Vorwort
Mein bester Dank richtet sich an dieser Stelle an die Mitarbeiter des Fisch-Informationszentrums in Hamburg, Herrn Dr. Keller sowie Frau Steinbauer, welche einen Großteil der Daten, die in der Untersuchung Eingang fanden, und darüber hinaus gehende Informationen zum Themengebiet zur Verfügung stellten.
Weiterhin möchte ich mich bei den Mitarbeitern des Instituts für Agrarpolitik und Marktforschung, allen voran Frau Stelzenbach sowie Herrn Prof. Herrmann und Herrn Weber, für Anregungen, Verbesserungsvorschläge sowie die Hilfe bei der Literatursuche bedanken.
Gießen, im März 2005 Stefan Tönniges
Inhaltsverzeichnis
Vorwort....................................................................................................................................... I
Inhaltsverzeichnis II
Abbildungsverzeichnis. IV
Tabellenverzeichnis VI
Abk ürzungsverzeichnis. VIII
1. Einleitung. 1
1.1. PROBLEMSTELLUNG UND ZIELSETZUNG. 1
1.2. DURCHFÜHRUNG. 2
2. Nachfrage nach Fisch und Fischwaren 3
2.1. NACHFRAGE NACH SPEZIES. 4
2.2. NACHFRAGE NACH EINKAUFSSTÄTTE 5
2.3. NACHFRAGE NACH ART DER VERARBEITUNG 6
2.4. SAISONALITÄT DER NACHFRAGE 7
3. Überblick über Ansätze zur Erklärung des Nachfrageverhaltens nach Nahrungsmitteln 11
3.1. NUTZENMAXIMIERUNG ALS AUSGANGSPUNKT DER NACHFRAGE 11
3.2 EIGENSCHAFTEN DER NACHFRAGE 13
3.3. NACHFRAGESYSTEME 15
3.3.1. Linear Expenditure System (LES) 15
3.3.2. Almost Ideal Demand System (AIDS) 17
3.3.3. Rotterdam-Modell. 19
3.3.4. Anwendungen von Nachfragesystemen in der Empirie 20
3.4. EINZELGLEICHUNGEN 22
3.4.1. Charakterisierung der Nachfrageanalyse mittels Einzelgleichungen 22
3.4.2 Anwendungen von Einzelgleichungen in der Empirie 26
Inhaltsverzeichnis
4. Mögliche Datenquellen für Nachfrageanalysen 28
4.1. ZEITREIHEN. 28
4.2. QUERSCHNITTSDATEN. 29
4.3. GEPOOLTE DATEN. 30
5. Verlauf und Stand potentieller Einflussgrößen. 32
5.1. ENTWICKLUNG UND AKTUELLER STAND DER ÖKONOMISCHEN VARIABLEN. 32
5.1.1. Eigen- und Kreuzpreise 33
5.1.2. Einkommen und Konsumausgaben 41
5.2. ENTWICKLUNG UND AKTUELLER ZUSTAND DER SOZIODEMOGRAPHISCHEN VARIABLEN 49
5.2.1. Haushaltsstruktur. 49
5.2.2. Haushaltsgröße. 52
5.2.3. Herkunft 53
5.2.4. Altersstruktur 55
5.2.5. Ausbildung 56
5.3. PSYCHISCHE UND WEITERE DIE PRÄFERENZEN ERKLÄRENDE EINFLUSSGRÖßEN 57
6. Empirische Nachfrageanalyse. 60
6.1. FISCH UND FISCHWAREN. 64
6.2. SB-FISCH UND FISCHWAREN. 71
6.3. LOSER FISCH UND FISCHWAREN 79
6.4. GERÄUCHERTER FISCH UND FISCHWAREN 85
6.5. FRISCHER FISCH UND FISCHWAREN 92
6.6. MARINIERTER FISCH UND FISCHWAREN. 96
6.7. TIEFGEFRORENER FISCH UND FISCHWAREN 100
7. Diskussion der Vorgehensweise sowie der Ergebnisse 108
8. Fazit 117
Literaturverzeichnis
Anhang
III
Abbildungsverzeichnis
ABBILDUNG 1: SAISONALITÄT DER PRO-KOPF-NACHFRAGEMENGE DEUTSCHER
PRIVATHAUSHALTE AN FISCH UND FISCHWAREN (1) ...........................................................8 ABBILDUNG 2: SAISONALITÄT DER PRO-KOPF-NACHFRAGEMENGE DEUTSCHER
PRIVATHAUSHALTE AN FISCH UND FISCHWAREN (2) ...........................................................9 ABBILDUNG 3: POTENTIELLE FUNKTIONSFORMEN.....................................................................23 ABBILDUNG 4: ENTWICKLUNG DER REALEN VERBRAUCHERPREISE FÜR SCHWEINEFLEISCH* IN
DER BRD ...........................................................................................................................34 ABBILDUNG 5: SAISONALITÄT DER REALEN VERBRAUCHERPREISE VON SCHWEINEFLEISCH IN
DER BRD ...........................................................................................................................35 ABBILDUNG 6: ENTWICKLUNG DER REALEN VERBRAUCHERPREISE FÜR RIND- UND
KALBFLEISCH* IN DER BRD ..............................................................................................36 ABBILDUNG 7: SAISONALITÄT DER REALEN VERBRAUCHERPREISE VON RIND- UND
KALBFLEISCH IN DER BRD ................................................................................................37 ABBILDUNG 8: ENTWICKLUNG DER REALEN VERBRAUCHERPREISE FÜR GEFLÜGEL* IN DER BRD
..........................................................................................................................................38 ABBILDUNG 9: SAISONALITÄT DER REALEN VERBRAUCHERPREISE VON GEFLÜGELFLEISCH IN
DER BRD ...........................................................................................................................39 ABBILDUNG 10: ENTWICKLUNG DER REALEN VERBRAUCHERPREISE DEUTSCHER
PRIVATHAUSHALTE FÜR FISCH UND FISCHWAREN.............................................................40 ABBILDUNG 11: SAISONALITÄT DER REALEN VERBRAUCHERPREISE DEUTSCHER
PRIVATHAUSHALTE VON FISCH UND FISCHWAREN ............................................................41 ABBILDUNG 12: VERLAUF REALER PRO-KOPF-EINKOMMEN IN DEUTSCHLAND ........................43 ABBILDUNG 13: SAISONALITÄT REALER PRO-KOPF-EINKOMMEN IN DEUTSCHLAND ................44 ABBILDUNG 14: VERWENDUNG DES REALEN VERFÜGBAREN PRO-KOPF-EINKOMMENS IN
DEUTSCHLAND ..................................................................................................................45 ABBILDUNG 15: SAISONALITÄT REALER PRO-KOPF-AUSGABEN IN DEUTSCHLAND...................46 ABBILDUNG 16: DIFFERENZIERUNG DER PRIVATHAUSHALTE NACH EINKOMMENSKLASSEN IN
DER BRD IM JAHR 2003 IN EURO.......................................................................................48 ABBILDUNG 17: NETTOEINFLÜSSE ÖKONOMISCHER DETERMINANTEN AUF DIE PRO-KOPF-NACHFRAGEMENGE DER DEUTSCHEN BEVÖLKERUNG AN FISCH UND FISCHWAREN ..........66 ABBILDUNG 18: PRO-KOPF-NACHFRAGEMENGE DER DEUTSCHEN BEVÖLKERUNG AN FISCH UND
FISCHWAREN .....................................................................................................................67
Abbildungsverzeichnis
ABBILDUNG 19: NETTOEINFLÜSSE ÖKONOMISCHER BESTIMMUNGSFAKTOREN AUF DIE PRO-KOPF-NACHFRAGEMENGE DER DEUTSCHEN BEVÖLKERUNG AN SB-FISCH UND
FISCHWAREN .....................................................................................................................74 ABBILDUNG 20: PRO-KOPF-NACHFRAGEMENGE DER DEUTSCHEN BEVÖLKERUNG AN SB-FISCH
