Diplomarbeit Dienstleistungs-Benchmarking
INHALTSVERZEICHNIS
Abbildungsverzeichnis ........................................................................................... IV
Tabellenverzeichnis............................................................................................... IV
Abkürzungsverzeichnis V
Vorwort VI
I EINFÜHRUNG 1
1. Zielsetzung 1
2. Gang der Arbeit 2
II THEORIEGESTÜTZTE GRUNDLAGEN 3
1. Grundlagen des Benchmarking 3
1.1 Entwicklung des Benchmarking 3
1.2 Definition Benchmarking 4
1.3 Zielsetzung des Benchmarking 6
2. Arten des Benchmarking 7
2.1 Unterscheidung nach Benchmarking-Objekten 7
2.1.1 Produkt-Benchmarking 8
2.1.2 Prozess-Benchmarking 8
2.1.3 Strategisches Benchmarking 10
2.2 Unterscheidung nach Benchmarking-Partnern 11
2.2.1 Internes Benchmarking 12
2.2.2 Externes Benchmarking 15
3. Dienstleistung 19
3.1 Definition 19
3.2 Besonderheiten des Dienstleistungssektors 22
III KONZEPT ZUM DIENSTLEISTUNGSBENCHMARKING 25
Konzeption und Planung 27
1.
1.1 Grobe Zielsetzung 27
1.2 Bestimmung der Benchmarking-Verantwortlichen 28
1.3 Identifikation der Benchmarking Objekte 29
1.4 Konkretisierung der Zielsetzung 31
1.5 Auswahl der Benchmarking Partner 32
1.6 Detailplanung 36
Erhebung 37
2.
II
Diplomarbeit Dienstleistungs-Benchmarking
2.1 Auswahl und Abgrenzung der Prozesse 37
2.2 Festlegen von Beschreibungsmerkmalen 38
2.3 Prozessbeschreibung 39
2.4 Messung der Merkmalsausprägungen 40
Analyse 43
3.
3.1 Vergleich der Merkmalsausprägungen 43
3.2 Analyse der Ursache-Wirkungs-Beziehungen und der Best Practice 45
3.3 Bewertung möglicher Lösungsansätze 46
3.4 Festlegen von operativen Zielen und Maßnahmen 46
4. Umsetzung 49
4.1 Planung der Umsetzung 49
4.2 Umsetzung und Umsetzungscontrolling 50
4.3 Erfolgskontrolle 50
IV ANHANG 53
1. Anmerkung 53
2. Literaturverzeichnis 53
3. Internetquellen 59
III
Diplomarbeit Dienstleistungs-Benchmarking
Abbildungsverzeichnis
Abbildung II-1: Definition Benchmarking 5
Abbildung II-2: Unterteilung der Benchmarking-Arten 7
Abbildung II-3: Unterteilung nach Betrachtungsobjekten 7
Abbildung II-4: Komponenten eines Geschäftsprozesses 9
Abbildung II-5: Unterscheidung nach Benchmarking-Partnern 12
Abbildung II-6: Unterschiede zwischen Sach- und Dienstleistungen 21
Abbildung II-7: Herausforderungen an Dienstleistungsunternehmen 23
Abbildung III-1: Konzept zum Dienstleistungsbenchmarking 26
Abbildung III-2: Zielsetzung und Benchmarking-Objekte 28
Abbildung III-3: Notwendige Zielvorgabe um Leistungslücke zu schließen 47
Tabellenverzeichnis
Tabelle II-1: Vor- und Nachteile des internen Benchmarking 14
Tabelle II-2: Vor- und Nachteile des externen Benchmarking 18
Tabelle III-1: Bewertung potentieller Quellen hinsichtlich ausgewählter Kriterien 35
Tabelle III-2: Kombinationsmöglichkeiten von Methoden und Werkzeugen 42
IV
Abkürzungsverzeichnis
APQC = American Productivity and Quality Center
BM = Benchmarking
bzw. = beziehungsweise
BWA = Betriebswirtschaftliche Auswertungen
d.h. = das heißt
DH = Dehumidification
DIN = Deutsche Industrie Norm
DL-BM = Dienstleistungs-Benchmarking
EB = Einsatzberichte
ERP = Enterprise Ressource Program
etc. = und so weiter
et al. = und andere
ggf. = gegebenenfalls
HC = HumiCool
HNL = Hauptniederlassung
IFS = bei Munters eingesetztes ERP-System
MCS = Moisture Control Service
ME = Mist Elimination
MTS = Munters Trocknungs Service
NL = Niederlassung
PAS = Publicity Available Specification
SEK = Schwedische Kronen
u.U. = unter Umständen
z.B. = zum Beispiel
z.Zt. = zur Zeit
V
Vorwort
Die vorliegende Diplomarbeit entstand im Rahmen des 2. Praxissemesters bei der
Munters Trocknungs – Service GmbH.
