Inhaltsverzeichnis
INHALTSVERZEICHNIS 2
1 EINLEITUNG. 4
2 BEGRIFFSBESTIMMUNGEN 5
2.1 SPORTVERLETZUNG. 5
2.2 SPORTSCHADEN. 5
2.3 BAGATELLSCHÄDEN. 5
3 STRUKTUR DES VOLLEYBALLSPIELS 5
3.1 GRUNDIDEE DES VOLLEYBALLSPIELS. 5
3.2 GRUNDSTRUKTUR DES VOLLEYBALLSPIELS. 6
3.3 BELASTUNGSSTRUKTUR IM VOLLEYBALL. 6
3.3.1 Allgemeine physische Anforderungen 6
3.3.2 Lauf- und Sprunghandlungen im Volleyball. 7
3.3.3 Psychische Belastung. 7
4 ARTEN VON SPORTVERLETZUNGEN UND SPORTSCHÄDEN 8
4.1 SPORTVERLETZUNGEN. 8
4.1.1 Prellung. 8
4.1.2 Zerrung. 8
4.1.3 Muskel(faser)riß. 8
4.1.4 Sehnenriß. 8
4.1.5 Verstauchung (Distorsion) 9
4.1.6 Verrenkung (Luxation) 9
4.1.7 Knochenbrüche. 9
4.2 SPORTSCHÄDEN. 9
4.2.1 Sehnenreizung (Tendinose) 9
4.2.2 Sehnenscheidenentzündung(Synovitis) 9
4.2.3 Chronische Fußbeschwerden. 10
5 VERLETZUNGSHÄUFIGKEITEN IM VOLLEYBALL 10
6 VOLLEYBALLTYPISCHE SPORTVERLETZUNGEN UND -SCHÄDEN 11
6.1 SPRUNGGELENK. 11
6.1.1 Supinationstrauma. 12
6.1.2 Achillessehnenverletzungen und -reizungen. 12
6.2 KNIEGELENK. 12
6.2.1 Patellaspitzensyndrom. 13
6.2.2 Chondropathia patellae. 13
6.2.3 Kniearthrose. 13
6.2.4 Meniskusschädigung. 13
6.2.5 Menikusriß, Innenbandriß, Kreuzbandriß. 14
6.3 WIRBELSÄULE. 14
6.3.1 Bandscheibenbedingte Rückenschmerzen 14
6.3.2 Facettenbedingte Rückenschmerzen. 14
6.4 SCHULTER. 14
6.4.1 Impingement-Syndrom. 15
6.4.2 Instabilität. 15
6.4.3 Suprascapularis-Syndrom (Volleyballschulter) 15
6.4.4 Tendinitis der Bizepssehne. 15
6.5 FINGER. 16
6.5.1 Fingergelenkdistorsion, - luxation. 16
6.5.2 Sehnenriß. 16
6.5.3 Fingerfraktur. 16
7 URSACHEN FÜR VERLETZUNGEN 16
2
7.1 ENDOGENE URSACHEN 16
7.2 EXOGENE URSACHEN. 17
8 MÖGLICHKEITEN DER PRÄVENTION. 17
8.1 ALLGEMEINE VERLETZUNGSVORBEUGENDE MAßNAHMEN. 17
8.2 SPEZIELLE MAßNAHMEN ZUR VERMEIDUNG VON SPRUNGGELENKVERLETZUNGEN. 18
8.2.1 Sprunggelenksorthesen 18
8.2.2 Tapeverband 18
8.2.3 Volleyballschutzplane. 19
9 ZUSAMMENFASSUNG. 19
10 LITERATUR 20
3
1 Einleitung
Verletzungen zählen in der Karriere eines Sportlers immer wieder zu einschneidenden Erlebnissen. Kaum eine Sportler und kaum eine Sportart bleibt für immer von Verletzungen verschont. So verhält es sich auch beim Sportspiel Volleyball. Obwohl Volleyball eine Sportart ohne direkte Gegnerberührung ist, zählt es doch zu den "gefährlichen" Sportarten.
Die Gründe mich mit dieser Thematik zu befassen sind vielfältig. Einerseits bin ich persönlich schon seit langem im Volleyballsport als Trainer tätig, und die Liste der Spieler die an Verletzungen oder chronischen Schäden leiden, bestimmt nur allzu oft die Aufstellung und auch das Spielergebnis. Andererseits betreibe ich diesen Sport auch aktiv und habe im laufe meiner sportlichen Karriere mehr als einmal mit einer "schweren" Verletzung (zur Begriffsabgrenzung später) pausieren müssen.
