HOCHSCHULE FÜR ANGEWANDTE WISSENSCHAFT UND KUNST Fachhochschule Hildesheim/ Holzminden/ Göttingen Fakultät Soziale Arbeit und Gesundheit
Bachelor-Studiengang für Absolventinnen und Absolventen der Fachberufe Logopädie, Physiotherapie und Ergotherapie
Ines Klämbt
Bachelor-Arbeit
Prävention von Stimmstörungen bei Berufssprechern -
Abstrakt
Viele Berufsgruppen sind a uf den täglichen Einsatz ihrer Stimme angewiesen. Für diese Berufssprecher ergeben sich gravierende Probleme, wenn ihnen das „Arbeitswerkzeug Stimme“ durch Sprechanstrengung, Heiserkeit und verminderte Belastbarkeit nicht mehr zur Verfügung steht. Um diese Stimmprobleme künftig zu vermeiden, sollte frühzeitig durch Fachpersonen interveniert werden.
Ziel der vorliegenden Bachelor-Arbeit war die Beantwortung der Frage, ob ein präventives Stimmtraining in einer Gruppe von Berufssprecherinnen durchführbar ist und ob es eine stimmliche Verbesserung für die Teilnehmerinnen bewirkt. Deshalb wurde ein Präventionskurs nach der Methode des situationsspezifischen Ansatzes durchgeführt und evaluiert.
Im Rahmen dieser Studie wurden die Effekte des Stimmtrainings mit e iner objektiven Messmethode (Stimmfeldanalyse) untersucht. Die Stimmleistung der Versuchsgruppe wurde zu drei Zeitpunkten gemessen: Vor Beginn der Behandlung, nach ihrem Abschluss und als follow up Messung zwei Monate später. Außerdem wurden subjektive Messmittel verwendet, um mehrdimensionale Ergebnisse zu erhalten. Es handelte sich um drei Fragebögen: Der Voice Handicap Index ermittelte die aktuell empfundene stimmliche Behinderung der Testpersonen im Prä-Post-Design. Der zweite
Fragebogen (zum Stimmgebrauch) wurde als Lernzielkontrolle eingesetzt, um die Veränderung des Stimmverhaltens, ebenfalls im Vorher-Nachher-Vergleich, darzustellen. Eine abschließende Teilnehmerbefragung diente zur Evaluation der Teilnehmerzufriedenheit hinsichtlich des Stimmtrainings.
Der Präventionskurs ergab für die Probandinnen eine Verbesserung der Stimmleistung. Neben theoretischen Kenntnissen über die Stimme und ihren anstrengungsfreien Einsatz im Berufsalltag führte das Seminar insbesondere zu einer erhöhten Sensibilität im Umgang mit der Stimme.
Die Ergebnisse der Studie zeigen, dass Prävention ein Handlungsfeld und Forschungsgebiet ist, in dem Logopäden ihr Fachwissen einsetzen können. Die Forderung an Logopäden, sich neue Tätigkeitsbereiche zu erschließen stellt sich insbesondere durch die Ressourcenallokation in unserem Gesundheitswesen.
SCHLÜSSELWÖRTER:
Prävention, Stimmstörungen, Berufssprecher, situationsspezifisches
Gruppentraining, Evaluation, Prä-Post-Design, erweiterte Tätigkeitsbereiche
HOCHSCHULE FÜR ANGEWANDTE WISSENSCHAFT UND KUNST Fachhochschule Hildesheim/ Holzminden/ Göttingen Fakultät Soziale Arbeit und Gesundheit
Bachelor-Studiengang für Absolventinnen und Absolventen der Fachberufe Logopädie, Physiotherapie und Ergotherapie
Ines Klämbt, Wintersemester 2004/2005
Prevention of Voice Disorders in Professional Speakers -Development, Realization and Evaluation of a Group Training Oriented Towards Specific Situations
Abstract
Many professional groups are dependent on the daily use of their voices. Serious problems may occur for these professional speakers when their voices - media for their daily work - are no longer available because of effort, huskiness and less capacity. There should be early intervention by experts to avoid these dysphonic problems.
For that purpose this bachelor-thesis should investigate if a preventive voice training for a small test group of female professional speakers is practicable, furthermore it should examine its effect on their voices. Therefore a preventive voice training was realized (by the method “group training oriented towards specific situations”), afterwards this training was evaluated.
In this study the effects of the voice training were measured by an objective method (phonetogram). The vocal performance of the test group was measured at three points of time: First before the treatment began, then after the course was finished and at last as a follow up measurement two months later. Additionally subjective methods were used to assess multidimensional outcomes. It was a matter of three questionnaire surveys: the Voice Handicap Index determined the self-perceptual voice handicap actually felt by the test person, pre- and post-treatment. The second questionnaire which
should give information about the use of the voice was set up as a control for the changed contact with the voice, before and after treatment as well. A final interview evaluated the participants’ contentment with the voice training.
