Christine Schlapa
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung 3
2 Was ist Trauer 4
2.1 Allgemein 4
2.2 Die normale unkomplizierte Trauer 4
2.3 Komplizierte Trauer 5
2.4 Die vier Traueraufgaben nach Worden 5
3 Die Trauerberatung 8
3.1 Wann ist Trauerberatung nötig 8
3.2 Abgrenzung zur Trauertherapie 8
3.3 Ziele 8
3.4 Grundsätze 9
3.5 Wo und ab wann sollte die Trauerberatung stattfinden 13
4 Zusammenfassung 14
Literaturverzeichnis 16
Anhang 16
Trauerberatung 3
1 Einleitung
St to op p a al ll l t th he e c cl lo oc ck k s s, , c cu ut t o of ff f t th he e t te el le ep ph ho on ne e. .
S
Im Leben eines jeden Menschen ist Abschied ein normales Phänomen. Jeder Mensch durch- lebt in seinem Leben verschiedenste Abschiede z.B. von Beziehungspartnern, von zu Hause, um ein eigenständiges Leben zu beginnen oder von Kollegen. Trotz der großen Bedeutung des Abschieds im menschlichen Leben und Zusammenleben ist er immer noch ein Tabuthema. Über Abschied wird in unserer Gesellschaft selten gesprochen.
Die einschneidendste Situation, in der ein Abschied stattfindet, ist zweifelsohne der Tod eines Menschen.
Der Tod eines nahe stehenden Menschen verändert das Leben einer Person grundlegend. Verwandte und Freunde sind oft nicht imstande, den Trauernden die nötige Unterstützung zu geben, weil sie die starken Emotionen nicht nachempfinden und auffangen können oder selbst gehemmt sind, sich mit diesem Thema aus einander zu setzen bzw. die Ansicht vertreten, der Trauernde müsse seine Situation, also den Tod des geliebten Menschen mit Fassung tragen.
Aus diesem Grunde gibt es die Trauerberatung, die Hinterbliebenen helfen kann, Abschied vom geliebten Menschen zu nehmen, wenn sie damit Schwierigkeiten haben.
In meiner Hausarbeit möchte ich mich daher mit dem Thema Trauerberatung nach einem To- desfall beschäftigen.
Im zweiten Kapitel meiner Hausarbeit möchte ich den Begriff Trauer allgemein definieren. Des Weiteren möchte ich die Begriffe normale und komplizierte Trauer erklären, um sie vo n- einander abzugrenzen, da sich die Trauerberatung als Hilfestellung nur auf die normale Trauer bezieht und die komplizierte Trauer Gegenstand einer Trauertherapie sein muss. Im vierten Unterpunkt möchte ich dann auf die vier Aufgaben der Trauer eingehen, die ein Trauernder zu bewältigen hat, um nach einer gewissen Zeit seine Trauer abschließen zu kön-
Trauerberatung 4
nen, auch möchte ich hier benennen, was passiert, wenn diese Traueraufgabe nicht bewältigt wird.
Im dritten Kapitel möchte ich dann explizit auf die Trauerberatung eingehen. Ausgehend von den Traueraufgaben möchte ich erklären, wann bzw. bei wem Trauerarbeit nötig ist. In einem zweiten Punkt möchte ich wie bereits erwähnt auf die Abgrenzung zw i- schen Trauerberatung und Trauertherapie eingehen unter Einbeziehung der im 2. Kapitel er- klärten Begriffe „normale“ und „komplizierte“ Trauer.
Im vierten Punkt des dritten Kapitels werde ich Grundsätze der Trauerberatung beschreiben, die auf den vier Traueraufgaben basieren.
Im fünften und letzten Punkt möchte ich dann noch einmal festhalten, wo und ab welchem Zeitpunkt nach dem Todesfall die Trauerberatung stattfinden sollte.