UND FISCHWAREN..............................................................................................................75 ABBILDUNG 21: NETTOEINFLÜSSE ÖKONOMISCHER DETERMINANTEN AUF DIE PRO-KOPF-NACHFRAGEMENGE DER DEUTSCHEN BEVÖLKERUNG AN LOSEM FISCH UND FISCHWAREN
..........................................................................................................................................80 ABBILDUNG 22: PRO-KOPF-NACHFRAGEMENGE DER DEUTSCHEN BEVÖLKERUNG AN LOSEM
FISCH UND FISCHWAREN....................................................................................................81 ABBILDUNG 23: NETTOEINFLÜSSE ÖKONOMISCHER DETERMINANTEN AUF DIE PRO-KOPF-NACHFRAGEMENGE DER DEUTSCHEN BEVÖLKERUNG AN GERÄUCHERTEM FISCH UND
FISCHWAREN .....................................................................................................................87 ABBILDUNG 24: PRO-KOPF-NACHFRAGEMENGE DER DEUTSCHEN BEVÖLKERUNG AN
GERÄUCHERTEM FISCH UND FISCHWAREN.........................................................................88 ABBILDUNG 25: NETTOEINFLÜSSE ÖKONOMISCHER DETERMINANTEN AUF DIE PRO-KOPF-NACHFRAGEMENGE DER DEUTSCHEN BEVÖLKERUNG AN FRISCHEM FISCH UND
FISCHWAREN .....................................................................................................................94 ABBILDUNG 26: PRO-KOPF-NACHFRAGEMENGE DER DEUTSCHEN BEVÖLKERUNG AN FRISCHEM
FISCH UND FISCHWAREN....................................................................................................95 ABBILDUNG 27: NETTOEINFLÜSSE ÖKONOMISCHER DETERMINANTEN AUF DIE PRO-KOPF-NACHFRAGEMENGE DER DEUTSCHEN BEVÖLKERUNG AN MARINIERTEM FISCH UND
FISCHWAREN .....................................................................................................................98 ABBILDUNG 28: PRO-KOPF-NACHFRAGEMENGE DER DEUTSCHEN BEVÖLKERUNG AN
MARINIERTEM FISCH UND FISCHWAREN ............................................................................99 ABBILDUNG 29: NETTOEINFLÜSSE ÖKONOMISCHER DETERMINANTEN AUF DIE PRO-KOPF-NACHFRAGEMENGE DER DEUTSCHEN BEVÖLKERUNG AN TIEFGEFRORENEM FISCH UND
FISCHWAREN ...................................................................................................................102 ABBILDUNG 30: PRO-KOPF-NACHFRAGEMENGE DER DEUTSCHEN BEVÖLKERUNG AN
TIEFGEFRORENEM FISCH UND FISCHWAREN.....................................................................103
V
Tabellenverzeichnis
TABELLE 1: VERSORGUNG DES DEUTSCHEN MARKTES MIT FISCH UND FISCHWAREN A ...............3 TABELLE 2: RELATIVE AUFTEILUNG DES FISCHKONSUMS* NACH ART IN DER BRD ...................5 TABELLE 3: RELATIVE AUFTEILUNG DES FISCHKONSUMS* NACH EINKAUFSSTÄTTE IN DER BRD
............................................................................................................................................6 TABELLE 4: RELATIVE AUFTEILUNG DES FISCHKONSUMS* NACH VERARBEITUNG IN DER BRD .7 TABELLE 5: STRUKTURIERUNG DER PRIVATHAUSHALTE NACH LEBENSPHASEN IN DER BRD....50 TABELLE 6: RELATIVE AUFTEILUNG DER PRIVATHAUSHALTE NACH DER PERSONENZAHL IN DER
BRD ..................................................................................................................................52 TABELLE 7: RELATIVE AUFTEILUNG DER WOHNBEVÖLKERUNG NACH ORTSGRÖßENKLASSEN IN
DER BRD ...........................................................................................................................54 TABELLE 9: DIFFERENZIERUNG DER BEVÖLKERUNG NACH DEM AUSBILDUNGSSTAND IN DER
BRD ..................................................................................................................................57 TABELLE 10: NACHFRAGEANALYSE DEUTSCHER PRIVATHAUSHALTE FÜR FISCH UND
FISCHWAREN, JULI 1999 BIS DEZEMBER 2002 ...................................................................65 TABELLE 11: MENGENMÄßIGE NACHFRAGEANALYSE DEUTSCHER PRIVATHAUSHALTE FÜR
FISCH UND FISCHWAREN, JANUAR 2000 BIS DEZEMBER 2002 ...........................................69 TABELLE 12: NACHFRAGEANALYSE DEUTSCHER PRIVATHAUSHALTE FÜR SB-FISCH UND
FISCHWAREN, JULI 1999 BIS DEZEMBER 2002 ...................................................................73 TABELLE 13: MENGENMÄßIGE NACHFRAGEANALYSE DEUTSCHER PRIVATHAUSHALTE FÜR SB-FISCH UND FISCHWAREN, JANUAR 2000 BIS DEZEMBER 2002 ...........................................77 TABELLE 14: NACHFRAGEANALYSE DEUTSCHER PRIVATHAUSHALTE FÜR LOSEN FISCH UND
FISCHWAREN, JULI 1999 BIS DEZEMBER 2002 ...................................................................79 TABELLE 15: MENGENMÄßIGE NACHFRAGEANALYSE DEUTSCHER PRIVATHAUSHALTE FÜR LOSEN FISCH UND FISCHWAREN, JANUAR 2000 BIS DEZEMBER 2002 ................................83 TABELLE 16: NACHFRAGEANALYSE DEUTSCHER PRIVATHAUSHALTE FÜR GERÄUCHERTEN FISCH
UND FISCHWAREN, JULI 1999 BIS DEZEMBER 2002 ...........................................................86 TABELLE 17: MENGENMÄßIGE NACHFRAGEANALYSE DEUTSCHER PRIVATHAUSHALTE FÜR GERÄUCHERTEN FISCH UND FISCHWAREN, JANUAR 2000 BIS DEZEMBER 2002.................89 TABELLE 18: NACHFRAGEANALYSE DEUTSCHER PRIVATHAUSHALTE FÜR FRISCHEN FISCH UND
FISCHWAREN, JULI 1999 BIS DEZEMBER 2002 ...................................................................93 TABELLE 19: NACHFRAGEANALYSE DEUTSCHER PRIVATHAUSHALTE FÜR MARINIERTEN FISCH
UND FISCHWAREN, JULI 1999 BIS DEZEMBER 2002 ...........................................................97
Tabellenverzeichnis
TABELLE 20: NACHFRAGEANALYSE DEUTSCHER PRIVATHAUSHALTE FÜR TIEFGEFRORENEN
FISCH UND FISCHWAREN, JULI 1999 BIS DEZEMBER 2002 ...............................................101 TABELLE 21: MENGENMÄßIGE NACHFRAGEANALYSE DEUTSCHER PRIVATHAUSHALTE FÜR TIEFGEFRORENEN FISCH UND FISCHWAREN, JANUAR 2000 BIS DEZEMBER 2002.............105 TABELLE 22: ERGEBNISVERGLEICH MIT ANDEREN NACHFRAGEUNTERSUCHUNGEN................113
VII
Abkürzungsverzeichnis
AIDS
AIM BRD BSE bspw. bzw. CMA DGM EG ELES et al. EU EVS g GLES
insg. Jg. Jgg. kg LA/AIDS LES Nr. NVS
OECD OLS SB SBA t Tonnen VECM Vector Error Correction Model versch. verschiedene vgl.
