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Bilanzierung von Zinsswaps nach IFRS unter besonderer Berücksichtigung
der Vorgehensweise der technotrans AG
Inhaltsverzeichnis
Seite
Abk ürzungsverzeichnis III
Abbildungsverzeichnis IV
1. Einleitung 1
2. Einführung in die Bewertung von Zinsswaps 1
2.1. Begriff und Erscheinungsformen eines Swapkontraktes 1
2.2. Konstruktion eines Standardzinsswaps (Plain Vanilla Swap) 2
2.3. Grundlagen der Bewertung von Zinsswaps 3
2.3.1. Bestimmung der festen und der variablen Zinszahlungen. 3
2.3.2. Das Barwertprinzip 4
2.4. Motivation für den Abschluss eines Swapkontraktes 6
3. Bilanzierung von Zinsswaps nach IFRS 7
3.1. Bilanzierung von Derivaten 7
3.1.1. In den Anwendungsbereich von IAS 39 fallende Derivate. 7
3.1.2. Bilanzansatz 8
3.1.3. Bewertung 8
3.1.3.1. Zugangsbewertung 8
3.1.3.2. Folgebewertung. 9
3.2. Bilanzierung von Sicherungsgeschäften (Hedge Accounting) 10
3.2.1. Begriff und Methoden des Hedge Accountings 10
3.2.2. Grund- und Sicherungsgeschäfte 13
3.2.3. Voraussetzungen für das Hedge Accounting 14
3.2.4. Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen nach IFRS 15
3.2.4.1. Bilanzansatz 15
3.2.4.2. Bewertung von Fair Value-Hedge 15
3.2.4.3. Bewertung von Cashflow-Hedge 16
4. Bilanzierung von Zinsswaps bei der technotrans AG 17
4.1. Management von Zinsrisiken bei der technotrans AG. 17
4.2. Umsetzung der Regelungen des Hedge Accountings 17
4.3. Bilanzierungs- und Buchungstechnik bei der technotrans AG 18
5. Zusammenfassung. 20
Anhang: Einfluss der Zinsswaps auf Bilanzpositionen. V
Literaturverzeichnis VI
a.F. alte Fassung AK Anschaffungskosten EK Eigenkapital EURIBOR Euro Interbank Offered Rate FIBOR Frankfurt Interbank Offered Rate IAS International Accounting Standards IFRS International Financial Reporting Standard(s) LIBOR London Interbank Offered Rate rev. revised T€ Tausend Euro
Seite IV
Abbildungsverzeichnis
Abb. 1: Payer- und Receiver-Zinsswaps
Abb. 2: Risiken bei Zinsswaps
Abb. 3: Derivate und Hedge Accounting
Abb. 4: Hedging einer Festzinsanleihe
Abb. 5: Zahlungsströme in Bezug auf die Zinsswaps
Abb 6: Erfolgswirksame Erfassung der Zinsen aus Swapbeziehungen
1. Einleitung Seite 1
1. Einleitung
Die Abkehr von der streng zinsorientierten Geldpolitik in den 80er Jahren führt zu erheblicher Volatilität der Zinssätze und Wechselkurse. Um sich an die veränderten ökonomischen Bedingungen anzupassen, haben die Marktteilnehmer in den letzten zwanzig Jahren Produkte und Verfahren nachgefragt, die sie vor Zinsänderungen schützen. Die Deregulierung eröffnete einen Gestaltungsraum für neuartige Produkte, die einen entsprechenden Schutz gewährleisteten. Zu den bedeutendsten Finanzinnovationen seit dem Beginn der Deregulierung zählen insbesondere devisen- und zinsbezogene Futures, Swaps und Optionen. 1
2. Einführung in die Bewertung von Zinsswaps
2.1. Begriff und Erscheinungsformen eines Swapkontraktes
Ein Swapkontrakt ist eine außerbörsliche gegenseitige Vereinbarung über den Austausch unterschiedlich gestalteter, auf einen nominalen Kapitalbetrag bezogener Zahlungen. Dem Begriff nach ist der Zinsswap ein Tauschgeschäft. Es findet also ein Tausch von Zahlungsströmen zwischen zwei Parteien (Kontrahenten) über einen bestimmten, befristeten Zeitraum statt. Der Nominalbetrag wird nicht ausgetauscht. Er dient lediglich nur als Basis für die Berechnung der jeweiligen Zinsbelastungen und bleibt während der gesamten Laufzeit unverändert. 2
Im Allgemeinen gibt es zwei Haupttypen solcher Finanzswaps:
§ Zinsswaps: Es werden Zinszahlungen in einer Währung ausgetauscht.