2 Was ist Trauer?
Le et t a ae er ro op pl la an ne es s c ci ir rc cl le e m mo oa an ni in ng g o ov ve er rh he ea ad d L
2.1 Allgemein
Allgemein kann gesagt werden, dass die Trauer eine psychische Reaktion auf Verlust ist. Sie kann als ein Mittel gesehen werden, „…um unsere innere Welt der Realität anzupassen.“ (Volkan / Zintl 2000, S. 10) und wird vom Gefühl des Schmerzes begleitet (vgl. ebd. S. 10).
2.2 Die normale / unkomplizierte Trauer
Die normale Trauer ist keine schmerzfreie Trauer. Normal Trauern bedeutet, dass es normal ist, einige Wochen und Monate nach einem Todesfall bestimmte Trauerreaktionen zu zeigen (vgl. Volkan / Zintl 2000, S. 20).
Zu diesen gehören Gefühle wie Traurigkeit, Zorn, Schuldgefühle gegenüber dem Toten bzw. den Umständen seines Todes, Angst, Hilflosigkeit, Einsamkeit, Sehnsucht, Schock und Abge- stumpftheit. Jedoch können auch körperliche Empfindungen bzw. Beschwerden Trauerreak-
Trauerberatung 5
tionen sein (Appetitverlust, Schlafstörungen und körperliche Leiden wie Übelkeit, Kopf- schmerzen, Mundtrockenheit usw.) (vgl. Bacqué 1994, S. 62-63; Worden 1986, S.29-33). Auch bestimmte Verhaltensweisen können als Trauerreaktion beschrieben werden, dies könnten z.B. Rückzug aus dem sozialen Leben, geistesabwesendes Verhalten oder Unr uhe sein (vgl. Bacqué 2000, S. 63, Worden 1986, S. 35-38).
Auch die Wahrnehmung des Hinterbliebenen wird durch die Trauer verändert. Anfänglich kann dies z.B. Unglaube bzw. „Nichtwahrhabenwollen“ sein, bei der Nachricht des Todes oder Zustände der Verwirrung, Gefühle der Anwesenheit des Verstorbenen bis hin zu Hallu- zinationen (vgl. Worden 1986, S. 33 – 35).
All diese Reaktionen können innerhalb einer normalen Trauer auftreten.
2.3 Komplizierte Trauer
Allgemein spricht man von komplizierter Trauer, wenn der Trauernde das Ereignis des Todes bzw. des Verlustes nicht bewältigen kann und sein Trauern erheblich von einem normalen Trauerprozess abweicht (vgl. Goldbrunner 1996, S. 36 / Bacqué 1994, S. 66). Es gibt verschiedene Formen der komplizierten Trauer: larvierte, chronische, verzögerte und übertriebene Trauerreaktion (vgl. Goldbrunner 1996, S. 36; zit. n. Worden 1983, S. 76 ff.).):
Larvierte Trauer bedeutet, dass der Person selbst bestimmte Verhaltensauffälligkeiten be- wusst sind, sie diese jedoch nicht mit der Trauer in Verbindung bringt.
Chronisch bedeutet, dass die Trauer lange anhält und nie endgültig zu einem Abschluss kommt.
Verzögert bedeutet, dass der Trauernde anfänglich nur geringe Trauerreaktionen zeigt, j e- doch später bzw. bei einem erneuten Verlust zeigt der Trauernde heftige Trauerreaktionen, die übertrieben scheinen.
Von übertriebener Trauer wird gesprochen, wenn die Trauer so lähmend und übermäßig auf- tritt, dass der Trauernde Hilfe benötigt.
2.4 Die vier Traueraufgaben
Nach Bacqué (1994, S.66) und Worden (1986, S. 18) liegt die Notwendigkeit des Trauerns darin begründet, dass durch das geistige Verarbeiten eines Verlustes (durch den Vollzug be- stimmter Traueraufgaben) dem Trauernden ermöglicht wird, sein Gleichgewicht wieder zu
Arbeit zitieren:
Christine Schlapa, 2004, Trauerberatung, München, GRIN Verlag GmbH
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