Aus diesen persönlichen Erfahrungen ergaben sich einige Fragestellungen:
• Gibt es volleyballspezifische Verletzungen? Wenn ja welche sind diese?
• Welche Ursachen haben diese Verletzungen?
• Was sind die verletzungsträchtigsten Elemente beim Volleyball?
• Welche Möglichkeiten gib t es, das Verletzungsrisiko zu minimieren?
In der vorliegenden Arbeit werde ich versuchen, einige Antworten auf diese Fragen zu finden. Dabei möchte ich zunächst einmal eine Begriffsbestimmung vor allem der Begriffe Sportverletzung und Sportschaden durchführen. Danach soll die Struktur des Volleyballspiels analysiert werden, um ein Verständnis für die Handlungsabläufe in diesem Sport zu vermitteln. Anschließend werde ich auf die Arten und Häufigkeiten von Sportverletzungen im allgemeinen und im Volleyball im speziellen eingehen, wobei auch ihre Diagnose und Behandlung zumindest kurz abgehandelt werden sollen. Weiters möchte ich versuchen die Ursachen für Verletzungen im Volleyball zu klären. Abschließend werde ich einige Möglichkeiten zur Verletzungsprävention anführen.
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2 Begriffsbestimmungen
2.1 Sportverletzung
"Eine Sportverletzung ist das Ergebnis der Einwirkung einer einmaligen, unerwartet plötzlichen Gewalt beim Sporttreibenden. Sie kann von einer einfachen Prellung über einen Muskel - oder Sehnenriß bis zu einem Knochenbruch führen" (HAAKER, 1996, S 15). Somit gibt es also bei einer Sportverletzung ein traumatisches Ereignis, eine Gewalteinwirkung von außen. Dies kann ein Ball, ein Sturz auf den Boden oder der Kontakt mit einem Mitspieler oder Gegner sein (vgl. KASS, 1995, S 50).
2.2 Sportschaden
Ein Sportschaden wird definiert "als Ergebnis der Einwirkung einer Kraft, die lange Zeit und wiederholt auf den Bewegungsapparat einwirkt als Ergebnis eines Gewebeaufbrauchs unter mechanischer Überbeanspruchung" (HAAKER, 1996, S 15). Es handelt sich also um dauernde kleine Schäden (Mikrotraumatisierungen) im Sinne von Überlastungen eines Gelenkes, Muskels oder einer Sehne.
2.3 Bagatellschäden
Bei Bagatellschäden handelt es sich weder um Sportverletzungen noch um Sportschäden im eigentlichen Sinn. Vielmehr handelt es sich um vorübergehende, teils schmerzhafte Zustände, die durch die sportliche Betätigung hervorgerufen werden, im allgemeinen jedoch aufgrund ihrer Harmlosigkeit keine ärztliche Behandlung erfordern. HAAKER (1996, S 36-38) nennt als Beispiele hierfür Muskelkater, Muskelkrampf und Blasenbildung.
3 Struktur des Volleyballspiels
Wenn man sich eingehender mit Verletzungen im Volleyball beschäftigen möchte, so ist es notwendig zunächst einmal die Sportart Volleyball zu analysieren. Die Grundidee, Grundstruktur und auch die Belastungsstruktur dieser Sportart können dann auch Aufschluß über mögliche Verletzungsursachen geben.
3.1 Grundidee des Volleyballspiels
Die Grundidee des Volleyball ist in den internationalen Spielregeln so festgelegt: "Das Ziel der Spieler ist es, den Ball regelgerecht über das Netz auf den Boden des gegnerischen Feldes zu bringen. Der Ball wird ins Spiel gebracht mit einer Aufgabe, die der rechte Hinterspieler aus der Aufgabezone ausführt. Der Ball muß dabei mit einer Hand über das Netz und innerhalb der seitlichen Begrenzungen (Überquerungsraum) direkt in die gegnerische Spielfeldhälfte gespielt werden. Jede Mannschaft hat zusätzlich zum Block das Recht auf drei Ballberührungen, um zu verhindern, daß der Ball den Boden der eigenen Spielfeldhälfte berührt, und um ihn innerhalb des Überquerungsraumes in die gegnerische Spielfeldhälfte zurückzuspielen. Ein Spieler (außer dem Blockspieler) darf den Ball nicht zweimal hintereinander berühren. Der Ball bleibt im Spiel, solange er nicht den Boden, die Wände, die Decke oder andere Gegenstände berührt, oder bis zum Fehler eines Spielers." (DVV, 1997, S. 24) Nach den letzten Regeländerungen führt dabei ein Fehler einer Mannschaft in jedem Fall zu einem Punkt für die andere Mannschaft, welche auch das Recht für das folgende Service erhält.
