Das Logo des Hubschraubermuseums 1
Das Logo vom Hubschrauberzentrum e.V. - der Förderverein des Museums 2
1 Bilquelle: (http://www.hubschraubermuseum.de/Museumslogo.gif) Rev. 2004
2 Bilquelle: (http://www.hubschraubermuseum.de/Hubschrauberzentrum eV/a HelicLog 3.gif) Rev.
2004
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Inhaltsverzeichnis
Einleitung 5
Inhaltsangabe……………………………………………………………… 6
Erster Teil: Museumsführer für das Hubschraubermuseum in
B ückeburg
Ein Rundgang durch das Museum auf der Zeitachse der
Helikopterluftfahrt mit ausgewählten Exponaten von Visionären bis
ins 21. Jahrhundert
1.1 Zur Entstehung des Hubschraubermuseums Bückeburg 7
1.2 Die Visionäre 9
1.3 Die Visionen lernten fliegen / Die (Fw-61) von Prof. Heinrich 12
Focke
Weitere , ausgewählte Exponate des Hubschraubermuseums
1.4 Mehrzweckhubschrauber Bell 47-G2 13
1.5 Mehrzweckhubschrauber / Vertol V-43 H-21 („Die fliegende 15
Banane “)
1.6 Mehrzweckhubschrauber / Sikorsky S-58 17
1.7 Mehrzweckhubschrauber / Kamov Ka-26 19
1.8 Such- und Rettungshubschrauber / Sycamore 171-Mk-52 21
1.9 Rettungshubschrauber Kaman HH-43-B / Husky II 22
1.10 Die Möglichkeiten der Gegenwart / der Mikro-Helikopter 24
1.11 Prototypen, Einzelexemplare, Eigenbauhubschrauber, 25
Kuriosit äten
1.12 Weitere Angebote und Attraktionen des Museums 28
Zweiter Teil : Hubschraubertechnik
Hubschrauberbauformen /Die zwei wichtigsten Bauformen
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Einleitung
Auf Augenhöhe mit den Vögeln zu sein war seit je her ein Traum der Menschheit - schon lange bevor es Flugmaschinen jeglicher Art gab. Die Faszination des Fliegens wird auch heute von vielen Menschen geteilt und gerade im Grundschulalter schauen die Kinder gebannt zum Himmel hin, wenn ein Flugzeug oder Hubschrauber seine Bahnen über dem Horizont zieht. Nun hat leider nicht jeder die Möglichkeit mit einem Flugzeug oder Hubschrauber zu fliegen oder solch eine phantastische Maschine aus der Nähe zu beobachten und gar anzufassen. Das Hubschraubermuseum im idyllischen Bückeburg am Rande der Weserberge gibt jedem die Möglichkeit Hubschrauber hautnah zu erleben. Auf über 2500 qm Ausstellungsfläche werden maßstabsgetreue Modelle von Flugmaschinen von Visionären aus den letzten Jahrhunderten und über 40 Originalexponate von Hubschraubern seit Beginn ihrer Ära in den 30er Jahren des letzten Jahrhunderts ausgestellt. Es werden frühe Visionen des (menschlichen) Fliegens aufgegriffen, seltene oder gar einzigartige Prototypen exponiert und das Museum lässt Unikate und legendäre Veteranen der Luftfahrt bestaunen. Der Besucher kann hier eine Zeitreise aus der Sicht der Hubschrauberluftfahrt begehen - von aus heutiger Sicht teils naiven Konstruktionsentwürfen aus dem 15. Jahrhundert bis hin zum modernen Hochleistungshelikopter. Somit stellt dieses Museum ein ideales Ziel für einen Klassenausflug dar, wobei die imposanten Exponate sicherlich nicht nur physik- und technikbegeisterte Herzen beeindrucken werden.
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Inhaltsangabe
Diese Staatsexamensarbeit ist in drei Teile unterteilt und beinhaltet im ersten Abschnitt einen Museumsführer für das Hubschraubermuseum Bückeburg mit ausgewählten Exponaten, die jeweils detailliert mit Geschichte und technischen Daten vorgestellt werden. Der Museumsführer gibt analog zur Ausstellung einen chronologischen Abriss der Hubschrauberluftfahrt anhand der ausgewählten Exponate wieder.
Im zweiten Teil wird auf die Hubschraubertechnik eingegangen. Es werden geläufige, weniger geläufige und nicht mehr verwendete Hubschrauber-bauformen und deren Vor- und Nachteile erläutert und die Funktionsweise der Steuerung eines Hubschraubers erklärt.
