und die vorgegebenen Standards dienen der Sicherheit. Die Aktivitäten der Teilnehmer basieren auf persönlicher Wahl und spiegeln die Kombination von Fähigkeiten, Talenten und Interessen des einzelnen Jugendlichen wieder.
Offen für alle
Es gibt nur ein Programm das für alle zugänglich ist, unabhängig von Geschlecht, kulturellem Hintergrund, Religion oder politischer Einstellung. Auch benachteiligte und behinderte junge Menschen können teilnehmen, da der erfolgreiche Abschluss durch eine persönliche Verbesserung erreicht wird.
Freiwillig
Von Freiwilligen für Freiwillige. Für die Teilnahme trifft jeder Jugendliche eine freie Entscheidung.
Flexibel
Das Programm wird für jeden Teilnehmer individuell ausgestaltet und kann an die örtlichen Gegebenheiten angepaßt werden. Solange die grundsätzlichen Altersbestimmungen eingehalten werden kann jeder
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Ausgewogen Auf jeder Stufe müssen die Programmteile Dienst, Expedition, Fitneß und Talente abgeschlossen werden. Hierdurch entsteht die Herausforderung in jedem dieser Bereiche seine eigenen Fähigkeiten auszuweiten und etwas Neues auszuprobieren.
Abgestuft
Das Programm ist in die Stufen Bronze, Silber und Gold gegliedert. Die jeweils höhere Stufe verlangt mehr persönliches, eigenverantwortliches Engagement und eine größere Verbesserung innerhalb der Programmteile. Positiv
Nur positive Leistungen werden im Begleitheft vermerkt. Es geht immer um den persönlichen Erfolg.
Ein Marathon, kein Sprint
Die Teilnahme
Begeisterungsausbrüche reichen nicht aus. Jeder Teilnehmer kann in seinem eigenen Tempo arbeiten, da die Zeitvorgaben nur Mindestangaben sind.
Ein Prozess, kein Preis
Das Programm und die Aktivitäten liefern die Voraussetzungen, die Jugendlichen in einen Prozess der persönlichen und sozialen Entwicklung zu führen
Macht Spaß!
Das Programm soll sowohl den Teilnehmer als auch den Helfern Spaß machen. Die Teilnahme soll als aufregend und befriedigend erlebt werden. Die Jugendlichen sollen dazu angeregt werden, begonnene Aktivitäten fortzusetzen.
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Jugendprogramms
Der konkreten Arbeit mit dem Internationalen Jugendprogramm liegen also diese genannten Ideale und Ziele zu Grunde. Wie aber sieht die Umsetzung in die Praxis aus und was muss dabei beachtet werden?
2.1. Wie kommt das Internationale Jugendprogramm zu den Jugendlichen? Die weltweite Arbeitsstruktur des
Programms ist nach dem Franchise-
System gestaltet (vgl. Abb.1):
¾ Die Internationale Assoziation
wurde 1988 im Rahmen des
Welttreffens des Internationalen
Jugendprogramms gegründet. Sie ist
Hüterin der Programmprinzipien.
Durch die Internationale Assoziation
erfolgt die
Nationalen
Desweiteren wird aber auch deren
eigenständige Arbeit koordiniert und
überwacht.
¾ Durch den Nationalen Programmherausgeber erhalten qualifizierte Einrichtungen ihre Lizenzen und werden so mit der praktischen Arbeit beauftragt. Auch hat der Nationale Programmherausgeber die Aufgabe, die eigenständige Arbeit der Anbieter zu koordinieren und zu überwachen.
¾ Lizenzierte Programmanbieter können einzelne Einrichtungen sein oder übergreifende Institutionen, z.B. eine Stadt, mit mehreren Registrierten Anbieterstellen. Diese setzen das Internationale Jugendprogramm in ihrer Arbeit mit den Jugendlichen eigenverantwortlich ein.
¾ Die Programmteilnehmer sind junge Leute im Alter von 14 bis 25 Jahren. Diese können als Mitglieder der jeweiligen Einrichtung oder als unabhängige Teilnehmer über die Anbieterstellen am Programm teilnehmen.
