Lessings Toleranzgedanke am Beispiel seines dramatischen Gedichtes Nathan der Weise
Inhaltsverzeichnis
Inhaltsverzeichnis .........................................................................................2
1 Einleitung 3
2 Der Begriff Toleranz zu Lessings Zeiten 4
3 Nathan der Weis e 6
3.1 Verständigung - Sprache der Toleranz 6
3.1.1 Der widerspenstigen Zähmung des Tempelherrn 7
3.1.2 Saladin und die Frage nach der wahren Religion 12
3.1.3 Recha und der Glaube an wahre Wunder 17
3.1.4 Teilzusammenfassung 20
3.1.5 Der Patriarch Intoleranz in Person 21
3.1.6 Die gute böse Daja 23
3.1.7 Teilzusammenfassung 24
3.2 Wahrheitsbesitz vs Wahrheitssuche 25
4 Lessings Toleranzbegriff 27
5 Zusammenfassung 30
Literaturverzeichnis 34
2 NA
Lessings Toleranzgedanke am Beispiel seines dramatischen Gedichtes „Nathan der Weise“
1 Einleitung
Die Frage, was unter Toleranz zu verstehen ist und bis zu welchen Grenzen sie reicht, hat bis zum heutigen Zeitpunkt an Aktualität nicht verloren. Eine Toleranzdiskussion ist in Deutschland besonders seit der durch Luther 1517 ausgelösten Reformation, die zur religiösen Spaltung Deutschlands führte, immer wieder aufgekommen: Der Kampf – erst um religiöse Neugestal- tung, dann auch um nationale Interessen – erreichte im Dreißigjährigen Krieg, der in Deutsch- land Formen eines Bürgerkrieges annahm, seinen Höhepunkt. Erst mit Beendigung dieses Krie- ges kam es durch die Vereinbarungen im Westfälischen Frieden zur Rechtsgleichheit der ve r- schiedenen Religionen (Katholiken, Lutheraner und Reformierte). Eine rechtliche Gleichstellung nichtchristlicher Religionen – von sozialer Gleichstellung ganz zu schweigen - war ein Jahrhun- dert später zu Lessings Zeit nicht vorgesehen, wie es in dem Drama Die Juden zum Ausdruck kommt.
Immer noch, besonders aber seit den Terroranschlägen in den USA spielt der Gegensatz zwi- schen einer „fundamentalistischen“ und einer „toleranten“ Religion oder Kultur in der öffentli- chen Diskussion wieder eine große Rolle. Doch schon in den vergangenen Jahren ist der Begriff der Toleranz allgegenwärtig gewesen. Man denke nur an die Auseinandersetzungen über das Kruzifix, das Kopftuch einer Lehramtsanwärterin, die Homo- Ehe, den Be griff der „Leitkultur“, die Fragen von Integration und Einwanderung oder das beantragte NPD-Verbot im Kontext der Reaktionen auf rechtsextreme Gewalttaten. So gegensätzlich die dabei vertretenen Positionen auch sein mögen, so einhellig bekunden doch alle Beteiligten, dass es ihnen um die Schaffung einer politischen „Kultur der Toleranz“ gehe.
In der vorliegenden Arbeit soll es um die Toleranzauffassung Gotthold Ephraim Lessings gehen, welche an seinem dramatischen Gedicht Nathan der Weise explizit gemacht werden soll. Anhand Lessings Nathan der Weise und sein Verständnis von Wahrheit sowie seine Einstellung zur Reli- gion möchte ich Lessings Toleranzidee herausarbeiten. Dabei soll Lessings Umgang mit Sprache zeigen, inwieweit diese zu Toleranz und Humanität erziehen kann. „In der Tat ist Nathan der Weise, es zählt dies zur einhelligen communis opinio der Forschung, jenes Werk Lessings, in dem dieser wie in keinem anderen seiner Dramen konsequent die Grenzen und Möglichkeiten von Bildung und Umbildung des Individuums unter dem Aspekt der Befriedung von Gewalt und der Erzeugbarkeit von Toleranz reflektiert.“ 1 1 Müller Nielaba, D.: Die Wendung zum Besseren. Zur Aufklärung der Toleranz in Gotthold Ephraim Lessings Nathan der Weise. Würzburg 2000, S. 11.
