Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publicación mundial de textos académicos
Go to shop › Medios / Comunicación - Historia de los medios de comunicación

Die Mensch-Maschine. Technikkonzepte in der Zwischenkriegszeit anhand der Filme Metropolis (F. Lang) und Enthusiasmus (D. Vertov)

Título: Die Mensch-Maschine. Technikkonzepte in der Zwischenkriegszeit anhand der Filme  Metropolis  (F. Lang) und  Enthusiasmus  (D. Vertov)

Tesis , 2001 , 116 Páginas , Calificación: 2

Autor:in: Heinrich Deisl (Autor)

Medios / Comunicación - Historia de los medios de comunicación
Extracto de texto & Detalles   Leer eBook
Resumen Extracto de texto Detalles


Wie geht man mit Krisenerfahrungen um? Welches Kommunikationsdesign und welche Ästhetik haben Medien, wenn sie sich neu strukturieren oder massenhaft genutzt werden? Wie wirken sich Technisierung und Rationalisierung des Alltags auf die menschliche Wahrnehmung aus? Zu welchen soziokulturellen Resultaten führen künstlerische Artikulationen, die in derartigen Umfeldern entstehen? Wie interagieren sie? Welches Körperbewusstsein resultiert daraus? Inwieweit ist Film ein adäquates Transportmedium, um kollektiv vorhandene Geisteshaltungen abzubilden?

Diese allgemein gehaltenen Fragen waren Ausgangspunkte für Überlegungen, wie die „Maschine“ und der „Mensch“ zusammengedacht werden können. Auf unterschiedlichen Plateaus zwischen Abstrakt und Konkret angesiedelt, soll der Versuch unternommen werden, Konzepte aufzuzeigen, wie in der Zeit zwischen dem Ersten und dem Zweiten Weltkrieg die „Maschine“ Einzug hielt in die künstlerischen Artikulationen des Films.

Die Zwischenkriegszeit ist eine Zeit der großen Umbrüche, in denen die unterschiedlichen sozialen, ideologischen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen für die folgenden Jahrzehnte angedacht wurden. In diese Periode fällt auch die Etablierung der Medien als Massenmedien: Mit Radio, Grammofon, Kino, den ersten Ansätzen von Fernsehen, von Werbe- und Gebrauchsgrafik werden Situationen geschaffen, die mit den traditionellen Informationsflüssen brechen, demokratische und demokratie-bewusstseinsbildende Identitäten schaffen und gleichzeitig neue Hierarchien strukturieren. Produktion und Distribution verlagern sich von den bürgerlichen in populäre/ proletarische Kreise. Es ist der Beginn einer sich neu formierenden Kultur, in der Massenhaftigkeit, Reproduktion, Bedürfniserweckung und -befriedigung, Rationalisierung und Zweckgebundenheit wertbestimmend werden.
[...]

Extracto


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

Erkenntnisinteresse

I ANSCHLÄGE AUF DAS ALTE SYSTEM

VERLUST DER SINGULÄREN AUTORITÄT

Einleitung

Massenhaftigkeit

Autorität contra Avantgarde?

