Fachhochschule Nürtingen
HafenCity
Inhaltsverzeichnis
Inhaltsverzeichnis I
Abbildungsverzeichnis III
1. Einleitung 1
2. Hamburg 2
2.1. Die Leitidee „Hamburg-Wachsende -Stadt“ 4
2.2. Der Wirtschaftsstandort Hamburg 6
2.3. Der Hamburger Immobilienmarkt 8
2.3.1. Der Büroimmobilienmarkt 8
2.3.2. Der Markt für Eigentumswohnungen 9
3. Die HafenCity 10
3.1. Genius Loci 10
3.2. Die Historie 11
3.3. Das Projekt 13
3.4. Die HafenCity GmbH 15
3.5. Zahlen und Fakten 16
3.6. Lage und Infrastruktur 16
3.7. Die aktuellen Flächenentwicklungen 18
3.7.1. Quartier am Sandtorkai 18
3.7.1.1. Baufeld 1 - S-68 21
3.7.1.2. Baufeld 2 - Ocean’s End 22
3.7.1.3. Baufeld 3 - H2O 22
3.7.1.4. Baufeld 4 - Dock 4 23
3.7.1.6. Baufeld 6 - Harbour Cube 23
3.7.1.7. Baufeld 7 - Harbour Hall 24
3.7.1.8. Baufeld 8 - Bankhaus Wölbern 24
3.7.2. Quartier am Sandtorpark 24
I
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3.7.3. Das Quartier Dalmannkai 25
3.7.4. Das Überseequartier 26
3.7.5. Quartier Grasbrook 28
3.7.6. Quartier Brooktorkai 29
3.7.7. Quartier Strandkai 29
4. Eine kritische Diskussion der Entwicklungen in der HafenCity 29
II
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Abbildungsverzeichnis
Abbildung 1: Die Alsterarkaden
Abbildung 2: St. Michaelis Kirche in Hamburg.
Abbildung 3: Der Sandtorhafen ca. 1888
Abbildung 4: HafenCity Stadtquartiere.
Abbildung 5: HafenCity Stadtquartiere Ost.
Abbildung 6: Das Autobahnnetz Hamburg
Abbildung 7: Das Straßenverkehrsnetz der HafenCity
Abbildung 8: Die Projektentwicklungen am Sandtorkai.
Abbildung 9: Der Sandtorkai.
Abbildung 10: Bürogebäude der Quantum Immobilien AG
Abbildung 11: Das SAP-Gebäude.
III
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Abkürzungsverzeichnis
AOL…………………………………………………………………………….America Online
BAW……………………………..........................Bremer Ausschuss für Wirtschaftsforschung
BGF……………………………………………………………………….Bruttogeschossfläche
EADS……………………………………..European Aeronautic Defence and Space Company
EG………………………………………………………………………………….Erdgeschoss
HGV…………………………………….Hamburger Gesellschaft für Beteiligungsverwaltung
HHLA………………………………………………….Hamburger Hafen- und Lagerhaus-AG
HWF………………………………Hamburgische Gesellschaft für Wirtschaftsförderung mbH
HWWA……………………………………………….Hamburgische Welt-Wirtschafts-Archiv
OG………………………………………………………………………………..Obergeschoss
UG………………………………………………………………………………..Untergeschoss
Warner Bros…………………………………………………………………...Warner Brothers
IV
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1. Einleitung
Die in Deutschland momentan vorherrschende konjunkturelle Aufhellung hat sich auch im 2. Quartal 2004 fortgesetzt. So hat das BIP mit dem kräftigsten Wachstum seit Anfang 2001-, kalender- und preisbereinigt um 0,5 % gegenüber dem Vorquartal und sogar 1,5% gegenüber dem Vorjahreszeitraum zugenommen. Jedoch ist leider festzustellen, dass die gesamtwirtschaftliche Leistung nur aufgrund d es starken Exports zustande gekommen ist. Steigende Ölpreise und die unsicheren wirtschaftlichen Perspektiven, u.a. Hartz IV, sorgen für eine anhaltende Stagnation der Binnennachfrage, welche kalender- und preisbereinigt um -0,1% fiel. Vor allem die Bauinvestitionen mit einem Rückgang von 2% zeichneten sich für diesen Rückgang aus. Für das gesamte Jahr 2004 prognostiziert das Hamburger Weltwirtschaftsarchiv ein Wirtschaftswachstum von 1,5% und für das Jahr 2005 von 1,4. 1