3
Lessings Toleranzgedanke am Beispiel seines dramatischen Gedichtes „Nathan der Weise“
Letztendlich geht es mir darum, deutlich zu machen, dass sich das Toleranzverständnis Lessings
nicht mit dem des 18. Jahrhunderts deckt.
2 Der Begriff Toleranz zu Lessings Zeiten
Der Begriff Toleranz wird aus dem lateinischen Wort „tolerare“, was mit Ertragen, Erdulden, Geduld oder Duldsamkeit übersetzt werden kann, entlehnt. 2 Es hat zunächst und ursprünglich
den Sinn der religiösen Duldsamkeit, des Duldens andersartiger Glaubensbekenntnisse, Gottes-
dienste und Glaubensbeze ugungen durch die Herrschenden. Im Laufe der Geschichte taucht das
Wort zuerst bei den antiken Philosophen, namentlich den Stoikern, dann in der aus gehenden An-
tike im Toleranzedikt von 313 n. Chr. von Mailand auf, in dem „eine Gleic hstellung der christl.
Religion im Sinne einer der Einheit des Röm. Reiches nachgeordneten Duldungsbereitschaft
gegenüber Fremdreligionen erreicht und damit zugleich eine f ormale Intoleranz [Position, die
den Glauben und die Religion anderer nicht respektiert, S. G.] , wie sie in der Christenverfolgung ihren Ausdruck fand, beendet“ wurde. 3
In der Mitte des 18. Jahrhunderts verstand man unter dem Begriff Toleranz das Zulassen anderer
Religionen neben der christlichen Religion. Das Zusammenleben realisierte sich im Alltag durch
ein friedliches Nebeneinander. Aus der Sicht des Christen bleibt aber ihr Glaube, im Besitz der
absoluten Wahrheit zu sein, unangefochten, der Andersgläubige dagegen irrt in seinem Glauben.
Trotzdem gebieten Liebe und Erbarmen, also Karitas friedlich miteinander umzugehen und nicht
durch Konfrontation, sondern durch ein Aufeinanderzugehen, mit „Sanftmut und Bescheiden- heit“ den Andersgläubigen von seinem Irrtum zu überzeugen. 4 Besonders das Grosse vollständi-
ge Universal-Lexikon (1745) von Johann Heinrich ZEDLER gibt darüber Auskunft:
‚Wir verstehen aber allhier durch die Tolerantz nichts anderes, als dass man äußerlich im geme i- nen Leben friedlich miteinander umzugehen suchet, einander die Pflichten des Rechts der Natur nicht versaget, und auf den Cantzeln und in den Schriften die vorgegebene irrige Meynung mit aller Sanfftmuth widerleget, und also einander, mit Vernunfft und Besche idenheit eines besseren zu belehren bemüht ist. [...] Der Grund der Tolerantz, so man den Irr-Gläubigen angedeyhen lässet, muß in der allgemeinen Liebe und Erbarmung liegen, und der Zweck derselben bloß die- ser seyn, dass sie den irrenden Nächsten von dem Irrthum seines Weges nach und nach unter dem Segen Gottes zu überzeugen suchet, wozu sie theils alle Evangelische Mittel, doch ohne 2 vgl. Der Brockhaus. Die Enzyklopädie in vierundzwanzig Bänden. 19. völlig neubearbeitete Aufl. Band 20: TEP - UR. Mannheim 1993, S. 266f.
3 ebenda, S. 267.
