Das Präpositionalattribut - Eine syntaktische Bestimmung der PPA-Konstruktion
Inhaltsverzeichnis
Inhaltsverzeichnis 2
Abk ürzungsverzeichnis 3
1 Einleitung 4
2 Terminologie. 5
2.1 Das Attribut 5
2.1.1 Zum Wesen des Attributs 5
2.1.2 Zur Form des Attributs. 7
2.1.3 Zur Stellung des Attributes. 8
2.2 Die Präposition und Präpositionalphrase 10
2.2.1 Zum Wesen der Präposition 10
2.2.2 Zur Rektion der Präposition 11
2.2.3 Zur Semantik der Präposition 13
2.2.4 Zur syntaktischen Funktion 14
3 Die Abgrenzung der PPA- von der AAB-Konstruktion 17
3.1 Zum Problem der Abgrenzung von Satzglied und PPA-Konstruktion 17
3.2 Ausgewählte Testverfahren zur Bestimmung der PPA-Konstruktion 18
3.2.1 Der Pronominaladverbtest. 19
3.2.2 Der Erfragbarkeitstest 23
4 Schlussfolgerung 26
Quellenverzeichnis 28
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Das Präpositionalattribut - Eine syntaktische Bestimmung der PPA-Konstruktion
Abkürzungsverzeichnis
NP Nominalphrase PP Präpositionalphrase PPO Präpositionalobjekt PPA-Konstruktion Präpositionalattributskonstruktion
→ Nominalphrase, die in einer PPA-Konstruktion vor der Präposit ion steht Vorgänger-NP PPA
→ Nominalphrase, die in einer PPA-Konstruktion nach der Präposition Nachfolger-NP PPA
steht
P PPA regierte Präposition
PPA Präpositionalattribut
→ Nominalphrase, die in einer AAB-Konstruktion vor der Präposition steht Vorgänger-NP AAB
→ Nominalphrase, die in einer AAB-Konstruktion nach der Präposition Nachfolger-NP AAB
steht
→ Substantiv, das in der Vorgänger-NP AAB steht Vorgängersubstantiv AAB P AAB Präposition in einer AAB-Konstruktion
AAB attributive adverbiale Bestimmung
→ Kennzeichnung für ungrammatische Sätze oder Phrasen *
(Schierholz 2001, S. 124ff.)
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Das Präpositionalattribut - Eine syntaktische Bestimmung der PPA-Konstruktion
1 Einleitung
In der vorliegenden Arbeit geht es um das Präpositionalattribut in der aktuellen deutschen Standardsprache.
Was ein Präpositionalattribut ist, welche Präpositionalphrasen als Präpositionalattribut angesehen werden können und welche nicht, erscheint beim ersten Zugang auf das Thema relativ unproblematisch zu sein. Welche einzelnen Präpositionen in Präpositionalattributen auftreten können und mit welchen Hilfsmitteln man Präpositionalattribute zuverlässig identifizieren kann, um sie von Präpositionalobjekten bzw. attributiv adverbialen Bestimmungen zu unterscheiden, ist jedoch oftmals weniger klar.
Ohne sich syntaktisch-theoretisch festzulegen, kann man jedoch das Präpositionalattribut als einen potentiellen Bestandteil erweiterter Substantivgruppen betrachten. In der deutschen Standardsprache erlangen diese den Nominalstil prägenden syntaktischen Konstruktionen wegen ihres ständigen Anwachsens eine zunehmende Bedeutung. Insbesondere in der wissenschaftlichen, technischen und populärwissenschaftlichen Prosa sowie in der Publizistik und in Verwaltungstexten ersetzen mehrgliedrige Substantivgruppen immer häufiger Nebensätze, Infinitivsätze und Partizpialkonstruktionen (Droop 1977, S. 267ff; Lauterbach 1993; S. 1 und 5), um sachliches Gedankengut zu konzentrieren. Dem Präpositionalattribut muss dabei eine besondere Rolle beigemessen werden.
