Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung 2
2. Definition: Problem 3
3. Verschiedene Ebenen des Problems 4
3.1 Problem und Aufgabe 4
3.2 Die kognitive Struktur 5
3.3 Problemmerkmale und Personenmerkmale 5
3.4 Realitätsbereiche 7
4. Problemlösetheorien 9
4.1 Problemlösen durch Versuch und Irrtum 9
4.2 Problemlösen durch Umstrukturieren 9
4.3 Problemlösen durch Anwendung von Strategien 12
4.4 Problemlösen durch Kreativität 13
4.4.1 Der kreative Prozess 14
4.4.2 Die kreative Persönlichkeit 15
4.4.3 Kreativität und spezifisches Wissen 17
4.4.4 Exkurs: Kreativitätstechniken 18
4.5 Problemlösen durch Systemdenken 19
5. Der Problemlöseprozess 22
6. Fazit 26
Quellennachweis 27
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1. Einleitung
Diese Hausarbeit beschäftigt sich mit der Frage, wie Probleme gelöst werden können. Hierzu werden zunächst die verschiedenen Problemebenen und Einflussmöglichkeiten (die kognitive Struktur, dem Problem und Personenmerkmal, der Realitätsbereich) komplexer Problemen behandelt und anschließend die fünf, mitunter sehr komplexen Problemlösetheorien anhand von anschaulichen Beispielen vorgestellt. Am ausführlichsten wird hierbei die Problemlösetheorie „Problemlösen durch Kreativität“ behandelt, da sie die Interessanteste, weil Ungewöhnlichste aller fünf Theorien darstellt. Abschließend soll der Problemlöseprozess in ein allgemeineres, leichter Verständlicheres Ablaufmodell gebracht werden.
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2. Definition: Problem
Um einen Überblick und einen überschaubaren Einstieg in das Thema Problem/Problemlösen zu geben, werden an dieser Stelle einige Definitionen vorgestellt und anschließend auf gemeinsamen Inhalt überprüft:
„Ein Problem entsteht z.B. dann, wenn ein Lebewesen ein Ziel hat und nicht weiß, wie es dieses Ziel erreichen soll“ (Duncker, 1935, S.1)
„Ein Individuum steht einem Problem gegenüber, wenn es sich in einem inneren oder äußeren Zustand befindet, den es aus irgendwelchen Gründen nicht für wünschenswert hält, aber im Moment nicht über die Mittel verfügt, um den unerwünschten Zustand in einen wünschenswerten Zustand zu überführen“ (Dörner, 1979, S.10)
„Eine Situation, in der die Erreichung eines Ziels nicht über ein bekanntes Handlungsmuster möglich ist. Ein Problem setzt also immer eine als wesentlich empfundene Soll- Ist-Abweichung (Abweichung des Ist-Zustandes von einem Ziel oder einer aus dem Ziel abgeleiteten Soll- Größe) voraus.“ (http://www.olev.de/p/problem.htm /15.12.04)
Ein Problem ist also durch drei Komponenten gekennzeichnet:
- Unerwünschter Anfangszustand
- Erwünschter Zielzustand
- Barriere , die die Überführung des Anfangszustandes in den Zielzustand im Augenblick verhindert
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3. Verschiedene Ebenen des Problems
Weiter wird ein Problem durch die Aufgabe, die kognitive Struktur, dem Problem und Personenmerkmal, sowie dem Realitätsbereich charakterisiert.
3.1 Problem und Aufgabe
Vom Problem ist die Aufgabe zu unterscheiden. Die Lösbarkeit der Aufgabe hängt von unseren Vorerfahrungen und gelernten Regeln ab. Die Schwierigkeit der Aufgabe ist immer relativ und Problemempfinden subjektiv zu sehen:
§ Die Aufgabenschwierigkeit ist unmittelbar eine Funktion der Expertise des Problemlösers in dem angesprochenen Realitätsbereich. Die gleiche Aufgabe, die für den Anfänger schwierig ist, ist für den Experten einfach
§ Aufgabenschwierigkeit wird in der Regel als
Lösungswahrscheinlichkeit für das mittlere Individuum einer gegebenen Population konzeptualisiert und geht davon aus, dass die Schwierigkeit objektiv und von dem Probanden unabhängig definiert ist. Dies mag in vielen Fällen aus pragmatischer Sicht hinreichen, theoretisch bleibt es unbefriedigend, da der konkrete Proband konstituiertes Mitglied seiner Population ist und damit an der Definition der Aufgabenschwierigkeit beteiligt ist. Dies heißt aber nichts anderes, als dass die Aufgabenschwierigkeit von den Fähigkeiten der Person abhängig ist. (Vgl. Schaub 2001, S.159)
Eine besondere Art von Aufgabenlösung stellt die Anwendung eines Algorithmus (genaue Verfahrensvorschrift) dar. Ein Beispiel hierfür ist das Telefonieren aus einer Telefonzelle mit einer Sequenz von Teilhandlungen, die in einer festgelegten Reihenfolge ausgeführt werden müssen. Viele Probleme werden nicht wahrgenommen, weil die Erreichbarkeit mit herkömmlichen Handlungsmustern (Algorithmus) unterstellt wird.