The preventive course led to improvement of voice performance. Apart from vocal hygiene knowledge and voice care behaviour without effort in daily professional life the seminar led to an increased sensitiveness concerning the voice.
The results of this study demonstrate that prevention is a professional field and subject of research for speech and language therapists to use their special knowledge.They are demanded to widen their professional field -for the very reason that the allocated resources in our health care system have been shortened.
KEY WORDS:
prevention, voice disorders, professional speakers, group training towards specific situations, evaluation, pre-post-design, widened professional fields
1 EINLEITUNG 3
2 PRÄVENTION VON STIMMSTÖRUNGEN BEI
BERUFSSPRECHERN 5
2.1 DIE PRÄVENTION 7
2.2 DIE ORGANISATION DES GRUPPENTRAININGS 9 2.3 DIE GRUPPE 9
2.4 DER SITUATIONSSPEZIFISCHE ANSATZ 11
2.5 ERFAHRUNGEN IM GRUPPENTRAINING 15
3 DIE EVALUATION 20
3.1 DIE M ETHODE DER STIMMFELDMESSUNG 22
3.2 DIE M ETHODE DER LERNZIELKONTROLLE 24
3.3 DIE M ETHODE DES VOICE HANDICAP INDEX 25
3.4 DIE M ETHODE DER TEILNEHMERBEFRAGUNG 26
4 DIE ERGEBNISSE 27
4.1 STIMMFELDMESSUNG 28
4.1.1 ERGEBNISSE DER STIMMFELDMESSUNG 29
4.1.2 DISKUSSION DER ERGEBNISSE 33
4.2 LERNZIELKONTROLLE 37
4.2.1 ERGEBNISSE DER LERNZIELKONTROLLE 38
4.2.2 DISKUSSION DER ERGEBNISSE 42 4.3 VOICE HANDICAP INDEX 46
4.3.1 ERGEBNISSE DES VOICE HANDICAP INDEX 47
4.3.2 DISKUSSION DER ERGEBNISSE 49 4.4 TEILNEHMERBEFRAGUNG 54
4.4.1 ERGEBNISSE DER TEILNEHMERBEFRAGUNG 55
4.4.2 DISKUSSION DER ERGEBNISSE 56
5 DISKUSSION 59
6 FAZIT/ AUSBLICK 66
7 LITERATURVERZEICHNIS 69
8 ANHANG I-X
1
TABELLENVERZEICHNIS:
Tabelle 1: Lernzielkontrolle im Prä-Post-Vergleich (Frage 1) S. 38
Tabelle 2: Lernzielkontrolle im Prä-Post-Vergleich (Frage 2) S. 39
Tabelle 3: Lernzielkontrolle im Prä-Post-Vergleich (Frage 3) S. 40
Tabelle 4: Lernzielkontrolle im Prä-Post-Vergleich (Frage 4) S. 41
Tabelle 5: Lernzielkontrolle im Prä-Post-Vergleich (Frage 5) S. 42
Tabelle 6: Schweregrad der Stimmbeschwerden S. 47
Tabelle 7: Teilnehmerbefragung nach Abschluss des Seminars S. 55
ABBILDUNGSVERZEICHNIS:
Abbildung 1: Stimmfeldmessung Person 1. Tonumfang und Lautstärke im Prä-Post-Vergleich S. 29
Abbildung 2: Stimmfeldmessung Person 2. Tonumfang und Lautstärke im Prä-Post-Vergleich S. 30
Abbildung 3: Stimmfeldmessung Person 3. Tonumfang und Lautstärke im Prä-Post-Vergleich S. 31
Abbildung 4: Stimmfeldmessung Person 4. Tonumfang und Lautstärke
1 Einleitung
Menschen, die zur Ausübung ihres Berufes auf ihre Stimme angewiesen sind, werden in ihrer Berufstätigkeit und in ihrer Lebensqualität stark eingeschränkt, wenn sie sich auf ihre Stimme nicht mehr verlassen können. Dies betrifft neben vielen Berufsgruppen z.B. die Gruppe der Lehrer. (Die Bezeichnungen sind im Folgenden, zugunsten der besseren Lesbarkeit, als geschlechtsunspezifisch zu bewerten). Ihre Stimmbelastung ist infolge der notwendigen Stimmstärke, der Stressbelastung und der ungünstigen Akustik in Klassenräumen sehr hoch. Häufig wird in dieser Situation versucht, die mangelnde Stimmkraft zu kompensieren. Typisch dafür ist unphysiologisches Verhalten im Bereich Atmung, Haltung, Artikulation und Stimmgebung. So kommt es zu einer Fehlbelastung der Stimme, aus welcher sich eine Stimmstörung entwickeln kann.
