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Erinnerungsorte: Das Denkmal in Rüsselsheim

Titel: Erinnerungsorte: Das Denkmal in Rüsselsheim

Seminararbeit , 2005 , 13 Seiten , Note: 1.9

Autor:in: Nazife Öztürk (Autor:in)

Didaktik - Geschichte
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Im Rahmen des Seminars „Erinnerungsorte-Geschichtskultur-historisches Lernen“ wurden verschiedene Erinnerungsorte in Hessen bearbeitet und vorgestellt. Diese Arbeit beschäftigt sich mit einem Mahnmal in Rüsselsheim, das an die gelynchten Soldaten im August 1944 erinnern soll. Die Arbeit ist wie folgt aufgebaut: Im zweiten Kapitel wird zunächst einleitend erklärt, welche Bedeutung Erinnerungen und Erlebnisse für ein Individuum einerseits und für das Kollektiv andererseits, haben. Die Gestalt, die Erinnerungsorte einnehmen können, wird ebenfalls in diesem zweiten Kapitel erläutert. Die Beschreibungen meiner Recherchetätigkeiten für diese Arbeit nehmen im dritten Kapitel Platz. Der historische Kontext des Geschehenen stellt den Hauptteil der Arbeit dar. Hier wird auf die Luftkriege zwischen den Amerikaner/ Engländern und den Deutschen eingegangen, um so dem Leser die Stimmung unter den Rüsselsheimer Bürgern näher zu bringen und um deutlich zu machen, wie es zu so einer Tat kommen konnte. Das fünfte Kapitel beinhaltet eine kurte Erläuterung zum Mahnmal und letzt endlich auch eine Beschreibung dessen. Abschließend folgt eine kleine Reflexion über die Recherche, die sich nicht so einfach gestalten ließ.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1.)Einleitung

2.) Individuelle- und kollektive Erinnerungen

2.1) Was sind Erinnerungsorte?

3.) Die Recherche

4.) Das Mahnmal für gelynchte Soldaten

4.1 ) Die Vorgeschichte zum Lynchmord (Luftangriffe)

4.2) Der 26. August 1944 –Die Nacht-

4.3) Der 26. August 1944 – Der Morgen danach-

5.) Erinnerungsort: Mahnmal

5.1) Mahmalbeschreibung

6. Resümee

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Mahnmal in Rüsselsheim, das an die Lynchmorde an amerikanischen Kriegsgefangenen im August 1944 erinnert, und beleuchtet dabei die Bedeutung von Erinnerungsorten innerhalb der Geschichtskultur.

  • Bedeutung individueller und kollektiver Erinnerung
  • Konzept und Funktion von Erinnerungsorten
  • Historischer Kontext der Luftangriffe auf Rüsselsheim 1944
  • Ablauf und Hintergründe des Lynchmords an US-Soldaten
  • Aufarbeitung der Vergangenheit durch das Mahnmal

Auszug aus dem Buch

4.3) Der 26. August 1944 – Der Morgen danach-

Am morgen nach der schweren Bombardierung der Stadt kam es zu dem schlimmen Ereignis, das die Stadt Jahre danach bewegte. Eine Gruppe von Initiatoren beschlossen an die Tatstelle ein Mahnmal aufzustellen, um an die gelynchten Soldaten zu erinnern.

Acht Kriegsgefangene Amerikaner(Haigus Tufenkjan, John Sekul, Norman Rogers, Elmore Austin, William Dumont, Thomas Williams, William Adams und Sydney Brown) 16 befanden sich zu diesem Zeitpunkt in Rüsselsheim, da sie in Osnabrück mit ihren Fliegern abgeschossen worden waren. Auf dem Weg in ein Kriegsgefangenenlager, das sich im Taunus befand, kamen sie durch das völlig zerstörte Rüsselsheim. Weil die Briten in der Nacht zuvor die Gleise zerbombt hatten, mussten sie zu Fuß durch die Stadt geführt werden. Ihnen war bewusst, so einer der überlebenden, dass sie durch eine völlig zerstörte Stadt gingen und sie es mit aufgeregten und wütenden Deutschen zu tun haben werden. 17

Auf dem „Todesmarsch“ zum Kriegsgefangenlager wurden die Wehrlosen und auch schlecht beschützten US-Soldaten Opfer einer Massenhysterie, die sich anbahnte mit folgenden Worten, die eine Frau los schrie als sie die Soldaten bemerkte: „He Haut los!“18