VGR z. Bsp.
1. Einleitung
1.1. Problemstellung und Zielsetzung
In den letzten Jahren wurden in Nachfrageanalysen für Lebensmittel in Deutschland und anderen Industrieländern wiederholt festgestellt, dass zunehmend außerökonomische Einflüsse die Konsumentscheidung für und wider ein Produkt beeinflussten. Die Zeiten, in welchen zu weiten Teilen Preise und Einkommen den Nachfrageverlauf von Lebensmitteln bestimmten, schienen somit der Vergangenheit anzugehören, bedenkt man auch den stetig gefallenen Anteil der Nahrungsmittelausgaben an den Konsumausgaben. Jedoch wäre es gerade bei der Produktgruppe Fisch und Fischwaren interessant das Spannungsfeld aus ökonomischen Sachzwängen, aufgrund der relativ hohen Durchschnittspreise, und der sich unterschiedlich auf die Nachfrage nach Fisch und Fischwaren auswirkenden soziodemographischen Haushaltsmerkmale zu untersuchen.
Dazu soll die vorliegende Arbeit „Determinanten der Nachfrage nach Fisch und Fischwaren in Deutschland“ beitragen, diejenigen Einflussgrößen zu bestimmen und zu quantifizieren, die den Verbrauch von Fisch und Fischwaren sowie die Ausgaben hierfür in deutschen Privathaushalten beeinflussten. So sollen folgende Fragen beantwortet werden können:
• Haben Veränderungen der Preise und Einkommen noch einen Einfluss auf die Nachfragemenge sowie die Ausgaben für Fisch und Fischwaren? • Welche Größen wirken sich darüber hinaus auf die Nachfrage aus? • Wird die Saisonalität der Nachfrage ausschließlich von ökonomischen und soziodemographischen Determinanten beeinflusst?
• Wirken sich Veränderungen der Determinanten unterschiedlich auf die Nachfrage der verschiedenen Haushaltstypen aus? Und wenn ja, warum?
1. Einleitung
1.2. Durchführung
Zum besseren Verständnis der empirischen Nachfrageanalyse von Fisch und Fischwaren sollen im ersten Teil der Arbeit die theoretischen Grundlagen vermittelt werden. Zu diesen Grundlagen gehören die Kapitel 2 bis 5.
Im Kapitel 2 wird die Nachfrage nach Fisch und Fischwaren in der BRD unter den Gesichtspunkten Verarbeitungsform, Bezugsquelle, Spezies und Saisonalität beschrieben. Im darauf folgenden Kapitel 3 wird zum einen das Zustandekommen sowie die theoretischen Merkmale der Nachfrage dargestellt. Weiterhin werden einige häufig benutzte Modelle zur Klärung des Nachfrageverhaltens samt Beispielen aus der empirischen Literatur präsentiert. Im vierten Kapitel wird auf die möglichen Datenquellen, welche potentiell zur Nachfrageanalyse zur Auswahl stehen, eingegangen. Im 5. Kapitel wird ein Überblick über die Entwicklung und den Stand der potentiellen Einflussgrößen, untergliedert in die ökonomischen Determinanten Preise, Einkommen und Konsumausgaben sowie verschiedene soziodemographische und psychische Einflussgrößen, gegeben. Im nun folgenden praktischen Teil der Arbeit werden im 6. Kapitel die getroffenen Hypothesen abgeleitet, zu deren Bestätigung oder Widerlegung sich die empirische Analyse zur Nachfrage nach Fisch und Fischwaren im gleichen Kapitel anschließt. Die Diskussion der Vorgehensweise sowie der Ergebnisse inklusive des Vergleichs mit anderen wichtigen Studien folgt im Kapitel 7, um zum einen Interpretationen für die gewonnenen Ergebnisse zu liefern und zum anderen Schwachstellen und Ansatzpunkte für zukünftige Verbesserungen aufzuzeigen. Zum Abschluss dient ein Fazit in Kapitel 8, in welchem auch die eingangs gestellten Fragen abschließend beantwortet werden sollen.
2
2. Nachfrage nach Fisch und Fischwaren
In diesem Kapitel soll die Nachfrage nach Fisch und Fischwaren in der BRD nach den Kriterien Spezies, Verarbeitungsform, Bezugsquelle sowie Saisonalität differenziert dargestellt werden. Dies, auch wenn in der später folgenden Untersuchung auf die Unterscheidungen hinsichtlich Einkaufsstättenwahl und Spezies nicht näher eingegangen werden konnte. Aus Verständnisgründen schien es dennoch angebracht, diese Aspekte zu beleuchten.
Um überhaupt zeigen zu können wie sich die Nachfrage nach Fisch und Fischwaren in der BRD allgemein entwickelte und woraus sie sich in der Vergangenheit speiste, dient die Übersicht in Tabelle 1. Sie zeigt, wie sich das für den menschlichen Verzehr geeignete Marktangebot zusammensetzte.
Hierfür wurden den Erträgen aus deutscher Fischerei und Aquakultur die Nettoimportmengen hinzugefügt, um von diesen Beträgen die Mengen, welche für Nichtnahrungsmittelzwecke verwandt wurden, abzuziehen. Übrig blieb der Nahrungsverbrauch für das gesamte Land, aus welchem sich in Relation zur Anzahl der deutschen Wohnbevölkerung der Pro-Kopf-Verbrauch ergab.
Tabelle 1: Versorgung des deutschen Marktes mit Fisch und Fischwaren a
So war die deutsche Produktion von Fisch und Fischwaren innerhalb dieser 10 Jahre starken Veränderungen unterworfen, bei einem Einbruch der Produktionsmenge zwischen 1993 und 1997 um über 40 %. Jedoch erholten sich die Mengen bis 2003 wieder bis auf das Ursprungsniveau.