Wenn durch dauerhaften Fehlgebrauch der Stimme eine funktionelle oder organische Dysphonie entstanden ist, wird neben ärztlicher Behandlung auch eine Stimmtherapie notwendig. Diese erfordert eine Finanzierung durch die Krankenversicherungen, Eigenbeteiligung seitens der Patienten und, neben diesen monetären Aspekten, eine hohe Bereitschaft des Stimmpatienten, das gewohnte Verhalten zugunsten einer gesunden Stimmerzeugung abzulegen. Wirth vertritt die Auffassung, dass ein angehender Sprecher den bewussten Einsatz stimmlicher Mittel lernen muss, um bestimmte Wirkungen zu erreichen (vgl. Wirth, 1995, S.153). Geeignete Ansprechpartner für diese Aufgabe nennen Schönweiler et al. in ihrem Artikel „Neue Wege in der Behandlung chronischer Stimmkrankheiten“. Diesem ist zu entnehmen, dass die Pflege und das Training professioneller Stimmen in den Aufgabenbereich der Gesangspädagogik und der medizinischen Berufe, also Phoniater, Pädaudiologen und Logopäden, fallen (vgl. Schönweiler, Pahn, Müller, Spiecker-Henke, Rosanowski, Nawka, 2004, S.109). Laut Experteneinschätzung müssen demzufolge angehende Berufssprecher ihre Stimme trainieren und gehören hierbei in das logopädische Fachgebiet.
Ein präventives Stimmtraining für Berufssprecher könnte dem Fehlgebrauch vorbeugen und den Umgang mit der eigenen Stimme schulen, so dass das notwendige „Arbeitswerkzeug“ optimiert werden kann. Aus diesem Bedürfnis leitet sich das hier vorgestellte Thema ab: „Prävention von Stimmstörungen bei Berufssprechern - Entwicklung, Durchführung und Evaluation eines situationsspezifischen Gruppentrainings“. Somit wird die bereits existierende Bachelor-Arbeit „Prävention von Stimmstörungen b ei Berufssprechern -
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Entwicklung eines logopädischen Gruppentrainings“ (Menzel, 2003) fortgesetzt, die sich mit der Entwicklung eines nutzerorientierten Präventivprogrammes befasst.
Eingebettet in das hochspannende Thema „Neue Handlungsfelder in der Logopädie“ sollen in der vorliegenden Bachelor-Arbeit zwei Hypothesen überprüft werden: Die erste Hypothese (H1) lautet „Prävention von Stimmstörungen bei Berufssprechern ist in Form eines Gruppentrainings durchführbar.“ Mit dieser Aussage befassen sich hinsichtlich der Organisation des Stimmtrainings, der Gruppenzusammensetzung, der Methode und der Erfahrungen im Gruppentraining, die Kapitel 2.2 bis 2.5. Es schließt sich das Kapitel 3 an, in dem das Thema Evaluation erörtert wird. Die zweite Hypothese (H2) bezieht sich auf die Aussage „Das Stimmtraining bewirkt eine stimmliche Verbesserung für die Teilnehmer.“ Ob eine stimmliche Verbesserung erreicht wurde, ist im vierten Kapitel zu lesen, dort werden die jeweiligen Ergebnisse der verwendeten Messverfahren erläutert. Im anschließenden Kapitel 5 werden alle Untersuchungsergebnisse
zusammenfassend diskutiert. Dabei werden auch die verwendeten Messmittel zur Effektivitätskontrolle bezüglich ihrer Relevanz zur Evaluation des Präventionskurses reflektiert. Fazit und Ausblick dieser Arbeit finden sich in Kapitel 6.
Um die beiden Hypothesen H1 und H2 zu überprüfen, kommen subjektive und objektive Messmethoden zur Anwendung. Sie sollen den Beweis liefern, dass Prävention von Stimmstörungen bei Berufssprechern möglich und sinnvoll ist. Das Projekt wird in einer Kleingruppe durchgeführt. Erstmalig findet der situationsspezifische Ansatz Anwendung. Als „Nebenschauplatz“ soll dieses Konzept erprobt werden, um zukünftig Berufssprechern direkt und effizient zu einer belastbaren Stimme zu verhelfen.
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Funktionelle Stimmstörungen treten häufig in der Gruppe der Berufssprecher auf. Dies betrifft z.B. Rundfunksprecher, Anwälte, Pfarrer, Beamte und Angestellte im Publikumsverkehr, Verkäufer, Politiker, Lehrer und Sporttrainer. Eine chronische Erkrankung der Stimme kann eine Bedrohung der Existenzgrundlage bedeuten, denn Stimmstörungen zählen nicht zu den Berufskrankheiten. Wirth begründete 1995 dieses Problem wie folgt: „Als Berufskrankheit können derartige Stimmstörungen nicht gelten, da keine von außen einwirkende berufsbedingte Schädigung vorliegt. Sie sind vielmehr nur der Ausdruck dafür, daß der Stimmapparat den besonderen Anforderungen, die der Beruf mit sich bringt, nicht gewachsen ist, oder daß er nicht genügend dafür ausgebildet worden ist“ (Wirth, 1995, S.439).
