Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung 1
2. Job- Center 2
2. 1. Fallmanager (persönlicher Ansprechpartner) 2
2. 2. Eingliederungsvereinbarung. 4
2. 3. Job- Center als Ansprechpartner für (KMU) 5
Tabelle 1: Rückgang der gemeldeten Stellen 6
3. Arbeitslose Jugendliche 6
3. 1. Acht Chancen zum Berufseinstieg 7
3. 2. Sanktionen bei Arbeitsablehnung. 9
4. Ältere Arbeitnehmer 11
5. Schlussbemerkung 13
6. Literaturverzeichnis 14
In meiner Hausarbeit beschäftige ich mich mit den Instrumenten der Hartz-Kommission hinsichtlich der Bildung von Job Centern, dem Abbau der Jugendarbeitslosigkeit und der Reduzierung der Arbeitslosigkeit älterer Arbeitnehmer. Ich habe mich neben den beiden Arbeitslosengruppen für die Bildung der Job- Center entschieden, weil sie die Zentrale Anlaufstelle für alle Arbeitslosen sind.
Wichtig sind mir die von der Kommission erarbeiteten Instrumente vorzustellen und auch meine eigene Meinung einzubringen. Die Ursache für die Reform des Arbeitsmarktes waren die verschönten Vermittlungsstatistiken der Bundesanstalt für Arbeit (BA). Diese Statistiken verzerrten die tatsächliche Höhe der Arbeitslosigkeit. Der BA wurde eine ineffiziente Vermittlungsstrategie vorgeworfen, die reformbedürftig sei.
Die Bundesregierung beauftragte eine Kommission ein umfassendes Konzept zur Neustrukturierung und Deregulierung des Arbeitsmarktes zu erarbeiten. Die Regierungskommission bestand aus Vertretern der Wirtschaft, Wissenschaft, Politik, Gewerkschaften, Unternehmensberatung und der Arbeitsverwaltung. Der Vorsitzende der Kommission war Dr. Peter Hartz.
Im August 2002 übergab die Kommission ihren Bericht an die Regierung. Hauptziel des Gesamtkonzeptes ist der Abbau der Arbeitslosigkeit. 1 Die Grundsätze des Konzeptes lauten Fördern und Fordern, Verbindung von Sicherheit und Flexibilität, Erschließung neuer Beschäftigungsfelder, Verbesserung der Arbeitsvermittlung, Neuausrichtung der Förderstruktur und Stärkung des Dienstleistungscharakter der BA. 2
1 Vgl. Baumeister, Dr. Hella., Schöne neue Arbeitsmarktpolitik, S. 1, www.bscw-hrz.uni-
duisburg.de/pub/bscw.cgi/d666622/Zum%20Harz-Konzept, [02.03.2005]
2 Vgl. Brander, Klaus, Schöne neue Arbeitsmarktpolitik, S. 1 www.bscw-hrz.uni-
duisburg.de/pub/bscw.cgi/d666622/Zum%20Harz-Konzept, [02.03.2005]
Die lokalen Arbeitsämter werden zu Job- Centern umgewandelt. Dem Job-Center werden noch Sozial-, Jugend-, Wohnungs- und Suchtämter sowie Leiharbeitsfirmen (Personalservice- Agenturen, PSA) angegliedert. Dadurch erweitert sich das Tätigkeitsfeld der Arbeitsvermittlung. Die zentrale Position im neu gebildeten Job- Center ist der Fallmanager. Neben der Vermittlung soll er auch Menschen mit sozialen Problemen helfen einen Arbeitsplatz zu bekommen. Das Prinzip lautet Hilfe aus einer Hand. Während früher die Menschen von zwei verschiedenen Stellen betreut wurden (Arbeitsamt oder Sozialamt), soll die gemeinsame Anlaufstelle eine effizientere Vermittlung ermöglichen. Eine Verbesserung der Vermittlung soll mit Hilfe eines persönlichen Ansprechpartners und einer Eingliederungsvereinbarung realisiert werden. Die Job- Center sind auch Ansprechpartner für kleine und mittlere Unternehmen (KMU). Sie sollen helfen den Unternehmen passende Arbeitskräfte zu vermitteln. 3
2. 1. Fallmanager (persönlicher Ansprechpartner)
Der Fallmanager ist verantwortlich für die umfassende Betreuung und die Wiedereingliederung der Arbeitslosen in den Arbeitsmarkt. Er bespricht mit dem Arbeitssuchenden seine Situation. Die Stärken, Schwächen, Eignungen, Kenntnisse und etwaige Probleme werden genau besprochen. Anschließend werden gemeinsam Wege erarbeitet, damit der Arbeitssuchende wieder einen Arbeitsplatz erhält. In 2005 soll ein einzelner Ansprechpartner nur noch 150 Arbeitssuchende betreuen. Dadurch soll die individuelle Betreuung und Förderung gewährleistet werden. In naher Zukunft, soll die Quote sogar auf 1 zu 125 gesenkt werden.
3 Vgl. www.waz.de/waz/waz_media/Die_13_Hartz-Module.pdf, [02.03.2005]
3
Der persönliche Ansprechpartner ist der Koordinator der einzelnen neu angegliederten Stellen und vermittelt den Arbeitslosen bei Bedarf an die jeweilige Stelle (siehe Abbildung 1).
Damit die Fallmanager motiviert werden, wird ein Bonussystem eingeführt. Durch dieses System soll die Leistung, bei erfolgreicher Vermittlung, gewürdigt werden.
Abbildung 1: Der persönliche Ansprechpartner/ Fallmanager 4
Ich denke, dass sich der Fallmanager individueller um seine „Mandanten“ kümmern kann. Dies wird aus meiner Sicht durch die Senkung der Quote erreicht und durch die permanente persönliche Betreuung. Somit wird das Prinzip der Betreuung aus einer Hand realisiert. Widersprüchlich finde ich die reine Konzentration auf die Arbeitsvermittlung. Durch die Neuangliederung der anderen Ämter, weitet sich die Betreuung aus. Der Fallmanager hat neben der Aufgabe der Arbeitsvermittlung auch noch soziale Aufgaben. Allerdings glaube ich, dass durch die individuelle Betreuung in allen Lebenslagen die Vermittlung persönlicher wird. Ebenfalls positiv finde ich das Vorhaben der Regierung die Quote zu senken. Vor der Reform betreute ein Vermittler rund 800 Arbeitslose. Bei so einer hohen Zahl kann von individueller Betreuung überhaupt keine Rede sein. Fraglich ist aus meiner Sicht, ob dieses Vorhaben realisiert werden kann, wenn die Arbeitslosigkeit weiter steigt. Damit das Ziel erreicht werden kann, müsste
4 Vgl. www.bmwa.bund.de/Redaktion/Inhalte/Pdf/hartz-iv,property=pdf.pdf, S.30 f.
Arbeit zitieren:
Stephan Lüdtke, 2005, Die Instrumente der Hartz-Kommission zur Reduzierung der Arbeitslosigkeit von Jugendlichen und älteren Arbeitnehmern, München, GRIN Verlag GmbH
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