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Hausarbeit SAP: „Integrierte Planung - Vertriebsplanung mit CO-PA und APO“
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung 3
2 Integrierte Planung. 5
2.1 Teilpläne 5
2.2 Flexible Planung durch Integration der Teilpläne 5
2.3 Planungsformen. 6
2.4 Der Nutzen einer integrierten Planung 7
3 Vertriebsplanung mit CO-PA 9
3.1 Überblick: CO-PA. 9
3.2 Voraussetzungen 9
3.3 Durchführung 11
3.3.1 Eingabe von Strukturen und Kriterien 12
3.3.2 Planungslayouts. 12
3.3.3 Excel-Integration 13
3.3.4 Datenänderung und Top-down-Verteilung 14
3.3.5 Output 15
3.4 Ein Praxisbeispiel. 15
4 Vertriebsplanung mit APO. 17
4.1 Überblick: APO 17
4.2 Voraussetzungen 18
4.3 Durchführung 19
4.3.1 Budgetplanung und Planungsmappe 19
4.3.2 Prognoserechnungen. 20
4.3.3 Output 20
4.4 Ein Praxisbeispiel. 21
5 Fazit 23
6 Abkürzungsverzeichnis 25
7 Abbildungsverzeichnis 26
8 Quellenverzeichnis 27
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1 Einleitung
Eine empirische Studie, die 2004 vom Institut für Business Intelligence durchgeführt wurde, ergab, dass obwohl 95% der untersuchten Unternehmen bei der Planung vergangenheitsbasierte Größen einfließen lassen und bei zwei Drittel die Daten sogar in einem ERP-System vorhanden sind, nur ein Fünftel in der Lage sind die Daten automatisiert für die Planung zu übernehmen. Die Studie macht auch deutlich, dass nur jedes zwölfte Unternehmen mit monatlichen Forecasts arbeitet, obwohl 60% davon überzeugt sind, dass häufigeres Forecasting zu einem verbesserten proaktiven Managen führt 1 . Diese gewünschte, aus Sicht des Controlling effektivere Planung 2 ist nur durch eine enge Verzahnung der unterschiedlichen kaufmännischen und technischen Unternehmensfunktionen zu erreichen 3 .
Die Möglichkeit der integrierten Planung versprechen die SAP Module APO und SAP CO-PA. CO-PA, die Ergebnis- und Marktsegmentrechnung, dient der Beurteilung von Marktsegmenten, zum Beispiel durch die Berechnung eines produktbezogenen Deckungsbeitrags. Das System kann die Bereiche Vertrieb, Markteting, Produktmanagement und Unternehmensplanung mit aggregierten und verknüpften Informationen versorgen, die die genannten Bereiche im Controlling unterstützen und bei der Entscheidungsfindung Hilfe leisten 4 . SAP APO ist eine Planungs- und Optimierungssoftware zur Integration und Synchronisation von Prozessen der Logistikkette. Im Leistungsumfang sind Supply-Chain-Planungsinstrumente und Werkzeuge zur Entscheidungsunterstützung enthalten 5 .
1 Vgl. Institut für Business Integelligence, „Empirische Studie: Integrierte Unternehmensplanung“, Furtwangen, Mainz, Ludwigshafen, Stuttgart 2004, http://www.i-bi.de/extdoc/IBI-Symposium2004/04-Folien-Seufert.pdf, Seite 12-17
2 Vgl. Plaut Consulting GmbH, „Integrierte Planung und Steuerung: Zusammenspiel zwischen ERP- und Planungssystem“, Fachartikel in „E/3“, Ausgabe 2003, http://www.competence-site.de/controlling.nsf/54DE424B2ACB6146C1256F390057B873/$File/integrierte_planung_plau t.pdf, Seite 1
3 Vgl. Cimap Consulting GmbH, "Integrierte Instandhaltungsprozesse mit SAP R/3 PM", http://www.cimap.de/downloads/agfw_02_2000_neu.pdf, Seite 5
4 Vgl. SAP, „Ergebnis- und Marktsegmentrechnung (CO-PA)“, http://help.sap.com/printdocu/core/Print46c/de/data/pdf/COPA/COPA.pdf, Seite 9
5 Vgl. Steeb Anwendungssysteme GmbH, Mittelstandsmagazin „Lösung“, Ausgabe 2/2004, „Benchmark-Verfahren unterstützt die Optimierung von Lieferketten“
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In welchem Umfang und auf welche Art und Weise APO und CO-PA bei der integrierten Vertriebsplanung unterstützen können, soll im Rahmen dieser Arbeit beleuchtet werden.