Die Situation stellt sich demnach folgendermaßen dar: Bei Berufssprechern ist eine anerkannt hohe Stimmbelastung zu verzeichnen. Diese Belastung birgt das Risiko, bei ungenügender Vorbereitung auf den sprechintensiven Beruf an einer Stimmstörung zu erkranken. Diese Stimmstörung führt bei besagten Berufsgruppen zur Unfähigkeit, dieser Tätigkeit weiterhin nachzugehen (zweifelsfrei ist ein Politiker oder eine Erzieherin ohne Stimme undenkbar). Eine eingetretene Berufsunfähigkeit wird jedoch nicht als Berufskrankheit anerkannt, da funktionelle Stimmstörungen nicht in der Liste der
Berufskrankheitenverordnung aufgeführt sind. Auch der sog. Härteparagraph (§ 551, Absatz 2) findet keine Anwendung (vgl. Wirth, 1995, S.439). Schönweiler und Ptok sehen ebenfalls den Zusammenhang zwischen der unvorbereiteten Stimme auf den Sprechberuf und der ponogenen Dysphonie: „Durch unzweckmäßigen Gebrauch im Beruf bedingt, Überforderung des Stimmapparates durch das Mißverhältnis zwischen Trainingszustand und stimmlicher Anforderung im Beruf“ (Schönweiler; Ptok, 2000, S.358).
In Irland widmet sich die School of Communication, University of Ulster, diesem Problem. In der Studie „The impact of preventive voice care programs for training teachers: a longitudinal study“ wurden die Stimmleistungen von 55 angehenden Lehrern untersucht. Zu diesem Zweck wurden drei Gruppen gebildet, von denen nur eine Gruppe ein direktes Training erhielt. Eine Gruppe wurde indirekt behandelt, die dritte fungierte als Kontrollgruppe. Messungen wurden direkt vor und nach dem Training und zu einem späteren Zeitpunkt durchgeführt. Die akustischen Messungen der Stimmen und die eigenen Beurteilungen der Probanden zeigten, dass sich nur die direkt behandelte
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Versuchsgruppe nach der Behandlung in der Stimmleistung verbesserte. Diese Studie soll Lehrern, ihren Ausbildern und Stimmtherapeuten zugute kommen, weil davon ausgegangen wird, dass Lehrer einem höheren stimmlichen Risiko ausgesetzt sind als andere Berufsgruppen. Es besteht der Bedarf nach Primärprävention, um eine „Berufsdysphonie“ zu verhüten (vgl. Duffy; Hazlett, od.duffy@ulst.ac.uk, 28.03.2004). Gemäß dieser Aussage soll bei gefährdeten
Berufsgruppen der Entstehung von Stimmproblemen vorgebeugt werden. Die Lösung des Problems könnte lauten, an der erwähnten ungenügenden Vorbereitung auf den sprechintensiven Beruf anzusetzen. Genau diese Lösung wurde in einer Abschlussarbeit der Fachhochschule Hildesheim, Bachelor-Studiengang für Logopädie, Ergotherapie und Physiotherapie, thematisiert. In der Bachelor-Arbeit „Prävention von Stimmstörungen bei Berufssprechern - Entwicklung eines logopädischen Gruppentrainings“ (Menzel, 2003) wurde, auf der Basis von Interviews mit Berufssprechern, ein Rahmenkonzept zur Prävention von Stimmstörungen entwickelt. Im Ausblick ihrer Arbeit erachtet die Autorin weitere Schritte für sinnvoll: Die Ausformulierung des methodisch-didaktischen Vorgehens ebenso wie die Evaluation eines solchen Stimmtrainings. Die vorliegende Bachelor-Arbeit dient der Fortsetzung und hat sich zum Ziel gesetzt, dieser Aufforderung Folge zu leisten. So wurde ein präventives Gruppentraining für eine spezifische Berufsgruppe entwickelt, durchgeführt und evaluiert. Das Thema soll geleitet werden von den Hypothesen H1 („Prävention von Stimmstörungen bei Berufssprechern ist in Form eines Gruppentrainings durchführbar“) und H2 („Das Stimmtraining bewirkt eine stimmliche Verbesserung für die Teilnehmer“). In Kapitel 5 sollen die beiden Aussagen bezüglich ihrer Gültigkeit überprüft werden.