In vielen Fällen, wie es die einzelnen Zusammenfassungen zur Fachliteratur bei SCHIERHOLZ (2001) zeigen, werden Präpositionalattribute den Präpositionalobjekten oder den Präpositiona lphrasen untergeordnet (Schierholz 2001, S. 11ff.). Präpositionalphrasen können jedoch in unterschiedlichen syntaktischen Funktionen auftreten, und zwar nicht nur als Präpositionalattribut, sondern u. a. auch als Präpositionalobjekt, als lokales, direktionales, temporales oder modales Adverbial oder als attributive adverbiale Bestimmung (Duden 1984, S. 358, Eisenberg 1994, S. 261).
Wie bereits angedeutet ist die Erkennung von Präpositionalattributen mit Problemen behaftet. Das Ziel der Arbeit besteht darin, Präpositionalattribute mit Hilfe „traditioneller“ syntaktischer Verfahren der Satzgliedanalyse in eindeutiger Weise identifizieren zu können. Zum einen kann man dadurch die Zuverlässigkeit bereits vorliegender Verfahren prüfen, zum anderen kann man bei konsequenter Abarbeitung möglichst vieler Präpositionen, die in Präpositionalattributen vo rkommen, eine Liste der Substantive erstellen, die den Präpositionen vorangestellt sind, was allerdings aufgrund des Umfanges in diesem Beleg nicht geschehen wird. Es soll also im Einzel-
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Das Präpositionalattribut - Eine syntaktische Bestimmung der PPA-Konstruktion
nen darum gehen, die besonderen Verhältnisse in der Präpositionalattributkonstruktion in Abgrenzung zu konkurrierenden syntaktischen Konstruktionen zu erfassen. Selbstverständlich können in einer solchen Seminararbeit nicht alle Aspekte beleuchtet werden. Vollständigerweise müsste neben der syntaktischen Analyse eine semantische Detailanalyse angefertigt werden, so dass die Konstruktionsbedingungen für erweiterte Substantivgruppen mit Präpositionalattribut erkannt werden könnten. Wie bereits erwähnt, sollen in dieser Arbeit nur ausgewählte syntaktische Testverfahren dargestellt werden, anhand derer eine nachvollziehbare Identifizierung der Präpositionalattributkonstruktion möglich ist. Demnach erhebt diese Arbeit aufgrund des Umfangs des gewählten Themas keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Die Arbeit ist wie folgt gegliedert:
Bevor ausgewählte syntaktische Testverfahren zur Bestimmung der Präpositionalattributkonstruktion dargestellt und mit Beispielen belegt werden, sollen zunächst terminologisch der Begriff „Attribut“ sowie die Grammatik der Präpositionalphrase unabhängig von der Funktion als Attribut, ihre interne Struktur und die wichtigsten Eigenschaften der Präpositionen thematisiert werden, so dass sich die Besonderheiten der Binnenstruktur von Präpositionalattributkonstruktionen besser erfassen lassen. Auf das Präpositionalattribut wird ebenfalls eingega ngen.
0 Terminologie
0.0 Das Attribut
0.0.0 Zum Wesen des Attributs
Attribute (von lat. attribuere = „beiordnen“, „zuteilen“) sind keine selbständigen Satzglieder, sondern stets von anderen Satzgliedern abhängig. Aus diesem Grund werden sie auch Satzgliedteile genannt. „Attribute sind in diesem Verständnis Elemente, die sich nicht unmittelbar auf den Satz, sondern auf seine Gliedkerne beziehen.“ (Duden 1984, S. 592). In diesem Sinne sind es freie Zusätze, die zu jeder syntaktischen Kategorie im Satz, mit Ausnahme des Verbs, hinzugefügt werden können, um sie näher zu bestimmen.
„Das Attribut[...] als Gliedteil unterscheidet sich von den Satzgliedern dadurch,
- daß es sich auf einen nichtverbalen Gliedkern (Substantiv, Adjektiv, Adverb, Pronomen)
bezieht, [...],
- daß es in der Regel nur gemeinsam mit seinem Gliedkern (Beziehungswort) im Satz umge-
stellt werden kann,
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Das Präpositionalattribut - Eine syntaktische Bestimmung der PPA-Konstruktion
- daß es sich durch Transformation (Umformung) auf einen prädikativen syntaktischen Aus-
druck zurückführen lässt.“ (Jung 1990, S. 106).