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2 Integrierte Planung
Eine verbreitete Vorgehensweise in Unternehmen ist es eine
Unternehmensstrategie mit einem langfristigen Fokus auszuarbeiten 6 . Die strategische Planung dient als Orientierungshilfe für Planungsaktivitäten mit kurzen Zeithorizonten 7 .
2.1 Teilpläne
Aufgrund der Strategie werden operative Pläne 8 für die einzelnen Unternehmensbereiche ausgearbeitet. Im Fall von nicht integrierten Teilplänen würde beispielsweise der Bereich Produktion einen Produktionsplan erstellen, der völlig losgelöst von der Vertriebsplanung des Marketingbereichs ist. Der Nachteil dieses Ansatzes liegt daran, dass die einzelnen Teilpläne nicht untereinander abgestimmt werden. Nach einer Änderung des Produktionsplans könnte der Vertriebsplan irreal werden, da planmäßig mehr Einheiten verkauft werden sollen als produziert werden 9 . Ein Grund für diese isolierte Betrachtungsweise ist die Betrachtung von Abteilungen nach funktionalen Gesichtspunkten. Im Gegensatz dazu steht die geschäftsprozessorientierte Sicht, bei der zusammengehörige Aktivitäten zusammengefasst werden 10 .
2.2 Flexible Planung durch Integration der Teilpläne
Durch eine Verknüpfung der einzelnen Teilpläne sollen die Abhängigkeiten der Unternehmensbereiche integriert werden und die oben genannten Nachteile lose
6 Vgl. Hansen H. R., Neumann G., „Wirtschaftsinformatik I“, Wien 2001, Seite 127 und 188
7 Vgl. SAP „Langfristplanung (PP-MP-LTP)“,
http://help.sap.com/saphelp_47x200/helpdata/de/92/bf022044bd11d182b40000e829fbfe/conten t.htm
8 Vgl. SAP INFO „ Starre Zielvorgaben haben ausgedient“,
http://www.sapinfo.net/index.php4?ACTION=noframe&url=http://www.sapinfo.net/public/de/cate gory.php4/Category-12613c61affe7a5bc/page/2/article/Article-20113d2db544ea096/de/articleStatistic
9 Vgl. FinanzXL „Teilpläne - Interdependenzen und Koordination“,http://www.finanz-xl.de/lexikon/Teilplaene_Interdependenzen_und_Koordination.html
10 Vgl. Kamps T., Fraunhofer Institut 2004,
http://www.ipsi.fraunhofer.de/~brocks/IndustrielleWissensanwendungen/Industrielle%20Wissen sanwendungen%20Part2.pdf
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gekoppelter Teilpläne ausgemerzt werden. Bei der integrierten Planung sollen nicht nur die Teilpläne der einzelnen Bereiche aufeinander abgestimmt werden, sondern auch die einzelnen Detaillierungsgrade. Desto zeitnaher eine Planungsdimension liegt, desto detaillierter ist diese üblicherweise 11 .
2.3 Planungsformen
Die drei grundlegenden Planungsformen differieren in Bezug auf den Planungshorizont 12 und dem Detaillierungsgrad der Planung 13 . Bevor die Frage gestellt werden kann, wie Dinge effizient gelöst werden ist die grundlegende Frage der Effektivität zu klären.