Da Menzel das oben beschriebene Konzept bereits bei einer Gruppe von angehenden Lehrern angewendet hatte, konnten ihre Erfahrungen in das hier vorgestellte Stimmtraining einfließen. Es ergab sich eine effektive Zusammenarbeit in der Planung und Durchführung des Gruppentrainings. Widhalm bestätigt, dass sich bei einer Behandlung durch zwei Logopäden ein erheblich erweiterter Handlungsrahmen ergibt, der sich bei untereinander gut kooperierenden Therapeuten sehr positiv auf die Behandlungsqualität auswirkt (Widhalm, 2004, S.70).
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2.1 Die Prävention
Das Thema „Prävention von Stimmstörungen“ ist in der Literatur erstaunlich unterrepräsentiert. Es e xistieren zwar Ratgeber zum Stimmgebrauch, aber Studien, welche die Wirksamkeit von Präventionsmaßnahmen betreffen, sind kaum zu finden. Oates bestätigt, dass zwar Literatur über die Effektivität von Stimmtherapie veröffentlicht ist, dasselbe aber nicht für Programme gilt, die Stimmprobleme verhüten. Diesen Mangel an Aufmerksamkeit hält Oates für um so verwunderlicher, als doch bekannt ist, dass eine Vielzahl von Stimmstörungen vermeidbar wäre. Über Primärprävention, Präventionsstrategien,
Implementierung u nd Evaluation präventiver Programme ist zwar berichtet worden, es fehlen jedoch kontrollierte, randomisierte Studien zu präventiven Stimmprogrammen (vgl. Oates, 2004, S.131 f.).
Kommen gesundheitserzieherische Programme zum Einsatz, so ist ihr Ziel, verhaltensbedingte konkrete Störungen bei Risikogruppen (z.B. hohe Stimmbelastung in pädagogischen Berufsgruppen) zu vermeiden. Es gibt drei Formen der Prävention: Verhaltens- und verhältnisbezogene Primärprävention soll Risiken ausschalten; in diesem Fall sind Krankheiten noch nicht eingetreten. Hingegen befindet sich die Erkrankung zum Zeitpunkt der Sekundärprävention im Entstehungsprozess, während sie im Fall einer Tertiärprävention bereits manifestiert ist (vgl. Mathe, 2003, S.129).
Prävention rückt zunehmend in das gesundheitspolitische Blickfeld. In einem Brief der Deutschen Gesellschaft für Public Health e.V. an Bundeskanzler Gerhard Schröder heißt es im Februar 2003: „Wir empfehlen dringend einen besseren Schutz der Bürger vor Erkrankung durch energischen Ausbau von Gesundheitsförderung und Prävention - auch zur Kostendämpfung in unseren Sozialversicherungssystemen.“ (Vgl. Stöckmann-Bosbach, SS 2004, S.66 ff.). Ebenso erachtet der Sachverständigenrat für die konzertierte Aktion im Gesundheitswesen Prävention als notwendig und legt in seinem Gutachten 2003 dar, dass die Politik Prävention zu einer eigenständigen Säule im deutschen Gesundheitswesen entwickeln will, neben Therapie und Rehabilitation. Die Idee der Erweiterung des Sozialgesetzbuches um ein zwölftes Buch ist ein möglicher Lösungsansatz für mehr Prävention (vgl. www.svr-gesundheit.de, 11.11.2004).
In dem Skript „Gemeinsame und einheitliche Handlungsfelder und Kriterien der Spitzenverbände der Krankenkassen zur Umsetzung von § 20 Absatz 1 und 2 SGB V, in der Fassung vom 12.09.03“ erhebt der Gesetzgeber die Primärprävention als Sollvorschrift zu einer gesetzlichen Aufgabe der
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Krankenkassen mit stark verpflichtendem Charakter. Gemäß Absatz 2 können die Krankenkassen den Arbeitsschutz ergänzende Maßnahmen der betrieblichen Gesundheitsförderung durchführen. Grundsätzlich müssen die Leistungen ausreichend, zweckmäßig und wirtschaftlich sein und dürfen das Maß des Notwendigen dabei nicht überschreiten (vgl.
http://www.vdak.de/download/leitfaden_20_sgbv_12_09_2003.pdf).