Die Diplomarbeit enthält somit den Praxisbericht.
VI
I. EINFÜHRUNG
1. Zielsetzung
In der Branche der Wasser- und Brandschadenssanierung nimmt der Kostendruck kontinuierlich zu. Dieser Druck geht maßgeblich von der Versicherungsbranche als dominierenden Kunden aus. Die Versicherungen sind durch verschiedene Einflussfaktoren, wie beispielsweise eine erhöhte Schadensanzahl, dazu gezwungen, drastische Kosteneinsparungen zu realisieren. Sie geben diesen Kostendruck an die Sanierungsunternehmen weiter. In letzter Zeit geschieht dies vermehrt durch sogenannte Rahmenverträge, in denen jegliche Art von Gewerken mit Einheitspreisen festgelegt sind. Zu diesen Preisen müssen die beauftragten Unternehmen die Sanierungen durchführen. Sie sind daher gezwungen, einerseits die Kosten zu senken und andererseits die Produktivität zu erhöhen. Um die Produktivität zu steigern, ist es notwendig, die Abläufe im eigenen Unternehmen zu betrachten. Eine Methode, die sich dafür anbietet, ist das Benchmarking. Benchmarking ist ein kontinuierlicher, systematischer Prozess des Messens und Bewertens eigener Produkte, Dienstleistungen, Methoden und Arbeitsprozesse. Es findet ein Vergleich mit Organisationen, deren Praktiken als beste (Best Practices) anerkannt werden, mit dem Ziel der eigenen Verbesserung statt. Zielsetzung des Benchmarking ist es demnach, sich in allen Bereichen des Unternehmens an dem Besten zu orientieren und die dazu notwendigen Prozesse und Methoden im eigenen Unternehmen zu implementieren. 1 Bei dem untersuchten Unternehmen, der Munters Trocknungs-Service GmbH, soll ein Konzept für ein internes Benchmarking erarbeitet werden. Durch den Vergleich der Prozesse in den einzelnen Niederlassungen kann die Best Practice herausgefunden und bei allen Niederlassungen eingeführt werden. 1 Vgl. Barske,H. / Gerybadze, A. / Hünninghausen, L. / Sommerlatte, T. , Produkte, Prozesse, Dienstleistungen, 2004, S. 1
1
2. Gang der Arbeit
Eingangs findet eine grundlegende Auseinandersetzung mit dem Thema Benchmarking statt, indem die Grundlagen des Benchmarking skizziert werden. Besonders die Entwicklung, Definition und Zielsetzung des Benchmarking werden thematisiert. Im Anschluss daran werden die verschiedenen Arten des Benchmarking untersucht, bevor die „Dienstleistung“ näher betrachtet wird. Das dritte Kapitel stellt das Kernstück der Arbeit dar. Hier wird das „Konzept zum Dienstleistungsbenchmarking“ phasenweise aufgebaut, welches in dem Unternehmen Munters Trocknungs-Service als Ausgangsbasis dient und umgesetzt wird.
Den Abschluss bildet eine kritische Würdigung des Themas durch den Verfasser, in die Eindrücke aus der praktischen Umsetzung des Konzeptes zum Dienstleistungsbenchmarking mit einfließen.