Zunächst wurden die US-Soldaten mit Steinen und Dachziegeln beworfen. Nachdem die aufgeregte Menge versuchte die Wachen wegzustoßen, wurde es lebensgefährlich für die Opfer. Nacheinander wurden sechs von ihnen auf bestialische Weise „gelyncht“. Nur zwei von ihnen konnten überleben, weil sie sich tot gestellt hatten. Brown, der einer der überlebenden ist, sagte aus er habe überlebt, weil er sich tot stellte („playing dead“)19

Zusammenfassung der Kapitel

1.)Einleitung: Die Einleitung erläutert die Zielsetzung der Arbeit, die sich mit der Bedeutung eines spezifischen Mahnmals für gelynchte Soldaten in Rüsselsheim im Kontext der Geschichtskultur auseinandersetzt.

2.) Individuelle- und kollektive Erinnerungen: Dieses Kapitel definiert die theoretischen Grundlagen von Gedächtnis, Identitätsbildung und erläutert den Begriff der Erinnerungsorte als Metaphern für kollektives Gedenken.

3.) Die Recherche: Die Autorin beschreibt den persönlichen Prozess der Themenfindung sowie die Schwierigkeiten bei der Informationsbeschaffung über das Mahnmal.

4.) Das Mahnmal für gelynchte Soldaten: Der Hauptteil analysiert die historischen Rahmenbedingungen, insbesondere die Luftkriegsführung, die zur Stimmung in der Bevölkerung und letztlich zum Lynchmord führten.

5.) Erinnerungsort: Mahnmal: Hier wird der Entstehungsprozess des Mahnmals nach Jahrzehnten des Schweigens sowie dessen symbolische Bedeutung für die heutige Identität der Stadt beschrieben.

6. Resümee: Die Arbeit schließt mit einer selbstkritischen Reflexion über den zeitlichen Aufwand und die Materiallage bei der Erstellung dieser Forschungsarbeit.

Schlüsselwörter

Erinnerungsorte, Geschichtskultur, historisches Lernen, Rüsselsheim, Lynchmord, Zweiter Weltkrieg, Kriegsgefangene, Kollektiverinnerung, Mahnmal, Luftangriffe, Identität, NS-Zeit, Vergangenheitsbewältigung, Zeitgeschichte, Dokumentation.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Bedeutung von Erinnerungsorten und analysiert konkret ein Mahnmal in Rüsselsheim, das an den Lynchmord an amerikanischen Kriegsgefangenen im August 1944 erinnert.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die Theorie der kollektiven Erinnerung, die Auswirkungen des Luftkrieges auf die Zivilbevölkerung und die Aufarbeitung von NS-Verbrechen durch moderne Gedenkkultur.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, den historischen Hintergrund des Rüsselsheimer Lynchmords aufzuzeigen und zu untersuchen, wie dieses Ereignis durch ein Mahnmal in die städtische Erinnerungskultur integriert wurde.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine historisch-analytische Seminararbeit, die auf Literaturrecherche und der Auswertung von Zeitzeugenberichten sowie offiziellen Dokumenten basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil konzentriert sich auf die chronologische Darstellung der Luftangriffe auf Rüsselsheim sowie die detaillierte Schilderung der Lynchmorde und deren rechtliche Aufarbeitung nach 1945.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Erinnerungsorte, Geschichtskultur, Lynchmord, Kriegsgefangene und kollektive Identität geprägt.

Warum war die Recherche für die Autorin schwierig?

Die Autorin berichtet von zeitlichen Engpässen und der Schwierigkeit, tiefergehende Primärquellen zum Denkmal über das Internet zu finden, was sie als persönlichen Fehler bei der Zeitplanung einräumt.

Welche Rolle spielt Dagmar Eichhorn bei diesem Denkmal?

Sie gilt als die Initiatorin des Mahnmalbaus und hat durch ihr Engagement maßgeblich dazu beigetragen, das lange Zeit verschwiegene Ereignis in das öffentliche Bewusstsein Rüsselsheims zu rücken.

Ende der Leseprobe aus 13 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Erinnerungsorte: Das Denkmal in Rüsselsheim
Hochschule
Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main
Veranstaltung
Erinnerungsorte- Geschichtskultur- historisches Lernen
Note
1.9
Autor
Nazife Öztürk (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2005
Seiten
13
Katalognummer
V37725
ISBN (eBook)
9783638369916
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Erinnerungsorte Denkmal Rüsselsheim
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Nazife Öztürk (Autor:in), 2005, Erinnerungsorte: Das Denkmal in Rüsselsheim, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/37725
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Leseprobe aus  13  Seiten
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