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Ressourcen werden optimal genutzt und gleichzeitig ist sichergestellt, daß das Internationale Jugendprogramm nicht in Konkurrenz tritt, zu den Einrichtungen selber.
Die Verantwortlichkeiten in Deutschland
Der Nationale Programmherausgeber in Deutschland ist der Trägerverein „Das Internationale Jugendprogramm
Koordinationsbüro in Osterburken. Verantwortlicher Programmkoordinator ist Klaus Vogel. Die Schirmherrschaft hat Erich Erbgraf von Waldburg-Zeil übernommen. Ein Liste der aktuellen Programmanbieterstellen findet sich im Anhang.
2.2. Programmstufen und Programmteile
Die Programmstufen und Programmteile strukturieren die Teilnahme am Programm.
Die hierfür festgelegten Bedingungen
von den Jugendlichen für
einen
Abschluß erfüllt werden.
Dadurch wird einerseits
die Ganzheitlichkeit und
andererseits die Qualität
gesichert.
Durch die Programmstufen Bronze, Silber und Gold erhält das Programm eine Abstufung hinsichtlich der Anforderungen die an die Jugendlichen gestellt werden. Es ist möglich die Stufen nacheinander zu durchlaufen oder aber nur einzelne davon zu absolvieren. Es ist nicht zwingend notwendig mit der Teilnahme auf der Stufe Bronze zu beginnen. Es gibt lediglich bestimmte Altersgrenzen, die eingehalten werden müssen.
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N Silber ab 15 Jahren und N Gold ab 16 Jahren.
Der letztmögliche Zeitpunkt für den Programmbeginn ist 23 Jahre und mit dem 25. Geburtstag müssen alle Aktivitäten abgeschlossen sein. In individuellen Fällen können diese jeweiligen Mindest- und Obergrenzen angehoben oder gesenkt werden. Eine ausführliche Beschreibung dieser Sonderregelungen findet sich im Anhang.
ein ausgewogenes Programm bilden, das verschiedene Aspekte der Entwicklung junger Leute widerspiegelt“ (Das Int. Jugendpr., 1999, S.2-8).
Für jeden Bereich gibt es festgelegte Mindestzeiten. Die ausgewählten Aktivitäten müssen über diesen Zeitraum durchgeführt werden. Als Folge hieraus ergeben sich auch Mindestzeiten für die einzelnen Programmstufen: N Bronze: 6 Monate
N Silber: 12 Monate
N Gold: 18 Monate
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Tabelle:
Tab.1: Überblick über die einzelnen Programmteile (eigene Darstellung)
Für die Programmanbieter ist der Programmteil Expedition mit dem größten
Aufwand verbunden. Ein Ablaufschema hierfür ist im Anhang zu finden.
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Jugendlichen Entscheidet sich eine Einrichtung für die Einführung des Programms, dann lassen sich hierfür im Handbuch Internationales Jugendprogramm (Das Int. Jugendpr., 1999) hilfreiche Tips finden. Die Hauptaufgaben für diesen Teil der praktischen Arbeit sind in einem „Zehn-Punkte-Aktionsplan“ zusammengefasst (siehe Anhang). Dieser organisatorische Teil der praktischen Arbeit soll hier nicht näher erläutert werden. Wichtiger ist die Arbeit mit den Jugendlichen selbst, denn „das Programm bleibt so lange eine schöne Idee, bis es durch die Arbeit mit jungen Leuten zum Leben erweckt wird“ (Das Int. Jugendpr., 1999, S. 1-12). Von zentraler Bedeutung ist hierbei: Das Internationale Jugendprogramm „ist kein Wert an sich; Nutzen und Ergebnisse zeigen sich nur, wenn junge Leute in Partnerschaft mit unterstützenden Erwachsenen ihr individuelles Programm ausführen“ (Das Int. Jugendpr., 1999, S. 1-12).