Trotz verbesserter Wirtschaftsdynamik liegt die Arbeitslosenquote der BRD bei weiterhin hohen 10,5%, was einer Arbeitslosigkeit von 4,35 Mio. entspricht. Doch zumindest scheint der Arbeitsplatzabbau mit „nur“ 39.000 abgebauten Stellen im Vergleich zu 2003 zum Stillstand gekommen zu sein. 2
Im Gegensatz zum Bundestrend sank in Hamburg die Arbeitslosigkeit um 4,5% auf nun 83.000. Von einem dynamischen und stabilen Aufschwung kann aber nicht die Rede sein. Bei weiterhin unsicheren wirtschaftlichen Aussichten (u.a. Ölpreis) ist eine Trendwende am
Arbeitsplatz nicht in Sicht. 3 Der konjunkturell abhängige gesamtdeutsche Immobilienmarkt weist, trotz einer in den Immobilienhochburgen Frankfurt, Berlin, Hamburg, München und Düsseldorf erzielten Zunahme der Transaktionen von 69% gegenüber dem Vorjahreswert,
einen Rekordleerstand in diesen Städten von insgesamt 5,8 Mio. m² aus. 4 Investoren halten sich bei diesen Leerständen und den durch Basel II verschärften Finanzierungsbedingungen mit Projektentwicklungen zurück.
Unter diesen schwierigen ökonomischen Rahmenbedingungen findet auf einer Entwicklungsfläche von ca. 155 Hektar zur Konversion freigegebener Hafenflächen der „bedeutendste Stadtentwi cklungsprozess Europas“ statt, der in seiner Fläche rund fünfzehnmal größer ist, als die Neubebauung am Potsdamer Platz in Berlin.
1 Vgl. Hamburgisches Weltwirtschaftsarchiv, Weltkonjunktur, 2004 , Seite 3
2 Vgl. Bundesverband Deutscher Banken, Statistik, 2004; vgl. auch Statistisches Bundesamt Deutschland,
Arbeitslosenquote, 2004
3 Vgl. Moring, A., Arbeitslose, 2004
4 Vgl. Deka Immobilien Investment GmbH, Länderanalyse, 2004, Seite 4
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Nach den Plänen der Hamburger Bürgerschaft soll dieses Vorzeigeprojekt der Leitidee „Hamburg-Wachsende-Stadt“ mit seiner Mischung aus W ohnen, Kultur, Freizeit und Gewerbe die Innenstadt um 40% erweitern und für positive Impulse für den Wirtschafts-, Lebens, Kultur- und Erholungsstandort Hamburg sorgen.
Obwohl sich derzeit die ökonomischen- und immobilienwirtschaftlichen Rahmenbedingungen schwierig gestalten, sind mit der Fertigstellung der Gebäude am Sandtorkai, der Anhandgabe einiger Grundstücke am D almannkai, des großen Investoreninteresses am Überseequartier und der Ansiedlung eines ausländischen Unternehmens und kultureller Einrichtungen, schon erste Erfolge zu verzeichnen.
Ziel dieser vier Kapitel umfassenden Hausarbeit ist es, vor dem Hintergrund des Standortes Hamburg, einen Überblick sowohl über die aktuellen Flächenentwicklungen in der HafenCity als auch im speziellen der Projektentwicklungen am Sandtorkai zu geben. Besondere Berücksichtigung erfährt hierbei die Leitidee „Hamburg-Wachsende-Stadt“und die Funktion der HafenCity GmbH. Abschließen wird diese Hausarbeit mit einer kritischen Diskussion bedeutender Themen der HafenCity.