Der Verlauf der Importmengen sowie der Mengen für den menschlichen Verzehr entwickelten sich in ihrer Richtung sehr ähnlich, bei Zuwächsen um 27,3 %, respektive 7,5 %. Allerdings unterschied sich die Stärke der relativen Änderungen beträchtlich, was zur Folge hatte, dass die Spanne zwischen beiden aufgrund mehrheitlich positiver Tendenzen immer weiter auseinander ging. Spitzenwerte waren bei beiden Größen im Jahr 2001 zu verzeichnen.
2. Nachfrage nach Fisch und Fischwaren
Die Ausfuhren stiegen im betrachteten Zeitraum um 57,2 %, wobei die Spitzen werte in den Jahren 1998 und 1999 lagen. Jahre also, in den der Nahrungsverbrauch relativ niedrig lag. Exporte dienten demzufolge als Puffer des etwas „lahmenden“ Inlandskonsums (BLE, versch. Jgg).
2.1. Nachfrage nach Spezies
Die relative mengenmäßige Aufteilung des deutschen Marktes nach Arten wird in Tabelle 2 aufgezeigt. In Augenschein trat besonders der hohe Anteil der Seefische, welcher sich bis auf einen kleinen Einbruch 1999 bei ca. ¾ der gesamten Menge an Fisch, Krebs- und Weichtieren gehalten hatte. Süßwasserfische und besonders Krebs- und Weichtiere profitierten von dieser Schwäche. Seitdem war die mengenmäßige Bedeutung der Krebs- und Weichtiere kontinuierlich bis auf 8,7 % der gesamten Nachfragemenge geschrumpft, um sich 2003 wieder leicht zu erholen. Der Anteil der Süßwasserfische dagegen vergrößerte sich seit 2001 nach zuvor erlittenen Einbußen von Jahr zu Jahr bis auf 17,6 % der nachgefragten Mengen an Fisch und Fischwaren (FIZ, versch. Jgg.; Ramos und Lieberz, 2003). Mit Abstand bedeutendster Bestandteil der Nachfrage nach Fischen war der Alaska-Seelachs, welcher zwischen 1999 und 2002 um durchschnittlich knapp 4 Prozentpunkte pro Jahr beim relativen Anteil am Verbrauch zulegen konnte. Danach folgte auch hier parallel zur Entwicklung der Bedeutung der Seefische als Übergruppe eine Änderung der Präferenzen zu Ungunsten des Alaska-Seelachses, welcher im Jahr 2003 einen Marktanteil nach Menge von nur noch 29,6 % aufwies.
Heringe sowie Thunfische und Boniten an zweiter und dritter Stelle der Skala kamen zusammen auf knapp 33 % des deutschen Verbrauchs an Fischen im Jahr 2003. Während beim Hering, verglichen mit dem Marktanteil 1998, wieder ursprüngliches Niveau mit starken Auf- und Abwärtsbewegungen in der Zwischenzeit erreicht wurde, konnte sich Thunfisch, trotz Einbruches 2001 um 6 Prozentpunkte, auf 14 % Marktanteil an der konsumierten Gesamtmenge an Fisch und Fischwaren im Jahr 2003 verbessern.
Lachs war für den deutschen Konsum an Fisch und Fischwaren der wichtigste Vertreter der Süßwasserspezies mit knapp 10 % der Gesamtnachfrage während dieser fünf Jahre. Neben Hering, Thunfisch und den Krebs- und Weichtieren schien Lachs von dem Bedeutungseinbruch bei Alaska-Seelachs 1999 profitiert zu haben. Die anderen Fische kamen
4
2. Nachfrage nach Fisch und Fischwaren
zusammen auf einen Anteil von 32,8 % der Gesamtmenge an nachgefragtem Fisch und Fischwaren (FIZ, versch. Jgg.; Ramos und Lieberz, 2003).
Tabelle 2: Relative Aufteilung des Fischkonsums* nach Art in der BRD
Bei Berücksichtigung der Ausgaben statt der Mengen, sähe die Aufteilung um einiges anders aus, da 2002 aus deutschen Anlandungen beispielsweise für Hering zwischen 0,28 und 0,46€, für Krabben- und Krebstiere 3,41€ und für Kabeljau zwischen 2,05 und 5,17 € pro Kilogramm Fanggewicht im Durchschnitt von den Fischereibetrieben erlöst wurden. Auch der Alaska-Seelachs gehörte wie der Hering eher zum preisgünstigeren Sortiment. Demnach wäre die wertmäßige Aufteilung des Fischkonsums ausgeglichener als die in Tabelle 7 dargestellte mengenmäßige Zuordnung (BMVEL, versch. Jgg.).
2.2. Nachfrage nach Einkaufsstätte
In der sich anschließenden Tabelle 3 wurde die Nachfrage nach Fisch und Fischwaren nach dem Kriterium der Einkaufsstätte abgebildet. Grundlage waren hier die Einkaufsmengen des Frischepanels der GfK, welches nur die Käufe von deutschen Privathaushalten repräsentativ
5
2. Nachfrage nach Fisch und Fischwaren
erfasste. Ausländische Privathaushalte in Deutschland, Großhaushalte sowie die Gastronomie wurden hiermit nicht abgedeckt.
Eine intensive Interpretation der Entwicklung konnte aufgrund der beschränkten Datenlage nicht erfolgen, weshalb auch nur kurz der Stand der relativen Bedeutung der Absatzkanäle umrissen werden soll.
Tabelle 3: Relative Aufteilung des Fischkonsums* nach Einkaufsstätte in der BRD
S.29
Discounter, wie Lidl und Aldi, waren nach Menge als auch nach Wert die wichtigsten Versorgungskanäle der deutschen Privathaushalte für Fisch und Fischwaren. Da sie überwiegend preisgünstigere tiefgefrorene und marinierte Ware feilboten, war bei unterdurchschnittlichem Preisniveau ihr Anteil an der Menge deutlich größer als am Wert. Fischfachgeschäfte und sonstige Geschäfte vereinten zwar nur einen Mengenanteil von 20 % auf sich, durch ihren großen Anteil an teurerer Frisch- und Räucherware, ergab sich jedoch ein Wertanteil von 30 %. Das weitgefasstere Produktsortiment von Super- und Verbrauchermärkten zog im Zusammenspiel mit einem durchschnittlichen Preisniveau eine fast gleichen Mengen- wie Wertanteil von ca. 35 % auf sich zusammen (Bundesverband der deutschen Fischindustrie und des Fischgroßhandels, versch. Jgg.).
2.3. Nachfrage nach Art der Verarbeitung
Die Nachfrage nach Fisch und Fischwaren konnte ferner nach der Art der Verarbeitung in frische, tiefgefrorene, geräucherte, marinierte und sonstige Ware unterschieden werden. Dabei gehörte die frische und besonders die geräucherte Ware zu den preisintensiven Produkten, während die tiefgefrorene und in noch stärkerem Maße die marinierte Ware, die in der Tabelle 4 auch die Fischdauerkonserven enthält, zu dem günstigeren Teil der Angebotspalette zu
6
2. Nachfrage nach Fisch und Fischwaren
zählen war. Die Kategorie „sonstige Ware“ hatte ein durchschnittliches Preisniveau aufzuwarten (Bundesverband der deutschen Fischindustrie und des Fischgroßhandels, versch. Jgg.).
