Inhaltverzeichnis
1 Zielstellung der Arbeit und Problemdiskussion
2 Terminologische Abklärung und Einordnung der Mototherapie
3 Maßnahmen und Inhalte zur Durchsetzung der Zielstellung
4 Methodisch- didaktische Ansätze
5 Schlussfolgerungen für die eigene praktische Arbeit
6 Literatur
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1 Einleitung - Zielstellung der Arbeit und Problemdiskussion
Die Zielstellung der Arbeit ist Ihnen einen Überblick über die bekanntesten Wahrnehmungsstörungen bei Kindern zu geben und in diesem Zusammenhang die möglichen therapeutischen Interventionsmöglichkeiten, die uns die Mototherapie zur Verfügung stellt anhand von praktischen Beispielen zu erläutern und bildhaft zu beschreiben. Ich möchte ihnen daher zuerst nähere Erläuterungen allgemein zu Wahrnehmungsstörungen geben, die von mir hervorgehobenen speziellen Störungen hervorheben und anschließend explizit Therapiemöglichkeiten anführen, die zur Behebung der Störungen, zur Linderung der Problematik oder zum Erhalt des funktionellen Niveaus dienlich sind. Dazu zuerst ein paar einführende Worte. Der Praxis der Motopädagogik und der Mototherapie liegt ein gemeinsames entwicklungsförderndes und persönlichkeitsstabilisierendes psychomotorisches Basisprogramm zugrunde. Die Motopädagogik beschäftigt sich vorrangig mit der ganzheitlichen Erziehung und Persönlichkeitsbildung von Kindern über die Maßnahmen der motorischen Lernprozesse und Verhaltensänderungen. Ursächlich ist hierzu zu nennen, dass sich eine gesellschaftliche Veränderung vollzogen hat, die auch an den Kindern nicht spurlos vorbeigegangen ist. Eine ständige sensorische Reizüberflutung und schulischer Dauerstress haben dazu geführt, dass es zu pathogenen Lernbelastungen kam. Auch im Prozess der Persönlichkeitsentwicklung kommen die emotionalen und sozialen Werte zu kurz, was dann alles zusammen zu psy-chomotorischen Erregungs- und Gefühlsstauungen führt. Die Folgen sind gesteigerte Überaktivität, Ablenkbarkeit, Reizbarkeit und Bewegungsunruhe. Diese grundlegend gesellschaftlichen Veränderungen der kindsgemäßen Entwicklungsbedingungen führten in kürzester Zeit zu so genannten Verhaltens- und Leistungsstörungen der Kinder. An diesen Störungen versucht die Motopädagogik mit oben genannten Maßnahmen anzusetzen, um die Erziehung und Persönlichkeitsentwicklung einzuleiten.
Die Mototherapie beschäftigt sich auch mit Kindern, die an Lern- und Leistungsstörungen leiden. Doch sie grenzt sich sehr deutlich von der Motopädagogik damit ab, dass diese Störungen pathologischen Entwicklungsstörungen und Bewegungsmus-
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tern zugrunde liegen. Auffällig werden diese dann im psychomotorischen Leistungs- und Verhaltensbereich. Die Mototherapie ist nicht als neue Fachbezeichnung zu verstehen, sondern vereinigt stattdessen unterschiedlichste Ansätze aus dem pädagogischen, physio- und psychotherapeutischen Raum. Die motorischen Lernprozesse der Motopädagogik finden fast auch ohne Einschränkung in der Mototherapie statt.
Die therapeutischen Ziele müssen klar im Sinne der Sachorientiertheit, der Funktionsbezogenheit und der jeweiligen Stärken und Schwächen des behinderten Kindes ausgerichtet sein. Mit Sachorientiertheit ist gemeint, dass die Übungen schwerpunktmäßig orientiert sein sollten, um gezielte Hilfe bei sensomotorischen Teilstörungen anzubieten. Dabei besteht aber die Gefahr, dass die Übungssequenzen wie Rezepte verabreicht werden und den Kindern kein Raum für Selbstbestimmung und Kreativität lässt. Man sollte sich in der Mototherapie nicht nur an den Störungssymptomen leiten lassen, und an ihnen versuchen herumzutherapieren, sondern immer die Ganzheit des Patienten im Auge behalten. Die gestörte Persönlichkeit steht im Mittelpunkt des therapeutischen Bemühens und nicht die Haltungsschwäche oder das Lateralitätsproblem. Darin spiegeln sich die Prinzipien der Motopädagogik wieder, die außer dem Vorgehen der Ganzheitlichkeit, auch die Kindgemäßheit, die Entwicklung- und Lernorientierung sowie die Handlungs- und Kommunikationsbezogenheit berücksichtigen. Die Mototherapie hat sich demzufolge an der Individualität und an der Problemlage des einzelnen Patienten zu orientieren. Dies setzt voraus, dass die therapeutischen Methoden, der Inhalt und das Material flexibel eingesetzt und angepasst werden müssen. Deshalb sollten die pädagogischen und therapeutischen Inhalte individuell gewichtet sein. (Vgl. Kiphard. S. 10ff.)
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Arbeit zitieren:
Dipl. Sportlehrer, stud. med. Mario Heinrichs, 2005, Mototherapie nach Kiphard bei sensorischen Wahrnehmungsstörungen im Bereich der kinästhetischen, taktilen und vestibulären Analysatorebene, München, GRIN Verlag GmbH
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DOI
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Mario Heinrichs's Text Mototherapie nach Kiphard bei sensorischen Wahrnehmungsstörungen im Bereich der kinästhetischen, taktilen und vestibulären Analysatorebene ist nun auf dem Buchmarkt erhältlich
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