2. Hamburg
Die durch Siedlungen im 7 Jhdt. A.D. entstandene Freie- und Hansestadt Hamburg erstreckt sich über eine Fläche von 755 km² und ist mit seinen 1,74 (2004) Mio. Einwohnern nach Berlin sowohl zweitgrößte Stadt als auch zweitkleinstes Bundesland Deutschlands. Die Metropolregion Hamburg umfasst 4,1 Mio. Einwohner und stellt mit seinem ausgewogenem Branchenmix und dem nach Rotterdam zweitgrößten Seehafen Europas einen der wichtigsten Wirtschaftsstandorte Europas dar. 5 Hamburg liegt am Unterlauf der Elbe rund 110 km vor der Einmündung des Stroms in die Nordsee und wird im Norden von dem Bundesland Schleswig-Holstein und im Süden vom Bundesl and Niedersachsen umschlossen.
5 Vgl. CityNetz Hamburg, Stadtportrait, o.J.
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Die Stadt verfügt aufgrund der Tatsache, dass ca. 8% des Stadtgebietes aus Wasserflächen und 15% aus Grünflächen bestehen, über einen hohen Erholungswert und wird auch die „grüne Stadt am Wasser genannt.“ So finden sich in Hamburg mehr Brücken als in Venedig und Amsterdam zusammen. Kulturell hat Hamburg neben drei Staatstheatern (Hamburgische Staatsoper, Dt. Schauspielhaus, Thalia Theater) des Weiteren 313 Theater, 50 Museen sowie 30 Privatbühnen zu bieten. Zudem ist Hamburg mit Musicals wie u.a. „Der König der Löwen“ und „Mamma Mia“ die zweitgrößte Musicalstadt der Welt. So zählt Hamburg nach Berlin die höchsten Besucherzahlen. Sehenswürdigkeiten sind z.B. die historische Speicherstadt, die Reeperbahn, der Hamburger Fischmarkt, Hagenbecks Tierpark, die AOL-Arena und die Sankt Michaeliskirche, die als Hamburger Wahrzeichen im Volksmund „Hamburger Michel“ genannt wird. Bedeutende architektonische Bauwerke sind u.a. neben der Gründerstadt, das Chilehaus, die Speicherstadt, das Hamburger Rathaus, die Alsterarkaden und der Berliner Bogen.
6 Vgl. Bellin, C., Michaelis, o. J.
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Die Stadt verfügt darüber hinaus über 170 berufsbildende- und 409 Grund- und weiterführende Schulen, sowie über 12 höhere Bildungs- und Forschungseinrichtungen wie u.a. die Hamburger Universität, die Technische Universität Hamburg, die Bundeswehrhochschule, die Hochschule für Musik und Theater, das Bernhard-Nocht-Institut, das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie und das HWWA-Institut für Wirtschaftsforschung. Hamburgs Internationalität und Funktion als wichtiger Wirtschaftsraum wird durch 95 Konsulatssitze und den Internationalen Seegerichtshof (ISGH) deutlich.
2.1. Die Leitidee „Hamburg-Wachsende -Stadt“
In Z eiten zunehmender Globalisierung konkurrieren nicht nur Nationen im Standortwettbewerb miteinander, sondern auch Regionen, Metropolen und Städte. Hamburg hat sich durch die Aufnahme der skandinavischen sowie der osteuropäischen Staaten in die EU zu einem wirtschaftsgeographischen Zentrum weiter entwickelt und damit die Chance, vom weiter steigenden Warenverkehr zu profitieren. Zugleich besteht aber das Risiko, Arbeitsplätze an subventionsgeförderte und mit Niedri glöhnen ausgestattete z.B. osteuropäische Städte und Regionen zu verlieren. Neben den harten Faktoren wie Subventionen, Markterschließung, Wirtschaftskraft und -dynamik, Steuern, Mietkosten, Bodenpreise und verfügbare Flächen, Ausbildungsniveau, qualifiziertem Personal etc., sind auch die weichen Faktorten wie, Lebensqualität, Image, Natur, Kultur, Sicherheit, behördliche Auflagen, Infrastruktur für die Standortwahl entscheidend. Zudem sind die Unternehmen im Zuge der Globalisierung bei ihrer Standortwahl f lexibler geworden. Hamburg steht damit nicht nur in Konkurrenz zu nationalen Städten wie Frankfurt, Berlin, Stuttgart, Düsseldorf und München, sondern auch in einem verstärkten Standortwettbewerb im europäischen Raum mit Städten wie Paris, London, Helsinki, Amsterdam, Barcelona, Prag und Rotterdam.