In dieser zwar sehr kurzen Zeitspanne war deutlich der Bedeutungsverlust frischer Ware um 5 Prozentpunkte zu sehen. Nach Wert fiel dieser Rückgang viel niedriger aus, was auf eine vergleichsweise Verteuerung zu den anderen Fischprodukten zurückzuführen war. Ein weiterer Verlierer der Verbrauchsentwicklung in Deutschland war die Räucherware mit einem Rückgang der mengenmäßigen Bedeutung um 2 Prozentpunkte. Der Bedeutungsverlust nach Wert fiel noch deutlicher mit 4 Prozentpunkten aus (Bundesverband der deutschen Fischindustrie und des Fischgroßhandels, versch. Jgg.).
Gewinner der Entwicklung waren in diesen 3 ½ Jahren die tiefgefrorene Ware mit einem Prozentpunkt Wachstum sowie die marinierte Ware mit einem Zuwachs mengenmäßiger Bedeutung um sieben Prozentpunkte. Da beide Produktgruppen ein unterdurchschnittliches Preisniveau ihr eigen nannten, erfolgte der Zuwachs nach Wert zwar in gleichem relativen Ausmaß, aber auf einem niedrigeren Niveau (Bundesverband der deutschen Fischindustrie und des Fischgroßhandels, versch. Jgg.).
Tabelle 4: Relative Aufteilung des Fischkonsums* nach Verarbeitung in der BRD
2.4. Saisonalität der Nachfrage
Wenn es darum geht, die Nachfrage nach Fisch und Fischwaren möglichst gründlich in den Fokus der Aufmerksamkeit zu rücken, sollte eine Darstellung der Saisonalität der Nachfrage nicht außen vor gelassen werden.
In den Abbildungen 1 und 2, wurden die Pro-Kopf-Nachfragemengen deutscher Privathaushalte von Fisch und Fischwaren sowie seiner Untergruppen, untergliedert nach der
7
2. Nachfrage nach Fisch und Fischwaren
Verkaufsform in lose Ware (Thekenverkauf) und Selbstbedienungsware (im folgenden SB-Ware) sowie nach der Verarbeitung unterteilt in frische, geräucherte, tiefgefrorene und marinierte Ware, hinsichtlich saisonaler Muster nach dem leicht abgewandelten Periodogramm-Verfahren nach Macaulay untersucht (Esenwein-Rothe,1976, S. 228ff.). Dafür kam ein Saisonindex zur Anwendung, welcher mittels Ratio-to-Moving-Average-Verfahren berechnet wurde. Hierbei wurde eine multiplikative Verknüpfung zwischen Rest-, Saison- und glatter Komponente unterstellt. Da eine Saison 12 Monate umfasste, wurde ein 12-gliedriger gleitender Durchschnitt gewählt, welcher als Divisor Eingang in den Quotienten aus tatsächlichem und gleitendem durchschnittlichen Wert fand. Da mehrere Verhältniswerte pro Monat vorlagen, wurde von ihnen der Median zur Bildung des Monatswertes des Saisonindex gewählt, um den Einfluss starker Abweichungen zu minimieren.
ABBILDUNG 1: SAISONALITÄT PRO-KOPF-NACHFRAGEMENGE DER DEUTSCHER
PRIVATHAUSHALTE AN FISCH UND FISCHWAREN (1)
Quelle: GfK, 2004a
Auffallend am Pro-Kopf-Verbrauch von Fisch und Fischwaren sowie seiner Teilmengen waren die Zuwächse über den Zeitraum November bis einschließlich April, mit Ausnahme des Aprils beim Verbrauch von marinierter Ware und des Novembers beim Verbrauch von tiefgefrorener Ware.
8
2. Nachfrage nach Fisch und Fischwaren
Besonders positiv wurde die nachgefragte Menge an Fisch und Fischwaren sowie seiner Teilsegmente im Dezember stimuliert. So lagen die Verbrauchszuwächse zwischen 15,7 % bei tiefgefrorener Ware bis 94,7 % bei geräucherter Ware über dem Jahresdurchschnitt. Ausnahme hiervon war die nachgefragte Menge an tiefgefrorenem Fisch und Fischwaren, da hier der März der Monat mit der stärksten positiven Beeinflussung des Verbrauchs, mit einem Zuwachs von 22,4 %, war.
Für Fisch und Fischwaren sowie die übrigen Segmente stellte der März den Monat mit der zweithöchsten Nachfragemenge, mit Verbrauchzuwächsen zwischen 10,3 % für marinierte Ware und 22,4 % für tiefgefrorene Ware, dar. Eine Deckung der beiden Nachfragespitzen mit Monaten, in denen traditionell mehr Fisch konsumiert wurde, u.a. aufgrund der Oster- und Weihnachtszeit sowie des Sylvesterfestes, war deutlich erkennbar (GfK, 2004a).
ABBILDUNG 2: SAISONALITÄT PRO-KOPF-NACHFRAGEMENGE DER DEUTSCHER
PRIVATHAUSHALTE AN FISCH UND FISCHWAREN (2)
Quelle: GfK 2004a
In den Monaten Mai bis einschließlich Oktober war für den betrachteten Zeitraum die Nachfrage nach Fisch und Fischwaren unterdurchschnittlich. Lediglich der Verbrauch von frischem Fisch sowie der Quasiübergruppe losem Fisch und Fischwaren war im Oktober schon leicht überdurchschnittlich, mit Zuwächsen gegenüber dem Jahresdurchschnitt von 4,4, respektive 1,5 %, ausgeprägt.
9
2. Nachfrage nach Fisch und Fischwaren
Das Nachfragetief befand sich, mit Ausnahme der Nachfrage nach geräuchertem Fisch und Fischwaren, im August, bei Verbrauchsminderungen zwischen 18,6 % für marinierte Ware und 31,4 % bei geräucherter Ware. Der Verbrauchstiefpunkt geräucherten Fisches lag im Juli bei 66,2 % des Jahresdurchschnittswertes (GfK, 2004a).
10
3. Überblick über Ansätze zur Erklärung des Nachfrageverhaltens nach Nahrungsmitteln
In diesem Kapitel soll zuerst der Ursprung der Nachfrage analysiert werden, um anschließend die Eigenschaften und Einschränkungen die der Nachfrage innewohnen zu erläutern. Darüber hinaus werden Möglichkeiten dargestellt, mit deren Hilfe die Nachfrage nach Nahrungsmitteln, allgemein als auch nach speziellen Gütergruppen von Nahrungsmitteln im besonderen, untersucht werden kann. Am Ende der theoretischen Ausführungen dieser verschiedenen Ansätze sollen diese mit Beispielen aus vergangenen Untersuchungen bebildert werden.
3.1. Nutzenmaximierung als Ausgangspunkt der Nachfrage
Nutzenmaximierung bedeutet, dass ein Haushalt oder eine Person mit dem zur Verfügung stehenden Einkommen, diejenige Kombination an Gütern auswählt, welche den größtmöglichen Nutzen stiftet. Um die Auswahl der Güterkombination erklärbar zu machen, müssen Annahmen über die Präferenzen des Konsumenten, hinsichtlich Vollständigkeit, Reflexivität, Transitivität, Konvexität, Stetigkeit und (lokale) Nichtsättigung getroffen werden (Varian, 1994, S. 95ff.).