4 Desch, J.: Taktische und praktische Toleranz: Lessings Haltung zur Wahrheit des Glaubens. In: Fre imark, P.; u.a. (Hrsg): Lessing und die Toleranz: in Hamburg vom 27. bis 29. Juni 1985. Sonderband zum Lessing yearbook. Det- roit 1986 (Beiträge der internationalen Konferenz der Lessing Society; 4), S. 159.
4
Lessings Toleranzgedanke am Beispiel seines dramatischen Gedichtes „Nathan der Weise“ Zwang anwendet, theils die Hindernisse aus dem Wege räumet, und der Wahrheit Platz ma- chet.’ 5
Dieses Verständnis von Toleranz wird von Immanuel KANT (1724 – 1804) in seinem Aufsatz Beantwortung der Frage: Was ist Aufklärung (1784) abgelehnt. Er weist darauf hin, dass das Verhalten eines Fürsten, der den Menschen in Bezug auf ihre Religion keinerlei Vorschriften macht, weit mehr beinhaltet - und dieses „mehr“ wird im Folgenden zu spezifizieren sein - als man im 18. Jahrhundert im Allgemeinen unter dem Begriff Toleranz verstand:
„Ein Fürst, der es seiner nicht unwürdig findet, zu sagen: dass er es für ’Pflicht’ halte, in Religi- onsdingen den Menschen nichts vorzuschreiben, sondern ihnen darin volle Freiheit zu lassen, der also selbst den hochmütigen Namen der ’Toleranz’ von sich ablehnt, ist selbst aufgeklärt [...].“ 6
Auf der Grundlage dieser beiden ausgewählten Beispiele lässt sich der Toleranzbegriff im 18. Jahrhundert wie folgt beschreiben:
Die Handlungsweise, die durch den Begriff Toleranz bezeichnet wird, kann mit einem anderen Wort bezeichnet werden, und zwar mit dem Begriff Duldung. D. h., die Religion des Anders- gläubigen wird geduldet, obwohl der christliche Missionsauftrag weiterhin Gültigkeit hat. Wie aus dem Lexikoneintrag von ZEDLER hervorgeht, geht der Christ davon aus, im Besitz der ab- soluten Wahrheit zu sein, was ihm das Gefühl verleiht, auf einer höheren Stufe zu stehen. Das gleichberechtigte Miteinander einer religiös gemischten Gesellschaft ist damit von vornherein ausgeschlossen. Mit anderen Worten: Der Duldende lässt sich zu einem Andersgläubigen herab und behandelt ihn, den Irrenden, herablassend. Die Toleranz basiert somit auf einer Hierarchie- struktur, die so lange bestehen bleibt, solange beide Seiten aus dieser Struktur einen Vorteil zie- hen können. Toleranz erscheint hierbei als ein Gewährenlassen:
„Duldung in der Überzeugung, daß, was immer der Glaube des anderen sein mag, er doch keine Relevanz hat für den, der Toleranz übt, weder für den Staatsmann noch für den Gläub igen. Beide können Toleranz üben, weil ihre eigene Position nicht in Frage steht, und es geht beiden um nur äußerliche Anerkennung, nicht um eine innere Auseinandersetzung, die das Infragestellen der eigenen Position einschließen müßte.“ 7
D.h., der Duldende lässt zwar das Andere gelten, weiß es aber selbst besser. Dabei ist es wichtig, sich vor Augen zu führen, dass die Duldung nur solange stattfindet, solange der Machtbereich des Duldenden nicht eingeschränkt wird und solange andere Interessen keinen Vorrang haben. 8 Joachim DESCH spricht hierbei von taktischer Toleranz, politisch zur Erhaltung des Friedens nach der Periode der Religions- und Bürgerkriege; gesellschaftlich zur Sicherung des Eigenint e- 5 zit. nach: Desch, S. 159.
6 Kant zit. bei: Bahr, E.: Was ist Aufklärung? Thesen und Definitionen. Stuttgart 1964. Bibliographisch ergänzte Ausgabe 1996. (Reclam UB 9714), S. 15 f.
