Inhaltsverzeichnis
Inhaltsverzeichnis II
Abk ürzungsverzeichnis III
Abbildungsverzeichnis IV
A. Einführung 1
B. Systematik der möglichen Gründungsformen. 2
C. Selbständige Gründungen. 4
C.I. Unternehmensneugründung 4
C.II. Unternehmensübernahme 6
C.II.1. Kauf. 6
C.II.2. Pacht 11
C.II.3. Erbfolge. 12
C.III. Franchising 15
D. Zusammenfassung. 18
Literaturverzeichnis. 19
II
dt. -deutschen e.V. -eingetragener Verein i.A. -im Allgemeinen
IfM -Institut für Mittelstandsforschung u.a. -unter anderem u.U. -unter Umständen vgl. -vergleiche
z.B. -zum Beispiel z.T. -zum Teil
III
Abbildungsverzeichnis
Abb. 1: Gründungen und Liquidationen 1991-2003 in Deutschland.
Abb. 2: Systematik der Gründungsformen nach Szyperski/Nathusius.
Abb. 3: Phasenmodell der Unternehmensentwicklung.
Abb. 4: Phasenmodell der Unternehmensübernahme.
Abb. 5: Übertragungsursachen und Varianten in dt. Familien-
unternehmen.
Abb. 6: Vergleich Einzelunternehmer - Franchisenehmer.
IV
A. Einführung
„Der Weg in die Selbständigkeit ist lang und dornenreich.“ 1
Spätestens an dieser Stelle werden sich manche Gründungswillige fragen, ob sie sich nicht auf dem falschen Weg befinden, oder ob es nicht noch einen anderen Weg zu ihrem angestrebten Ziel, der Selbständigkeit, gibt. Grundsätzlich führt der Weg in die Selbständigkeit über eine Unternehmensgründung. Landläufig versteht man darunter eine Unternehmensneugründung, aber schon ein genauerer Blick in die vom Institut für Mittelstandsforschung in Bonn erstellte Gegenüberstellung von Gründungen und Liquidationen zeigt, dass hier unter Gründung ebenso die Unternehmensübernahme fällt, solange sie für den Übernehmenden eine Existenzgründung darstellt. 2
Abbildung 1: Gründungen und Liquidationen 1991-2003 in Deutschland
Quelle: Online im Internet, http://www.ifm-bonn.de/dienste/gruend.htm, Stand 05.07.2004 An dieser Stelle verzweigen sich die Wege in die Selbständigkeit, in verschiedene Formen der Unternehmensgründung. Im Folgenden werden daher die verschiedenen Wege in die berufliche Selbständigkeit und ihre jeweils spezifischen Merkmale dargestellt. Als theoretischen Einstieg dient die von den Autoren Szyperski und Nathusius entwickelte Systematik möglicher Gründungsformen. In dem sich anschließenden Hauptteil wird auf die selbständigen Gründungen genauer eingegangen, also auf die Unternehmensneugründung, die Unternehmensübernahme sowie das Franchising, bevor die Arbeit mit einem kurzen Fazit schließt.
1 Kroll, 1995, S.13.
2 Vgl. Institut für Mittelstandsforschung, 2002a, S. 123.
1
B. Systematik der möglichen Gründungsformen
In der Literatur und auch im allgemeinen Sprachgebrauch wird der Begriff der ‚Unternehmensgründung’ wie bereits erwähnt häufig mit einer ‚Unternehmensneugründung’ gleichgesetzt. Um im weiteren Verlauf der Ausführungen eine gewisse Trennschärfe in die Begrifflichkeiten zu bringen, sollen die verschiedenen Gründungsformen in eine Systematik eingeordnet werden. Dafür bietet sich die von Szyperski und Nathusius entwickelte Systematik an, da sie auf der einen Seite sehr einfach und verständlich ist und auf der anderen Seite eine umfassende Systematisierung des Gründungsgeschehens zulässt. Eine Weiterentwicklung der Systematik von Szyperski und Nathusius, wie sie z.B. Unterkofler 3 darstellt, erscheint für eine grundlegende Betrachtung der Gründungsformen ungeeignet, da die Komplexität im Hinblick auf den gewonnen Erkenntnisfortschritt aus Sicht des Autors unangemessen hoch wird.