Sind die vorangegangenen Annahmen erfüllt und setzt man voraus, dass das exogen gegebene Einkommen sowie die Preise größer Null sind, lässt sich der Zusammenhang zwischen Güternachfrage und Nutzenmaximierung nach Mas-Colell, Whinston und Greene (1995, S. 50) mit Gleichung 3.1 veranschaulichen:
( ⇒ = 3.1 max! ) x u
i
mit: u = Nutzen
u(x i ) = Nutzen in Abhängigkeit der nachgefragten Menge des Konsumgutes i
3. Überblick über Ansätze zur Erklärung des Nachfrageverhaltens nach Nahrungsmitteln
Dabei sind die Maximalausgaben für das gewählte Güterbündel durch die Budgetrestriktion aus Gleichung 3.2 vorgegeben:
mit: y = Einkommen
p i = Preis des Konsumgutes i x i = nachgefragte Menge des Konsumgutes i
Stellt man nun die Lagrange-Funktion auf, welche in Gleichung 3.3 zu sehen ist, und setzt ihre ersten Ableitungen gleich Null erhält man die Gleichungen 3.4 bis 3.5:
= 3.3 L
mit: λ = Lagrange-Multiplikator oder auch „Grenznutzen des Geldes“
3.5 Durch Auflösung nach der Nachfragemenge des Konsumgutes x i erhält man die Nachfragefunktion des Konsumenten bei gegebenen Einkommen und Preisen:
= 3.6 i = 1, ..., n ) ,..., ( p x y f
i 1 n
Gleichung 3.6 wird auch als Marschall’sche Nachfragefunktion bezeichnet (Seel, 1991, S. 103ff.).
Ebenso lässt sich die Güternachfrage statt wie zuvor als (Nutzen)Maximierungsproblem als (Kosten)Minimierungsproblem betrachten. Dabei sollen die Kosten zum Erhalt eines bestimmten Nutzenniveaus minimiert werden. Resultat dieser Operation ist die Hicks’sche Nachfragefunktion. Da diese allerdings von Preisen und Nutzen abhängig ist, wovon letztere
12
3. Überblick über Ansätze zur Erklärung des Nachfrageverhaltens nach Nahrungsmitteln
in der Realität nicht beobachtbar sind, soll auf eine Herleitung in dieser Arbeit verzichtet werden. Im Anhang befindet sich aber nichtsdestotrotz Abbildung A1, in der die Verknüpfungen zwischen Minimierungs- und Maximierungsansatz dargestellt sind (Deaton und Muellbauer, 1991, S. 37ff.).
3.2 Eigenschaften der Nachfrage
Die folgenden vier Eigenschaften gelten sowohl für die Marschall’sche als auch die Hicks’sche Nachfragefunktion. Homogenitäts- und Adding-up-Bedingung haben ihre Ursache in der linearen Budgetbeschränkung, die Negativitäts- und die Symmetriebedingung lassen sich aus der Existenz einer konsistenten Präferenzordnung ableiten (Deaton und Muellbauer, 1991, S. 44f.). Einschränkend muss an dieser Stelle angemerkt werden, dass nicht alle Modelle sämtliche Eigenschaften berücksichtigen, so wird bspw. bei Eingleichungs-Modellen zwangsläufig nur der Homogenitätsbedingung Beachtung geschenkt. Die Adding-up-Bedingung in Gleichung 3.7 stellt vereinfacht dar, dass nicht mehr Geld verkonsumiert werden kann, als verdient worden ist.
∑ = 3.7 * p i x y
i
= 1 i
Nach Differenzierung dieser Gleichung nach dem Einkommen y und Erweiterung ergibt sich Gleichung 8:
n εi ∑ = 3.8 1 * w i
= 1 i
mit: w i = Ausgabenanteil des i-ten Gutes
ε i = Einkommenselastizität des i-ten Gutes
Sie besagt, dass die Summe der Ausgabenanteile multipliziert mit den jeweiligen Einkommenselastizitäten 1 ergeben muss. Hat in einem 2-Gütermarkt ein Gut eine Einkommenselastizität größer 1, so muss das zweite Gut eine Einkommenselastizität kleiner 1
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3. Überblick über Ansätze zur Erklärung des Nachfrageverhaltens nach Nahrungsmitteln
haben. Beispielhaft hierfür wäre eine Unterteilung in Nahrungsmittel und Nichtnahrungsmittel.
Unter der Bedingung Homogenität ist nach Hansen (1993, S. 297f.) die Freiheit von Geldillusion beim Konsumenten zu verstehen. Das bedeutet, dass alle Güterpreise und das Einkommen multipliziert um den gleichen Faktor, nicht dazu führen, dass vermehrt bestimmte Güter nachgefragt werden. Dies, da sich das Verhältnis zwischen einem Gut und dem ihm innewohnenden Nutzen sowie dem Einkommen nicht verändert hat. Zur besseren Anschaulichkeit dazu folgende Gleichungen:
= 3.9 y
was äquivalent ist zu
* 3.10 k
mit: k = Multiplikator des Einkommens sowie des Preises des i-ten Gutes
Die Bedingung Symmetrie beinhaltet, dass die marginale Preisänderung des Gutes x 1 um eine Einheit, einen Effekt auf die nachgefragte Menge des Gutes x 2 hat. Ändert sich dagegen der Preis des Gutes x 2 um eine Einheit, so tritt die Änderung der nachgefragten Menge des Gutes x 1 in gleicher Höhe ein. Dazu folgende Gleichungen:
3.11
Bei Preisänderungen von dp 1 und dp 2 in gleicher Höhe sind dann die Mengenänderungen von dx 1 und dx 2 gleich (Seel, 1991, S. 141f.). Die Bedingung der Negativität wird in Gleichung 3.12 dargestellt:
dx
< 0 3.12 i dp i
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3. Überblick über Ansätze zur Erklärung des Nachfrageverhaltens nach Nahrungsmitteln
Sie besagt, dass bei Preiserhöhung eines Gutes ein negativer Substitutionseffekt auf die nachgefragte Menge desselben Gutes eintritt. Dies unter der Bedingung, dass der durch die Preiserhöhung entstandene Einkommensverlust durch Ausgleichszahlungen egalisiert wird. Bei inferior nachgefragten Gütern, wie bspw. manchen Grundnahrungsmitteln könnte ohne diese Ausgleichszahlungen der Substitutionseffekt sonst positiv sein (Deaton und Muellbauer, 1991, S. 44f.).
3.3. Nachfragesysteme
Nachfragesysteme sollen nicht nur die Nachfrage nach einem Gut oder einer Gütergruppe unter Einbeziehung der Auswirkung ihrer Determinanten untersuchen, sondern zusätzlich die gegenseitigen Abhängigkeiten der einzelnen Güter zueinander und die dadurch verursachten Substitutions- und Einkommenseffekte berücksichtigen. Die folgenden Modelle stellen nur die Abhängigkeit der Nachfrage nach Einkommen und Preisen dar, ebenso ist es aber auch möglich mittels unterschiedlicher Verfahren soziodemographische Charakteristika, wie die Größe des Haushalts einzuarbeiten. So können bei ausreichend vorhandenen Datensätzen für jede Ausprägung des zu untersuchenden Charakteristikums individuelle Schätzungen vorgenommen werden. Ist dies nicht möglich, kann man sich verschiedener Integrationsverfahren, wie des „Demographic Translating“ oder des „Demographic Scaling“, bei einer Schätzung eines Nachfragesystems über alle Merkmalsausprägungen hinweg bedienen (Röder, 1998, S.24f.).
