Inhaltsverzeichnis
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1. Situationsanalyse und aktueller Stand 3
1.1. Die Identifikation der Studenten mit der FH Jena (Fachbereich BW) 4
1.2. Das Image der FH Jena (Fachbereich BW) 6
1.3. Der Servicegedanke an der FH Jena (Fachbereich BW) 8
1.4. Die Studienorganisation am Fachbereich BW 10
1.5. Außeruniversitäre Aktivitäten 11
1.6. Strategische Positionierung des Fachbereiches BW 12
2. Aktueller Stand der Alumni-Arbeit am Fachbereich BW 14
Literaturverzeichnis 16
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1. Situationsanalyse und aktueller Stand
In diesem Kapitel soll auf die momentane Situation der FH Jena und im Besonderen auf die des Fachbereiches Betriebswirtschaft, im Hinblick auf die Einführung eines gut strukturierten und nachhaltigen Alumni-Netzwerkes eingegangen werden. Es wird aufgezeigt, welche Kriterien und Anforderungen dafür erfüllt sein müssen und in Ansätzen, welche Dienstleistungen die Lehranstalt seinen Alumni für ein funktionierendes Netzwerkes bieten sollte. Die folgenden sechs Unterpunkte erscheinen mir fundamental wichtig, für eine Umsetzung des geplanten Vorhabens.
Um einen Eindruck der aktuellen Situation des Fachbereiches BW in dieser Arbeit vermitteln zu können, habe ich mehrere Interviews mit Kommilitonen geführt und auch eigene Erfahrungen in meine Arbeit mit einfließen lassen. Um eine detaillierte Beurteilung der bestehenden strategischen Probleme des Fachbereiches vornehmen zu können und Ansatzpunkte für Lösungen zu finden, müsste die systematische Qualitätssicherung, die an deutschen Hochschulen seit 1994 in Form der Evaluation der Lehre ihre Anwendung findet, durchgeführt werden. 1 Das vom Wissenschaftsrat empfohlene System ist die interne und externe Evaluation. Die interne Evaluation besteht dabei aus einer systematischen Bestandsaufnahme und Analyse der Lehre und des Studiums durch den Fachbereich beziehungsweise der Fakultät und endet mit einem schriftlichen Bericht (Selbstreport). Auf dieser Basis findet in einem zweiten Schritt eine Vor- Ort- Begutachtung durch externe, das heißt nicht der jeweiligen Hochschule angehörenden Experten statt, die ihre Erkenntnisse und Empfehlungen wiederum in einem schriftlichen Abschlussbericht niederlegen. Anschließend wird in der Regel zwischen betroffenem Fachbereich und Hochschulleitung ein Maßnahmenkatalog erarbeitet, der auch konkrete Zwischenschritte und Termine für die Umsetzung enthalten sollte. 2 Die interne Beurteilung haben wir in den von uns gestalteten Alumni-Fragebogen mit einfließen lassen, dessen Auswertung im dritten Teil dieser Seminararbeit ausgewertet wurde. Die in diesem Kapitel verwendeten Daten, zur externen Evaluierung des Fachbereiches Betriebswirtschaft sind zum Teil aus der Zeitschrift Stern spezial (Campus und Karriere) entnommen.
1 Vgl. Chalvet ,Veronique u. Rohwedder, Uwe (2003) S.6
2 Vgl. Chalvet, Veronique u. Rohwedder, Uwe (2003) S. 11/12
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1.1. Die Identifikation der Studenten mit der FH Jena (Fachbereich BW)
Die Stadt Jena ist auf Grund ihrer langen Hochschulgeschichte deutschlandweit als Studenten- bzw. Universitätsstadt bekannt. Allerdings ist dem Großteil der Bevölkerung nur die Friedrich-Schiller-Universität (FSU) ein Begriff. Die Existenz der FH Jena ist jedoch nur Wenigen bekannt. Somit fehlt es der FH Jena an überregionaler Bekanntheit und Akzeptanz. Dies ist einerseits darauf zurückzuführen, dass die Fachhochschule erst seit 1991 besteht und es in so kurzer Zeit schwierig ist, sich einen „Namen“ zu machen. Andererseits steht sie auch im Schatten der FSU, die allein schon durch ihre größere Anzahl von Studenten und ihr längeres Bestehen die Aufmerksamkeit auf sich zieht.