7 Desch, S. 159.
8 vgl. ebenda, S. 158-173.
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Lessings Toleranzgedanke am Beispiel seines dramatischen Gedichtes „Nathan der Weise“ resses des selbstbewusst gewordenen Bürgers; wirtschaftlich als Notwendigkeit für den rapide sich ausdehnenden Welthandel. 9 Sie beruht einzig und allein auf der eigenen Wahrheit als die letztlich allein gültige. Dem Wort Duldung haftet dabei eine durchaus passive, wenn nicht nega- tive Bedeutung an, im 18. Jahrhundert ebenso wie heute.
Hier klare und bessere Verhältnisse herbeizuführen war ein Ziel fast aller Aufklärer. „Warum sollten religiöse Minderheiten wie die Juden oder einige christliche Sekten nicht dieselbe gesell- schaftliche Anerkennung finden und denselben staatlichen Schutz genießen wie die großen Kon- fessionen?“ 10
An dieser Toleranzdiskussion beteiligte sich auch Lessing zwischen 1749 und 1781 mit zahlrei- chen Schriften (z.B. Der Freigeist, Die Juden, Nathan der Weise, etc.).
Wie bereits in der Einleitung erwähnt, deckt sich Lessings Toleranzbegriff nicht mit dem Tole- ranzbegriff seiner Zeit. Anhand Lessings dramatischen Gedichts Nathan der Weise (1779) möch- te ich dies im Folgenden zeigen.
3 Nathan der Weise
3.1 Verständigung - Sprache der Toleranz
Nathan der Weise ist ein Erziehungsdrama. Erzogen werden Einzelmenschen zum Denken „gu- te[r] Menschen.“ 11 Alle Hauptfiguren haben sich zum Schluss des dramatischen Gedic htes in Bezug auf den Anfang verändert. Saladin und Sittah, der Tempelherr und Recha h aben eine „Wandlung zum Besseren“ vollzogen, nur Nathan hat keine Wandlung mehr durchgemacht. Nicht, dass er sich nicht entwickelt hätte, aber sein wesentlicher Entwicklungsschritt liegt bereits in der Vergangenheit, ist Teil der Vorgeschichte. Als seine Familie von Christen ermordet wird und er – gleich Hiob – an Gott zweifelt, sich dann aber ganz wieder Gott zuwendet („Ich stand! und rief zu Gott: Ich will! / Willst du nur, daß ich will?“ (IV, 680f.)), hat er jene Identitätskrise bereits durchlitten, die in mehr oder weniger gravierender Form auch von Recha, Saladin und dem Tempelherrn durchschritten wird. Nathan aber ist es, der sie vor allem durch das aufklären- de Gespräch wieder zu sich finden lässt und heilt. Dabei erzieht Nathan sie nicht, indem er ihnen 9 vgl. ebenda, zum Begriff taktische Toleranz vgl. auch Fischer, B.: Nathans Ende? Von Lessing bis Tabori: Zur deutsch-jüdischen Rezeption von „Nathan der Weise“. Göttingen 2000, S. 31-45.
10 Barner, W.; u.a. (Hrsg.): Lessing. Epoche-Werk-Wirkung. 5., neubearb. Aufl. München 1987 (Arbeitsbücher zur Literaturgeschichte), S. 316.
11 Die Zitate aus Nathan der Weise werden im folgenden direkt im Text belegt und zwar in Klammern unter Angabe des Aktes (römisch) und der Versnummer (arabisch), hier (II, 486). Betrifft ein Sachverhalt einen ganzen Auftritt, so steht anstelle der Versnummer der Verweis auf die Szene und die dazugehörige Nummer (arabisch).
