Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung 4
1.1 Ziele der Schule 4
1.2 Derzeitige Schulsituation 4
1.3 Kollegium 5
1.4 Tagesablauf 6
2 Aufgaben im Praktikum 6
2.1 Hauptaufgaben 7
2.2 Sonstige Aufgaben 9
3 Projekt im Praktikum 9
3.1 Planung des Projektes 9
3.1.1 Förderung im Musikunterricht 9
3.1.2 Kreisspiel „Wir sind verzaubert“ 11
3.1.3 Geplanter Ablauf des Kreisspieles 12
3.1.4 Hilfsmittel zur geplanten Unterrichtsgestaltung 12
3.1.5 Geplante Unterrichtsgestaltung 13
3.2 Durchführung des Projektes 17
3.2.1 Erste Durchführung des Projektes 17
3.2.2 Zweite Durchführung des Projektes 22
4 Auswertung des Projektes 25
4.1 Auswertung der ersten Durchführung 25
4.1.1 Positive Aspekte 25
4.1.2 Negative Aspekte 26
4.1.3 Resultierende Konsequenzen 28
4.2 Auswertung der zweiten Durchführung 28
4.2.1 Positive Aspekte 28
4.2.2 Negative Aspekte 29
4.2.3 Resultierende Konsequenzen 30
5 Reflexion des Praktikums 30
6 Literaturverzeichnis 32
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1 Einleitung
Ich absolvierte mein sechswöchiges Praktikum an einer Schule für Geistigbehinderte Kinder. Diese Hausarbeit soll mein Projekt im Praktikum dokumentieren. Das heißt hier sollen die Schritte der Planung, Durchsetzung und Auswertung des Projektes dargestellt werden. Beginnen möchte ich mit der Darstellung der Institution.
1.1 Ziele der Schule
Das Hauptziel der Schule ist die Förderung von Schülern, die ein Förderbedürfnis im Bereich der geistigen Entwicklung haben. Dieser Förderbedarf im Bereich der geistigen Entwicklung liegt bei den Schülern in sehr unterschiedlicher gradueller Ausprägung vor. Schwerpunkte bei der Förderung sind spezifische Entwicklungs-und Strukturierungshilfen für eine aktive Lebensbewältigung in sozialer Integration. Das heißt der Schüler soll lernen sich in der Umwelt zurechtzufinden und zu orientieren. Außerdem sollen die Schüler und Schülerinnen lernen soziale Beziehungen zu entwickeln. Die Schule möchte die Selbstversorgung der Schüler fördern und ihnen soweit wie möglich zur Existenzsicherung verhelfen.
1.2 Derzeitige Schulsituation
Zur Zeit werden 186 geistig behinderte Schülerinnen und Schüler an der Schule unterrichtet. Es gibt insgesamt 17 Klassen in fünf Schulstufen. Bei den Schulstufen handelt es sich um die Vorstufe, Unterstufe, Mittelstufe, Oberstufe und Werkstufe.
Ø Vorstufe:
Die Vorstufe beinhaltet das 1. - 2. Schulbesuchsjahr. In der Vorstufe werden unter anderem grundlegende Verhaltensweisen durch spielerisches Lernen vermittelt. (Fornefeld 2000, S. 106) In der Vorstufe gibt es momentan 4 Schulklassen mit insgesamt 35 Schülern.
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Ø Unterstufe:
Die Unterstufe beinhaltet das 3. - 5. Schulbesuchsjahr. Im Vordergrund stehen hier das Kennenlernen der eigenen Person und die Förderung der Selbstständigkeit bei täglich wiederkehrenden Aufgaben. (Fornefeld 2002, S.106)
In der Vorstufe gibt es momentan drei Schulklassen mit insgesamt 31 Schülern.
Ø Mittelstufe:
Die Mittelstufe beinhaltet das 6. - 8. Schulbesuchsjahr. Hier sollen die eingeübten Verhaltensweisen und Fertigkeiten gefestigt und die sprachliche Kommunikation erweitert werden. (Fornefeld 2002, S. 107) In der Mittelstufe gibt es momentan vier Schulklassen mit insgesamt 47 Schülern.
Ø Oberstufe:
Die Oberstufe beinhaltet das 9. - 11. Schulbesuchsjahr. Die Schüler werden stärker in die Planung und Gestaltung des Unterrichts einbezogen und das wichtigste Element ist die zunehmende Arbeit mit Werkzeugen, was auf größere Selbstständigkeit hinarbeitet. (Fornefeld 2002, S. 107)
In der Oberstufe gibt es momentan fünf Schulklassen mit insgesamt 63 Schülern.
Ø Werkstufe:
Die Werkstufe beinhaltet das 12. - 13. Schulbesuchsjahr. Die Werkstufe schafft Grundlagen für eine spätere berufliche Tätigkeit. Frühere Lerninhalte werden weiter fortgeführt. (Fornefeld 2002, S. 107) Momentan gibt es eine Werkstufe mit 10 Schülern.