Dies können sehr triftige Gründe für eine mangelnde Identifikation der Studenten mit ihrer Fachhochschule sein. Da das Ansehen, sowie d ie Reputation in der Öffentlichkeit und natürlich auch in der Wirtschaft wichtige Gründe sind, sich für eine Hochschule zu entscheiden, und je mehr die Studenten vom guten Ruf und Image der eigenen Bildungsanstalt überzeugt sind, desto stärker ist die Identifikation mit dieser. Aus diesem Grund sollte es eine Hauptaufgabe der FH Jena sein, durch Marketingmaßnahmen und Öffentlichkeitsarbeit ihr Image zu verbessern. Grundvoraussetzung für ein starkes Corporate Identity ist selbstverständlich auch, dass sich die Studenten wohl fühlen und dass ihre Wünsche und Bedürfnisse bei den Planungen und Entscheidungen der Verantwortlichen berücksichtigt werden. Dies wird aber nur funktionieren, wenn bei den Hochschulen ein Sinneswandel eintritt und sie sich nicht mehr nur als öffentliche Einrichtung verstehen, sondern auch als Dienstleister, der um seine Kunden (Studenten) kämpfen muss. Ein Anreiz für die Hochschulen besteht aber nur dann, wenn sie im freien Wettbewerb untereinander stehen würden und nicht, wie es momentan noch der Fall ist, die Zentralstelle für die Vergabe von Studienplätzen (ZVS) zum größten Teil entscheidet, an welchem Ort der zukünftige Student sein Studium zu absolvieren hat. Momentan steigen die Studentenzahlen in den wirtschaftswissenschaftlichen F akultäten zwar noch, aber bei der auch in diesem Sektor schwierigen Arbeitsmarktlage ist davon in den kommenden Jahren nicht unbedingt auszugehen. Denn die Wirtschaftskrise geht auch an den Betriebswirten nicht ganz spurlos vorüber - insgesamt waren im Jahr
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2003 circa drei Prozent der Absolventen ohne Job. 3 Die Abb.1 zeigt, dass die Zahl der arbeitssuchenden BWL-Absolventen in den letzten Jahren stetig gestiegen ist.
Quelle: Stern spezial (Campus und Karriere) 2004
Nun eine weitere, nicht unproblematische Gegebenheit, die die FH Jena mit allen FH`s teilt. Fachhochschulen werden oft als Hochschulen zweiter Klasse betrachtet. Das liegt unter anderem an den unterschiedlichen Einstiegsgehältern für Absolventen von Fachhochschulen und Universitäten mit identischem Abschluss, wie z.B. das Diplom. Anhand der Abb.2 kann man sehr gut erkennen, dass der Universitätsabschluss den Arbeitgebern circa 3000€ pro Jahr mehr Wert ist.
Und dies, obwohl der Abschluss an einer FH nicht minderwertig, sondern nur von anderer Art ist. Besonders zu erwähnen sei hier sicherlich der stärkere Praxisbezug und die in der Regel kürzere Studiendauer.
Ein weiterer Nachteil gegenüber Universitäten, ist bei Fachhochschulen der anonyme Name, aus dem nur der Standort der Bildungseinrichtung ersichtlich ist. Diesem
3 Vgl. Stern spezial , ohne Verfasser (04/2004) S.163
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Arbeit zitieren:
Sebastian Eckhardt, 2004, Konzeption eines nachhaltigen Alumni-Projektes am Fachbereich Betriebswirtschaft der Fachhochschule Jena. Situationsanalyse der FH im Allgemeinen und des Fachbereiches Betriebswirtschaft im Speziellen, München, GRIN Verlag GmbH
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