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3.2 Die Kognitive Struktur
Die Kognitive Struktur beinhaltet die Gesamtheit der Voraussetzungen zur Aufgabenbewältigung. Sie setzt sich aus der Wissensstruktur (epistemische Struktur) und der Problemlösestruktur (heuristische Struktur) zusammen.
- Die Wissensstruktur umfasst Begriffe und Regeln (Algorithmen), reproduktives denken und lässt uns Aufgaben bewältigen.
- Die Problemlösestruktur umfasst Problemlöseverfahren (Heurismen), produktives denken und lässt uns Probleme lösen
Der Hauptanteil unseres Handelns wird mit der Wissensstruktur abgedeckt. Erst wenn sie nicht mehr ausreicht, wird auf die Problemlösestruktur zurückgegriffen.
3.3 Problemmerkmale und Personenmerkmale
Problemmerkmale
Als Problemmerkmale sollen die Art der Barriere und ein Überblick über die Komplexität von Problemen angesprochen werden. Dörner nennt vier Arten von Barrieren:
§ Um eine Interpolationsbarriere handelt es sich, wenn neben dem Ist-und Sollzustand auch der Operator, d.h. die allge meine Handlungsform zur Transformation des Ist- in den Sollzustand, bekannt ist.
§ Eine Synthesebarriere liegt vor, wenn dieser Operator nicht bekannt ist.
§ Um eine Dialektische Barriere handelt es sich, wenn keine klaren Zielkriterien vorliegen und der Lösungsweg für das Problem ungewiss ist.
§ Dies gilt auch Dialektische Synthesebarrieren, in denen sowohl Unklarheit über die Zielkriterien herrscht als auch über die Mittel, die zur Lösung erforderlich sind. (Vgl. Feuchter 2001, S.112)
§ Umfangreich: Die Probleme bestehen aus vielen Variablen, die beachtet werden müssen und deren Zustand der Problemlöser zumindest zeitweise kennen sollte.
§ Vernetzt: Die Variablen stehen nicht isoliert nebeneinander, sondern sie beeinflussen sich gegenseitig über Verbindungen unterschiedlicher Richtungen, Charakteristik und Stärke. Die Vernetztheit hat zur Folge, dass jede Veränderung im System Nebenwirkungen und Fernwirkungen erzeugen kann.
§ Intransparent: Komplexe Probleme sind für den Problemlöser unter den gegebenen Zeitrestriktionen selten vollständig durchschaubar. Es kann unklar bleiben, welche Aspekte überhaupt zum Problem gehören, welche nicht, und in welchem Zustand sich diese Variablen befinden. Intransparenz führt dazu, dass der Problemlöser unter Unsicherheit handeln muss.
§ Dynamisch: Im Gegensatz zu statischen Problemen (wie etwa dem Schachspiel) verändern sich komplexe Probleme auch ohne das Zutun des Problemlösers.
§ Polytelie: Komplexe Probleme sind häufig nicht auf eine Variable hin optimierbar, sondern der Problemlöser muss zur gleichen Zeit mehrere, oft einander widersprechende Ziele im Auge haben. Er muss sich überlegen, wie die verschiedenen Ziele miteinander kombiniert und ausbalanciert werden können, und für welche Schwerpunkte er sich entscheiden soll.
§ Vielfältige Eingriffsmöglichkeiten: Der Problemlöser hat in der Regel keine vollständigen oder ausreichenden Informationen über mögliche Maßnahmen und ihre Anwendungsbedingungen. Nur selten gibt es eine einzige Maßnahme mit der das Problem bewältigt werden kann.
§ Bedeutsamkeit: Komplexe Probleme haben emotionale und motivationale Bedeutung für den Problemlöser.
§ Soziale Einbettung: Komplexe Probleme haben meist eine soziale Komponente. Entweder ist das Problem selbst ein soziales, und/oder die
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Arbeit zitieren:
Karsten Luda, 2005, Wie können Probleme gelöst werden? Modelle der Problemlösung, München, GRIN Verlag GmbH
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