1.3 Kollegium
Die Schüler werden zur Zeit von 23 Sonderschullehrerinnen und Sonderschullehrern und 22 Fachlehrerinnen und Fachlehrern betreut und unterrichtet. Hinzu kommen
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eine pädagogische Unterrichtshilfe, zwei Sozialpädagogen im Anerkennungsjahr und vier Lehramtsanwärter.
Die Stadt stellt ebenfalls eine Kinderpflegerin, vier Zivildienstleistende, einen Hausmeister und vier Küchenangestellte. Außerdem sind noch mehrere Integrationshelfer, Ergotherapeuten, Sprachtherapeuten und Physiotherapeuten an der Schule beschäftigt.
1.4 Tagesablauf
Da die Schule eine Ganztagsschule ist findet der Unterricht wie folgt statt:
• Montag - Donnerstag von 8.15 Uhr - 15.15 Uhr.
• Freitag von 8.15 Uhr - 12.15 Uhr.
Der Unterrichtstag orientiert sich an den langen Tagen an 3 Unterrichtsblöcken mit jeweils 90 Minuten. Die Zeit von 8.15 Uhr - 8.30 Uhr wird als individueller Einstieg in den Tag von jeder Klasse genutzt.
Von 10.00 Uhr - 10.45 Uhr haben die Schüler Frühstücks- und Hofpause. Das Mittagessen wird in der Zeit von 12.15 Uhr - 13.00 Uhr in den Klassenräumen unter Aufsicht und Anleitung der Lehrkräfte eingenommen.
Von 13.00 Uhr - 13.45 Uhr findet „Gestaltet Freizeit“ statt, wo die Kinder Gelegenheit zum freien und angeleiteten Spielen haben.
2 Aufgaben im Praktikum
Ich absolvierte mein Praktikum in einer der vier Vorstufenklassen. In der mir zugeteilten Klasse waren zehn Kinder im Alter von sieben bis acht. Ich gehörte zu einem Team bestehend aus einem Sonderschullehrer, zwei Fachlehrerinnen, die allerdings nur teilzeitbeschäftigt sind, und einer Integrationshelferin.
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2.1 Hauptaufgaben
Die Kinder sahen mich von Anfang an als eine Art Lehrerin. Ich war in alle Aufgaben, die während des Tagesablaufes anfielen, eingebunden.
Morgens gegen 8.05 Uhr empfing ich die Kinder vor der Schule und führte diese in die Klasse. In der Klasse mussten die Kinder zunächst ihre Schuhe ausziehen, die Jacke aufhängen und ihre Taschen in ihre Fächer wegräumen. Dabei achtete ich darauf, dass die Kinder ihre erste Aufgabe erledigten. Ich half, wenn sie nicht zurecht kamen, und leitete sie an. Um 8.15 Uhr beginnt der eigentliche Einstieg in den Tag. Jedes Kind musste sich etwas zum Spielen aussuchen und sich damit an seinem Platz oder in der Spielecke beschäftigen. An dieser Stelle half ich den Kindern bei der Wahl und achtete darauf, dass sie sich mit dem ausgesuchten Spielobjekt beschäftigten und sich nicht gegenseitig ablenkten. Meistens setzte ich mich dazu und spielte mit, indem ich sie anleitete und ihnen zum Beispiel bei Lernspielen zur Lösung verhalf.
Wenn die Spielzeit beendet war, mussten die Kinder ihre Sachen wieder wegräumen und mit ihrem Stuhl zum Stuhlkreis gehen. Damit das nicht zu lange dauerte half ich den Kindern auch an dieser Stelle und achtete darauf, dass bestimmte Kinder sich nicht nebeneinander setzten, weil sonst Unruhe vorprogrammiert gewesen wäre. Nach dem Morgenkreis hatten die Kinder je nach Unterrichtsfach eine bestimmte Aufgabe, wie zum Beispiel im Fach Hauswirtschaft die Zubereitung eines Obstsalates. Bei der Bewältigung dieser Arbeit half ich einem Kind, das nicht so gut ist im Umgang mit einem Messer, beim Schneiden des Obstes. Meine Hauptaufgabe bei den Arbeitsphasen war es allerdings darauf zu achten, dass die Kinder sitzen bleiben und ihre Arbeitsaufgaben erledigen, das heißt ich musste sie motivieren und anleite n.
