Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Frauen ein anderes Volk
3. Die Ehe in der jüdischen Tradition
4. Probleme der Verhütung
5. Die Geburt
6. Menstruation
7. Torah lernen und Frauen Darf sie oder darf sie nicht
8. Die Figur der gelehrten Frau ihre Herkunft
Familienbeziehungen Identität
9. Geschichte ohne Happy end Rashi s Version
10. Frauenerzählungen in Talmud
ü Heroische Erzählungen
ü Diener
ü Proselyten
ü Prostituierten
ü Hexen
ü Frauen und Wein
11. Ein Blick von der heutigen Sicht
12. Literaturquellen
1. Einleitung.
Im Seminar „Der Tanna- wo steht er, daß er lehrt...?“ (Einführung in die Talmudim), haben wir über die beiden Talmudim gesprochen. Sie sind ein wichtiges Bestandteil des Judentums. Man kann sich das Judentum ohne Talmud überhaupt nicht vorstellen.
Die wichtigsten Gelehrten in der Geschichte des Talmuds waren alle männlich und die Tradition war immer vom Vater zum Sohn übermittelt. Frauen waren vom Lernen der Tradition jahrelang ausgeschlossen. Erst im 20. Jahrhundert haben die Frauen Zugang zur religiösen Lehre bekommen. Es gibt heute Frauen, die als Rabbiner in nicht-orthodoxen jüdischen Gemeinden dienen. Natürlich unterscheidet sich die Stellung der Frau unserer Zeiten von ihrer Stellung in den Zeiten des Talmuds.
Viele Wissenschaftler meinen, dass die Rabbiner der talmudischen Zeiten nicht gerade „frauenfreundlich“ waren. Waren die Rabbiner wirklich solche „Frauenhasser“?
Wie werden Frauen in Talmud dargestellt?
Wie hat sich die Stellung der Frau entwickelt?
Wie immer, wenn man über die Periode der Talmudim spricht, mangelt es an genaue historische Informationen. Über Frauen in der Antike gibt es noch weniger Belege. Viele Wissenschaftler haben sich mit dem Problem auseinandergesetzt.
2. Frauen - ein anderes Volk?
Talmud Shabbat 62 a bezeichnet Frauen als ein „separates Volk.“ Diese Ansicht kommt aus Genesis 2:4. Die Frauen sind den Männern untergeordnet und sind viel weiter von der Welt der geistigen und G-ttlichen entfernt. (Judith Baskin). An vielen Stellen im Talmud werden Frauen als soziale Gefahr betrachtet. Insbesondere ist ihre Sexualität eine „Versuchung“. Deswegen werden die Kontakte zwischen der Frauen- und Männerwelten extrem begrenzt. Judith Baskin hat die negativen Eigenschaften, die der Frauen zugeschrieben werden, aufgelistet. Das sind, zum Be ispiel u. A. :
Hexerei (Mishna Avot 2:7,
• Dummheit (BT Shabbat 33 b),
• Unehrlichkeit (Genesis Rabba 18:2) etc.
•
Die Tätigkeit der Frauen um die Familie zu kümmern. Um den Männern das Torahstudium zu ermö glichen, muss jemand das Essen vorbereiten, den Haushalt sauber halten, sich um die Kinder kümmern, usw. Dafür braucht man eine Ehepartnerin. Die Ehe ist sehr wichtig in der jüdischen Tradition. „ Marriage was so important that the Talmud warned: And whoever lives without a wife lives without well- being, without blessing, home, Torah, protective wall, without peace“. (Lawrence Fuchs, 55) Wenn die Frauen die von ihnen erwarteten Rollen erfüllen, sind sie in der Gesellschaft geehrt.
3. Die Ehe in der jüdischen Tradition
Die Ehe in der jüdischen Tradition hat zwei wichtige Zwecke: Vermehrung und Partnerschaft. (Millen, 27) Die Sexualität innerhalb von Ehe wird als positiv gesehen.
„ Female sexuality for a holy purpose- saving the Jewish people, providing loving...companionship to one’s husband – was honoured by the Rabbis of the talmudic era.“ (Lawrence Fuchs, 49.) Im Vergleich zu den anderen Kulturen ist die jüdische Einstellung zur Ehe sehr positiv. Ein Judischer Mann braucht shalom bayit um Torah lernen zu können. Auf einer Seite ist die Ehegattin da, um dem Mann von „sündhaften“ Gedanken abzulenken, andererseits ist sie eine Art Konkurrenz zur Tora. Die Prioritätensetzung ist nicht einfach. Rubinstein (2003) stellt auf der Seite 112 ein Bild der „Idealgattin“ dar.
„She encourages her husband to study, even at a great personal sacrifice. She forgoes her right to limit her husband to a two- or three- year absence. She endures poverty and social ridicule.” Als Vorbild der Idealehefrau wird Rachel, die Frau Rabbi Akivas gesehen, die es ihrem Mann ermöglicht, sich dem Torastudium zu widmen und nicht Bruria, die selbst eine Gelehrte ist.
4. Probleme der Verhütung.
Die Rabbis haben auch Verhütung und Schwangerschaftsunterbrechung erlaubt. Die Zitate aus T.B. Yevamot 12b macht es klar, dass die Verhütung in der jüdischem Gesetz existierte und benut zt wurde. Es gab drei Fälle, in denen die Verhütung erlaubt war:
• eine minderjährige,
• eine schwangere
• eine stillende Mutter.
“ The three women are paradigms of possibly dangerous situations for a woman carrying a fetus“. (Millen, 27) Ein Schwangerschaftsabbruch mit dem Ziel, das Leben der Mutter zu retten, ist erlaubt. Das ungeborene Kind ist noch kein Mensch und das Leben der Mutter ist wichtiger. (R. Biale, 221).
