Inhaltsverzeichnis
UNTERWEISUNGSPROBE 1
1. Themenwahlbegründung 3
2. Sachanalyse 3
2.1 Sachstruktur. 3
2.2 Arbeitszergliederung 4
2.2.1.Vorbereitung 4
2.2.2. Anreißen und Körnen 4
3. Didaktische Analyse 4
3.1 Lehr- und Lernbedingungen. 4
3.2 Entscheidungsanalyse 5
4. Lernzielfestlegung 5
4.1 Richtziel 5
4.2 Groblernziel. 5
4.3 Feinlernziel (operationalisiert) 5
4.4 Teillernziele. 5
5. Methodische Überlegungen. 6
5.1 Unterweisungskonzept. 6
5.2 Sozialform 6
5.3 Aktionsform 6
5.4 Lernhilfen 6
5.5 Motivationshilfen 6
5.6 Lernerfolgskontrolle. 6
6. Medienauswahl. 7
7. Ablaufplanung. 7
8. Anlagen 8
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1. Themenwahlbegründung
Dieses Thema ist eine manuelle Fertigkeit die erlernt werden muss und dem Auszubildenden ein Gefühl für das Material vermittelt, dies ist auch der erste Schritt zum Bohren. Das Bohren wird in der nächsten Unterweisung folgen. Später beim Bohren hat der Bohrer durch das Körnen eine Vorführung. Ausbildungsrahmenplan lfd. Nr. 9 f) Industriemechaniker- Fachrichtung Maschinen und Systemtechnik 1. Ausbildungsjahr: Bezugslinien, Bohrungsmitten und Umrisse an Werkstücken unter Berücksichtigung der Werkstoffeigenschaften und nachfolgender Bearbeitung Anreißen und Körnen. Der betriebliche Ausbildungsplan sieht diese Unterweisung zu diesem Zeitpunkt vor.
2. Sachanalyse
2.1 Sachstruktur
Anreißen und Körnen setzen Kenntnisse von Werkstoffeigenschaften voraus, um es fachgerecht durchführen zu können. Maße und Bezugskanten werden aus der Zeichnung entnommen. Die Zeichnung enthält den Hinweis auf 2 Maßbezugskanten am Werkstück, diese sind zu kennzeichnen um Verwechslungen zu vermeiden bzw. um Anreißfehler zu vermeiden. Da die Anrisslinien auf dem Metall sichtbar sein müssen, ist es von Vorteil, Anreißfarbe aufzutragen. Entsprechend dem Material des Werkstückes muss auch das Material der Anreißnadel aus dem entsprechenden Material sein. Die Anreißnadel und der Körner müssen härter sein als das Werkstück, sonst sieht man keine Anrisslinien. Bei dünnwandigen, harten und kerbempfindlichen Werkstücken werden Messinganreißnadeln und bei
Leichtmetallblechen Bleistifte verwendet. Als Hilfsmittel gibt es Anreißplatten, auf denen gewährleistet ist, dass die Anrisslinien parallel zu den Bezugskanten schnell und sicher erfolgen können.
Das Körnen erfolgt mit Hammer und Körner. Beim treiben des Körners in das Werkstück entsteht eine kleine kegelförmige Vertiefung die zum Rand der Körnung hin gestaucht wird. Somit entsteht diese Vertiefung. Gründe für Körnungen:
- in einer Bohrungsmitte um der Bohrerspitze ein Führung zu geben
- Ansatzpunkt für weiteres Werkzeug(z.B. Reißzirkel)
- Auf Risslinien, um sie zur weiteren Bearbeitung sichtbar zu machen. Der Körner selbst sollte eine Spitze mit einem Winkel zwischen 30 und 60 Grad haben. Die Körnung muss exakt an der vorgesehenen Stelle erfolgen, bei Bohrungsmitten also genau im Schnittpunkt der Anrisslinien. Dies ist wichtig, um die nachfolgende Bohrung maßgenau und in nötiger Qualität ausführen zu können.
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2.2 Arbeitszergliederung
2.2.1.Vorbereitung
Nach der Analyse der technischen Zeichnung wird das Werkzeug ausgewählt, die Bezugskanten erkannt und markiert. Die Werkzeuge bestehen aus einem Höhenreißer, einer Anreißplatte, einem Körner und 2 Hämmer. Die Maße sind aus der Zeichnung zu entnehmen. Kontrolle der Werkzeuge auf Beschädigungen und Prüfen des Höhenreißers mit Endmaßen. Es ist auch darauf zu achten das das Werkstück entgratet ist und auf einer festen Unterlage liegt (Werkbank). Arbeitsblatt mit den Unfallverhütungsvorschriften erklären und sichtbar am Arbeitsplatz liegen lassen.
