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Mobbing – Konflikte am Arbeitsplatz?

Definitionen, Verlauf, Prävention - ein kurzer Überblick

Titel: Mobbing – Konflikte am Arbeitsplatz?

Referat (Ausarbeitung) , 2005 , 16 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Mario Albrecht (Autor:in)

BWL - Unternehmensführung, Management, Organisation
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Mobbing ist, wie es Zahlen aus Statistiken verdeutlichen werden, heutzutage in der Arbeitswelt weitverbreitet. Es führt zur Beeinträchtigung der Leistungsfähigkeit des Unternehmens und verursacht immense Kosten. Trotzdem wird das Vorkommen von Mobbing geduldet. Es wird viel darüber geredet, so dass man heute davon sprechen kann, dass es sich zu einem Modethema entwickelt hat. Geht es jedoch um die Klärung schwelender Konflikte im eigenen Umfeld, so wird zum Thema Mobbing geschwiegen. Mobbing ist also auch gleichzeitig ein Tabuthema. Der „Mobbing-Report“ der Sozialforschungsstelle Dortmund (Meschkutat, Stackelbeck, Langenhoff 2002) gibt an, dass 2,7 % der Erwerbstätigen davon betroffen sind. Davon erkranken 49,3 %; jeder neunte Arbeitnehmer ist mindestens einmal in seinem Arbeitsleben von Mobbing betroffen, so die Statistik (Meschkutat, Stackelbeck, Langenhoff 2002, 2f). Der Deutsche Gewerkschaftsbund spricht von 1,5 Millionen Opfern im Jahr 2002 und beziffert den Schaden auf 15 Milliarden Euro im gleichen Jahr (http://bmgs.bund.de/deu/txt/aktuelles /pm/pm_bma_2002/index.cfm, 24.01.2005). In meiner Ausarbeitung werde ich zwei verschiedene Definitionen, speziell die von Heinz Leymann (1993) und die von Oswald Neuberger (1994) gegenüberstellen. Die begünstigenden Umstände und die Ursachen sollen genannt werden. In einem gesonderten Kapitel wird auf die spezielle Situation in der Pflege eingegangen. Meine Hauptquellen bestehen in den Publikationen von Leymann (1993) und Neuberger (1999). Der schon oben zitierte „Mobbing-Report“ (Meschkutat, Stackelbeck, Langenhoff 2002) wird weitere Zahlen liefern. Die Verwendung der Begriffe „Opfer“ oder „Täter“ spiegelt nicht meine Meinung wider, sondern geschieht nur im Bezug auf deren Vorkommen in der Quellenliteratur.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

0. Einführung

1.0 Definitionen

1.1 Die Definition von Leymann

1.2 Neubergers Definition

1.3 Juristische Definition

1.4 Vergleich

2.0 Verlauf

2.1 Der Konflikt

2.2 Mobbing-Ursachen

2.3 Phasen

2.4 Das „Opfer“

2.5 Die „Täter“

2.6 Auswirkungen auf die Wirtschaft

3. Gegenmaßnahmen

4.0 Mobbing in der Pflege

4.1 Mobbing begünstigende Entwicklungstendenzen

4.2 Betroffene Pflegekräfte

4.3 Pflegerische Spezifik

4.4 Beispielsituation

4.5 Fazit

5. Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit zielt darauf ab, den Begriff „Mobbing“ fundiert zu definieren, den Verlauf von Mobbingprozessen zu analysieren und präventive sowie intervenierende Strategien aufzuzeigen, wobei ein besonderer Fokus auf der spezifischen Situation im Pflegebereich liegt.

  • Definitionen und wissenschaftliche Einordnung von Mobbing
  • Ursachen und Phasenverlauf von Mobbing am Arbeitsplatz
  • Wirtschaftliche Folgen von Mobbing
  • Besonderheiten und Fallbeispiele von Mobbing in der Pflege
  • Möglichkeiten des Managements zur Prävention und Intervention

Auszug aus dem Buch

4.4 Beispielsituation

Nachfolgend ein Beispiel aus der Pflege, welches das Entstehen eines Grundkonfliktes veranschaulicht:

„Die Dienstübergabe findet im Pflegeteam des Altenheimes statt. Frau Klein schildert eine schwierige Pflegesituation mit der Bewohnerin Frau Groß. Die Mitarbeiter im Pflegeteam sind sehr unruhig, sie unterhalten sich leise mit den Kollegen und hören Frau Klein nur halbherzig zu. Als Inge Schmidt über ihre Arbeit mit den Bewohnern spricht, ist es schlagartig ruhig. Der Wohngruppenleitung, Frau Grau, ist schon aufgefallen, dass Frau Klein von der Gruppe nicht so aktzeptiert wird. Keine der Mitarbeiterinnen im Team möchte mit Frau Klein zusammenarbeiten. Sie bemerkt die Ablehnung der Mitarbeiter im Team, möchte ihre Beobachtung aber nicht im Team vorbringen, da Inge Schmidt die anderen Mitarbeiterinnen stark beeinflussen kann. Sie will sich nicht mit ihr anlegen und schiebt ihre Beobachtung einfach beiseite.“ (aus: Kirchner 2000, 19)

