Projekt Kreuzfahrtroutenplanung
von: René Kautz
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung 3
2. Verlauf der Projektbearbeitung 3
3. Die Kreuzfahrt aus Kundensicht 4
4. Darstellung der Kreuzfahrtplanung von Hapag Lloyd, Seetours und Peter Deilmann 6
4.1 Hapag Lloyd 6
4.1.1 Einführung 6
4.1.2 Kreuzfahrtplanung Interview mit Frau Bingel 7
4.2 Seetours 13
4.2.1 Einleitung 13
4.2.2 Kreuzfahrtplanung Interview mit Herrn Maroß 14
4.3 Peter Deilmann Reederei 20
4.3.1 Einführung 20
4.3.2 Kreuzfahrtplanung Interview mit Herrn Fester 20
4.4 Darstellung der Unterschiede und Gemeinsamkeiten 24
5. Ableitung eines allgemeinen Planungsprozesses 27
6. Schlussbemerkung 35
7. Quellenverzeichnis 36
1. Einleitung
Der Neubau eines Kreuzfahrtschiffes umfasst ein Investitionsvolumen von mehreren 100 Millionen Euro. Da verwundert es doch sehr, wenn man erfährt, wie die Einsatzplanung dieser Schiffe funktioniert. Es existiert keine Literatur, die sich mit diesem entscheidenden Bereich einer Kreuzfahrt-Reederei befasst. Durch Interviews, die mit Entscheidungsträgern in verschiedenen Unternehmen durchgeführt worden sind, wurde schnell klar, dass Kreuzfahrtplanung nur auf Erfahrungswerten der involvierten Abteilungen basiert. Diese Arbeit befasst sich mit dem Thema Kreuzfahrtplanung, untersucht werden die Unternehmen Hapag Lloyd, Seetours und Peter Deilmann. An dieser Stelle ist gleich zu bemerken, dass nicht jedes Unternehmen bereit ist, alle relevanten Informationen preiszugeben. So haben einige Unternehmen von vornherein jede Befragung abgelehnt, die Peter Deilmann Reederei hat lediglich in einigen Bereichen die Auskünfte verweigert. Ziel dieser Arbeit ist es, dem Leser einen Einblick in die umfangreichen und langwierigen Abläufe einer Kreuzfahrtplanung zu geben. Nachdem die Kreuzfahrtplanung in drei Unternehmen dargestellt wurde, unterteilt in die verschiedenen Phasen des Planungsprozesses, wird ein allgemeiner Planungsansatz aus den Erkenntnissen abgeleitet. Von 11 Kreuzfahrt-Anbietern allein in Deutschland werden in dieser Arbeit 3 untersucht, es besteht also durchaus die Möglichkeit, dass hier dargestellte Thema noch weiter zu vertiefen, so dass ein noch größerer Anteil der angewendeten Planungsprozesse in die Herleitung des allgemeinen Planungsprozesses mit einbezogen werden kann.
2. Verlauf der Projektbearbeitung
Da, wie schon erwähnt, keine Literatur zu dem Thema Kreuzfahrtroutenplanung existiert, mussten eigene Überlegungen angestellt und die verantwortlichen Manager von Kreuzfahrtreedereien über ihre Tätigkeit befragt werden. Um sich in die Materie einzuarbeiten, wurden zunächst Interviews bezüglich allgemeiner Fragestellungen zur Routenplanung mit den jeweils zuständigen Managern der Unternehmen Peter Deilmann, Seetours und Hapag Lloyd durchgeführt (was muss im Allgemeinen bei der Planung beachtet werden?). Aus den Antworten ergab sich dann ein erstes grob skizziertes Bild über die Abläufe bei einer Routenplanung in verschiedenen Reedereien. Dieses Bild war die Basis für den nächsten Schritt, die Einteilung in die verschiedenen Phasen der Kreuzfahrtplanung. Das Ergebnis der Befragungen war, dass die eigentliche Route bei den befragten Unternehmen schon ca. 2 Jahre vor Fahrtantritt feststehen muss. Somit muss die Planung der Route noch weiter im Voraus erfolgen, diese Phase der eigentlichen Planung wird im Folgenden als „Eigentliche Planungsphase“ bezeichnet. Sie bildet die Grundlage für die folgenden Phasen. Ist die Routenplanung beendet, erfolgt die Vorbereitung auf den Vertrieb. Während dieser Phase, die als „Vorbereitungsphase Vertrieb“ bezeichnet wird, erfolgt die Erstellung des Kataloges mit allen damit verbundenen Arbeiten wie z.B. Seiteneinteilung und Druckauftrag. Der Katalog muss bis ca. 12 Monate vor Kreuzfahrtbeginn fertig sein, um den Vertriebskanälen und natürlich auch den Kunden genug Zeit zu geben. Diese Phase wird als „Vertriebsphase“ bezeichnet. Sie dauert vom Zeitpunkt der Auslieferung des Kataloges an die Vertriebskanäle bis max. 1 Tag vor Reisebeginn. Die eigentliche Fahrt mit Transport (Hin- und Rückflug), vor oder nach gelagerten Aufenthalten in Hotels und Landausflügen wird als „operative Phase“ bezeichnet. Nach der Einteilung in diese vier Phasen erfolgte die detaillierte Untergliederung in deren Teilaspekte. Hierzu wurde ein Fragenkatalog ausgearbeitet, der in einem weiteren Interview mit den zuständigen Managern der Unternehmen beantwortet wurde. Die einzelnen Ergebnisse, die keineswegs deckungsgleich sind, werden jeweils verbal und am Ende des jeweiligen Teilkapitels tabellarisch dargestellt. Schließlich erfolgt eine Gesamtübersicht der analysierten Unternehmen, in der sowohl Gemeinsamkeiten als auch Unterschiede in der Planung und Durchführung ersichtlich werden. Im Anschluss wird eine aus diesen Ergebnissen abgeleitete Darstellung in Diagrammform und verbal präsentiert, die die Kreuzfahrtplanung der Unternehmen im Allgemeinen darstellen soll. Natürlich konnten hier nicht alle Details der einzelnen Unternehmen einfließen, es musste also die Entscheidung getroffen werden, welche Tätigkeiten der Unternehmen eher allgemeine Gültigkeit haben und welche eher speziell gelöst worden sind.