3.3.1. Linear Expenditure System (LES)
Das “Linear Expenditure System”, nachfolgend nur noch als LES bezeichnet, ist eine mögliche Form für ein Nachfragesystem. Es bedient sich aller vier zuvor beschriebenen Bedingungen und baut auf der Stone-Geary-Nutzenfunktion auf:
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3. Überblick über Ansätze zur Erklärung des Nachfrageverhaltens nach Nahrungsmitteln
( )
3.13 x u
i
mit: u(x i ) = Nutzen des Gutes x i
β i = Grenzneigung zum Konsum des i-ten Gutes (0 < β i < 1 und Σ β i = 1) γ i = Mindestkonsum von x i
Nutzen aus einem Gut ergibt sich somit folglich erst, sobald mehr als die Mindestkonsummenge konsumiert wird. Die Grenzneigung zum Konsum ist vergleichbar mit der Einkommenselastizität, mit dem Unterschied, dass hier der Nachfragesockel nicht miteinbezogen wird (Seel, 1991, S. 142f.).
Als problematisch betrachtet Seel (1991) sowie Deaton und Muellbauer (1991, S. 66f.), dass bei Verwendung dieser Nutzenfunktion Komplementaritätsbeziehungen zwischen Gütern sowie inferiore Güter keine Berücksichtung finden. Aus diesem Grund sollte mit möglichst aggregierten Gütergruppen, wie bspw. Nahrungsmitteln als ganzes, gearbeitet werden, da hier zuvor beschriebene Einschränkungen weniger oder gar keine Auswirkungen haben. Unter Zuhilfenahme der Stone-Geary-Nutzenfunktion sowie der vier Bedingungen Addingup, Homogenität, Symmetrie und Negativität ergibt sich die Nachfragefunktion im LES in folgender Form:
= 3.14 v i
mit: v i = Ausgaben für Gut i
γ i = Subsistenzmenge für Gut i p i * γ i = Subsistenzausgaben für Gut i Σ p j * γ j = Gesamtmindestausgaben
y - Σ p j * γ j = Einkommen, welches zum Konsum „nicht-notwendiger“ Güter verwandt werden kann
Der Ausgabenanteil eines Gutes setzt sich also aus den Subsistenzausgaben, die unabhängig von den Preisrelationen für dieses Gut getätigt werden sowie den „Überschussausgaben“ für dieses Gut zusammen.
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3. Überblick über Ansätze zur Erklärung des Nachfrageverhaltens nach Nahrungsmitteln
Kritisch anzumerken bleibt nach Deaton und Muellbauer (1991, S. 64f.) sowie Hansen (1993, S. 307), dass ein Hinzugewinn an Freiheitsgraden mittels starker Vereinfachung des Modells, durch Ausklammerung der Hicks’schen Kreuzpreiselastizitäten erkauft wurde. Auch ist aus heutiger Sicht die Nichtlinearität der Parameter γ und β problematisch, da der von Stone entwickelte Algorithmus iterativ die beiden Parameter aus Anfangswerten heraus ermitteln konnte, was allerdings heutigen Ansprüchen an Leistungsfähigkeit und Genauigkeit kaum genüge tut. Weiterhin wird angeführt, dass ein Test der vier Restriktionen innerhalb des Systems nicht möglich ist, da sie komplett integriert sind. Zu ihrer Prüfung muss das allgemeinere GLES verwandt werden.
3.3.2. Almost Ideal Demand System (AIDS)
Eine weitere häufig verwandte Form zur Nachfrageschätzung mittels Nachfragesystem stellt das von Deaton und Muellbauer entwickelte „Almost Ideal Demand System“, nachfolgend nur als AIDS bezeichnet, dar. Hierbei werden die Ausgabenanteile w i mithilfe der logarithmierten Gesamtausgaben x erweitert um die Preiseffekte p erklärt (Deaton und Muellbauer, 1980).
3.15 w i
mit: w i = Ausgabenanteil des i-ten Gutes
α i = Konstante des Ausgabenanteils des i-ten Gutes
γ ij * log p j = Änderung des Ausgabenanteils des i-ten Gutes bei Preisänderung des j-ten Gutes (ähnlich der Kreuzpreiselastizität)
β i * log(x/P) = Änderung des Ausgabenanteils des i-ten Gutes bei Änderung der realen Gesamtausgaben p j = Preis des Gutes j x = Gesamtausgaben P = Preisindex
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3. Überblick über Ansätze zur Erklärung des Nachfrageverhaltens nach Nahrungsmitteln
Der Preisindex P wird dabei von Gleichung 3.16 beschrieben:
3.16 log
und die Parameter γ sind definiert als:
γ * = + = 3.17 ) ( 2 ji jij ij
Um mit der Nutzentheorie in Einklang zu stehen, müssen die Homogenitäts-, Symmetrie- und Adding-up-Bedingung erfüllt sein. Bei unbeschränkter Schätzung ist ein Test auf Erfüllung der Homogenitäts- und Symmetriebedingung möglich, da nur die Adding-up-Bedingung automatisch erfüllt wird (Deaton und Muellbauer, 1991, S. 76). Weitere Vorteile des AIDS sind nach Deaton und Muellbauer (1980) die einfache Schätzbarkeit, da nicht-lineare Schätzungen weitgehend durch die Form der Gleichung 3.15 vermieden werden. Bei Anwendung eines vorgegebenen Preisindexes, wie dem von Stone P ∑ = wird die Linearität der Parameter vervollkommnet und verwendeten ) log * (log p w k k
eine Schätzung mittels OLS-Verfahren ermöglicht. Positiv ist auch die Unterscheidung in Luxus- und lebensnotwendige Güter zu sehen. Determiniert wird dies durch den Parameter β i , welcher bei Luxusgütern positiv und bei lebensnotwendigen Gütern negativ ist. Nachteilig stellt sich allerdings die Verletzung der Homogenitäts- sowie der Symmetriebedingung, wie bei der Untersuchung der Ausgaben britischer Konsumenten in den Nachkriegsjahren durch Deaton und Muellbauer (1991, S. 77), heraus. Bei dieser Untersuchung konnte unter anderem für die Gruppe Nahrungsmittel die Bedingung der Freiheit von Geldillusion beim Konsumenten nicht bestätigt werden. Ein weiterer Schwachpunkt des AIDS, wie auch des LES und des folgenden Rotterdam-Modells, ist die geeignetere Anwendbarkeit für höher aggregierte Gütergruppen.