§ Währungsswap: Es werden Zinszahlungen und die zugrunde-
1 Vgl.Oberman (1989), S. 1.
2 Vgl. Tschernig (1996), S. 31.
2. Einführung in die Bewertung von Zinsswaps Seite 2
2.2. Konstruktion eines Standardzinsswaps (Plain Vanilla Swap)
Als Zinsswaps werden Vereinbarungen über den Austausch von Zinszahlungsverpflichtungen in einheitlicher Währung zu festgelegten Zeitpunkten bezeichnet, die i.d.R. unterschiedliche Zinsbasis (fest/variabel), einheitlichen Nominalbetrag und gleiche Fälligkeit aufweisen. 3
Für die Beschreibung der Struktur eines Zinsswaps wird ein Zinsswap mit der einfachsten Struktur, der sog. Plain Vanilla Swap (Standardswap), herangezogen. Bei einem Plain Vanilla Swap werden Zinszahlungen getauscht, wobei der eine Partner (Payer) die Festzinsverpflichtung übernimmt, während der andere Partner (Receiver) in die variable Zinsverpflichtung eintritt. Die Parteien tauschen gegenseitig Zahlungsverpflichtungen mit dem Ziel der Absicherung gegen das Zinsänderungsrisiko, wobei die eine Partei feste Zinsen bezahlt und variable Zinsen erhält, wohingegen die andere Partei feste Zinsen erhält und variable Zinsen bezahlt. 4
Die Abbildung 1 zeigt die Konstruktion eines Plain Vanilla Swaps, bei dem der variable Zinssatz durch den LIBOR 5 vertreten ist.
Ein Zinsswap, aus dem der Käufer feste Zinsen bezahlt und variable Zinsen erhält, wird als Payer-Zinsswap oder als Swap long bezeichnet. Das Umgekehrte gilt für den Receiver-Zinsswap. Der Swapverkäufer bezahlt variable und erhält feste Zinsen.
3 Vgl. Scharpf/Luz (2000), S. 439.
4 Vgl. ebd., S. 443.
5 London Interbank Offered Rate.
6 In Anlehnung an: Scharpf/Luz (2000), S. 443.
2. Einführung in die Bewertung von Zinsswaps Seite 3
In einem Standardswap sind folgende Kontraktmerkmale festgelegt: 7
- Laufzeit des Zinsswaps,
- fixer Nominalbetrag, auf den beide Parteien Zinszahlungen auf unterschiedliche Zinsbasen leisten,
- Festzinssatz (auch Swapsatz genannt),
- variabler Zinssatz (Referenzzinssatz, z.B. LIBOR),
- gegebenenfalls fixer Zu- oder Abschlag auf den variablen Zinssatz (fairer Spread),
- nachschüssige Zahlungsweise,
- festgelegte Zahlungstermine.
2.3. Grundlagen der Bewertung von Zinsswaps
2.3.1. Bestimmung der festen und der variablen Zinszahlungen
Ein Zinsswap wurde als Vertrag zum Austausch zweier Zahlungsströme mit unterschiedlicher Zinsbasis definiert. Grundlage für die Zinsansprüche der Swap-Kontrahenten ist der fiktive Nominalbetrag. Für die Ermittlung des Wertes eines Zinsswaps müssen die Zinszahlungen der festen und der variablen Seite entsprechend diskontiert werden. Zuerst werden die gegenseitig auszutauschenden Zahlungsverpflichtungen näher erläutert.
Die variablen Zinszahlungen sind an einen Index gekoppelt. Als solcher Basisindex für die Berechnung der variablen Zinszahlungen wird häufig der Londoner Interbanken Geldmarktsatz (LIBOR 8 ) herangezogen. LIBOR ist ein Basiszinssatz, zu welchem am Londoner Bankenplatz ansässige erstklassige Banken bereit sind, untereinander Geld zu verleihen. Dieser Zinssatz-Index wird frei am Markt als arithmetisches Mittel aus den Eingaben von 16 verschiedenen erstklassigen Referenzbanken ermittelt. Er dient für Swaps als Referenzzinssatz. Die Verzinsung ist während der Laufzeit in definierten Zeitabständen (i.d.R. alle drei, sechs Monate) an das gegebene Marktzinsniveau mit Neufestsetzung des Basiszinssatzes auf
7 Vgl. Scharpf/Luz (2000), S. 447.
8 Es können auch andere Basiszinssatze für die Berechnung der variablen Seite herangezo-
gen werden, wie z.B. EURIBOR oder FIBOR.
Arbeit zitieren:
Diana Noack, 2004, Bilanzierung von Zinsswaps nach IFRS unter besonderer Berücksichtigung der Vorgehensweise der technotrans AG, München, GRIN Verlag GmbH
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