INHALTSVERZEICHNIS
1. Einleitung 3
2. Medien 4
2.1. Definition und Zuordnung 5
3. Zur allgemeinen Bedeutung der Medien für Kinder 7
3.1. Verarbeitung von Medienerlebnissen 10
3.1.1. Die Verarbeitung von Medienerlebnissen aus ErzieherInnenperspektive 11
3.2. Die Verarbeitung von Medienerlebnissen aus Elternperspektive 12
3.3. Medienkompetenzerwerb bzw förderung durch Medienerziehung 13
4. Schlussbetrachtung 16
5. Literaturangaben 18
2
1. Einleitung
In den vergangenen Jahren sind die Konsequenzen der technisch-medialen Innovationen insbesondere in Bezug auf ihre Bedeutung und Auswirkungen hinsichtlich der kindlichen Entwicklung, verstärkt zum Gegenstand politischer und pädagogischer Diskussionen sowie wissenschaftlicher Untersuchungen geworden.
Das Ziel der vorliegenden Arbeit ist demzufolge, die allgemeine Bedeutung der Medien für Kinder zu untersuchen und einen Überblick zu geben, welche Ansätze und Möglichkeiten sich für eine konstruktiv-reflexive Mediennutzung bei Kindern gestalten lassen.
Dabei ist zunächst eine Einordnung der Begrifflichkeiten in ihren theoretischen Zusammenhang von Bedeutung, der mit einer Beschreibung gegenwärtiger Entwicklungstendenzen die Grundlage für weitere Überlegungen und Ausführungen bildet (Kapitel 2).
Die Analyse der allgemeinen Bedeutung der Medien für Kinder kann nicht ungeachtet einer Betrachtung der Verarbeitung von Medienerlebnissen von Kindern zum einen und aus der Perspektive von ErzieherInnen und Eltern zum anderen, erfolgen. Es schließt sich die Klärung der Frage an, inwieweit ein Medienkompetenzerwerb bei Kindern durch Medienerziehung und –förderung erfolgen kann, da die Vermutung nahe liegt, dass Kinder bei einem kindgerechten Umgang mit medialer Realität entwicklungsfördernde Kompetenzen erwerben können (Kapitel 3).
Eine abschließende Bewertung der wichtigsten Themenschwerpunkte erfolgt in der Schlussbetrachtung (Kapitel 4).
3
2. Medien
Innerhalb unserer modernen Gesellschaft sind (Massen-)Medien nicht mehr wegzudenken. Aufgrund fortschreitender Technologien und damit neuen Nutzermöglichkeiten, erhöht sich die Anzahl neuer Medienangebote in zunehmendem Maße.
Davon ausgehend kann man heute von einer „Medienwelt“ 1 beziehungsweise Mediengesellschaft 2 sprechen, mit der These, dass Medien maßgeblich an der Konstruktion von Welt beteiligt sind. Medien, vor allem Massenmedien, bestimmen einen immer größer werdenden Teil der Wirklichkeitswahrnehmung des Individuums. Karl Kraus formulierte zu dem „Sachverhalt der »Medienwelt als Grundform unserer Wirklichkeit« (Welsch 1991, S. 38)“ 3 zum Beginn des 20. Jahrhunderts: „»Im Anfang war die Presse, und dann erschien die Welt«.“ 4 Bezogen auf das beginnende Fernsehzeitalter formulierte Günther Anders 1956:“»Im Anfang war die Sendung, für sie geschieht die Welt«.“ 5 Die Welterfahrung eines jeden Einzelnen wird durch die Medien mitgeprägt und strukturiert, aus der die Beeinflussung der Wahrnehmungsformen des Individuums und im Weiteren die Strukturen seines Denkens resultiert und nachfolgend zu einer eigenen subjektiven Konstruktion von Medienwelt führt, so dass in diesem Sinne vom
„Leben und Aufwachsen in Medienwelten“ 6 gesprochen werden kann. Medien haben
heute einen echten und eigenen Anteil an der Konstruktion von sozialer Welt und werden auch so von den Individuen erfahren. Dabei bilden sie Realität nicht nur ab, sondern erzeugen diese vielfach erst. 7 Die Frage, ob (Massen-)Medien sich an die Bedürfnisse der Individuen anpassen oder diese manipulieren sind daher, auch mit der fortschreitenden Kommerzialisierung der Medien und den Konzentrationsbewegungen in der Medienwirtschaft, wichtige Themenfelder einer medienethischen Diskussion.
Aus diesem Grund soll im Folgenden der Begriff `Medien´ definiert, und geklärt werden, welche Medienelemente dieser Kategorie zuzuordnen sind.
1
Vollbrecht 2001, S. 9
2
vgl. Barsch/Erlinger 2002, S. 16
3
Vollbrecht 2001, S. 9
4
Ebd.
5
Ebd.
6
ebd.
7
Vgl. ebd., S. 9f/Vgl. Barsch/Erlinger 2002, S. 12
4
2.1. Definition und Zuordnung
`Medien´ als Plural von „Medium“ 8 bedeutet in der Übersetzung aus dem Lateinischen soviel wie das „Mittel, Mittler, Mittelglied“ 9 .
„Der Begriff »Medium« bedeutet zunächst nicht mehr als Mittler oder Mittel. Medien der Kommunikation wären dann in erster Annäherung >etwas<, »was für und zwischen Menschen ein (bedeutungsvolles) Zeichen (oder einen Zeichenkomplex) mit Hilfe geeigneter Transmitter vermittelt, und zwar über zeitliche und/oder räumliche Distanzen hinweg« (Bohn/Müller/Ruppert 1988, s. 10). (...). Dennoch stellt sich schnell heraus, daß es sich auch bei einer engeren, an den Kommunikationsprozeß gebundenen Begriffsbestimmung um eine sehr vielschichtige Sache handelt, da wahlweise von der Sprache, der Literatur, dem (.) Fernsehen, dem Telefon usw. als »Medium« gesprochen wird. (S. 275; Herv. I. O.).“ 10
Hier zeigt sich, dass Medien allgemein ein Mittel zur Übertragung und Verbreitung von Informationen, zum Beispiel Sprache, Schrift, Bild oder auch Ton sind. Im engeren Sinne zeichnen sich Medien durch technisch bestimmte Kommunikationskanäle, wie beispielsweise Druck (Buch, Zeitungen, Zeitschriften), Film, Hörfunk, Fernsehen und elektronische Medien, aus. Dabei richten sich Massenmedien im Rahmen einer asymmetrischen Kommunikationssituation an ein anonymes Publikum, während Individualmedien wie das Telefon, eine bidirektionale Kommunikation zwischen einzelnen Personen ermöglicht.
An besonderer Bedeutung haben die audiovisuellen Medien gewonnen, da sie gleichzeitig mit Sprach- und Tonsignalen auch Bildsignale vermitteln. Des Weiteren können sich Medien auch als Institutionen betrachten lassen, die ihre Produkte beziehungsweise Informationen über ihre technischen Transportkanäle verteilen. 11
8 Wahrig 1985, S. 460
9
ebd.
10
Barsch/Erlinger 2002, S. 11f
11
Vgl. Baacke 1997, S.315ff
5
Arbeit zitieren:
Wolfram Pauls, 2004, Medien im Alltag von Kindern, München, GRIN Verlag GmbH
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