Im nationalen Vergleich schneidet Hamburg nach einer Studie des BAW Instituts für Wirtschaftsforschung bezogen auf weiche- und harte Standortfaktoren in einem Städteranking nach Köln und München mit dem dritten Platz ab. 7 In einer anderen Studie der Zeitschrift Wirtschaftswoche belegt Hamburg bezogen auf ökonomische Faktoren wie Wohlstand, Arbeitsmarkt, Wirtschaft, Standort, Sozialstruktur und Staat sogar nur den 9. Platz hinter Städten wie München, Frankfurt, Stuttgart und Düsseldorf.
7 Vgl. Schönert, M., Städteranking, 2003, Seite 1-12
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Im internationalen Vergleich liegt Hamburg nach einer Studie von
Cushman&Wakef ield/Healey & Baker nur den 18. Platz bei der Ermittlung der Attraktivität
europäischer Städte für Standortansiedlungen. 8 Dies macht deutlich, dass sic h Hamburg national wie international dem Wettbewerb mit guten, innovativen Ideen und einem ansprechenden Standortmarketing zu stellen hat.
Die Stadt Hamburg ist sich dieser Herausforderung bewusst und hat sich i m Jahre 2002 mit dem 83 Einzelvorhaben umfassenden Leitbild „Metropole Hamburg - Wachsende Stadt“ ehrgeizige Ziele gesetzt, um die wirtschaftliche Zukunft der Stadt zu sichern und seinen Stellenwert als Wirtschafts- und Lebensmetropole im internationalen Vergleich nachhaltig zu erhöhen
Bei der Planung und Umsetzung seines Konzeptes orientiert sich Hamburg dabei an dynamischen, internationalen Metropolen wie Toronto, Barcelona, Wien oder Kopenhagen, die durch gezielte Wachstumsstrategien in den Bereichen Wohn-, Arbeits- und Lebensqualität ihre internationale Bekanntheit erhöhen konnten. Die Hauptbestandteile dieses Leitbildes sind:
Förderung des Wirtschafts- und Beschäftigungswachstums •
Verbesserung des Mobilitätsmanagements •
Steigerung der internationalen Attraktivität und Bekanntheit Hamburgs •
Erhöhung der Einwohnerzahl und Familienförderung •
Zusammenarbeit in der Metropolregion Hamburg und Kooperationen mit anderen • Metropolregionen
Erhöhung der Verfügbarkeit von Wohnbau- und Gewerbeflächen und besseres •
Flächenmanagement 9
Dabei soll Hamburg durch ein „Smart Growth“ eine nachhaltige Entwicklung beschreiten und trotz der vermehrten Bereitstellung von Wohn- und Gewerberaum sich seinen grünen Charakter bewahren. Mit Schlüsselprojekten wie der Olympiabewerbung in 2002, der HafenCity und dem Sprung über die Elbe soll eine Aufbruchstimmung erzeugt werden. 10
8 Vgl. Cushman & Wakefield/ Healey & Baker, European Cities, 2004, Seite 7
9 Vgl. Freie und Hansestadt Hamburg, Leitbild, 2002
10 Vgl. Freie und Hansestadt Hamburg , Hamburgs Zukunft, 2003, Seite 2-3; vgl. auch Freie und Hansestadt
Hamburg, Vision Tour, 2003
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Philipp Langbehn, 2005, Die HafenCity. Ein Überblick über den Stand der Planungen (2005), München, GRIN Verlag GmbH
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