Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung S 3
2. Grabungsgeschichte S 3
3. Erscheinungsbild des Komplexes S 3 4
4. Die Pyramide des Sahure S 4
4.1 Äußerer Aufbau der Pyramide S 4
4.2 Innerer Aufbau der Pyramide S 4 5
5. Pyramidenkomplex S 5
5.1 Taltempel S 5 - 6
5.2 Aufweg S 6
5.2 Totentempel S 6 10
6. Zusammenfassung S 10
7. Abbildungen S 11
Abbildung 1 S 11
Abbildung 2 S 11
Abbildung 3 S 12
Abbildung 4 S 12
Abbildung 5 S 13
Abbildung 6 S 13
Abbildung 7 S 14
Abbildung 8 S 14
8. Quellenverzeichnis S 15
1. Einleitung
Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit der Pyramide des Sahure und seines Pyramidenkomplexes. Daten und Fakten, die während des Referates bereits angesprochen wurden, werden nochmals vertieft und mit Abbildungen visuell unterstützt.
2. Grabungsgeschichte
Die grundlegende Erforschung der Pyramide und des Komplexes verdanken wir Ludwig Borchardt, der in den Jahren 1902-1908 in Abusir tätig war. Zwar gelangte der Brite John Shae Perring als Erster in die unterirdischen Kammern, doch eine umfassende wissenschaftliche Untersuchung wurde nicht vorgenommen. Auch die darauf folgenden Untersuchungen durch die Lepsius-Expedition und des Franzosen de Morgan waren unzureichend. Aufgrund der Technik konnten in den 60er Jahren die Italiener Maragioglio und Rinaldi eine präzisere Berechnung des Komplexes durchführen, neue Forschungsergebnisse brachte es jedoch nicht. Erst als 1994 die ägyptische Altertumsverwaltung die Abusir - Nekropole
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für den Tourismus freigeben wollte, kam es zu einer überraschenden Wende. Teilrekonstruktionen sollten hierfür vorgenommen werden und bei der Ausgrabung des oberen Teils des Sahure-Aufwegs fand man riesige reliefverzierte Blöcke von ikonographischer und künstlerischer Einzigartigkeit. Borchardt hatte zu Anfang des 20. Jahrhunderts nur den unteren Teil ausgegraben und als er keine Reliefblöcke mehr fand, gab er die Untersuchung des Aufwegs auf. Dadurch entgingen ihm wertvolle Stücke.
3. Erscheinungsbild des Komplexes
Sahure, der von 2496-2483 v.Chr. regierte, wählte als Standort für seinen Grabkomplex ein Wüstenplateau in der Nähe des heutigen Dorfes Abusir und siedelte sich damit südlich des Sonnenheiligtums seines Vaters Userkaf an 2 . Seine Pyramide steht 20m oberhalb des Niltals auf einem kleinen Hügel und laut Verner wurde sie „nicht auf einem Felsen errichtet, sondern auf einer Plattform aus mindestens zwei Lagen grober Kalksteinblöcke“ 3 . Vom einstigen Erscheinungsbild des Komplexes, der eine Ost-West-Ausrichtung hat und im Aufbau der Raumabfolge axial ausgerichtet ist, ist heute nicht mehr viel vorhanden. Aufgrund des
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Abbildung 1
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Abbildung 2
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Verner, Miroslav:
Die Pyramiden.
Reinbeck: Rowohlt, 1998, S.316
schlechten Erhaltungszustands der Pyramide sind heute keine genauen Angaben über das ursprüngliche Aussehen, die Ausmaße und den unterirdischen Raumplan mehr möglich. Vom Taltempel sind lediglich noch schilf- und palmenbewachsene Ruinen erhalten, vom Aufweg die Basisrampe und nur vom Totentempel können wir sagen, dass er sich gut erhalten hat. Die farbenprächtige Ausstattung des gesamten Komplexes, der den Namen H´j- bз Sзhw-R´w „der Ba des Sahure erscheint“ trägt, basiert bis auf den Statuen- und Totenopferraum, auf einer einheitlichen Gestaltung: Wände aus Kalkstein, Fußböden aus schwarzem Basalt, Wandsockel aus rotem Granit und Decken mit Sternen auf dunkelblauem Untergrund.