6
Lessings Toleranzgedanke am Beispiel seines dramatischen Gedichtes „Nathan der Weise“ seine Ansichten aufdrängt, sondern er ist Pädagoge in dem Sinne, dass er den Menschen seiner Umgebung bewusst werden lässt, was sie ihrer Anlage nach schon sind.
Dies gelingt ihm im Gespräch, im Dialog. 12 Er hat immer ein Gegenüber, einen Gesprächspart- ner. Dabei ist der Dialog nicht irgendeine Form von Gespräch unter anderen, sondern beinhaltet bereits eine „positive Wertung“, in dem Sinne, dass vor allem die „positive Einstellung der Part- ner“ hervorgehoben wird, „die besondere Formung sowie die Gemeinsamkeiten des gemeins a- men Weges“ auf der Suche nach Wahrheit. 13 „Es wird der Prozesscharakter, [vor allem der Lernprozess, S. G.] unterstrichen“. 14 René Spitz betont, dass es sich dabei nicht nur um ein „Hinundher“ handelt, sondern dass der Dialog als ein „dynamischer Rückkopplungskreis von Tun und Reagieren“ angelegt ist, „wobei die wechselseitige Natur des Geschehens stimulierend wirkt.“ 15 Im aufklärenden Dialog lässt Nathan die Hauptfiguren zu sich selbst finden, indem er ihnen be- wusst macht, was sie in ihrer Anlage schon sind.
Lessing ist demnach, wie es Karl EIBL nennt, ein „Verständigungsregisseur“. 16 Im Folgenden soll dies an speziellen Charakteren und bestimmten Dialogszenen gezeigt werden. Dabei ist der Tempelherr die ausgeprägteste Figur, deren gesamte persönliche Entwicklung im Zeichen von Erziehung steht. Hieraus begründet sich auch der folgende Entscheid in der sprach- lichen Analyse, vorrangig jenen beiden Figuren das Augenmerk zu schenken, die am ausgepräg- testen mit Nathans ganz spezifischer Weise der Erziehung in Kontakt kommen: dem jungen Tempelherrn und dem Sultan Saladin.
3.1.1 Der widerspenstigen Zähmung des Tempelherrn
In der Mitte des zweiten Aufzuges treffen Nathan und der Tempelherr das erste Mal aufeinander. Schon aus dem Äußeren des Tempelherrn liest Nathan Widersprüchliches, denn der „gute“ Blick erscheint ihm „trotzig“. Er interpretiert es in der Metapher von Schale und Kern: „der Kern/ Ist’s sicher nicht. – Wo sah’ ich doch dergleichen?“ (II, 410f.).
Der Tempelherr, wie er zu Beginn eingeführt wird, stellt sich zunächst dar als die personifizierte Intoleranz und Ignoranz. Trotzig verweigert er jegliche menschliche Annäherung, überheblich 12 Heller, P.: Dialektik und Dialog in Lessings „Nathan der Weise“. In: Heller, P.: Dialektik und Dialog in Lessings „Nathan der Weise“. In: Bohnen, K. (Hrsg.): Lessings „Nathan der Weise“. Darmstadt 1984 (Wege der Forschung, Bd. 587), S. 221.
13 Kloepfer, R.: Grundlagen des „dialogischen Prinzips“ der Literatur. In: Lachmann, R. (Hrsg.): Dialogizität. Mün- chen 1982 (Theorie und Geschichte der Literatur und der schönen Künste; Reihe A Hermeneutik, Semiotik, Rheto- rik; Bd. 1), S. 88.
14 ebenda.
15 Spitz zit. bei: Kloepfer, S. 99.
16 Eibl, K.: Identitätskrise und Diskurs. Zur thematischen Kontinuität von Lessings Dramatik. In: Jahrbuch der Deut- schen Schillergesellschaft 21 (1997), S. 186.
7
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Susan Grüßner, 2004, Lessings Toleranzgedanke am Beispiel seines dramatischen Gedichtes 'Nathan der Weise', Munich, GRIN Publishing GmbH
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