Exkurs: Maschinen-Ästhetizismus heute

Anpassungsstrategien

„WEISSES RAUSCHEN“

II REPRODUKTION

Amerikanismus

Mediale Realität und „Prothesengott“

Regressiver Anachronismus

BEWEGUNG ALS INDIKATOR FÜR MODERNE

Bewegung und Montage

SOZIOPOLITISCHE SITUATION DER WEIMARER REPUBLIK NACH 1918

Deutschlands Weg zwischen Krise und Auflehnung

Geistiges Klima und Film: Caligarismus und Expressionismus

SOZIOPOLITISCHE SITUATION DER UdSSR NACH 1917

Russische Filmproduktion

III FILM ALS REVOLUTIONÄRE KULTURTECHNIK

Mit Kühltürmen, inszeniert als Punkte und Linien, zu einem neuen Bewusstsein

KONSTRUKTIVISMUS UND DOKUMENTATION

Russischer Maschinenkult: Dziga Vertov

Wolkenkratzermythos

IV IN METROPOLIS

Chaos und Ordnung

Die architektonische Struktur

Die Oberstadt

Die Unterstadt

Die Herzmaschine

Der mystische Raum

Die Katakombenkirche

Hütte von Rotwang

Verortung von Metropolis und NS-Bau

Frau und Maschine

Folgerung

V DOKUMENTATION UND KONSTRUKTION

„Produktionsobjekte“

Sozialreportage

Die industrielle Wirklichkeit

ENTHISUASMUS – DIE DONBAS-SINFONIE

Einleitung

Montage I: Perzeption

Montage II: Materialhaftigkeit

Optische Musik

Folgerung

Abspann

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Verhältnis von Mensch und Maschine in der Zwischenkriegszeit anhand der Filme Metropolis und Enthusiasmus. Das primäre Ziel ist die Analyse, wie technische Innovationen und die aufkommende Massenmedialität die künstlerischen Artikulationen des Films geprägt haben und inwiefern der Film als Seismograf für die soziopolitischen Umbrüche und Kollektivdispositionen dieser Zeit fungierte.

  • Soziopolitische Analyse der Weimarer Republik und der UdSSR nach 1918/1917.
  • Untersuchung der Wechselwirkung zwischen technischer Rationalisierung und menschlicher Wahrnehmung.
  • Vergleich unterschiedlicher filmischer Ansätze: Spielfilm (Metropolis) vs. Dokumentarfilm (Enthusiasmus).
  • Diskussion der Bedeutung von Montage, Materialität und "Maschinenkult" als ästhetische Ausdrucksformen.
  • Reflexion der filmgeschichtlichen Bedeutung für moderne populärkulturelle Diskurse.

Auszug aus dem Buch

Die Oberstadt

Die Oberstadt, die von den Vätern für ihre Söhne gebaut wurde und für die „jede Umdrehung einer Maschine Gold bedeutet“ (Filminsert), stellt das Endstadium oder Resultat der industriellen Revolution in einer technokratischen Stadt dar. Sie ist überhöht von dem arabesk gestalteten Lustgarten, der das Paradies verkörpert. Umrahmt oder getragen wird das pulsierende Leben von mächtigen, gigantomanischen Hochhäusern, die schier in den Himmel ragen, an den Wolken kratzen. Es herrscht bis zu einem bestimmten Grad individuelle Dynamik vor, überhaupt erscheint alles in „positiver“ Bewegung: Autos und Menschen frequentieren sich zwei- und dreimal überlagernde, mehrspurige Autobahnen, darüber hoch in der Luft Flugzeuge und Zeppeline, die zwischen den Häuserschluchten hindurchfliegen. Flackernde Leuchtschriften und Reklamen geben Kunde davon, dass die Wirtschaft floriert und man sich, einem Schriftzug folgend, in der Oper amüsiert. Eine bürgerliche Welt also, die aufgrund von Reichtum in der Lage ist, das Leben und den damit verbundenen Luxus zu genießen.

Die Menschen, zumindest die gezeigten Beamten außerhalb des Lustgartens, sind statisch und konform. Sie brechen nicht aus ihrer distinguiert-diplomatischen Zurückhaltung heraus, sondern verbleiben im Ornament. Gerade und bedächtig stellen sie die Verkörperung des „kühlen Geistes“ und des Konformismus dar.

Zusammenfassung der Kapitel

I ANSCHLÄGE AUF DAS ALTE SYSTEM: Dieses Kapitel analysiert den Zusammenbruch traditioneller Machtzentren nach dem Ersten Weltkrieg und die daraus resultierende gesellschaftliche Verunsicherung.

II REPRODUKTION: Hier wird die Demokratisierung der Kunst durch neue Massenmedien und die Etablierung des Amerikanismus als Leitbild für Modernität untersucht.