Im dritten Teil werden die physikalischen Grundlagen des Hubschrauberflugs vorgestellt. Der dritte Teil erläutert das Prinzip des Auftriebs beim Helikoptergibt also Antwort auf die Frage, warum ein Hubschrauber überhaupt fliegen kann. Außerdem wird auf die Erhaltungssätze der Physik und deren Anwendung beim Hubschrauber eingegangen.
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Erster Teil: Museumsführer für das Hubschraubermuseum in Bückeburg
Ein Rundgang durch das Museum auf der Zeitachse der Helikopterluftfahrt, mit ausgewählten Exponaten von Visionären bis ins 21. Jahrhundert
1.1 Zur Entstehung des Hubschraubermuseums Bückeburg
Die Idee ein Hubschraubermuseum entstehen zu lassen holte sich der Gründer des Museums, Werner Noltemeyer, in den USA. Er war zwecks seiner Ausbildung zum Hubschrauberpiloten 1957-1958 in den US-Bundesstaat Alabama gegangen und fand an seinem Ausbildungsort „Fort Rucker“ ein Museum ausgedienter Einsatzhubschrauber der US-Army vor. Diese Ausstellung begeisterte ihn so sehr, dass er nach seiner Rückkehr nach Deutschland alles zu sammeln begann, was mit Hubschrauberflug und Hubschraubertechnik zusammenhing. Auf dem Gelände der Heeresfliegerwaffenschule in Achum bei Bückeburg gründete er das Hubschrauberforum, eine kleine Ausstellung unter freiem Himmel, welche bald zu überregionaler Bekanntheit gelangte. Somit wurde auch die Luftfahrtindustrie auf die Ausstellung aufmerksam und spendete zunehmend Exponate. Der Ausstellungsplatz war somit bald erschöpft und ein neuer Ausstellungsort musste geschaffen werden. Hinzu kam, dass aufgrund der zunehmenden Anzahl der Exponate das öffentliche Interesse geweckt wurde und sich der Kreis der Interessierten nicht mehr nur hauptsächlich auf Militärangehörige beschränkte. Im Jahre 1970 zog nun die Ausstellung in den „Burgmannshof“ in der Mitte der Stadt Bückeburg um und es wurde sogleich das „Hubschrauberzentrum e.V. Bückeburg“ gegründet, ein Verein zur Förderung des Museums, dem eine Vielzahl von Firmen, Institutionen und Privatpersonen beigetreten sind. Unter Beteiligung von vielen Helfern aus den Reihen des Militärs, aber auch des Zivillebens wurden die Exponate vom Freigelände der Heeresfliegerwaffenschule Achum in die Räumlichkeiten des neu geschaffenen Museums gebracht. Von nun an hatten die Veteranen der
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Luftfahrt ein Dach über dem Kopf, was nicht nur den Besuch der Ausstellung von Wind und Wetter unabhängig machte, sondern auch die Exponate selbst vor dem witterungsbedingten Zerfall und dreisten Souvenirjägern schützte, die allzu gern ein abschraubbares Teil eines Exponats als Erinnerung an ihren Besuch mit nach Hause nahmen. Die offizielle Eröffnung zelebrierte 1971 Prof. Heinrich Focke, der den ersten voll verwendungsfähigen Hubschrauber entwickelte, welcher ebenfalls im Museum zu sehen ist. Dieser Helikopter wird im Rahmen dieser Staatsexamensarbeit noch vorgestellt werden. Die zunehmende Beliebtheit und Komplexität des Museums veranlasste die Träger der Ausstellung einen Erweiterungsneubau zu errichten, welcher von 1978 bis 1980 fertig gestellt wurde. Seitdem ist der Förderverein „Hubschrauberzentrum e.V. Bückeburg“ kontinuierlich dabei die Ausstellung zu erweitern. Hierbei wird ein weites Spektrum an Ausstellungsgut einbezogen - vom kompletten Hubschrauber, über Einzelteile, wie Triebwerke oder Navigationsinstrumente, bis zu Originaldokumenten aus der Hubschraubergeschichte und wissenschaftlichen Arbeiten rund um den Hubschrauberflug.