Szyperski und Nathusius bedienen sich in Ihrer Systematik zweier Merkmale, der Selbständigkeit und Strukturexistenz. Das personenbezogene Merkmal der Selbständigkeit unterteilt sich in die Ausprägungen selbständige sowie unselbständige Gründung. 4 Unter einer selbständigen Gründung ist eine Existenzgründung zu verstehen, d.h. der Gründer oder das Gründerteam 5 stehen nach der Gründung in einem selbständigen Arbeitsverhältnis. Bei der unselbständigen Gründung hingegen ist der Gründer in einem abhängigen Beschäftigungsverhältnis und die Gründung fällt in seinen Aufgabenbereich. 6 Das unternehmensbezogene Merkmal der Strukturexistenz unterteilt sich in die Ausprägungen originäre und derivative Gründung. 7 Unter einer originären Gründung versteht man den „[...] völlige[n] Neuaufbau [eines Unternehmens] ohne Rückgriff auf evtl. vorhandene Unternehmensteile.“ 8 Eine derivative Gründung ist die Transformation einer bereits existierenden Unternehmung in eine neue Wirtschaftseinheit, wobei die ursprüngliche Einheit ihre Identität größtenteils verliert.
3 Vgl. Unterkofler, 1989, S. 46.
4 Vgl. Szyperski, Nathusius, 1977, S. 26f.
5 Anmerkung: Im folgenden wird auf die Unterscheidung zwischen einem einzelnen Gründer und einer
Teamgründung der besseren Leserlichkeit halber verzichtet. Wenn eine Einzelperson in den
weiteren Ausführungen angesprochen wird, so gelten die Ausführungen auch immer für ein
‚Gründerteam’. Die speziellen Chancen und Risiken einer Teamgründung behandelt Thema 5.
6 Vgl. Szyperski, Nathusius, 1977, S. 26 ebenso Kiser, 1985, S. 24.
7 Vgl. Szyperski, Nathusius, 1977, S. 27.
8 Szyperski, Nathusius, 1977, S. 27.
2
Im Fall der selbständig-derivativen Gründung kann sich die Änderung in der Identität auch auf den Eignerwechsel beziehen, wenn dieser ansonsten das übernommene Unternehmen nicht verändert. 9
Aus der Kombination der zwei Merkmale und ihrer Ausprägungen lässt sich eine 4-Felder-Matrix erstellen, wonach sich vier Gründungsformen ergeben.
Abbildung 2: Systematik der Gründungsformen nach Szyperski/Nathusius
Die selbständig-originäre Gründung wird als Unternehmensneugründung bezeichnet. Es erfolgt der vollständige Neuaufbau eines Unternehmens durch einen Gründer, der nach der Gründung als Selbständiger dieses Unternehmen leitet. Die selbständigderivative Gründung bezeichnet man als Unternehmensübernahme. Hierbei wird eine bestehende Wirtschaftseinheit durch den Gründer übernommen, welcher als Selbständiger die Leitung des Unternehmens antritt. Bei der unselbständig-originären Gründung spricht man von einer Betriebsstättengründung. Das Abgrenzungsmerkmal zur Unternehmensneugründung ist das abhängige Beschäftigungsverhältnis des Gründers; die Gründung fällt im Rahmen seiner abhängigen Beschäftigung den Aufgabenbereich des Managers. Eine Betriebsstättengründung kann u.a. zu Diversifikationszwecken erfolgen, z.B. um ein neues Produkt zu produzieren oder einen neuen Markt zu erschließen. Zu den unselbständig-derivativen Unternehmensgründungen zählen die Fusion und die Umgründung. Sie können auch als unechte Gründungen bezeichnet werden, wenn sich z.B. im Extremfall nur der Kapitaleigner ändert. Szyperski und Nathusius sehen diesen Fall nicht als Gründung an, da sie eine ‚echte’ Gründung als einen Prozess ansehen, in dem unter anderem ein vorher in gleicher Struktur nicht existentes System geschaffen wird. 10
9 Vgl. Kiser, 1985, S. 24.
10 Vgl. Szyperski, Nathusius, 1977, S. 25ff.
3
Arbeit zitieren:
Diplom-Kaufmann Alexander Schmidt, 2004, Formen der Unternehmensgründung, München, GRIN Verlag GmbH
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