Semesterbegleitende Hausarbeit Miragtionssoziologie Nichtdeutsche Bevölkerung Hamburgs 1975 - 1999
Die soziodemographische Entwicklung der nichtdeutschen Bevölkerung der
Freien und Hansestadt Hamburg im Zeitraum 1975 - 2000 am Beispiel stark
vertretener Ethnien.
Inhalt
Einleitung
- Zieldefinition bzw. Grund dieser Hausarbeit
- Methode & damit verbundene Probleme
Hauptteil
1. Demographie - gegenläufige Entwicklungen 1.1. Entwicklung des Ausländeranteils 1.2. Herkunft 1.3. Altersstruktur 1.4. Aufenthaltsdauer
2. Lokalität - Segregation und Konzentration 2.1. Räumliche Verteilung in Hamburg - Konzentration 2.2. Soziale Distanz sowie Wohnung und Wohnumfeld
Fazit
- Eigene abschließende Bemerkungen
Quellenverzeichnis
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Semesterbegleitende Hausarbeit Miragtionssoziologie Nichtdeutsche Bevölkerung Hamburgs 1975 - 1999
Zieldefinition bzw. Grund dieser Hausarbeit
Da ich selbst weder im Familien- noch im näheren Freundes- und Bekanntenkreis Menschen nichtdeutscher Herkunft habe, war es für mich wichtig, dieses Thema zu behandeln. Ich wollte mich so einer für mich bisher unbekannten Materie nähern.
Diese Hausarbeit ist aus meiner persönlichen Ansicht heraus entstanden, dass der Stellenwert der nichtdeutschen Bevölkerung Hamburgs oft falsch eingeschätzt und unzureichend gewürdigt wird. Häufig werden vorschnell irgendwelche Aussagen, meist subjektiv induziert, über Mitbewohner getroffen, die objektiv nicht nachvollziehbar sind. Dabei spielen meist ganz bestimmte Motive und Ideologien eine wesentliche Rolle. Aber auch eigene Ängste und die gesamtwirtschaftliche Lage beeinflussen die Meinungsbildung eines Individuums in Bezug auf nichtdeutsche Mitbewohner. Insofern ist es wichtig, gezielt und entschlossen gegen falsche Bilder vorzugehen. Dies kann meiner Meinung nach nur durch eine Fülle anschaulich vermittelter Zahlen geschehen. Diese Hausarbeit soll nun einige frei zugängliche Daten zusammenfassen und in komprimierter Form wiedergeben.
Methode & damit verbundene Probleme
Nach einer umfassenden Datensammlung, die sowohl im Internet als auch in gedruckt publiziertem Material stattfand, bestand meine Aufgabe ich der Selektion und Bewertung der verschiedenen Aussagen. Ich musste mir Gedanken zu deren sinnvollen Komprimierung und der jeweiligen Sinnhaftigkeit machen. Im Anschluss daran galt es, das selektierte und bewertete Material in aussagekräftige Bilder zu packen und effektiv zu präsentieren. Diese vorliegende Hausarbeit ist insofern der Anhang einer am 10. Januar 2002 an der HWP gehaltenen Präsentation.
Problematisch bei der Datensuche war meiner Ansicht nach besonders, dass es in Hamburg mindestens drei verschiedene Datenquellen gibt. So unterscheiden sich die Zahlen, die aus dem Ausländerzentralregister (AZR) stammen, auf Grund jeweils unterschiedlicher Fehlerquellen oftmals von den Zahlen des Statistischen Landesamtes, die in der Regel aus dem Melderegister und der Fortschreibung der Ergebnisse der Volkszählung von 1987 basieren. In dieser Hausarbeit beziehe ich mich zumeist auf die vom Statistischen Landesamt Hamburg erhobenen Daten.
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Semesterbegleitende Hausarbeit Miragtionssoziologie Nichtdeutsche Bevölkerung Hamburgs 1975 - 1999
Der Erste Teil meiner Hausarbeit bezieht sich sehr stark auf das Zahlenmaterial. Der Zweite Teil hingegen besonders auf die Buchquellen und Ergebnisse einer durch das Projekt Integration in Hamburg durchgeführten repräsentativen Studie. Die Untersuchung ’Leben und Wohnen in Hamburg’ wurde im Sommer 1999 postalisch unter 6.000 Personen in der Freien und Hansestadt Hamburg - gefördert durch Mittel der Stadt und der Ausländerbeauftragten - durchgeführt. Dabei wurden insgesamt n eun verschiedene Nationalitäten befragt (Deutsche, Türken, BR-Jugoslawen, Polen, Afghanen, Iraner, Portugiesen, Griechen und Ghanaer).
1. Demographie - gegenläufige Entwicklungen
1.1. Entwicklung des Ausländeranteils
Laut der Zählung des Statischen Landesamtes Hamburg betrug der Anteil Hamburgs nichtdeutscher Bevölkerung, also Menschen, die über keinen deutschen Pass verfügen, 1975 6,78% der Gesamtbevölkerung. Dies entsprach damals 116.396 Menschen. Dem gegenüber stehen im Jahre 1999 15,36% oder 261.871 Personen. Zieht man jedoch das Melderegister zu Rate, so ergeben sich andere Zahlen. Hier wird 1975 von 7,22% oder 124.075 bzw. 1999 von 15,90% oder 273.086 gesprochen. Zum Vergleich: Die Stadt Frankfurt am Main hatte Ende 1997 einen Ausländeranteil von rund 30 Prozent. Bemerkenswert ist, dass der Ausländeranteil in Hamburg in den genannten 25 Jahren kontinuierlich, zumeist im mittleren einstelligen Prozentbereich, gestiegen ist. 1
Dem gegenüber haben sich die Zahlen der deutschen Bevölkerung konträr entwickelt. So sank die Zahl der Deutschen in Hamburg von 1.600.987 (1975) auf 1.442.864 (1999). Lediglich Ende der achtziger Jahre kam es kurzzeitig zu einer gegenläufigen Bewegung. Die gesamte Entwicklung lässt s ich jedoch relativ einfach mit dem Begriff der ’Umlandmigration’ erklären. D.h., die Menschen arbeiten zwar in der Metropole, leben allerdings in Gebieten, die der Stadt nicht direkt zugerechnet werden. Gründe sind z.B. geringere
Lebenshaltungskosten und eine andere Lebensqualität.
1 Siehe vergleichende Grafik in der Präsentation
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Arbeit zitieren:
Michael A. Braun, 2002, Die soziodemographische Entwicklung der nichtdeutschen Bevölkerung der Freien und Hansestadt Hamburg im Zeitraum 1975 - 1999 am Beispiel stark vertretener Ethnien, München, GRIN Verlag GmbH
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