In der Frühstückspause war immer ein Kind für das Decken des Tisches zuständig. Die anderen holten ihr Frühstück und setzten sich anschließend hin. Hier achtete ich darauf, dass jeder sein Frühstück holte und noch nicht zu essen begann bevor alle am Tisch saßen oder ich holte gemeinsam mit dem zuständigen Schüler das Frühstücksgeschirr und half diesem beim Tischdecken. Nach der Frühstückspause sind immer drei Schüler zuständig für das Abräumen und Wischen der Tische. Zuerst muss der erste Schüler das Frühstücksgeschirr abräumen und die Reste
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ordnungsgemäß entsorgen, wie z.B. Joghurtbecher in den gelben Müllsack werfen. Hierbei musste ich den jeweiligen Schüler anleiten und ihm immer wieder die Systematik der Mülltrennung anhand von Bildern auf den verschiedenen Tonnen erklären. Der nächste Schüler musste die Tische abwischen. Generell brauchten alle Schüler bei dieser Aufgabe meine Handführung. Der dritte Schüler musste die Tische trocken wischen und brauchte an dieser Stelle auch meine Anleitung. Nach der Frühstückspause haben die Kinder Hofpause und müssen ihre Schuhe und Jacken anziehen. Einige brauchten dabei Hilfe und andere wiederum mussten dazu angeleitet werden, dies selbständig zu tun.
In der Hofpause führte ich mit dem anderen Lehrpersonal Aufsicht und musste agieren, wenn es z.B. zu Streitigkeiten kam, generell die Regeln nicht eingehalten wurden oder ein Kind es nicht allein auf die Wippe schaffte. Am Ende der Hofpause musste ich die Kinder wieder in die Klasse führen und sie wie auch schon am Morgen anleiten, ihre Jacken und Schuhe auszuziehen.
Nach der Hofpause folgte immer eine Arbeits- oder Spielphase, wo ich die Kinder anleitete und den Schülern half, die Schwierigkeiten hatten, die Aufgabe, z.B. das Prickeln von Kühen zum Thema Bauernhof, zu bewältigen. Ich setzte mich hinter das Kind und half diesem mit meiner Handführung. Die schwierigste Aufgabe war allerdings die Kinder zu motivieren und vor dem Aufstehen zu hindern. Nach der zweiten Arbeitsphase musste wieder ein Schüler den Tisch decken, denn es gab gegen 12.15 Uhr Mittagessen. Wie auch bei dem Frühstück half ich dem zuständigen Schüler beim Decken des Tisches. Während des Mittagessens verteilte ich das Essen und half den zuständigen Schülern beim Aufräumen und Wischen. Auch hier m usste ich die Kinder anleiten, z.B. den Tisch abzuräumen ohne andauernd sich von anderen Mitschülern ablenken zu lassen. Nach dem Mittagessen durften die Kinder meistens erneut auf den Pausenhof und ich führte wie auch in der ersten Hofpause Aufsicht.
Gegen 14.30 Uhr führte ich die Kinder wieder in die Klasse und half ihnen ihre Sachen zusammenzupacken. Oft gab es an dieser Stelle noch etwas zu trinken, Obst oder Kekse, die ich an die Kinder verteilte.
Um 15.15 Uhr begleitete ich die Kinder nach draußen zu ihren Bussen und stellte sicher, dass sie auch in den richtigen Bus steigen. Zurück in der Klasse half ich noch beim Aufräumen, wie z.B. dem Stühle hochstellen, und danach war mein Arbeitstag beendet.
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Insgesamt kann man sagen, dass meine Hauptaufgaben das Anleiten und Betreuen der Schüler waren.
2.2 Sonstige Aufgaben
An einigen Tagen durfte ich mit zwei Kindern in den so genannten Snoezelraum. Der Snoezelraum dient der Entspannung und bietet eine erholsame Atmosphäre. Er bietet den Kindern viele Materialien, die die Sinneswahrnehmungen anregen sollen. Vor der Nutzung des Snoezelraums mussten die Kinder zuerst ihre Schuhe ausziehen und dann durften sie spielen, z.B. im Bällchenbad toben. An dieser Stelle leitete ich die Kinder an und gab ihnen ein paar Id een, welche Spielmöglichkeiten sie hatten. Sie konnten zum Beispiel ins Bällchenbad springen oder sich reinlegen und komplett unter den Bällchen verstecken.
3 Projekt im Praktikum
3.1 Planung des Projektes
Bevor ich mich für ein bestimmtes Projekt entschied schaute ich mir erst einmal den gesamten Unterricht genauer an. Es war schnell zu erkennen, dass die Kinder sehr viel Spaß an Musik hatten. Daher entschied ich mich für ein Projekt im Musikunterricht.
Musik fördert geistige Kinder in vielerlei Hinsicht. Dies soll im Folgenden genauer dargestellt werden.
3.1.1 Förderung im Musikunterricht
Die Erziehung durch Musik hat das Ziel, auf die Persönlichkeitsentwicklung einzuwirken.
„Der Musikunterricht fördert geistig behinderte Kinder im Bereich der Motorik und der Wahrnehmung, der Kommunikation, der Emotionalität und des Sozialverhaltens, […]“ (Fornefeld 2002 S. 110)
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Arbeit zitieren:
Anna-Maria Skora, 2005, Musikunterricht mit geistig behinderten Kindern, München, GRIN Verlag GmbH
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