Partnerschaft mit unterstützenden Erwachsenen
In der Arbeit mit dem Programm nehmen Erwachsene unterschiedlichste Schlüsselrollen ein: Programmkoordinator, Programmleiter, Gruppenleiter, erwachsene Helfer, Ausbilder, Aufsichtspersonen, Gutachter. Eine Beschreibung dieser unterschiedlichen Rollen ist im Anhang zu finden. Es kann hierbei unterschieden werden zwischen zwei Gruppen:
Ö Erwachsene, die hauptamtlich und hauptberuflich in der Organisation für das Programm tätig sind;
Ö Erwachsene, die sich ehrenamtlich engagieren und ihre Talente, ihren Enthusiasmus und ihre Zeit einbringen;
Gerade diese zweite Gruppe der erwachsenen Helfer ist wichtig für den Erfolg des Programms - in der Arbeit mit dem Programm findet eine generationenübergreifende Zusammenarbeit statt. Dadurch, dass Erwachsenen ihre Erfahrungen, Fähigkeiten und Einstellungen mit den jungen Leuten teilen, können sich neue Beziehungen entwickeln; diese können einen tiefgreifenden Einfluß auf die Entwicklung der Jugendlichen haben. Jugendliche erfahren z.B. neue Werte und überprüfen ihre bereits bestehenden. Aber auch für die erwachsenen Helfer wird die Arbeit mit den Jugendlichen ein Abenteuer und eine Herausforderung – das Programm wird so zur Herausforderung für Erwachsene und Jugendliche.
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Bei der Arbeit mit den Jugendlichen, sollten sich die erwachsenen Helfer immer bewusst machen, daß das Jugendprogramm kein Mittel ist um eine bestimmtes Ziel zu erreichen oder eine Reihe von besonderen Aufgaben zu erledigen. Stattdessen ist es der Prozess, den die Jugendlichen durchlaufen, auf den es ankommt. Es geht also nicht darum, was die Jugendlichen am Ende können sondern wie sie dahin gekommen sind, dass sie es können. Aus diesem Grund darf Unterstützung durch Erwachsene auch nicht bedeuten, dass diese den Teilnehmenden Verantwortung wegnehmen. „Das Grundprinzip ist deshalb, nie etwas zu unternehmen, das Jugendliche auch selbst tun können“ (Das Int. Jugendpr., 1999, S.9-3)
3. Entstehungsgeschichte des Internationalen Jugendprogramms
Beschäftigt man sich mit der Theorie und der praktischen Umsetzung des Internationalen Jugendprogramms, entsteht natürlich die Frage wie es denn überhaupt zur Entstehung des Programms kam. Um das Programm umsetzen zu können oder seinen Sinn zu verstehen, ist es nicht zwingend notwendig über Kurt Hahn oder die Entstehungsgeschichte bescheid zu wissen. Nichtsdestotrotz trägt dieses Wissen zu einem besseren Verständnis des Programms bei. Aus diesem Grund möchte ich jetzt noch auf diese Hintergrundinformationen eingehen. Neben der bereits genannten Literatur beziehe ich mich im Folgenden auch auf die Veröffentlichung eines Vortrags zum 100. Geburtstag von Kurt Hahn (Ziegenspeck, 1993).
3.1. Kurt Hahn – Erfinder und Mitbegründer des Programms
Abb.3: Kurt Hahn
wird dessen Privatsekretär und enger Vertrauter, was zur Folge hat, dass Kurt
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Dieser Werdegang macht deutlich, daß Kurt Hahn ursprünglich kein Pädagoge gewesen ist. Es waren historische und gesellschaftspolitische Erkenntnisse und praktische Einsichten, die ihn dazu motivierten sich mit Erziehungsfragen zu beschäftigen.
1920 gründeten Kurt Hahn und Prinz Max von Baden gemeinsam das erste Landerziehungsheim auf Schloss Salem, „der Heimstatt des Prinzen“ (Co:forum, n.d.). Mit der Übernahme der Leitung dieses Internats beginnt Kurt Hahn seine eigentliche pädagogische Tätigkeit. Dies findet 1933 ein Ende, da er sich öffentlich gegen die aufkommende Diktatur einsetzt und somit Nazi-Deutschland verlassen muß. Er flieht nach Großbritannien und gründet dort 1934 das „zweite Salem“ in Gordonstoun, welches er bis 1953 leitete.
