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Die Hilfsschule zur Zeit des Nationalsozialismus

Título: Die Hilfsschule zur Zeit des Nationalsozialismus

Trabajo Escrito , 2005 , 21 Páginas , Calificación: gut

Autor:in: Susanne Täntzler (Autor)

Pedagogía - Historia de la pedagogía
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„Das einzige positive Selbstgefühl, das der Mensch kennen kann,
gründet auf der Voraussetzung, dass er gut, richtig und willkommen ist.
Ohne diese Überzeugung ist ein Mensch, welchen Alters auch immer, verkrüppelt durch Mangel an Vertrauen, an vollen Selbstgefühl, an Spontaneität und Würde.
Ohne das Gefühl des Richtigseins hat man kein Gespür dafür, wieviel an Wohlgefühl, Sicherheit, Hilfe, Gesellschaft, Liebe, Freundschaft, Gegenständen, Lust oder Freude man beanspruchen kann.
Das Ziel des Lebens ist Leben. Das Ziel des Wohlbefindens ist, all das zu ermutigen, was Wohlbefinden hervorruft.“
(Jean Liedloff: Auf der Suche nach dem verlorenen Glück. 1985)

Fast auf den Tag genau sind sechzig Jahre vergangen, als der II. Weltkrieg sein Ende fand und mit ihm der nationalsozialistische Staat.
Überall in den Medien werden wir heute verstärkt an das Kriegsende und an die Verbrechen der damaligen Zeit erinnert (Arbeitslager, Konzentrationslager etc.). Eine Randgruppe - die Menschen mit Behinderung, die von der nationalsozialistischen Herrschaft schwer betroffen waren, soll Schwerpunkt dieser Arbeit sein. Im Speziellen wird in dieser Schrift die Hilfsschule im Nationalsozialismus beleuchtet.
Am Anfang wird der Einfluss sozialdarwinistischer Gedanken auf die Einstellung zum Behinderten und ökonomische Überlegungen aufgezeigt.
Der inhaltliche Schwerpunkt dieser Arbeit sind die Aufgaben der Hilfsschule im Nationalsozialismus.
Als ein wichtiger Punkt soll weiterhin der Zusammenhang zwischen Hilfsschule und der Euthanasie Bearbeitung finden. Die Hilfsschule war sehr von den unterschiedlichen sozialen und politischen Phasen des Nationalsozialismus beeinflußt. Genauer werde ich auf die Phase im II. Weltkrieg eingehen. Als Beispiel für eine Hilfsschule soll die Pestalozzischule in Halle (Saale) dienen. In meiner Schlußbetrachtung werde ich einige Gedanken zur Aussonderung von Menschen mit Behinderung in unserer Zeit darlegen.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Bild des behinderten Menschen in der Geschichte

3. Rückblick in die Entstehungsgeschichte der Sonderschule

4. Hilfsschule im Dritten Reich

4.1 Sozialdarwinismus und Nationalsozialismus

4.2 Einfluss sozialdarwinistischer Gedanken auf die Einstellung zum behinderten Menschen

4.3 Ökonomische Überlegungen zur Hilfsschule

4.4 Aufgaben der Hilfsschule im Nationalsozialismus

4.5 Hilfsschule und Euthanasie

4.6 Hilfsschule im II. Weltkrieg

5. Die Hilfsschule am Beispiel der Pestalozzischule in Halle (Saale)

6. Schlußbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Rolle und Entwicklung der Hilfsschule während der Zeit des Nationalsozialismus, eingebettet in den historischen Kontext der Ausgrenzung behinderter Menschen. Ziel ist es, die ideologische Instrumentalisierung der Schule sowie die konkreten Auswirkungen auf Schüler und Lehrkräfte zu analysieren und kritisch zu hinterfragen.

  • Sozialdarwinistische Einflüsse auf die Pädagogik
  • Die Sammelbecken- und Entlastungsfunktion der Hilfsschule
  • Verhältnis zwischen Hilfsschule und Euthanasie-Maßnahmen
  • Fallbeispiel: Pestalozzischule in Halle (Saale)
  • Historischer Wandel der Integrationsauffassung

Auszug aus dem Buch

4.4 Aufgaben der Hilfsschule im Nationalsozialismus

„Der Nationalsozialismus tritt sehr früh mit dem Anspruch an, das Schulsystem nach seinen Vorstellungen umzugestalten“. Die Schule war von jeher ein sehr wichtiges Instrument um ideologische und politische Ziele umzusetzen. Konkrete Anforderungen an die Hilfsschule kamen insbesondere nach 1935 auf. Nach der Machtübernahme waren sich die zuständigen Behörden nicht ganz einig darüber, wie mit der Hilfsschule weiter verfahren werden sollte. Durch das „Gesetz zur Verhütung erbkranken Nachwuchs“ vom 14. Juli 1933 bekam die Hilfsschule aber eine ganz neue Legitimationsgrundlage.