Abbildung 1 - angelehnt an Heuser R. et al., „Integrierte Planung mit SAP“; Bonn 2003
Im Vordergrund der strategischen Planung steht, dass Unternehmen nur dann erfolgreich sein können, wenn Sie das richtige Produkt an die richtige Kundengruppe bringen. Die operative Planung muss dann sicherstellen, dass die Umsetzung der dabei gefällten Entscheidungen auf wirtschaftliche Art und Weise gelingt. 14
Die dispositive Planung weist einen sehr kurzen Planungshorizont auf und konzentriert sich auf die nächsten drei bis sechs Monate 15 . Sie umfasst unter anderem das Erkennen von Abweichungen und damit verbunden das Anstoßen von notwendigen Korrekturen, sowie die Vorhersage von Ziel- und Budgeterreichungswahrscheinlichkeiten.
11 Vgl. Heuser R. et al., “Integrierte Planung mit SAP”, Bonn 2003, Seite 526
12 Vgl. Hansen H. R., Neumann G., „Wirtschaftsinformatik I“, Wien 2001, Seite 188
13 Vgl. Bamberger I., Wrona T., “Planung in internationalen Unternehmen”, Essen 2003, Seite
15-16
14 Vgl. Grotheer, M., „Wie strategische und operative Planung erfolgreich verzahnen?“, Controller Magazin 3/93, S.137
15 Vgl. Heuser R. et al., “Integrierte Planung mit SAP”, Bonn 2003, Seite 525
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Die Überführung der strategischen Vorgaben in die operative Planung und die Kontrolle und Feinsteuerung derselben in der dispositiven Planung sind in jedem Unternehmen entscheidende Faktoren für Erfolg oder Misserfolg. Moderne ERP Systeme, mit ihrer Möglichkeit große Datenmengen zu speichern und sinnvoll zu verknüpfen, eröffnen neue Möglichkeiten deren integrierte Planung im Unternehmen zu etablieren 16 . Bei der operativen Vertriebsplanung kann sowohl auf Absatz- und Umsatzdaten des laufenden Jahres, als auch auf Vorgaben der strategischen Planung, sofern diese existieren, zurückgegriffen werden 17 .
2.4 Der Nutzen einer integrierten Planung
Wenn zusammenhängende Systembeziehungen betrachtet werden und deren Abhängigkeit optimiert wird spricht man von Prozessorganisation 18 . Durch den Einsatz integrierter ERP-Pakete kann die innerbetriebliche Effizienz gesteigert werden, da Prozessketten in ihrer Gesamtheit betrachtet werden können 19 . Durch eine integrierte Planung wird eine Durchgängigkeit 20 und Konsistenz der Teilpläne erreicht 21 . Bei einer funktionalen Organisation sind die Reibungsverluste zwischen den Abteilungen nicht unbeträchtlich 22 . Dieser Nachteil soll ebenfalls durch einen ganzheitlichen Ansatz vermieden werden.
16 Vgl. Grotheer, M., „Wie strategische und operative Planung erfolgreich verzahnen?“, Controller Magazin 3/93, S.137ff
17 Vgl. Heuser R. et al., “Integrierte Planung mit SAP”, Bonn 2003, Seite 76
18 Vgl. Steinbuch, „Organisation“, Leipzig 2001, Seite 33
19 Vgl. Bartsch, Bickenbach, „Supply Chain Management mit SAP APO - Supply-Chain Modelle mit dem Advanced Planner & Optimizer 3.1“, Bonn 2001, Seite 16
20 Vgl. SAP, „Planungsintegration“,
http://help.sap.com/saphelp_47x200/helpdata/de/7a/4c3f514a0111d1894c0000e829fbbd/conte nt.htm
21 Vgl. KPMG, „Unternehmensplanung“, 2003, Seite 5
22 Vgl. Steffen Rötzer, „Qualitätsmanagement im deutschen Krankenhaus - Wege zur Implementierung nach dem Qualitätsmodell der European Foundation for Quality Management (EFQM) unter den besonderen Bedingungen kleinerer Krankenhäuser der Grundversorgung am Beispiel des Operationsbereiches“, Konstanz 2000, Seite 10
Arbeit zitieren:
Gerald Bachlmayr, 2005, Integrierte Planung mit SAP - Vertriebsplanung mit CO-PA und APO, München, GRIN Verlag GmbH
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