Da es Hahns Ziel war möglichst viele Jugendliche zu erreichen, suchte er immer nach Möglichkeiten seine Ideen und deren praktische Umsetzung zu verbreiten. Aus diesem Grund entwickelte er den Duke of Edinburgh’s Award und gündete 1941 die erste Kurzzeitschule für 16 bis 20jährige Schüler. Diese sind unter dem Begriff „Outward Bound“ –Schulen bekannt geworden. Mit seiner Arbeit wird Kurt Hahn zum Begründer der Erlebnispädagogik. (vgl. Jugendstiftung Baden-Württemberg, 1993, S. 14)
Die Pädagogik Kurt Hahns
Die pädagogischen Überlegungen Kurt Hahns wurzelten im Gedankengut der Reformpädagogik, welches zu Beginn des 20. Jahrhunderts die pädagogische Theorie und Praxis stark beeinflußt hat. Das Kind mit seinen Bedürfnissen sollte in den Mittelpunkt der Erziehung rücken, im Unterschied zur Pädagogik welche zu diesem Zeitpunkt praktiziert wurde. (vgl. Jugendstiftung Baden-Württemberg, 1993, S. 14).
Seine Überlegungen beziehen sich zunächst auf Schulen und die damals bestehenden Lehrmethoden. „Kurt Hahn erkannte, daß sich Erziehung nicht im Vermitteln von Wissen erschöpft, sondern daß der Charakterbildung bei der Ausformung der Persönlichkeit maßgebende Bedeutung zukommt“ (Ziegenspeck, 1993, S. 11). Hahn möchte den Schülern ermöglichen das gesamte Potential zu entwickeln, welches in ihnen steckt. Seine Methode war hierbei, sie vor echte Aufgaben zu stellen, bei denen sie sich bewähren können. Seine Schulen sind
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übernehmen hat. Mit Hilfe der von Hahn entwickelten Erlebnistherapie sollten die von ihm diagnostizierten Verfallserscheinungen bekämpft werden:
Mangel an menschlicher Anteilnahme
Mangel an Initiative und Spontaneität
Mangel an Sorgsamkeit
Verfall der körperlichen Tauglichkeit
Die Lehrinhalte seiner Internate wurden deshalb auch um die Lernfelder Dienst, Expedition, Projekt und körperliches Training erweitert.
Die vier Programmteile des Internationalen Jugendprogramms sind somit ein direkte Antwort auf die vier Verfallserscheinungen:
Abb.4: Programmteile als Antwort auf die Verfallserscheinungen
(eigene Darstellung nach. Das Int. Jugendpr., 2000)
3.2. Die Entstehung des Duke of Edinburgh’s Award
„Vieles an Kurt Hahn erscheint heute verschroben und überholt, obsolet und pathetisch, engstirnig bis national gefärbt; seine theoretischen Ausführungen über den Verfall der Gesellschaft waren damals schon zu einfach, aber seine pädagogische Praxis hat unbestreitbar die Welt erobert“ (Michl, 1999, S. 4). Auch der Duke of Edinburgh’s Award hat inzwischen die Welt erobert. Mit unterschiedlichstem Namen wird es heute in über 100 Ländern angeboten. Eine genaue Auflistung dieser Länder (Stand 1999) findet sich im Anhang. Mit dieser weltweiten Verbreitung findet Hahns Ziel, immer möglichst viele Jugendliche zu erreichen, eine Entsprechung. Vermutlich hätte selbst Kurt Hahn sich nicht träumen lassen, dass das was als simples Abzeichen für seine Schüler in Gordonstoun begonnen hat, so eine Verbreitung finden würde.
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Quote paper:
Tabea Kroll, 2005, "Und alle gehen studieren!?" - Das Internationale Jugendprogramm und seine Auswirkungen auf die TeilnehmerInnen, Munich, GRIN Publishing GmbH
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abdullah
gratuliere.
Hallo,
Ich weiss nicht, ob du dich noch an mich erinnerst. Ich bin der türkischer Junge aus Rosenheim, der damals in die Heimat zurückkehren musste. Ich bin immer noch in der Türkei. Arbeite bei einer Bank als Spezialist. Nebenbei schreibe ich eine Doktorarbeit in Mathe-Erziehug.
Ich würde mich sehr freuen, wenn ich eine kleine Nachricht von dir bekaeme.
Es ist ein tolles Gefühl,etwas von dir zu lesen, wenns auch im Internet ist.
on Tuesday, May 24, 2005-