2.2.2. Anreißen und Körnen
Die aus der technischen Zeichnung bekannten Maße sind am Höhenreißer einzustellen. Mit ihm werden dann von der Maßbezugkante, die in der Zeichnung vorgegeben ist, Maße auf dem Werkstück angerissen. Danach ist zu prüfen, ob das ganze noch mal mit Anreißfarbe durchgeführt werden muss. Der Höhenreißer ist am Fuß festzuhalten, mit leichten und gleichmäßigem Druck ist die Anreißnadel am Werkstück entlang zuführen. Beim Führen des Höhenreißers ist darauf zu achten, dass er nicht kippt. So entsteht der Anriss. Mit der anderen Hand ist das Werkstück festzuhalten oder gegebenenfalls mit Parallelzwingen zu befestigen.
Das Körnen erfolgt auf dem Schnittpunkt der Risslinien, wo später die Bohrungen sein sollen. Die Körnerspitze wird auf dem Schnittpunkt gesetzt. Dabei wird der Körner schräg, im Winkel von etwa 60 Grad, gehalten, um freie Sicht auf die Körnerspitze zu gewährleisten. Der Körner wird jetzt aufgerichtet und mit einem kleinen Hammer vorgekörnt. Es erfolgt eine Kontrolle der Körnung. Sollte diese fehlerhaft sein, ist der Körner nochmals anzusetzen und schräg in die richtige Richtung zu treiben. (Eine Kontrolle kann mit einer Lupe erfolgen.)
Jetzt erfolgt die richtige Körnung mit einem kräftigen Hammerschlag.
3. Didaktische Analyse
3.1 Lehr- und Lernbedingungen
Der Auszubildende ist in der Mitte des ersten Lehrjahres.
Er befindet sich in der Ausbildung zum Industriemechaniker und ist Berufschüler der Erasmus-Kittler-Schule in Darmstadt. Die Unterweisung wird in der dortigen Werkstatt stattfinden. Alle weiteren Faktoren sind unbekannt.
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3.2 Entscheidungsanalyse
In der Berufschule hat der Auszubildende die fachtheoretischen Kenntnisse vermittelt bekommen. Dazu zählen die notwendigen Werkstoffeigenschaften sowie lesen und verstehen von technischen Zeichnungen. Nach dem betrieblichen Ausbildungsplan steht der Auszubildende kurz davor, seine erste Unterweisung an einer
Werkzeugmaschine (Bohrmaschine) zu erhalten. Damit bieten sich somit das Anreißen mit dem Höhenreißer und das Körnen an.
4. Lernzielfestlegung
4.1 Richtziel
Ausbildungsrahmenplan lfd. Nr. 9 f) Industriemechaniker- Fachrichtung Maschinen und Systemtechnik 1. Ausbildungsjahr:
Bezugslinien, Bohrungsmitten und Umrisse an Werkstücken unter Berücksichtigung der Werkstoffeigenschaften und nachfolgender Bearbeitung Anreißen und Körnen.
4.2 Groblernziel
Aus dem oben genannten Richtlernziel ergibt sich das Groblernziel: Der Auszubildende kann die Notwendigkeit des Anreißens und des Körnens beschreiben. Er kann das Werkzeug auswählen und Werkstücke anreißen und ankörnen.
4.3 Feinlernziel (operationalisiert)
Der Auszubildende überträgt selbstständig Maße für Bohrungsmitten aus einer technischen Zeichnung auf ein Werkstück aus S 235 durch Anreißen. Die sich daraus ergebenden Schnittpunkte für die Bohrungsmitten körnt er fachgerecht an und kann sein Vorgehen erläutern und begründen.
4.4 Teillernziele
Nach erfolgter Unterweisung soll der Auszubildende folgende Punkte selbstständig durchführen:
1. die notwendigen Arbeitsmittel nennen und beschreiben
2. die Auswahl der Reißnadeln begründen 3. den Körner und seine Funktion beschreiben 4. das Anreißen fachgerecht durchführen und erläutern 5. das Körnen fachgerecht durchführen und erläutern 6. Arbeitsschutzmaßnahmen , UVV und Arbeitsregeln erläutern 7. Auswirkungen einer fehlerhaften Körnung beschreiben
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Arbeit zitieren:
Peter König, 2005, Anreißen mit Höhenreißer und Körnen einer Bohrplatte (Unterweisung Industriemechaniker /-in Fachrichtung Maschinen und Systemtechnik), München, GRIN Verlag GmbH
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