Inhaltsverzeichnis
Einleitung 3
1. Die Ausgangslage 3
2. Allgemeine Betrachtung der Import- und Exportstruktur 4
2.1 Import 4
2.2 Export 5
3. Die Betrachtung der Hauptgruppen 6
3.1 Nahrungsmittel 6
a.) Import 6
b.) Export 7
3.2 Rohstoffe 8
a.) Import 8
b.) Export 8
3.3 Halbwaren 9
a.) Import 9
b.) Export 9
3.4 Fertigwaren 10
a.) Import 10
b.) Export 11
4. Schluss 12
5. Literaturverzeichnis 13
2
Einleitung
In dieser Arbeit sollen die Veränderungen der Warenstruktur des deutschen Außenhandels innerhalb der Jahre 1929 und 1939 dargestellt werden. Dazu gehe ich zunächst auf die wirtschaftliche Situation Deutschlands Ende der 20er Jahre und Anfang der 30er Jahre ein. Das anschließende Kapitel wird sich mit der Import- bzw. Exportstruktur im Allgemeinen auseinandersetzen. Hier soll vor allem gezeigt werden, was den deutschen Außenhandel ausmachte und welche Probleme sich infolge der Weltwirtschaftskrise abzeichneten. Weiter werden die vier Hauptgruppen des Außenhandels genauer betrachtet, also Nahrungsmittel, Rohstoffe, Halb- und Fertigwaren. Dabei soll die Entwicklung der Warenstruktur bis zum Beginn des Zweiten Weltkrieges im Vordergrund stehen: Wie verändert sich die Warenstruktur? Und Warum? An dieser Stelle wird einerseits der Einfluss der Politik der Nationalsozialisten zu klären sein, andererseits welche Faktoren außerdem für die Veränderungen verantwortlich zu machen sind. Zum Schluss werde ich eine kurze Zusammenfassung geben und versuchen, offen gebliebene Fragen zu formulieren. Anzumerken ist an dieser Stelle, dass Literatur zu diesem Thema nur sehr spärlich vorhanden ist. Ich werde mich daher vor allem auf Höpfners Werk „Der deutsche Außenhandel 1900-1945: Änderungen in der Waren- und Regionalstruktur.“ beziehen. Ebenso wie Höpfner möchte ich mich vor allem auf die anteilsmäßige Veränderung der Warenstruktur konzentrieren. Allerdings werde ich versuchen, diese immer in Beziehung zu einer möglichen Veränderung der Preise zu setzen. Auch auf mengenmäßige Verschiebungen innerhalb der Hauptgruppen soll geachtet werden.
1. Die Ausgangslage
Nachdem Deutschland seine handelspolitische Souveränität 1925 wiedererlangt hatte und sich gleichzeitig ein weltwirtschaftlicher Aufschwung abzeichnete, wurde die Wiedererrichtung von Schutzzöllen notwendig. Vor allem die Landwirtschaft, aber auch die Schwerindustrien forderten einen Schutz gegen die überseeische Einfuhr, die infolge des Krieges ausgeweitet worden war. Diese Schutzzollpolitik wurde nicht nur in Deutschland, sondern im ganzen industrialisierten Europa sowie den USA betrieben, was einen freien Welthandel unmöglich machte 1 . Charakteristisch für die Zeit nach dem Ersten Weltkrieg war auch die
1 Buchheim 1997: 96f.; Höpfner 1993: 40.
3
Exportabhängigkeit Deutschlands durch die hohen Reparationen. Diese lasteten schwer auf der Zahlungsbilanz und forderten eine Ausweitung des Exports 2 . So verdoppelte sich die Ausfuhr von 1924 bis 1929 fast und stieg von 6,5 Mrd. RM auf 13,5 Mrd. RM. Bis Mitte des Jahres 1929 gelang es durch den hohen Export, die inländische Konjunktur in Schwung zu halten. Erst dann setzte sich der Einfluss der rückläufigen Binnenkonjunktur auf die Wirtschaft durch und wurde durch die Weltwirtschaftskrise noch verstärkt. Seit dem Herbst sank die Produktion, wobei in vielen exportorientierten Branchen der Binnenanteil der Produktion stärker zurückging als die Herstellung für das Ausland 3 . Die Folgen der Weltwirtschaftskrise auf den Außenhandel wurden Anfang der 30er Jahre ersichtlich, als sich der Protektionismus 4 verschärfte. Dies bedeutete eine Erhöhung der Zölle, die teilweise Kontingentierung der Einfuhr, sowie eine Stärkung des Bilateralismus 5 . Ein weiteres Problem stellte die Devisenzwangswirtschaft 6 dar, die sich immer mehr durchsetzte 7 . Insgesamt gesehen, hatte die Weltwirtschaftskrise also eine stark hemmende Wirkung auf den Handel. Die einzelnen Probleme und deren Auswirkungen auf den deutschen Im- und Export sollen in den nachstehenden Kapiteln herausgearbeitet werden.
2. Allgemeine Betrachtung der Import- und Exportstruktur
2.1 Import
Den größten Anteil am deutschen Import hatten im betrachteten Zeitraum die Rohstoffe. Ihr Anteil am Gesamtimport lag stets um die 45%. Selbst die Rüstungspolitik der Nationalsozialisten wirkte sich darauf nicht aus. Ein Rückgang ist allerdings während des Krieges festzustellen, was mit der erhöhten Einfuhr von Fertigwaren zusammenhängt. Diese erhöhte Einfuhr wurde während des Krieges interessant, da sich die heimische Industrie auf die Rüstung konzentrierte und Waren wie Kleider, Schuhe, Elektrogüter und Eisenwaren fehlten. Vor Kriegsbeginn ging der Anteil des Fertigwarenimports allerdings stark zurück.
2 Mieckel 1988: 305; Höpfner 1993: 38.
3 Höpfner 1993: 38.
4 Protektionismus: Wirtschaftspolitik, die den Binnenmarkt durch Handelshemmnisse vor der ausländ.
Konkurrenz zu schützen versucht (vgl. Meiers Großes Taschenlexikon 1999, Bd. 18).
5 Bilateralismus: System von zweiseitigen völkerrechtlichen Verträgen, insbes. von Handels - und
Zahlungsabkommen (vgl. Duden Fremdwörterbuch 1990: 113).
6 Devisenzwangswirtschaft: Die D. wird durch Devisenkontrolle mit Anbietungs- und Ablieferungspflicht
erreicht und soll Abflüsse von Devisen ins Ausland verhindern. Gleichzeitig untergräbt sie die freie
Austauschbarkeit der Währungen verschiedener Länder zum jeweiligen Wechselkurs (vgl. Meiers Großes
Taschenlexikon 1999, Bd. 5.).
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Arbeit zitieren:
Catrin Nähr, 2002, Die Veränderungen der Warenstruktur des deutschen Außenhandels 1929-1939, München, GRIN Verlag GmbH
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