2
II. THEORIEGESTÜTZTE GRUNDLAGEN
1. Grundlagen des Benchmarking
Zunächst werden die Grundlagen des Benchmarking erläutert. Im Anschluss an die Darstellung der Begriffsdefinitionen wird auf die einzelnen Formen des Benchmarking eingegangen. Hierbei wird erklärt, worin die Unterschiede liegen und wann welche Form des Benchmarking anzuwenden ist.
1.1 Entwicklung des Benchmarking
Der Begriff „Benchmarking“ stammt ursprünglich aus der Landvermessung. Dort bezeichnet ein Benchmark eine Vermessungsmarkierung, die als vorher festgelegter Bezugpunkt für eine Landvermessung gilt. 2 Überträgt man diese Bedeutung auf die Betriebswirtschaft, so kann man Benchmark als Referenzpunkt für erfolgreiche unternehmerische Leistungen (Bestleistungen) betrachten. 3 Zu Beginn der 80er Jahre hat sich Benchmarking als betriebswirtschaftliches Managementkonzept und –werkzeug entwickelt. In diesem Zeitraum hat die Firma Rank Xerox die Entwicklung des Benchmarking in den USA maßgeblich vorangetrieben, indem sie in ihrem Fertigungsbetrieb - aufgrund des Preisdruckes durch japanische Hersteller – einen Vergleich unter anderem zwischen den Herstellungskosten und dem Design vornahm. Aus diesem Vergleich wurden im Anschluss neue Ziele und Methoden bei Rank Xerox abgeleitet. 4 Obwohl Rank Xerox als Beispiel genannt wird, waren es aber vorrangig die japanischen Unternehmen, die dieses neue Managementkonzept aus der Taufe hoben. Japanische Firmen schickten viele Mitarbeiter auf Erkundungstouren in andere Industrienationen, damit sie sämtliche Methoden und Verfahren – auch branchenfremde – genau beobachten und dokumentieren konnten. Über die Umsetzung der gesichteten, zusammengefassten und genauesten dokumentierten 2 Vgl. Grieble, O. / Scheer, A.-W., Grundlagen des Benchmarkings, 2000, S. 4 3 Vgl. Rehäuser, J., Prozessorientiertes Benchmarking, 1999, S. 39 4 Vgl. Siebert, G., Prozess-Benchmarking, 1998, S. 17
3
Abläufe wurde vor der Anpassung an die unternehmenseigenen Gegebenheiten viel diskutiert.
Dieser Prozess war stetig, konsequent und umfassend und hat sich mittlerweile unter dem Begriff Benchmarking durchgesetzt 5 .
1.2 Definition Benchmarking
In der Literatur sind sehr viele Definitionen zu finden, die sich aber nur in Nuancen unterscheiden. Im folgenden werden verschiedene Definitionen vorgestellt.
Nach David T. Kearns, Chief Executive Officer bei Xerox Corporation, dem Unternehmen, das als eines der ersten Unternehmen ein Benchmarking durchführte, wird Benchmarking folgendermaßen verstanden:
„Benchmarking ist der kontinuierliche Prozess, Produkte, Dienstleistungen und Praktiken zu messen gegen den stärksten Mitbewerber oder die Firmen, die als Industrieführer angesehen werden.“ 6
Eine andere Definition, die unter Mithilfe des APQC 7 entwickelt wurde und die Auffassung von einigen hundert Mitgliedsunternehmen verkörpert, lautet ähnlich:
„The process of improving performance by continuously identifying, understanding, and adapting outstanding practices and processes found inside and outside the organization.“ 8
Die Autoren des Vorgehensmodells für Dienstleistungsbenchmarking (s. Kapitel III), H. Luczak, G. Giffels und M. Benkenstein, haben in ihrem Buch „Dienstleistungsunternehmen erfolgreich gestalten“ eine Definition erstellt, in der sie 5 Vgl. Camp, R.C., Benchmarking, 1994, S. XI 6 Camp, R.C., Benchmarking, 1994, S. 13 7 APQC (American Productivity and Quality Center) ist eine international anerkannte Quelle für Prozess- und Leistungsverbesserung. Gegründet in 1977, gehören APQC mittlerweile etwa 500 Unternehmen an, die weltweit und in verschiedensten Sektoren der Wirtschaft tätig sind. 8 APQC, Benchmarking: Leveraging Best-Practice Strategies; 1999, online unter http://www.isixsigma.com/me/benchmarking
4
auf die Vielfalt der Benchmarking-Definitionen eingehen, die in Abbildung II-1
schematisch dargestellt ist.