Diese Spielidee wird durch eine Reihe unterschiedlicher Aktionen und Handlungen realisiert. Zu diesen Handlungen gehören auch die Grundtechniken des Pritschens, Baggerns, Aufschlagens, Angreifens und Blockens. Dazu kommen noch viele weitere spezielle Techniken (wie zum Beispiel
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der Hechtbagger) und Feinformen und Varianten der Grundtechniken (zum Beispiel Finten). All diesen Handlungen ist gemeinsam, daß der Ball dabei nicht geworfen oder getragen werden darf. Der Ballkontakt ist demnach sehr kurz gehalten.
(vgl. CHRISTMANN / FAGO, 1987, S 20-30)
3.2 Grundstruktur des Volleyballspiels
Trotz der unterschiedlichen Erscheinungsformen in denen sich Volleyball präsentiert, läßt sich die Grundstruktur dieses Spiels durch folgende Merkmale charakterisieren:
1. Das Spiel wird durch einen Aufschlag über das Netz in die andere Spielfeldhälfte eingeleitet. 2. Die Annahme des Aufschlages erfolgt in Richtung Netz.
3. Ein Zuspieler übernimmt den Spielaufbau durch Stellen des Balles auf einen Angreifer am Netz. 4. Der Angreifer versucht, den Ball gezielt über das Netz in die andere Feldhälfte zu schlagen. 5. Ein Block aus ein, zwei oder drei Spielern versucht, diesen Angriff im Sprung am Netz abzuwehren.
6. Spieler hinter dem Angreifer (Angriffssicherung) und hinter dem Block (Blocksicherung) erwarten die vom Block abspringenden Bälle.
7. Spie ler in der Feldverteilung versuchen, die vom Block nicht abgewehrten Bälle anzunehmen und ans Netz zum Aufspieler zu spielen (siehe Pkt. 3)
Die Spielfolge 3-7 wiederholt sich so lange, bis sie von einem erfolgreichen Angriff (Bodenkontakt des Balles), einem ungenauen Paß oder einem technischen Fehler unterbrochen wird. Diese Grundstruktur variiert auf verschiedenen Leistungsniveaus durch Unterschiede bei den Spielhandlungen (Qualität, Anzahl, Dauer, Art und Intention der Handlungsfolgen).
(vgl. CHRISTMANN / FAGO, 1987, S 20-30)
3.3 Belastungsstruktur im Volleyball
3.3.1 Allgemeine physische Anforderungen
Das Volleyballspiel stellt bestimmte Anforderungen an den motorischen, taktischen, technischen und psychischen Leistungsbereich. Die physische Beanspruchung der Spieler ist dabei stark von der Leistungsklasse der Spieler abhängig. Auf höherem Niveau findet im Volleyball eine Spezialisierung für die unterschiedlichen Aufgaben innerhalb der Mannschaft statt (Aufspieler, Mittelblocker, Hauptangreifer, Diagonalspieler). Diese Aufgabenverteilung bringt auch unterschiedliche Belastungen mit sich, was Lauf- und Sprunghandlungen betrifft. Trotzdem gibt es einige generelle Anforderungen an die Athleten.
Von überragender Bedeutung für den Athleten sind Schnelligkeit im Bewegungs- und Reaktionsbereich, sowie Schnellkraft mit einer hohen Maximalkraftgrundlage, vor allem bei Schlag-und Sprungaktionen. Die typischen Bewegungen für das Volleyballspiel sind: Sprung, Lauf, Abstoppen, Starten, schnelle Richtungswechsel, schnelles Aufstehen, etc. Weitere günstige Eigenschaften sind hohe koordinative Fähigkeiten, gute Antizipations- und Reaktionsfähigkeiten aufgrund der Notwendigkeit sehr schnell anfliegende Bälle (bis zu 130 km/h), Bewegungen der Gegenspieler und Bewegungen der Mitspieler gleichzeitig zu erfassen und entsprechende eigene Handlungen auf teilweise engem Raum durchzuführen. (vgl. HÖMBERG / PAPAGEORGIOU, 1994).
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Arbeit zitieren:
Martin Plessl, 1999, Verletzungen im Volleyball, München, GRIN Verlag GmbH
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