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3. Überblick über Ansätze zur Erklärung des Nachfrageverhaltens nach Nahrungsmitteln
3.3.3. Rotterdam-Modell
Eine weitere sehr häufig benutzte Form der Nachfrageschätzung mittels Nachfragesystem ist das von Theil und Barten entwickelte Rotterdam-Modell. Anstelle der Nutzung von Logarithmen, wie im LES, bedient man sich hier Differentialen. Die Einkommensrestriktion hierfür ist in Gleichung 3.18 dargestellt.
∑ ≥ * 3.18 q p x
i
= 1 i
mit: x = Gesamtausgaben
p i = Preis des Gutes i q i = Menge des Gutes i
Wird Gleichung 3.18 vollständig differenziert, so kann man das Ergebnis als Gleichung 3.19 schreiben:
3.19 log d
mit: e i = Eigenpreiselastizität des Gutes i
e ij = Kreuzpreiselastizitäten des Gutes i mit anderen Gütern j
Unter der Annahme, dass die Eigenpreiselastizität e i als auch die Kreuzpreiselastizitäten e ij konstant sind, können kompensierte oder Hicks'sche Kreuzpreiselastizitäten e* ij errechnet werden:
+ = * 3.20 w e
ij j ij
mit: w j = Ausgabenanteil des Gutes j
Eingesetzt in Gleichung 3.20 erhält man:
3.21 log d
3. Überblick über Ansätze zur Erklärung des Nachfrageverhaltens nach Nahrungsmitteln
Nach Multiplikation mit dem Ausgabenanteil des i-ten Gutes w i , wird auch der Symmetriebedingung genüge getan und man erhält:
i
Dabei gibt der Term w i * e i die marginale Konsumneigung für das i-te Gut an und der Ausdruck d logx - Σ(w k * d log p k ) kann als Index für die proportionale Änderung der realen Ausgaben bezeichnet werden (Deaton und Muellbauer, 1991, S. 67f.). Negativ sind nach Deaton und Muellbauer (1991) die häufige Verletzung der Homogenitäts-und der Symmetriebedingung zu bewerten, die bei eigenen als auch fremden Untersuchungen, wie der von Barten, auftraten. Positiv wird von den gleichen Autoren dagegen die Möglichkeit gesehen, erstmals mit einem Nachfragesystem Substitutions- als auch Komplementärgüter zu identifizieren.
Von Hansen (1993, S, 309) wird als weiterer Kritikpunkt, die nicht bekannte Nutzen- sowie Kostenfunktion, die dem Rotterdam-Modell als Basis dient, angeführt. Dieser Umstand wird in der empirischen Literatur, wie bei Angulo et al. (2002), als vorteilhaft eingestuft, da somit auch die Nachfragegleichung flexibel gestaltet werden kann.
3.3.4. Anwendungen von Nachfragesystemen in der Empirie
Lazaridis (2003) verwendete zur Untersuchung der Fleischnachfrage in Griechenland Haushaltsbudgetdaten, um sie in einer linearen Annäherung (linear approximation) an das AIDS zu analysieren. Dabei wurde der Konsum von vier Sorten Fleisch in Abhängigkeit von ökonomischen als auch demographischen Determinanten, wie Haushaltsgröße und Urbanisierungsgrad des Wohnortes, seziert. Zur Einarbeitung letztgenannter Einflüsse bediente sich Lazaridis der Methode des „Demographic Translating“. Nullbeobachtungen im Verbrauch wurden durch die zweistufige Heckmann-Prozedur Beachtung geschenkt. Das angewandte Modell setzte dabei einen mehrstufigen Prozess der Konsumentscheidung voraus, bei welchem die Ausgaben zuerst hinsichtlich stark aggregierter Gütergruppen aufgeteilt wurden, um diese dann Schritt für Schritt ins Detail gehend aufzuschlüsseln.
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3. Überblick über Ansätze zur Erklärung des Nachfrageverhaltens nach Nahrungsmitteln
Dasselbe Grundmodell wie Lazaridis (2003) (LA/AIDS), verwendeten auch Jones et al. (2003) für ihre Analyse der Nachfrage von sieben verschiedenen Lebensmittelgruppen, welche unter Gesundheitsaspekten in Untergruppen aufgesplittet wurden. Sie nutzten aber Scannerdaten von Supermärkten, weshalb keine Nullbeobachtungen zu verzeichnen waren. Aufgrund der verwendeten Datenbasis konnten allerdings nicht alle Preise und kein Einkommen in das Modell eingearbeitet werden, da sich die Einkäufe nicht bestimmten Personen zuordnen ließen.
Bei Raper, Wanzala und Nayga Jr. (2002) wurde ein LES zur Untersuchung der Nahrungsmittelausgaben und Subsistenzmengen für neun verschiedene
Nahrungsmittelgruppen in den USA, mithilfe von Daten der „Consumer Expenditure Survey“ angewandt. Dabei wurde das LES zwei mal, jeweils ein mal pro Einkommensklasse, geschätzt. Demographische Variablen, wie die Rassenzugehörigkeit, wurden auch hier mittels des Demograhic-Translation-Verfahrens eingesetzt, da die einfache Handhabung sowie die Passgenauigkeit bei Konzentration auf die Subsistenzmengen ausschlaggebend war. Um Verzerrungen bei der Schätzung zu vermeiden, wurden Haushalte mit dem höchsten Einkommen sowie diejenigen ohne Einkommen von der Schätzung ausgeschlossen. Zur Unterscheidung der Verzehrsreichweite von der Verzehrshäufigkeit wurde die zweistufige Heckmann-Prozedur nach Lee genutzt.
In der Studie von de Haen, Murty und Tangermann (1982) wurde ein simultanes LES für Nahrungsmittel in verschiedenen Ländern Europas entwickelt. Die Länder wurden dabei einzeln von dem Modell, aber vom Aufbau her auf gleiche Art und Weise aus Gründen der Vergleichbarkeit erfasst. Als Basis dienten der Untersuchung die Daten der VGR, da sie die Verwendung der privaten Haushaltseinkommen aufgegliedert nach Produktgruppen sowie die produktspezifischen Versorgungsbilanzen enthielten. Die Kategorie Nahrungsmittel der ersten Ebene, wurde in 12 Untergruppen auf der zweiten Ebene der Analyse aufgeteilt. Einige dieser 12 Untergruppen, wie Obst und Gemüse, wurden auf einer dritten Ebene noch genauer analysiert. Da bis auf die landwirtschaftlichen Rohprodukte zurückgerechnet wurde, sah man sich häufig mit Fehlzuordnungen, wie der Verwendung von Gerste zur Bierherstellung statt zur Verwendung als Nährmittel, konfrontiert.
Die Arbeit von Angulo et al. (2002) nutzte die Daten eines Verbraucherpanels, um mit ihnen die Nachfrage nach acht verschiedenen Nahrungsmittelgruppen, unter anderem auch Fisch, mit dem Rotterdam-Modell zu schätzen. Die Auswahl fiel auf das Rotterdam- Modell, weil die Flexibilität der Funktionsform der Nachfragegleichung von den Autoren geschätzt wurde. Die Größe des Wohnortes wurde neben Preisen und Einkommen als Hauptdeterminante der
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Arbeit zitieren:
Stefan Tönniges, 2005, Die Determinanten der Nachfrage nach Fisch und Fischwaren, München, GRIN Verlag GmbH
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