Inhaltsverzeichnis
Die Hanse ................................................................................................................................... 2 Der Handel der Hanse ................................................................................................................ 2 Die Wege der Hanse ................................................................................................................... 4 Probleme der Hanse.................................................................................................................... 4 Der Untergang der Hanse ........................................................................................................... 6 Literaturverzeichnis:................................................................................................................... 7
Die Hanse
Hanse, auch Hansa genannt („Schar, Bund“), seit dem 12. und 13. Jahrhundert eine übliche Bezeichnung für die genossenschaftliche Vereinigung besonders norddeutscher Kaufleute, geschaffen durch die gemeinsamen Handelsinteressen und die Notwendigkeit gegenseitiger Unterstützung im Ausland. Später traten an die Stelle der einzelnen Kaufleute die Heimatstädte der Hansen.
Ende des 13. Jahrhunderts kam es zu einem losen Gesamtverband unter der Führung der Reichsstadt Lübeck, erstmalig 1358 als „Stede van der dudeschen hense“ bezeichnet. ( Bertelsmann 1976,S.427)
Der Handel der Hanse
Der auf Vorrechten beruhende Handel der Hanse, die lange Zeit Handelsmonopole im Ostseeraum, in England und den Niederlanden (Flandern) besaß, war möglich durch ihre maritime und politische Überlegenheit und die enge Verknüpfung mit der deutschen Siedlung im Ostseeraum. Eine weitere Voraussetzung für den Handel der Hanse war die den Austausch fördernde ungleichmäßige Struktur des europäischen Wirtschaftsraumes im Mittelalter. ( Bertelsmann 1976,S.427)
Es wurden zum Beispiel in den flandrischen Städten die Tuche Gewinnung und Verarbeitung hoch qualifiziert, dennoch kam die Wolle für die Tuche aus England. Es steuerten zur Herstellung der diversen Produkte viele Länder die Rohstoffe bei, in einem regen Austausch-und Handelsverhältnis. Es gab andere Regionen, Länder und Städte, wie Lüttich, die im Metallgewerbe einen beachtlichen Produktionszweig entwickelten. Die Hanse verband die vielen verschiedenen Produktionszweige um den Export voran zu treiben und sich
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wirtschaftlich weiter zu entwickeln, da sich die Güterbedürfnisse der Menschen immer mehr intensivierten. (Schildhauer/Fritze/Stark 1974, S. 33ff)
Mit den verfügbaren Transportmöglichkeiten vor dem 15. Jahrhundert - Lasttiere auf dem Land, Flusskähne und Küstenschiffe auf dem Wasser - ließen sich keine großen Ladungen über weite Entfernungen transportieren, auch wenn zum Beispiel die Griechen ihr Getreide vom Schwarzen Meer bezogen und die Römer Transportschiffe und Entladevorrichtung für Massengüter entwickelt hatten, um die großen Getreidemengen, die von der Hauptstadt benötigt wurden, zu transportieren.
Der größte Teil des Fernhandels vor 1500 beschränkte sich auf Luxusgüter mit niedrigem Gewicht, bei denen der Gewinn immer noch hoch genug war, um die enormen Kosten und Risiken des Transports zu rechtfe rtigen.
Die Bedeutung des Fernhandels war jedoch im 15. Jahrhundert relativ gering, aber der Wachstum der europäischen Wirtschaft wurde weiterhin von endogenen Faktoren bestimmt, wie Bevölkerungswachstum, Urbanisierung, Regionalhandel und geringfügige organisatorische und technische Fortschritte in Landwirtschaft und handwerklicher Produktion.( Jay 2000,S. 190f)
Der Norden und Osten boten Rohstoffe und Massengüter (Holz, Getreide, Fische, Pelze, Honig, Wachs) gegen Fertig- und Luxusgüter aus dem Westen (Tuche, Wein, Gewürze, Salz, Waffen, „ Nürnberger Tand“). ( Bertelsmann 1976,S.427)
Die großen Tauschplätze der Waren lagen im Osten in Gotland und in Nowgorod/Russland. Im Westen dominierten die flandrischen und die Champagner Messen/Frankreich. ( Zimmerling 1984, S. 49f )
Aber die Integration der einzelnen Volkswirtschaften hatte gerade erst begonnen. Der tägliche Bedarf wurde fast ausschließlich lokal und regional gedeckt, und abgesehen vom Import einiger spezieller Handelsgüter, wie zum Beispiel Gewürze n, machte der Handel zwischen einzelnen Nationen nur einen Bruchteil des Wirtschaftslebens aus. Die Entdeckung der neuen Seewege und die Entstehung der Hanse und die damit verbundene Entwicklung neuer Märkte und auch neuer Lieferquellen hatten bedeutsame politische und wirtschaftliche Konsequenzen, aber keine unmittelbaren Folgen für das Leben der meisten Menschen. Die Menschen hatten durch die neuen Produkte und Güter einen Gewinn an Lebensqualität und eine Erhöhung des Lebensstandards. ( Jay 2000,S. 210 )
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Die Wege der Hanse
Innerhalb eines Jahrhunderts seit der Gründung Lübecks hatten die deutschen Kaufleute ihr Handlesnetz über Nordeuropa geworfen. Sie waren von Lübeck aus nach Gotland, Nowgorod gereist und dann im gleichen Zuge nach Schweden, Dänemark und Norwegen um dort Fuß zu fassen. Wenig später bereisten sie auch England und Flandern. Aber die zunehmende Verstädterung des Handels brachte auch tiefgreifende Strukturwandel der Hanse mit sich. ( Zimmerling 1984, S. 105,114 )
Die Hanse war nur ein lo ckerer Bund ohne gemeinsame Verfassung und Organe. Nicht einmal die Teilnahme an den meist in Lübeck abgehaltenen Hansetagen und die Durchführung der dort gefassten Beschlüsse war Pflicht. Hansestädte oder Hansekontore gab es vom Niederrhein bis Livland und Russland, von Stockholm bis Göttingen und Breslau. Über 160 Mitglieder hatte die Hanse in ihrer Blütezeit im 15. Jahrhundert.
War der Handel gefährdet, stellte die Hanse eine ansehnliche Streitmacht, so 1367 in der Kölner Konföderation, um den Dänenkönig Waldemar Atterdag zu bekämpfen, der 1361 die Insel Gotland mit dem wichtigen Handelsplatz Visby erobert hatte und den Sund sperrte. Gotland musste immer mehr einbüßen, denn die Schifffahrt war nicht mehr unbedingt auf einen Stützpunkt in der Ostsee angewiesen. ( Zimmerling 1984, S.114) Im Stralsunder Frieden 1370 sicherte die siegreiche Hanse ihre Vormachtstellung im Norden. Der Vertrag der dort abgeschlossen wurde beendete den 10-jährigen Krieg zwischen der Hanse und Dänemark. ( Zimmerling 1984, S.167)
Probleme der Hanse
Das auf den Frieden von Stralsund folgende Jahrhundert gilt als die Blütezeit der Hanse. Die Gemeinschaft war auf dem Höhepunkt ihrer politischen und wirtschaftlichen Macht angekommen.
Aber diese Position konnte nur schwer gehalten werden. Dafür sorgte schon alleine die ausländische Konkurrenz, aber auch die Fürsten, denen unabhängige und finanzstarke Städte stets als verlockende Beute erschienen.
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Arbeit zitieren:
Martina Noack, 2005, Die Hanse, München, GRIN Verlag GmbH
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