„Die semantische (inhaltliche Leistung) des Attributs liegt in der Kennzeichnung von Personen und Sachen, von Eigenschaften und Umständen. Oft ist die Kennzeichnung nicht nötig, aber sie vervollständigt doch das Ausgesagte. Manchmal aber gibt sie der Aussage sogar erst den Sinn.“ (ebenda, S. 115).
In den einzelnen Grammatiken werden Attribute recht unterschiedlich definiert. Dabei findet man zwei verschiedene Richtungen von Definitionen des Attributs. Die eine Richtung betrachtet das Attribut unter dem syntaktischen Aspekt, sie bestimmt das Attribut über seine Rolle als Erweiterung bzw. Beifügung, während bei der zweiten das Attribut über seine Rückführung auf eine Prädikation bestimmt wird, also über die Zurückführung auf seine Grundstruktur. JUNG (1990), wie bereits oben angeführt, vereint beide Sehweisen in seiner Definition. Die erste Definition, welche in ihrem Grundgedanken auch am meisten in den einzelnen Grammatiken vertreten ist (Duden 1984, S. 591; Eisenberg 1994, S. 226; Flämig 1991, S. 124; Hentschel/Weydt 1990, S. 350; Sommerfeldt/Starke 1998, S. 225), versteht unter dem Attribut eine „nicht selbständige nähere Bestimmung von nominalen Satzgliedern (daher auch ‚Gliedteil’ genannt).“ (Bußmann 2002, S. 103).
Die zweite Definition wird vor allem von HELBIG/BUSCHA (2000) vertreten: „...das Attribut ist grundsätzlich eine potentielle Prädikation, meist in nominalisierter Form, d.h., es lässt sich auf eine prädikative Grundstruktur „Ohne zurückführen.“ (Helbig/Buscha 2000, S. 246), wobei es sich jedoch nicht um eine Prädikation zum Verb handeln darf.
Folge dieser unterschiedlichen Definitionen ist, dass ein enger und ein weiter Attributbegriff existieren.
Der weite Attributbegriff zählt neben den unten aufgeführten Wortklassen, die als Attribute auftreten, auch Artikel und Pronomina, zu den Attributen.
Bei EISENBERG (1994) wird das Attribut über sein Beziehungswort (meist ein Substantiv oder Pronomen) definiert (Eisenberg 1994, S. 67 und 226). „Damit wären Hinzufügungen zu Adve rbien, wie sie z. B. in verdächtig oft oder ungewöhnlich gern vorliegen, keine Attribute. Da sie aber andererseits auch keine selbständigen Satzglieder sind [...], entstünde durch ihren Ausschluß eine Gruppe von unselbständigen Satzteilen, die von der syntaktischen Terminologie nicht erfasst ist. Wir [HEN TSCHEL/WEYDT (1990), S. G.] schlagen daher vor, alle nicht-selbständigen Zusätze zu beliebigen Satzteilen (mit Ausnahme des Verbs) als Attribute einzuordnen, wie dies beispielsweise auch der DUDEN (1984) tut.
Attribute können somit bei Substantiven, Adjektiven, [Pronomen, S. G.] und Adverbien (als nähere Bestimmung zu Subjekten, Objekten, Prädikativa, Adverbialbestimmungen oder anderen
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Das Präpositionalattribut - Eine syntaktische Bestimmung der PPA-Konstruktion
Attributen) vorkommen. Das häufigste und typische Beziehungswort des Attributs ist das Substantiv. Die Möglichkeiten des Adjektivs, Attribute an sich zu binden, sind schon etwas eingeschränkter, und das Adverb kann außer durch Relativsätze nur durch Partikeln und durch andere Adverbien (einschließlich Adjektivadverbien) attributiert werden.“ (Hentschel/Weydt 1990, S. 351).
Attribute können nach verschiedenen Kriterien (Form, Stellung) subklassifiziert werden, welche im Folgenden aufgezeigt werden sollen.
0.0.0 Zur Form des Attributs
Arbeit zitieren:
Susan Grüßner, 2004, Das Präpositionalattribut - Eine syntaktische Bestimmung der PPA Konstruktion, München, GRIN Verlag GmbH
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Politik - Politische Systeme - Politisches System Deutschlands
Referat / Aufsatz (Schule), 3 Seiten
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