Abbildung II-1: Definition Benchmarking 9
Vergleicht man die einzelnen Definitionen, so stellt sich heraus, dass der von Xerox
gewählte Ansatz eng gefasst ist. Es wird nur von einem Vergleich mit dem besten
externen Unternehmen gesprochen. Damit wird die Möglichkeit vernachlässigt,
Verbesserungspotenziale sowohl aus dem eigenen Unternehmen aber auch von
Unternehmen, die nicht der Best-Practice-Leader, aber bedeutend besser sind, zu
schöpfen. Kurz und sehr unverbindlich gehalten ist die Definition des APQC. Sie ist
ungenau in ihrer Formulierung, deckt dadurch aber sehr viele Möglichkeiten ab. Die
umfassendste der hier vorgestellten Definition ist die von Luczak et al. Sie beinhaltet
alle wichtigen Punkte und bietet ein gutes kompaktes Bild des Benchmarking.
9 Luczak, H. / Giffels, G. / Benkenstein, M., Dienstleistungsunternehmen, 2003, S. 10
5
1.3 Zielsetzung des Benchmarking
Die Frage, was durch ein Benchmarking erreicht werden soll, wird oft damit beantwortet, dass verschiedene Wettbewerber oder Unternehmensteile verglichen werden sollen. Der Vergleich jedoch ist nur Mittel zum Zweck. 10 Das wirkliche Ziel eines Benchmarking ist die Steigerung der eigenen Leistung, etwa durch Optimierung der eigenen Prozesse. Dazu wird nach Möglichkeit nicht nur mit irgendeinem Wettbewerber verglichen, sondern mit dem Besten, oder zumindest einem sehr starken Partner.
Es sollen aber nicht die Prozesse des Benchmarking-Partners direkt kopiert und im eigenen Unternehmen eingeführt werden, in der Hoffnung, dass dadurch die eigene Leistung steigt. 11 Auch ist Benchmarking kein Instrument, um den Wettbewerber auszuspionieren. In einem sachgemäßen Projekt profitieren alle Partner von dem Vergleich, da ein Unternehmen nicht auf jedem Gebiet führend ist; so wird es fast immer Bereiche geben, in denen ein Unternehmen vom Partner lernen kann. 12 Dies hat zur Folge, dass es sich auch für den Besten lohnt, an einem Benchmarking- Projekt teilzunehmen, da beide Partner profitieren. Benchmarking ist zwar ein Zielsetzungsprozess, 13 aber Kernaufgabe ist es, die zum Erreichen neuer Ziele nötigen Praktiken zu entdecken und zu verstehen. 14 10 Vgl. Rehäuser, J. Prozessorientiertes Benchmarking, 1999, S. 45 11 Vgl. Kroiß, H., Benchmarking, 2002, S. 3 12 Vgl. Heinz, K. / Wesselmann, J., Benchmarking mittelständischer Unternehmen, 2002, S. 4 13 Vgl. Libarova, V. Benchmarking, 2003, S. 11 14 Vgl. Camp, R.C., Benchmarking, 1994, S. 34
6
2. Arten des Benchmarking
Es gibt verschiedene Möglichkeiten, um Benchmarking zu kategorisieren. Dies kann
unterteilt werden nach den beiden Kriterien, mit welchem Partner ein Benchmarking
durchgeführt wird oder was das Betrachtungsobjekt des Benchmarking ist.
Abbildung II-3: Unterteilung nach Betrachtungsobjekten 16
15 Vgl. Barske,H. et al, Produkte, Prozesse, Dienstleistungen, 2004, S. 3
16 Vgl. Barske,H. et al, Produkte, Prozesse, Dienstleistungen, 2004, S. 4
7
Quote paper:
Tom Zengel, 2005, Internes Dienstleistungsbenchmarking in einem Unternehmen mit stark dezentraler Struktur, Munich, GRIN Publishing GmbH
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