Neben den gesundheitspolitischen Bestrebungen sind Logopäden in verschiedenen Bereichen bereits präventiv tätig. Als Beispiel sei hier das Konzept zur Prävention kindlicher Sprachstörungen genannt. Meiwald und Hude blicken auf neun Jahre Präventionsarbeit zurück. Sie sehen den Erfolg ihrer Bestrebungen daran, dass die zu behandelnden Kinder immer jünger werden. Dies ist für sie ein Zeichen der zunehmenden Sensibilisierung bezüglich der Sprachentwicklung (vgl. Meiwald; Hude, 1997, S.61). Neben gesundheitsvorsorgenden Angeboten zur Stimmhygiene existiert z.B. die Broschüre „Heiserkeit und Stimmschwäche“ (Gundermann, 1995, 4.Aufl.) als Programm prophylaktischer Maßnahmen für Lehrerstimmen. Auch das „Übungsprogramm für eine gesunde Stimme“ (Hammann, 2001) wurde veröffentlicht, um z.B. beruflich genutzte Stimmen zu trainieren. Der deutsche Bundesverband für Logopädie e.V. sieht ebenfalls Präventionsmöglichkeiten in der logopädischen Arbeit und entdeckt die Weiterentwicklung der Logopädie z.B. in Beratung, Unterstützungs- und Präventionsangeboten (vgl. Forum Logopädie, 2004, Beilage S.20). Die Tätigkeitsgebiete werden erweitert und es ergeben sich neue Handlungsfelder. Für das Selbstverständnis der Logopäden sind neue Kompetenzen wichtig; es bietet sich die Chance, Neues zu entwickeln. Die Annahme dieser Herausforderung bedeutet auch, sich den ständig ändernden Bedingungen zu stellen. So sind neben Flexibilität, Offenheit und Kreativität auch Qualitätssicherung, Evidenzbasierung und Multiprofessionalität gefragte Schlüsselqualifikationen, die zukünftig eine wichtige Rolle spielen werden. Zusammenfassend ergibt sich für dieses Kapitel das Fazit, dass die Prävention ein zunehmend wichtiger werdendes Gebiet in der Logopädie darstellt. Es ergeben sich neue Schwerpunkte in der logopädischen Tätigkeit und somit neue Herausforderungen. Auch aus gesundheitspolitischer Sicht ist der präventive Bereich als eine weitere Säule im Gesundheitswesen anzusehen. Es gilt nun durch evaluierte Konzepte den Beweis zu erbringen, dass Prävention sinnvoll und kostensparend ist.
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2.2 Die Organisation des Gruppentrainings
Das Stimmtraining erfolgte im September/Oktober 2004 innerhalb des Zeitraumes von fünf Wochen. Die Treffen fanden einmal wöchentlich statt und umfassten jeweils drei Zeitstunden. Da es die Möglichkeit gab, die Räumlichkeiten eines Gesundheitszentrums zu nutzen, stand ein großer Bewegungsraum zur Verfügung, welcher für theoretische Anteile, für Gruppenübungen und für Übungen in Partnerarbeit geeignet war. Darüber hinaus konnten für die Berücksichtigung des situationsspezifischen Ansatzes Trainingsgeräte des Gesundheitszentrums genutzt werden.
2.3 Die Gruppe
Warum wurde die Form des Gruppentrainings gewählt?
Davon ausgehend, dass ein Präventionskurs zur verbesserten
Stimmbelastungsfähigkeit angesichts des Kostendrucks kostengünstig gehalten werden muss, gilt es, den Preis adäquat zu gestalten. Das Konzept einer Gruppenbildung ermöglicht dies. Des Weiteren erlaubt die Methode des situationsspezifischen Ansatzes, v.a. bei berufshomogenen Gruppen, das „stimmgesunde Verhalten“ in der Gruppe zu erlernen: Erfahrungswerte können ausgetauscht werden, Probleme lassen sich gemeinsam lösen, neben der Eigenwahrnehmung wird gleichzeitig die Fremdwahrnehmung geschult und das Beobachtungslernen/Lernen am Modell wird ermöglicht. Zimbardo geht davon aus, dass die Möglichkeit, durch Zuschauen oder Beobachten zu lernen, von großem Nutzen ist (Zimbardo, 1999, S.232).
Weshalb wurde die Gruppe in dieser Konstellation gebildet?
Es wurde eine homogene Gruppe mit zwei Physiotherapeutinnen und zwei Diplom-Sportwissenschaftlerinnen gebildet. Die Zusammensetzung wurde durch soziale und persönliche Voraussetzungen bestimmt: Alle Probandinnen litten nach eigenen Angaben schon mehrfach unter der berufsbedingten Stimmbelastung und Heiserkeit und wünschten sich eine stabilere Stimme. Alle Stimmen waren durch geschultes Gehör als „auffällig“ in ihrem Gebrauch zu bewerten. Zu beobachten waren z.B. thorakale Atmung, erhöhte Sprechstimmlage, schnelles Sprechtempo, ungenaue Artikulation und unangemessene Dynamik der Stimme. Auf eine ärztliche Diagnostik, um die Stimmen vor und nach dem Stimmtraining analysieren zu können, musste aus organisatorischen und zeitlichen Gründen verzichtet werden.