5. Geburt
Geburt ohne Schmerzen war als Belohnung für eine gerechte Frau gesehen. Die männliche n Autoren haben Schmerzen bei Geburt als furchterregend gesehen. Einer Frau bei Entbindung helfen gleicht dem Lebensretten und ist wichtiger als Schabbat-Gesetze. (mS hab. 18.3, Tal Ilan, Jewish Women, 116-117) Es gibt ein Kommetar, dass Frauen während der Entbindung sterben, wenn sie die Mitzwot von Nidda, Challah und Kerzenzünden am Shabbat nicht streng genug halten.
„ The female biology is intermingled in a punitive and threatening wawith the three commandments, for which women are primarily responsible“. (Millen, 17).
Leslie A. Cook sagt, dass die 3 Mitzwot, die für Frauen am wichtigsten sind, hatten früher mit dem Tempeldienst zu tun. Die Frau, wie früher der Priester, entscheidet, wann sie rituell rein oder unrein ist, sie bringt Opfer mit dem getrenntem Stück Challah und, wie ein Priester die Menorah anzündete, um Tag von der Nacht zu trennen, so zündet sie die Schabbatkerzen an. „The home, more than the synago gue, replaced the Temple...The home is the ritual space". (Cook, 56). Man könnte darausschließen, dass die beiden Sphären des jüdischen Lebens – die private und die öffentliche, gleich wichtig sind.
6. Menstruation wurde von Rabbiner richtig als Zeichen der Geschlechtsreife
verstanden. Sie wussten aber nicht, welchem Zweck sie genau dient. Aus diesem Grund war die monatliche Blutung als etwas abscheusliches und verängstinges gesehen.
Man glaubte, das Blut der Frau magische Kräfte hatte.
„ Menstrual blood, like most of the biological phenomena unique to women, was interpreted by the rabbis as part of the punishment meted out to Eve because of the sin in Eden“. (yShab, 2.4, Gen. R. 17.8, p.16ß160 Ed. Theodor- Albeck in Tal Ilan, 1995, 102)
Arbeit zitieren:
Alina Polyak, 2004, Frauen - ein anderes Volk, München, GRIN Verlag GmbH
Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden:
Einbetten
DOI
Antisemitismus - Neue Form oder historisch gewachsenes Vorurteil?
Studienarbeit, 62 Seiten
Moderner Antisemitismus - Judenfeindlichkeit nach 1945
Seminararbeit, 15 Seiten
Die Jugendbewegung 'Wandervogel' als Teil der sozialen Bewegun...
Politik - Politische Theorie und Ideengeschichte
Hauptseminararbeit, 20 Seiten
Die Deutsche Burschenschaft: Wegbereiterin des Antisemitismus an deuts...
Gesch. Europa - Deutschland - I. Weltkrieg, Weimarer Republik
Seminararbeit, 24 Seiten
Sündenböcke und Blitzableiter - Theorien des Antisemitismus
Soziologie - Klassiker und Theorierichtungen
Hauptseminararbeit, 32 Seiten
Jüdischer Widerstand im Nationalsozialismus
Geschichte Europa - Deutschland - Nationalsozialismus, II. Weltkrieg
Examensarbeit, 102 Seiten
Die deutschen Vulkanlandschaften
Geowissenschaften / Geographie - Regionalgeographie
Hauptseminararbeit, 18 Seiten
Innerjüdisches Leben unter dem Nationalsozialismus
Geschichte Europa - Deutschland - Nationalsozialismus, II. Weltkrieg
Hauptseminararbeit, 31 Seiten
Effekte der Wiedervereinigung auf Antisemitismus in der BRD
Soziologie - Politische Soziologie, Majoritäten, Minoritäten
Hausarbeit, 26 Seiten
Der Weg zum gleichberechtigten Staatsbürger - Rechtliche Stellung der ...
Gesch. Europa - Deutschland - I. Weltkrieg, Weimarer Republik
Seminararbeit, 21 Seiten
Die Negative Symbiose - Eine Reflexion über das deutsch-jüdische Verhä...
Seminararbeit, 24 Seiten
Der Jüdische Frauenbund 1904 - 1938
Geschichte Europa - Deutschland - Nationalsozialismus, II. Weltkrieg
Hausarbeit, 14 Seiten
Anti-jüdische Stereotype am Beispiel des Judensaumotivs
Germanistik - Ältere Deutsche Literatur, Mediävistik
Hausarbeit, 26 Seiten
Jüdischer Widerstand im Nationalsozialismus
Geschichte Europa - Deutschland - Nationalsozialismus, II. Weltkrieg
Hauptseminararbeit, 28 Seiten
Alina Polyak's Text Frauen - ein anderes Volk ist nun auf dem Buchmarkt erhältlich
Alina Polyak hat den Text Frauen - ein anderes Volk veröffentlicht
Alina Polyak hat einen neuen Text hochgeladen
The Tree and the Canoe: History and Ethnogeography of Tanna
Joel Bonnemaison, Josee Penot-Demetry
Race and the Third Reich: Linguistics, Racial Anthropology and Genetic...
Christopher M. Hutton
German for Business and Economics, Band 1, Die Volks- Und Weltwirtscha...
Patricia Ryan Paulsell, Anne-Katrin Gramberg, Karin U. H. Evans
Race and the Third Reich: Linguistics, Racial Anthropology and Genetic...
Christopher M. Hutton
German for Business and Economics, Band 1, Die Volks- Und Weltwirtscha...
Patricia Ryan Paulsell, Anne-Katrin Gramberg, Karin U. H. Evans
0 Kommentare