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1.2 Die Visionäre
Das Modell der mit Muskelkraft betriebenen „Helix-Spirale“ von Leonardo da Vinci in der Eingangshalle des Museums
Gleich im Eingangsbereich ist ein Hubschraubermodell nach einem Entwurf von Leonardo da Vinci aus dem Jahre 1483 zu bestaunen, dessen „Helix-Schraube“ auch das Wappen des Museums und das dessen Fördervereins ziert (s.S.2). Leonardo da Vinci entwickelte als erster eine Hubschraubervision nach dem Prinzip einer Spiralschraube, die von Menschenhand betrieben wurde. In seinem Manuskript präzisierte er seine Idee vom Fliegen und in seinem Prinzip sind die Grundlagen des heutigen Hubschrauberfluges bereits zu ersehen:
„Die äußere Kontur der Schraube besteht aus Eisendraht von der Stärke einer Schnur, die Entfernung vom Rande zum Mittelpunkt beträgt 8 Faden
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(ca. 32 m). Wenn diese Vorrichtung in Form der Schraube gut gemacht ist, d. h., hergestellt aus Leinensegel, dessen Poren man mit Stärke verkleistert hat, und wenn man sie rasch dreht, finde ich, daß eine solche Schraube ihre Mutter in der Luft finden wird und daß sie in die Höhe steigt.“ 3
Sein Entwurf blieb jedoch über 400 Jahre verschollen und hat somit leider nur historischen Wert. Auf seiner Idee basiert jedoch der Wortstamm für den Begriff „Helikopter“ - „helix“ = spiralförmig; „pteron“ = Flügel (aus dem Griechischen). Wie weit Leonardo da Vinci seiner Zeit voraus war belegen diese weitaus späteren Entwürfe aus den Jahren 1628 und 1781, die im Kontrast zu da Vincis Entwurf direkt hinter diesem aufgehängt sind.
Hubschrauber mit „Vogelantrieb“ von 1628 „Helikopter“ mit Regenschirm
Im amerikanischen Bürgerkrieg wollte man die damals neuen Dampfkraft-
3 Schmidt,Josef, (1999): Das Hubschraubermuseum von Bückeburg. Zweibrücken: VDM Heinz Nickel, S. 26
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maschinen nutzen um ein Dampfschiff-Hubschrauber zu erbauen, der als
Modell des Dampfschiff-Hubschraubers nach
Powers 4
Blockadebrecher fungieren sollte. Captain William C. Powers auf Seiten der Südstaaten hatte eine derartige Konstruktion bereits geplant. Nicht der Zweifel daran, dass seine Konstruktion möglicherweise nicht funktionieren könnte, sondern die Angst davor, dass die Nordstaaten diese kopieren und gegen seine eigene Seite einsetzen würden, ließen ihn davon abkommen diesen Helikopter zu bauen. In Form eines Modells ist sein Plan jedoch im Hubschraubermuseum zu Bückeburg in die Realität umgesetzt worden (s. Bild links oben).
Die Gebrüder Brequet verwirklichten ihre Pläne und bauten 1908 einen der ersten in Ansätzen flugfähigen Helikopter. Ihre „Gyroplane Nr. 2“ bestand aus einem Rumpf mit je zwei Tragflächen an der Vorder- und Hinterseite. Eine schräg gestellte Hubschraube wurde je rechts und links des Rumpfes zwischen den Flügelpaaren installiert. Mit diesem Fluggerät (s. Bild rechts oben) gelang ihnen 1908 ein 25 Meter langer Flug mit einer Flughöhe von 10
4 Bildquelle: Schmidt, Josef, (1999): Das Hubschraubermuseum von Bückeburg. Zweibrücken: VDM Heinz Nickel, S. 30
5 Bildquelle: Schmidt, Josef, (1999): Das Hubschraubermuseum von Bückeburg. Zweibrücken: VDM Heinz Nickel, S. 36
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Metern, bei dessen unsanfter Landung das Fahrgestell zerstört wurde.
1.3 Die Visionen lernten fliegen / Die (Fw-61) von Prof. Heinrich Focke
Die Fw-61 im Hubschraubermuseum von Bückeburg 6 Prof. Heinrich Focke 7
Nachdem diverse andere Entwickler bereits Maschinen entwarfen, die zumindest für kurze Zeit vom Boden abhoben, jedoch diese Flugversuche häufig in Unfällen endeten, baute Prof. Heinrich Focke den ersten voll verwendungsfähigen Hubschrauber (Fw-61) auf der Basis eines Flugzeugrumpfes. An beiden Seiten des Rumpfes wurden dreiblättrige Rotoren auf Stahlrohr-Auslegern mit einem Durchmesser von je 6 Metern montiert. Der original Flugzeugpropeller diente nunmehr nur zur Kühlung des Motors.
Außerdem war es erstmals möglich bei einem Ausfall der Rotoren eine kontrollierte Landung durch Autorotation durchzuführen.
6 Bildquelle: (http://www.hubschraubermuseum.de/Hubschraubermuseum_Buckeburg/Geschichte/run dgang.jpg) Rev.2004
7 Bildquelle: (http://www.hubschraubermuseum.de/Hubschraubermuseum_Buckeburg/Personli chkeiten/Focke__Henrich_/focke02k.jpg) Rev.2004
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Arbeit zitieren:
Marjan Rosetz, 2005, Museumsführer für das Hubschraubermuseum Bückeburg und die Physik des Hubschraubers, München, GRIN Verlag GmbH
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