Noch ist eine Mobbingsituation nicht gegeben. Dennoch ist die Ausgrenzung einer Mitarbeiterin zu beobachten. Es bedarf eines einfachen Anlasses, weiterer Aktivitäten der anderen Mitarbeiterinnen, um aus dieser Situation Mobbing werden zu lassen. Deutlich ist die Zurückhaltung der Leitung gegenüber der dominanten Mitarbeiterin Inge Schmidt. Diese konnte ihre Machtposition ausbauen und festigen und kann mit der Akzeptanz der Gruppe rechnen. Das frühzeitige Eingreifen der Leitung oder anderer Teammitglieder hätte diesen Gruppenprozess beeinflussen können.

Zusammenfassung der Kapitel

0. Einführung: Darstellung der gesellschaftlichen Relevanz von Mobbing als Tabuthema und Vorstellung der methodischen Vorgehensweise.

1.0 Definitionen: Gegenüberstellung unterschiedlicher Mobbing-Definitionen, insbesondere durch Heinz Leymann und Oswald Neuberger.

2.0 Verlauf: Analyse des Übergangs von einem ungelösten Konflikt hin zu Mobbing, inklusive Ursachen, Phasen und Auswirkungen.

3. Gegenmaßnahmen: Erörterung möglicher Interventionsstrategien durch das Management und die Bedeutung der frühzeitigen Konfliktlösung.

4.0 Mobbing in der Pflege: Untersuchung der spezifischen Belastungssituationen im Pflegealltag und deren Einfluss auf das Mobbingrisiko.

5. Zusammenfassung: Resümee der Arbeit mit dem Appell an ein kompetentes Management zur Schaffung eines positiven Betriebsklimas.

Schlüsselwörter

Mobbing, Arbeitsplatz, Konfliktmanagement, Pflege, Leymann, Neuberger, Betriebsklima, Führung, Prävention, Stigmatisierung, psychosozialer Stress, Diversitiy Training, Supervision, Opfer, Täter.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Definition, dem Verlauf, den Ursachen und den Präventionsmöglichkeiten von Mobbing am Arbeitsplatz, mit einem speziellen Fokus auf den Pflegebereich.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder umfassen die theoretische Definition von Mobbing, die Analyse von Konflikteskalationen, die wirtschaftlichen Auswirkungen sowie die Rolle des Managements in der Pflege.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, ein besseres Verständnis für Entstehungsprozesse von Mobbing zu entwickeln und praxisnahe Ansätze zur Vorbeugung durch Führungskräfte aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor stützt sich auf eine Literaturanalyse relevanter Fachquellen (u.a. Leymann, Neuberger, Mobbing-Report) und verknüpft diese mit spezifischen Beobachtungen aus der Pflegepraxis.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Definitionen, den Prozessverlauf von Konflikten, allgemeine Gegenmaßnahmen und eine dedizierte Analyse von Mobbing im Pflegemanagement.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Mobbing, Arbeitsklima, Konfliktmanagement, Führung, Prävention, Pflege, psychischer Stress und Unternehmensphilosophie.

Warum spielt das Führungsverhalten eine solch entscheidende Rolle in der Arbeit?

Da Mobbing oft durch unklare Aufgabenverteilung oder Duldung durch Vorgesetzte begünstigt wird, sieht der Autor die Schulung und Kompetenzentwicklung der Führung als essenzielle Mobbingprävention.

Was zeigt das Beispielsituation-Kapitel im Bereich Pflege auf?

Es veranschaulicht, wie durch die Duldung von Gruppendynamiken und Machtpositionen einzelner Mitarbeiterinnen der Nährboden für Mobbing entsteht, sofern die Leitung nicht frühzeitig eingreift.

Ende der Leseprobe aus 16 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Mobbing – Konflikte am Arbeitsplatz?
Untertitel
Definitionen, Verlauf, Prävention - ein kurzer Überblick
Hochschule
Alice-Salomon Hochschule Berlin
Note
1,3
Autor
Mario Albrecht (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2005
Seiten
16
Katalognummer
V40191
ISBN (eBook)
9783638387651
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Mobbing Konflikte Arbeitsplatz
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Mario Albrecht (Autor:in), 2005, Mobbing – Konflikte am Arbeitsplatz?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/40191
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Leseprobe aus  16  Seiten
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