Sozioökonomische Folgen von Naturkatastrophen in unterschiedlichen Gesellschafts- und Wirtschaftssystemen der Erde
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2.1.1 Charakterisierung des Vulkanausbruchs und Ablauf der Katastrophe 5
2.1.2 Folgen der Katastrophe 6
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2.2.1 Sachschäden 8
2.2.2 Auswirkungen auf die Menschen 9
2.2.3 Wirtschaftliche Schäden 10
2.2.4 Das japanische Versicherungsmarkt und versicherte Schäden 11
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2.3.1 Infrastrukturelle Auswirkungen 12
2.3.2 Katastrophensoziologische Aspekte 12
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2.4.1 Bevölkerungsstruktur des Bezirks Tambara 14
2.4.2 Ablauf und Ursachen der Katastrophe 1997 15
2.4.3 Weitere Flutkatastrophen in Mosambik 15
2.4.4 Ökonomische Situation Mosambiks 2001 16
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3.3.1 Schadensbewertung aus Sicht der Versicherungswirtschaft 20
3.3.2 Der Vorsprung der Industrieländer 20
3.3.3 Lage und Aussichten der Entwicklungsländer 21
2
-$EELOGXQJJSkizze des Vesuvs bei Neapel; Quelle: BAHLBURG & BREITKREUZ 1998: S. 231 6
$EELOGXQJJ: Karte der Bucht von Neapel; Quelle: SONNABEND 1999: S. 13 7
$EELOGXQJJ Standortlandkarte Erdbeben Kobe - Die Abb. zeigt das Epizentrum und die
gebiete der stärksten Intensitäten; Quelle: SCHÄFER 1998: S. 40 8
7DEHOOH Wiederherstellungszeiten der Infrastruktur in Kobe; Quelle: SCHÄFER 1998: S. 42 9
7DEHOOHGesamtschadenverteilung; Quelle: SCHÄFER 1998: S. 44 10
7DEHOOH Versicherte Schäden des Erdbebens von Kobe; Quelle: SCHÄFER 1998: S. 46 11
7DEHOOH Größenordnung katastrophenbedingter Wertevernichtung im Vergleich zu den
Bruttoinlandsprodukten einiger ausgewählter Industrieländer; Quelle: PLATE & MERZ
2001: S. 236 19
7DEHOOHGrößenordnung katastrophenbedingter Wertevernichtung im Vergleich zu den
Bruttoinlandsprodukten der reichsten Regionen in Europa; Quelle: PLATE & MERZ 2001:
S. 236 19
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Sozioökonomische Folgen von Naturkatastrophen in unterschiedlichen Gesellschafts- und Wirtschaftssystemen der Erde
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Welche Auswirkungen Katastrophen auf Gesellschaft und Wirtschaft haben, ist kein Geheimnis. Nicht nur Naturkatastrophen, auch anthropogen bedingte Katastrophen, wie das in jüngster Vergangenheit passierte Attentat auf das World Trade Center mit seiner verheerenden Zerstörungskraft beweisen wie intensiv die sozioökonomischen Auswirkungen von Katastrophen sein können. Durch die Zerstörung oder Schädigung von ökonomischen Strukturen (z.B. Unternehmen, Netzwerke, Infrastruktur, Ressourcen) und sozialen Strukturen (z.B. Familien, politische Strukturen, Gesellschaftsformen) können globale Konsequenzen entstehen. Auch Naturkatastrophen können solche Ausmaße annehmen, nicht zu verachten die Schäden, die sie unmittelbar vor Ort anrichten. Ziel dieser Seminararbeit ist es, Konsequenzen von Naturkatastrophen für Gesellschaft und Wirtschaft aufzuzeigen.
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Zugrunde liegt ein induktives Prinzip. Zuerst werden empirische Fallbeispiele aus verschiedenen Ländern und Systemen und ein Beispiel aus der Antike angeführt. Dann werden allgemeine Aussagen formuliert.
Das Beispiel aus der Antike soll zeigen, wie der Mensch in antiken Hochkulturen mit den Folgen von Naturkatastrophen umging und wie er sie wahrnahm. Das Beispiel Kobe zeigt wie ein Erdbeben ein Weltwirtschaftszentrum traf und welche ökonomischen Konsequenzen bis hin auf globale Ebene dies hatte. Das Beispiel Erzincan aus der Türkei beschäftigt sich vor allem mit soziologischen Aspekten wie soziale Wahrnehmung und soziale Handlungsmuster. Mosambik verdeutlicht die Hilflosigkeit und die enormen Ausmaße einer Überschwemmungskatastrophe in einem Dritte-Welt-Land. Der analysierende und zusammenfassende Teil verdeutlicht noch einmal den Umgang mit Naturkatastrophen in der Antike und vergleicht die Betroffenheitsausmaße zwischen Industrie- und Entwicklungsländern.