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Ähnliche Merkmale der Gruppenmitglieder finden sich in ihrem Gesundheitsbewusstsein (Nichtraucherinnen, körperliche Fitness.) Keine der Teilnehmerinnen erhielt zuvor eine Stimmtherapie oder musikalischen Unterricht. Im Rahmen der Präventionsarbeit waren auch das junge Lebensalter (23-32 Jahre) und die Dauer der Berufserfahrung (1-6 Jahre) Kriterien, um diese Gruppenkonstellation zu wählen.
Auch überschneiden sich die Gruppenmerkmale hinsichtlich der Erfahrungen in Gruppenleitung und Vorkenntnissen in Physiologie und Anatomie, denn alle Probandinnen stammen aus Gesundheitsberufen. Hier bot sich der Vorteil, wichtige Gebiete wie geschulte Eigenwahrnehmung und physiologische Körperhaltung mit angemessenem Körpertonus, als grundsätzlich bekannt voraussetzen zu dürfen. Erfahrungsgemäß ist dieser Bereich in Stimmtherapien sehr zeitintensiv.
Die berufliche Tätigkeit ähnelt sich bei dieser Probandengruppe darin, dass zum Berufsfeld sowohl die Anleitung von Gruppen als auch die individuelle Betreuung der Patienten/Klienten gehören. Die Stimmbelastung bezieht sich demzufolge auf den Einsatz der Rufstimme, das kontinuierliche Sprechen, die Notwendigkeit von Stimmstärke in geräuschintensiver Umgebung und auf den intentionalen Einsatz der Stimme z.B. Motivation von Gruppen oder Entspannungskurse. Persönlichkeitsmerkmale wie Bereitschaft zur Mitverantwortung, Kooperationsbereitschaft, Kommunikationsfähigkeit und intellektuelle
Fähigkeiten, Neues rasch zu verstehen und schnell umsetzen zu können, sind weitere Gemeinsamkeiten, die diese Gruppe prägten. Es wurde eine ausschließlich weibliche Gruppe gebildet, da signifikant mehr Frauen als Männer an funktionellen Stimmstörungen leiden (vgl. Hammann, 2004, S.173). Zudem zeigt die Erfahrung, dass Frauen in ihrer Eigenwahrnehmung besser geübt sind als Männer, so dass mit schnelleren Erfolgen zu rechnen war. Des Weiteren ist nach eigenen Erfahrungen der Autorin davon auszugehen, dass in der weiblichen Kleingruppe rascher eine vertraute Atmosphäre entsteht, welche für die Stimmbildung wichtig ist. Es galt einen wöchentlichen Termin zu finden, der für alle verbindlich einzuhalten war. Da der zeitliche Rahmen zur Planung, Durchführung und Evaluation des Stimmtrainings sehr eng gefasst war, musste die Teilnahme der vier Personen absolut zuverlässig sein.
Um welche Form der Prävention handelt es sich bei dieser Gruppe? Es handelt sich um eine spezifische und zielgruppenorientierte Prävention (Zielgruppe sind Berufssprecher mit ähnlicher Stimmbelastung), die verhaltenspräventiv ist, da am Erleben und Verhalten einzelner Individuen
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angesetzt wird. Von einer rein primären Prävention ist hier nicht mehr auszugehen, da Risikofaktoren am Arbeitsplatz auf die Stimmen wirken (lange Sprechdauer, Störlärm) und die Stimmen im Vorfeld als auditiv auffällig beurteilt wurden. Zudem wurden alle vier Kursteilnehmerinnen bereits im Berufsalltag mit Funktionseinbußen ihrer Stimmen konfrontiert. Dies lässt auf Sekundärprävention schließen, denn es sind Frühzeichen von Krankheit (z.B. Rauhigkeit der Stimme) und Risikofaktoren (langes Sprechen bei Störlärm) bekannt. Es gilt krankheitsauslösende Faktoren zu vermeiden und Risiken zu verringern.
2.4 Der situationsspezifische Ansatz
In einem Artikel der Zeitschrift „Forum Logopädie“ wird die Methode des situationsspezifischen Gruppentrainings vorgestellt: „Automatisierten,
situationsgebundenen, aber stimmlich ungünstigen Verhaltensweisen des Berufsalltags sollen Alternativen geboten werden, die die Gesundheit der Stimme erhalten“ (Beushausen; Menzel, 2004, S.10). Besonderes Augenmerk ist hier auf die Situationsgebundenheit zu richten. In der bereits erwähnten Durchführung eines präventiven Stimmtrainings für Lehrer kristallisierte sich heraus, dass die herkömmliche therapeutische Vorgehensweise zu zeitaufwendig war. (Die Übungen der „klassischen Stimmbereiche“ bauten aufeinander auf und mündeten erst zum Schluss des Trainings in den Transfer des Geübten in den Alltag.) Die so wichtige Transferleistung in die Alltagssituation konnte nicht ausreichend berücksichtigt werden, die Umsetzung fiel den Teilnehmern sehr schwer. Da ein Präventionskurs jedoch schnell und effektiv zum verbesserten Umgang mit der Stimme führen soll, ist ein „Umdenken“ notwendig. Gefragt sind hier Flexibilität des Gruppenleiters, Berücksichtigung der Individualität des Einzelnen, Beobachtungsgabe, Sicherheit in der Anwendung der individuell notwendigen Stimmbausteine und ihr gezielter Einsatz in der Berufssituation.