4. Die Pyramide des Sahure
4.1 Äußerer Aufbau der Pyramide
Die Pyramide besteht - ebenso wie der gesamte Komplex - aus Kalkstein. Einziger Unterschied ist die Beschaffenheit im Kern und in der Außenverkleidung. So wurde der sechsstufige Kern der Pyramide aus groben Blöcken gefertigt, die Außenverkleidung mit gut bearbeiteten Blöcken aus feinem weißen Kalkstein. Diese Schicht wurde jedoch im Laufe der Zeit abgetragen und weiterverarbeitet, sodass heute nur noch der Kern vorhanden ist 1 . Mit Hilfe von wissenschaftlichen Berechnungen kann man jedoch rekonstruieren, welche Maße und welches Aussehen die Pyramide möglicherweise einst besessen hat. So nimmt man als ursprüngliche Höhe 48m bei einer Basislänge von 78,75m an, wobei der Böschungswinkel 50°11’40“ betrug.
4.2 Innerer Aufbau der Pyramide
Beim Bau der Sahure – Pyramide wurde eine architektonische Neuerung vorgenommen, die von einigen folgenden Herrschern übernommen wurde. So ließ man während des Baus der unteren Schichten der Pyramide im Norden eine T-förmige Bresche im Mauerwerk frei, um Grabkorridor und Sargkammer zeitgleich zum Bau des Pyramidenmassivs hineinkonstruieren zu können. Diese Neuerung hatte sowohl Vor- als auch Nachteile. Zum einen konnte man erhebliche Zeit einsparen und zum anderen wurde die Pyramide aufgrund der losen
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Aneinanderschichtung der Kalksteinblöcke instabil. Auch wenn man stark davon ausgehen kann, das der Einsturz der Vor- und Grabkammer durch Steindiebe verursacht wurde. Ins Innere der Pyramide gelangte man über einen fast ebenerdigen Eingang mit Granitschwelle an der Nordseite, der in ein vereinfachtes Gangsystem führte 1 . Über den zuerst absteigenden Korridor (ca. 4,25m lang 2 ), der in der gesamten Pyramide 1,27m breit und 1,87m hoch war, erreichte man ein kleines Vestibül, dem unmittelbar eine Fallsteinvorrichtung aus Granit folgt. Der nun folgende Korridor von 25m Länge stieg leicht an und führte in die stark zerstörte Vor- und Grabkammer. Diese waren bedeckt mit einer dreilagigen Giebeldecke aus riesigen Kalksteinblöcken, wobei einer 4m x 10m maß. Bereits erwähnt wurde, dass Perring als Erster die Grabkammer betreten hatte. Hier fand er Fragmente, die er für Reste des königlichen Basaltsarkophages hielt. Jedoch konnte das nie bewiesen werden.
5. Pyramidenkomplex 3
Sahure ließ seinen Taltempel direkt an den Abusirsee bauen. So ist es nicht verwunderlich, dass der Fußboden des Taltempels ursprünglich ca. 5m unterhalb des heutigen Bodenniveaus lag. Grund hierfür ist die jährliche Nilüberschwemmung mit folgender Schlammablagerung. Daher ist der Taltempel heute von Grundwasser umspült. In der Breite misst er 34m und in der Tiefe 24m. Die Außenwände waren geböscht und besaßen einen oberen Hohlkehlenabschluss, die Ecken waren mit Rundstäben versehen. Der Eintritt in den Taltempel erfolgte über die frontal geöffnete Säulenvorhalle mit acht Palmsäulen aus Granit, die in einen kleinen Saal in der Mitte des Raumes führte. Dieser hatte zwei Säulen und war auch Endpunkt für den zweiten, erst später hinzugefügten Südeingang mit vier konischen Granitsäulen ohne Kapitelle, für den ein Verbindungskorridor ins Mauerwerk gebrochen werden musste. Der Grund für den zweiten Eingang ist nicht geklärt, doch man nimmt an, dass sich im Süden wichtige Bauten, wie z. B. die Pyramidenstadt oder der Palast des Sahure, befanden.
Vom Zweisäulensaal führte eine Treppe hinauf zum Dach. Gleichzeitig war dieser Raum Anfang des Aufwegs zum Totentempel. Die Wände sind durchgängig mit farbigen Reliefs
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Abbildung 4
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Stadelmann, Rainer:
Die ägyptischen Pyramiden,
Mainz: Phillip von Zabern, 1997, S. 165
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Abbildungen 5 & 6
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Quote paper:
Astrid Gruner, 2005, Die Pyramide des Sahure in Abusir, Munich, GRIN Publishing GmbH
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