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Sozioökonomische Folgen von Naturkatastrophen in unterschiedlichen Gesellschafts- und Wirtschaftssystemen der Erde
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Am 24. August 79 n. Chr. kam es zu einem verheerenden Ausbruch des Vesuvs in der Region um den Golf von Neapel. Der Vulkanausbruch zerstörte eine der fruchtbarsten und reichsten Landschaften Italiens. Campania felix - glückliches Kampanien - nannten die Römer diese dichtbesiedelte Gegend mit ihren üppigen Weinbergen, Getreidefeldern, den Thermalquellen, den schmucken Städten wie Pompeji und Herculaneuem und den luxuriösen Villen der Reichen. Die Bevölkerung hatte diesen Ausbruch nie befürchtet. Vielmehr hatte man Angst vor den häufiger auftretenden Erdbeben. Das letzte lag gerade 17 Jahre zurück und hatte einige Zerstörungen angerichtet, die immer noch nicht fertig restauriert waren. Pompeji glich nach wie vor einer großen Baustelle. Dass der Vesuv vulkanischer Natur sei, war der Bevölkerung, von ein paar Gelehrten abgesehen, unbewusst. Lag doch der letzte Ausbruch schon Jahrhunderte zurück (SONNABEND 1999: S. 10).
&KDUDNWHULVLHUXQJJGHVV9XONDQDXVEUXFKVVXQG$EODXIGHUU.DWDVWURSKHH Dieser Vulkanausbruch konnte aufgrund zeitgenössischer Berichte und eines ähnlich verlaufenden Ausbruchs des Mt. Pelée auf der Antilleninsel Martinique im Jahr 1902 von Geologen und Archäologen rekonstruiert werden. Es handelte sich um eine plinianische Eruption, ausgelöst dadurch, dass zähflüssiges und volatilreiches Magma an die Oberfläche gelangt. Solche Eruptionen gelten als hochexplosiv. Der Begriff „plinianisch“ stammt übrigens von den Naturbeobachtern Plinius, dem Älteren, der beim Untergang von Pompeji mit ums Leben kam und seinem Neffen Plinius, dem Jüngeren, der minutiös in seinen Briefen an Tacitus von dieser Katastrophe berichtete.
5
$EESkizze des Vesuvs bei Neapel (QUELLE: BAHLBURG & BREITKREUZ 1998: S. 231)
Im Zuge einer stark explosiven Eruption entwickelte sich eine hohe Eruptionswolke, aus der sich todbringende Glutwolken über Pompeji, Herculaneum und andere Orte wälzten (BAHLBURG & BREITKREUZ 1998: S.231). Außerdem erschütterten Erdstöße die Umgebung. Vulkangestein hagelte auf die Stadt. Die Häuser stürzten unter der Last zusammen. Es folgte eine gefährlichere zweite Phase, die in den frühen Morgenstunden des 25. August einsetzte. Die Glutwolken rasten über die Stadt hinweg und entzogen der Luft den Sauerstoff. Viele Menschen erstickten. Ein erneuter Hagel aus Asche und Bimsstein begrub Pompeji unter einer fünf Meter hohen Schicht. Herculaneum wurde von einem Strom aus flüssigem Magma und glühender Lava durchwälzt, die sich zu einer dicken Tuffsteinverpackung verhärtete (SONNABEND 1999: S. 10-12).
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Es wird davon ausgegangen, dass von den ca. 20.000 Einwohnern Pompejis 2.000 getötet wurden, also 10% der Bevölkerung. In Herculaneum waren die Opferzahlen geringer, da sich hier die Bevölkerung rechtzeitig in Sicherheit bringen konnte. Menschen, die versuchten per Schiff über das Meer zu fliehen, wurden von einer riesigen Flutwelle daran gehindert oder getötet. Bei den Ausgrabungen wurden erschütternde Funde gemacht von Skeletten, die dokumentierten, dass sich dieser Mensch auf der Flucht befand, jemanden zu retten versuchte oder aufgrund der niedrigen Stellung in der Gesellschaft in Gefangenschaft starb (angekettete Gladiatoren).
Zu damaliger Zeit regierte in Rom Kaiser Titus. Als man von dem Unglück erfuhr, wurden sofort Hilfsmaßnahmen in die Wege geleitet. Aus der Reihe der ehemaligen Konsuln wurde per Los eine Kommission gebildet mit der Aufgabe, die Rettungsaktionen in der
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Arbeit zitieren:
Konstantin Schmidt, 2002, Sozioökonomische Folgen von Naturkatastrophen in unterschiedlichen Wirtschafts- und Gesellschaftssystemen der Erde, München, GRIN Verlag GmbH
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