III FILM ALS REVOLUTIONÄRE KULTURTECHNIK: Das Kapitel betrachtet den Film als Medium der Massen und seine Nutzung als Werkzeug zur gesellschaftlichen Transformation in der Zwischenkriegszeit.

IV IN METROPOLIS: Eine tiefgehende Analyse der architektonischen Struktur und des Einsatzes von Symbolik in Fritz Langs Film, insbesondere im Kontext von Repression und Ordnung.

V DOKUMENTATION UND KONSTRUKTION: Dieses Kapitel widmet sich der Arbeit von Dziga Vertov und der Etablierung einer neuen "Maschinenmusik" bzw. eines audiovisuellen Codesystems in der Sowjetunion.

Schlüsselwörter

Mensch-Maschine, Zwischenkriegszeit, Metropolis, Enthusiasmus, Montage, Technik-Euphorie, Massenmedium, Soziopolitische Situation, Industrielle Revolution, Filmtheorie, Konstruktivismus, Expressionismus, Avantgarde, Kollektivdisposition, Medienrealität

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die historische und mediale Durchdringung des Verhältnisses von Mensch und Maschine in der Zeit zwischen den beiden Weltkriegen durch das Medium Film.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind der soziopolitische Wandel in der Weimarer Republik und der UdSSR, die Rolle der Technik in der Kunst sowie die Entstehung einer neuen audiovisuellen Wahrnehmung.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, Konzepte aufzuzeigen, wie die "Maschine" in die künstlerischen Artikulationen des Films Einzug hielt und als Ausdrucksmittel für die Ängste und Utopien einer Ära diente.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine medienwissenschaftliche und kulturgeschichtliche Analyse, die filmische Analysen mit sozialgeschichtlichen Kontexten verknüpft.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine mediale Standortbestimmung, eine Untersuchung der filmischen Produktionskontexte und eine detaillierte Analyse der Filme "Metropolis" und "Enthusiasmus".

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Schlüsselbegriffe sind unter anderem "Mensch-Maschine", "Montage", "Kollektivdisposition" und "Technik-Euphorie".

Wie unterscheidet sich die Darstellung der Maschine in "Metropolis" und "Enthusiasmus"?

In "Metropolis" fungiert die Maschine primär als bedrohliches Tool oder Symbol für Unterdrückung im Rahmen einer narrativen Fiktion, während "Enthusiasmus" die Maschine als konstitutives Element eines neuen, dokumentarischen audiovisuellen Codesystems begreift.

Warum wird die Architektur in "Metropolis" so intensiv analysiert?

Die Architektur ist der visuelle Ort, an dem die soziale Repression und die Klassentrennung der Gesellschaft am deutlichsten sichtbar werden und somit die "Kollektivdisposition" einer Nation widerspiegelt.

Final del extracto de 116 páginas  - subir

Detalles

Título
Die Mensch-Maschine. Technikkonzepte in der Zwischenkriegszeit anhand der Filme Metropolis (F. Lang) und Enthusiasmus (D. Vertov)
Universidad
University of Vienna  (Institut für PKW Wien)
Calificación
2
Autor
Heinrich Deisl (Autor)
Año de publicación
2001
Páginas
116
No. de catálogo
V3959
ISBN (Ebook)
9783638124621
Idioma
Alemán
Etiqueta
Film/ Filmtheorie/ Ästhetik/ Konstruktivismus/ Kommunikation
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Heinrich Deisl (Autor), 2001, Die Mensch-Maschine. Technikkonzepte in der Zwischenkriegszeit anhand der Filme Metropolis (F. Lang) und Enthusiasmus (D. Vertov), Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/3959
Leer eBook
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
Extracto de  116  Páginas
Grin logo
  • Grin.com
  • Envío
  • Contacto
  • Privacidad
  • Aviso legal
  • Imprint