Da viele Schüler der Hilfsschule von diesem Gesetz betroffen waren, kam eine neue Aufgabenstellung auf die Lehrer zu. Hilfsschullehrer sollten aktiv an der Durchführung dieses Gesetzes mitwirken. Bei der Erfassung des Personenkreises hatte die Hilfsschule eine wichtige Aufgabe. Viele Hilfsschulpädagogen begrüßten diese neue Aufgabe sehr. So schreibt Alfred Krampf 1935 in seinem Artikel: „Sterilisierung und Hilfsschule“: „Freimütig in aller Öffentlichkeit erklären wir, daß die Hilfsschule das Sammelbecken darstellen, in das der Arzt mit Schere und Sonde hineingreifen kann, und daß sie durch Vereinigung und Studium der Erbkranken oder so Erscheinende die Möglichkeit einer Ausmerze schaffen.“

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Arbeit gibt einen Überblick über den Fokus auf die Hilfsschule im Nationalsozialismus und ordnet das Thema in die historische Verfolgung behinderter Menschen ein.

2. Bild des behinderten Menschen in der Geschichte: Es wird die gesellschaftliche Ausgrenzung und Diskriminierung behinderter Menschen von der Antike bis zur frühen Neuzeit nachgezeichnet.

3. Rückblick in die Entstehungsgeschichte der Sonderschule: Das Kapitel beschreibt die Ursprünge der Sonderschule seit Ende des 18. Jahrhunderts und die Differenzierung in verschiedene Schultypen.

4. Hilfsschule im Dritten Reich: Die Analyse zeigt auf, wie sozialdarwinistische Ideologie und ökonomische Faktoren die Hilfsschule unter Druck setzten und ihr neue, menschenverachtende Aufgaben zuwiesen.

5. Die Hilfsschule am Beispiel der Pestalozzischule in Halle (Saale): Anhand der Pestalozzischule wird der Wandel einer konkreten Einrichtung von der Gründung im 19. Jahrhundert bis zur Zeit des Nationalsozialismus illustriert.

6. Schlußbetrachtung: Die Autorin reflektiert die historischen Ereignisse und stellt einen Bezug zur modernen Integrationspädagogik und zur heutigen Ausgrenzungstendenzen her.

Schlüsselwörter

Nationalsozialismus, Hilfsschule, Sozialdarwinismus, Behindertenpädagogik, Sonderschule, Euthanasie, Erbgesundheitsgesetz, Aussonderung, Integration, Pestalozzischule, Halle (Saale), Menschenbild, NS-Ideologie, Zwangssterilisation, Volksgemeinschaft.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Entwicklung und Funktion der Hilfsschule im Nationalsozialismus unter Berücksichtigung der gesellschaftlichen Ausgrenzung behinderter Menschen.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die zentralen Themen sind der Einfluss sozialdarwinistischer Denkweisen, das Verhältnis zwischen Schule und Euthanasie-Politik sowie die Rolle der Hilfsschule als Instrument des NS-Staates.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Arbeit analysiert, wie die Hilfsschule in der NS-Zeit ideologisch instrumentalisiert wurde und welche Aufgaben sie in diesem System erfüllen musste.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer historischen Literaturrecherche und der Analyse von Primärquellen wie Gesetzen, Zeitschriftenartikeln und Archivmaterial der Pestalozzischule.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit der Entstehungsgeschichte der Sonderschule, den Auswirkungen des Sozialdarwinismus sowie der spezifischen Rolle der Hilfsschule nach 1933.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Nationalsozialismus, Hilfsschule, Sozialdarwinismus, Euthanasie und Integration.

Welche Rolle spielte die Pestalozzischule in Halle (Saale)?

Sie dient als konkretes Fallbeispiel, um die Entwicklung der Hilfsschule vom 19. Jahrhundert bis zum Ende der 1930er Jahre und deren schmerzhafte Anpassung an den NS-Staat aufzuzeigen.

Wie bewertet die Autorin die Rolle der Hilfsschullehrer?

Die Autorin weist kritisch darauf hin, dass viele Pädagogen aktiv an der Umsetzung der NS-Gesetze mitwirkten, wobei nur wenige, wie Frieda Stoppenbrink, Gegenpositionen vertraten.

Welcher Zusammenhang besteht zwischen der Hilfsschule und der Euthanasie?

Es gab zwar keinen direkten institutionellen Zusammenhang, aber die Schule fungierte als Sammelbecken, aus dem viele Kinder später in Anstalten überwiesen wurden, die in das Euthanasie-Programm einbezogen waren.

Final del extracto de 21 páginas  - subir

Detalles

Título
Die Hilfsschule zur Zeit des Nationalsozialismus
Universidad
Martin Luther University  (Pädagogik)
Calificación
gut
Autor
Susanne Täntzler (Autor)
Año de publicación
2005
Páginas
21
No. de catálogo
V40265
ISBN (Ebook)
9783638388214
Idioma
Alemán
Etiqueta
Hilfsschule Zeit Nationalsozialismus
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Susanne Täntzler (Autor), 2005, Die Hilfsschule zur Zeit des Nationalsozialismus, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/40265
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