Der situationsspezifische Ansatz wurde an der Fachhochschule Hildesheim im Bachelor-Studiengang für Logopädie entwickelt und basiert auf der Annahme, dass ein Lerneffekt besonders dann gegeben ist, wenn das Lernen im praktischen Kontext erfolgt und der Lernende einen Bezug zu den Inhalten herzustellen vermag. Gudjons vertritt die Auffassung, dass bei fehlendem Bezug zum relevanten Kontext, die neue Information für den Lernenden wenig bedeutsam ist. Es handelt sich dann um „träges Wissen“, um Wissen, welches nicht angewendet wird und in das bestehende Vorwissen nicht integriert werden kann. Es wird nicht ausreichend vernetzt und ist damit zusammenhanglos. Weiterhin
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schreibt Gudjons, dass sich die Anwendungsqualität von Wissen bei der aktiven Auseinandersetzung mit Problemen erhöht (vgl. Gudjons, 1999, S.226). Diese Erkenntnis kann im Rahmen des Stimmtrainings besonders effektiv in der beruflichen Situation genutzt werden. In der Situation der beruflichen Tätigkeit werden die verschiedenen Stimmbereiche in Teilmodulen erarbeitet. Dies bietet den Vorteil, dass sich der Sprecher in einer ihm vertrauten Situation befindet und mit Korrekturen direkt im Alltag begonnen werden kann. Zudem ist der Praxisbezug gegeben. Er wirkt sich motivierend auf die Mitarbeit aus, denn der Lernende spürt, dass es hier tatsächlich um eine Verbesserung seiner individuellen Situation geht. An dieser Stelle kann zwischen Berufssprecher und Stimmtrainer eine gemeinsame Zielsetzung und Zielerreichung nach partnerschaftlichen Grundsätzen erfolgen, denn die Anforderungen seines Arbeitsplatzes kennt der Berufssprecher am besten. Seine Kenntnisse sind gefragt, damit das Stimmtraining exakt auf seine spezifische Situation zugeschnitten werden kann. Die stimmbezogenen Probleme, die dem Sprecher vermutlich nur undeutlich bewusst sind, lassen sich im Berufsalltag eruieren und konkret lösen.
Es geht aber nicht allein um den Einsatz stimmentlastender Techniken. Da die erlebte Situation untrennbar mit der Person und ihren Emotionen verbunden ist, muss sie sich auf die Qualität der Stimme auswirken. Diese Interaktion zwischen Person und Situation muss im Präventionskurs aufgegriffen und den Berufssprecherinnen bewusst gemacht werden (vgl. Beushausen; Menzel, 2004, S.9).
Um diese theoretischen Annahmen in der Praxis umzusetzen, wurde zunächst ein Pretest durchgeführt, allerdings mit einer Einzelperson die als Lehrerin berufstätig ist. Hier erwies sich der situationsspezifische Ansatz als sehr geeignet, um in der (simulierten) Berufssituation effektiv an den individuellen Stimmproblemen ansetzen zu können. In dem hier vorgestellten situationsspezifischen Stimmtraining sollte der Präventionskurs mit vier Berufssprecherinnen durchgeführt werden, deren Stimmbelastung in ähnlichen Berufssituationen erfolgt: in Beratungsgesprächen, in Teambesprechungen, bei Gruppenanleitung, beim Sprechen trotz Störlärms und bei stimmungünstiger Körperhaltung.
Nach einem Vorgespräch zwischen Autorin und Probandinnen, dass die täglichen Belastungsschwerpunkte der Berufssprecherinnen konkretisierte, wurde das Konzept erstellt. Pro Treffen sollte je eine berufliche Sprechsituation herangezogen werden, um die notwendigen Teilmodule einer ökonomischen Stimmgebung zu erarbeiten. Im ersten Treffen des Präventionskurses sollte die Situation „Beratungsgespräch“ erarbeitet werden, da diese in ruhiger Atmosphäre
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Ines Klämbt, 2005, Prävention von Stimmstörungen bei Berufssprechern - Entwicklung, Durchführung und Evaluation eines situationsspezifischen Gruppentrainings, München, GRIN Verlag GmbH
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