3. Die Kreuzfahrt aus Kundensicht
Das folgende Kapitel stellt kurz den Ablauf einer Kreuzfahrt aus Kundensicht dar.
Den Anfang macht in dieser Darstellung der Besuch des Reisebüros durch den Kunden 12 Monate vor Beginn der Kreuzfahrt. Hier wird zunächst ein (oder mehrere) Katalog mit einem Produkt ausgewählt, dass den bereits bestehenden Vorstellungen
möglichst gut entspricht bzw. durch eine gelungene Botschaft das Interesse des Kunden findet. Natürlich muss der Katalog „zum Mitnehmen“, also vorrätig sein, und insgesamt ansprechend wirken. Da eine Kreuzfahrt meist mit höheren Kosten verbunden ist als ein Urlaub im Hotel, hat der Kunde in allen Belangen erhöhte Ansprüche. Somit muss natürlich, oder insbesondere, der Katalog diesen Ansprüchen standhalten, denn er ist das wichtigste Kommunikationsmittel der Reederei. Die Route der Kreuzfahrt sollte natürlich in einem sehr schönen Zielgebiet nur die interessantesten Zielhäfen anlaufen. Hat der Kunde seine Favoriten entdeckt, geht er ein weiteres Mal in das ausgewählte Reisebüro und lässt sich ausführlich beraten. Alle Daten, u.a. z.B. auch der günstigste Preis für die gewünschte Kabinenart müssen aus Kundensicht im Reisebüro abrufbar sein. Hat der Kunde sich dann für eine Kreuzfahrt entschieden, werden die Details gleich mitgebucht. Falls der Kunde neben dem Transport vor oder nach der Kreuzfahrt einen Hotelaufenthalt wünscht, möchte er sich sicherlich die zur Auswahl stehenden Hotels genau ansehen (bucht der Kunden eine fünf- Sterne Kreuzfahrt, sollte es auch das passende fünf- Sterne Hotel sein). Außerdem muss die Auswahl der Tagesausflüge für die Zielhäfen bereits im Katalog aufgeführt sein. Ist die Wahl für alle Bausteine der Reise getroffen, wird die entsprechende Kreuzfahrt gebucht.
Wenn dann die Zeit der Abreise gekommen ist, soll der Transport zum Schiff oder Hotel reibungslos funktionieren. Das gleiche gilt für evtl. gebuchte Hotelaufenthalte und Tagesausflüge. Ist dies nicht der Fall, möchte der Kunde einen kompetenten Ansprechpartner haben, an den er sich bei auftretenden Problemen wenden kann (und der dann auch etwas bewirken kann). Hier sollte am Besten für alle Belange ein Ansprechpartner zur Verfügung stehen, ansonsten bedeutet das zuviel Stress für den Kunden. Gleiches gilt natürlich auch an Bord des Schiffes während der eigentlichen Kreuzfahrt. Der Gast möchte umfassend betreut werden und die von ihm gebuchte Kabine (evtl. vielleicht noch eine bessere, keinesfalls eine schlechtere) erhalten und alle aufgeführten Details der Reise genießen. Die Zeit auf See ist am ersten Tag noch interessant, danach sollte es aber eine optimale Aufteilung der Zeit auf See und an Land, unter Einbeziehung aller interessanten Zielhäfen im Reisegebiet, sein.
Für den Gast an Bord sind die aufgeführten Bausteine der Reise eine Selbstverständlichkeit und scheinen leicht ausführbar. Diese Arbeit gibt Aufschluss darüber, mit wie viel Aufwand die Planung und Durchführung einer solchen Reise verbunden ist.
4. Darstellung der Kreuzfahrtplanung von Hapag Lloyd, Seetours und Peter Deilmann
4.1 Hapag Lloyd
4.1.1 Einführung
[...]
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René Kautz, 2005, Projekt Kreuzfahrtroutenplanung, Munich, GRIN Publishing GmbH
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