Seminararbeit
von
Bernhard Marckhgott
Stefan Ratzinger
Vornamensgebung in Ostermiething, St. Oswald bei
Freistadt und der Stadtpfarre Steyr in den Jahren 1830 und 1930
Seminar: Grundlagen wissenschaftlichen Arbeitens
November 2003
Inhalt
1 Einleitung ... 3
1.1 Aufgabenstellung und Themenwahl ... 3
1.2 Methodologie ... 4
1.3 Aufbau der Arbeit ... 6
2 Namenskultur ... 7
2.1 Allgemeines ... 7
2.2 Heilige ... 7
2.2.1 Steyr ... 8
2.2.2 St. Oswald bei Freistadt ... 9
2.2.3 Ostermiething ... 9
2.3 Persönlichkeiten ... 10
2.4 Verwandte ... 11
2.5 Weitere Einflussfaktoren ... 12
3 Auswertung der Datensammlung ... 14
3.1 Erhebungsgegenstand ... 14
3.2 Ergebnisse der Untersuchung ... 16
3.2.1 These 1 ... 16
3.2.2 These 2 ... 17
3.2.3 These 3 ... 19
3.2.4 These 4 ... 20
4 Zusammenfassung und Ausblick ... 21
5 Literaturverzeichnis ... 22
6 Anhang ... 22
1 Einleitung
1.1 Aufgabenstellung und Themenwahl
Zur Vorbereitung der Erstellung einer Dissertation bzw. Diplomarbeit wird vom Institut für Sozial- und Wirtschaftsgeschichte das Seminar „Grundlagen wissenschaftlichen Arbeitens“ für Studierende der Sozial- und Wirtschaftwissenschaftlichen Fakultät angeboten. Aufgabenstellung dieser Lehrveranstaltung ist es, im Rahmen einer Seminararbeit eine wissenschaftliche Untersuchung zu einem vorgegebenen Thema anzustellen.
Ziel dieser Arbeit ist es, einen Vergleich der Vornamensgebung dreier katholischer oberösterreichischer Pfarren, Ostermiething, St. Oswald bei Freistadt und der Stadtpfarre Steyr, im Abstand von einhundert Jahren, 1830 und 1930, durchzuführen. Dabei sollen insbesondere die hinter der Vornamensgebung liegenden Prozesse untersucht und ausgewertet werden. Anhand von Literaturstudium und Auswertung der gesammelten Daten soll untersucht werden, in welchem Ausmaß von welchen Parametern die Vornamensgebung abhängig ist. So sind regionale, religiöse, soziale und kulturelle Aspekte für die Vornamensgebung bedeutsam. Die Analyse der Vornamensgebung verlangt die intelligente Kombination verschiedener soziologischer Erklärungsmodelle1.
In der vorliegenden Arbeit soll die Vornamensgebung im ländlich bäuerlichen zu gleichen Zeitpunkten mit jener im städtisch bürgerlichen Raum verglichen werden. Die Wahl der Orte viel auf die Stadtpfarre Steyr, die sowohl im Jahr 1830 als auch im Jahr 1930 die zweitgrößte Stadt Oberösterreichs war und eine städtisch bürgerliche Struktur vorweist. Als Repräsentanten des bäuerlich ländlichen Raums wurden zwei Pfarren gewählt, um in Summe einen annähernd vergleichbaren Stichprobenumfang zu gewährleisten.
1.2 Methodologie
Ziel der durchgeführten Untersuchung ist zu überprüfen, ob zu oben genannten Zeitpunkten in den oben genannten Gemeinden eine Abhängigkeit der Vornamensgebung von sozialen, regionalen, religiösen und familiären Einflüssen gegeben ist. Um dabei stichhaltige Aussagen zu treffen, bedarf es eines relativ homogenen Datenbestandes. Vornamen des Kindes, das Taufdatum und Namen von Verwandten sind in den meisten Kirchenbüchern seit dem ausgehenden 16. Jahrhundert durchgängig vorhandene Informationen2. Für die untersuchten Pfarren bietet das Oberösterreichische Landesarchiv im gewählten Untersuchungszeitraum vollständige Aufzeichnungen in den jeweiligen Pfarrmatriken. In der vorliegenden Arbeit wurde die Taufbücher der entsprechenden Pfarren herangezogen, da in diesen die wesentlichen Informationen für den Untersuchungsgegenstand enthalten sind.
Nachteilig für die Auswertung der Informationen wirkt sich aus, dass es sich bei den offiziellen im Taufbuch eingetragenen Namen nicht um die konkreten, nach regional spezifisch Idiomen abgewandelten Rufnamen oder sonstige – im Lebensverlauf manchmal ändernde – Varianten handelt3. Des Weiteren leidet die Vollständigkeit der Aufzeichnungen über die Namensgebung darunter, dass in Pfarrmatriken lediglich Aufzeichnungen über katholisch getaufte Kinder zu finden sind und die Geistlichen angewiesen waren nur Taufnamen einzutragen, die im Martyrologium Romanum aufschienen4. Darüber hinaus ermöglichen es die Pfarrmatriken lediglich über die Namen der Eltern, eine Rekonstruktion der Verwandtschaftsverhältnisse und der damit verbundenen Praktiken der Namensgebung in den Familien anzustellen; Namen der Großeltern und übrigen Verwandten sind von den Aufzeichnungen nicht erfasst.
Trotz des sicheren häufigen Abweichens von den konkreten Rufnamen bzw Varianten eignen sich die offiziellen Taufnamen dennoch wie kaum eine andere Quelle dazu, Auskunft über soziokulturelle Massenphänomene der Neuzeit zu geben5. Als Ausprägungen der Einflussfaktoren auf die Vornamensgebung wurden für die vorgenommene Untersuchung folgende gewählt:
[....]
1 vgl von Festenberg, Nikolaus: Erna kommt bald wieder, Der Spiegel 26 (2003), 162-163 (162)
2 vgl Lanzinger, Magareth: Namenkultur – mikrohistorisch und auch quantitativ, Historische Anthropologie 2 (2002), 115-124 (118)
3 vgl Mitterauer, Michael: Vom „Judenkind“ zum „Schlossmoidl“ – Lebensgeschichten als Quellen der Namensforschung, in: Neue Blicke – Historische Anthropologie in der Praxis, Hg. Richard van Dülmen et al, (1997), 155-182
4 vgl Simon, Michael: Vornamen wozu? – Taufe, Patenwahl und Namensgebung in Westfalen vom 17. bis zum 20. Jahrhundert, in: Beiträge zur Volkskultur in Nordwestdeutschland Band 67 (1989), 22
5 vgl Lanzinger, Magareth: Namenkultur – mikrohistorisch und auch quantitativ, Historische Anthropologie 2 (2002), 115-124 (120)
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Mag. Dr. Bernhard Marckhgott, Stefan Ratzinger, 2005, Vornamensgebung in Ostermiething, St. Oswald bei Freistadt und der Stadtpfarre Steyr in den Jahren 1830 und 1930, Munich, GRIN Publishing GmbH
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An Economic History of the Silk Industry, 1830 1930
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