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IV
Gliederung
A. Das Selbstladerecht 1
I. Einführung und Grundlagen. 1
II. Die Ladung. 2
III. Pflicht zum Erscheinen 3
IV. Antrag auf gesetzliche Entschädigung aus der Staatskasse 5
V. Ladung von Auslandszeugen 7
1. Selbstladerecht bei Auslandszeugen. 7
2. Weiterleitung der Ladung ins Ausland 7
VI. Rechtsmittel 8
VII. Missbrauch des Ladungsrechts. 8
B. Ablehnung von Beweisanträgen nach § 245 II 9
I. Beweisantrag. 9
1. Notwendiger Inhalt 10
2. Formerfordernisse 12
II. Ablehnungsgründe. 12
III. Ablehnungsverfahren. 14
IV. Rechtsmittel 14
V
„Das Selbstladerecht des Angeklagten und die Ablehnung
A. Das Selbstladerecht
I. Einführung und Grundlagen
Das sogenannte Selbstladerecht des Angeklagten ist in § 220 StPO 1 normiert. Danach kann ein Angeklagter Personen selbst und unmittelbar laden. Dies gilt sowohl für den Fall, dass der Vorsitzende einen Antrag zur Ladung dieser Person abgelehnt hat, als auch für den Fall, dass ein solcher Antrag überhaupt nicht gestellt worden ist, § 220 I. Eine Ablehnung eines Antrages nach § 219 ist also nicht notwendig.
Unter den Personen im Sinne des § 220 I, die geladen werden können, sind nur Zeugen und Sachverständige zu verstehen, also Beweispersonen. 2 Neben dem Angeklagten haben auch die Verfahrensbeteiligten, denen ein Antragsrecht nach § 219 zukommt, ein Selbstladerecht. Das sind der Verteidiger des Angeklagten, der Erziehungsberechtigte, der gesetzliche Vertreter und Nebenbeteiligte. 3
Der Angeklagte muss dem Gericht und der Staatsanwaltschaft rechtzeitig die Identität der selbstgeladenen Zeugen und Sachverständigen mitteilen, § 222 II. Diese Mitteilung muss Vor- und Nachnamen sowie Wohn- oder Aufenthaltsort der Beweisperson umfassen. 4 Sie ist rechtzeitig, wenn den anderen Verfahrensbeteiligten noch genügend Zeit bleibt Erkundigungen einzuholen, Gegenzeugen zu laden oder deren Ladung zu beantragen. 5 Soll von dem Selbstladerecht insofern Gebrauch gemacht werden, dass ein Sachverständiger geladen und vernommen werden soll, muss diesem vom Richter eine angemessene Vorbereitung des Gutachtens ermöglicht werden. Behindert das Tatgericht die Vorbereitung des geladenen Sachverständigen
1 Alle folgenden Paragraphen sind, sofern nicht genauer bezeichnet, solche des StGB.
2 KK (Tolksdorf), § 220 Rn. 2, Pfeiffer, § 220 Rn. 1.
3 Pfeiffer, § 220 Rn. 1 i.V.m. § 219 Rn. 1.
4 Meyer-Goßner, § 222 Rn. 9.
5 Meyer-Goßner, § 222 Rn. 7.
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Jasmin Fischer, 2004, Das Selbstladerecht des Angeklagten und die Ablehnung von Beweisanträgen nach § 245 Abs. 2 StPO (Stand 2004), München, GRIN Verlag GmbH
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