Kristen Marion, Hausarbeit - Gesundheitswissenschaft 1/21
Inhaltsverzeichnis
Tabellenverzeichnis 2
1 Einleitung 3
1.1 Epidemiologie: Begriffsdefinition und Maßzahlen 3
1.2 Gesellschaftliche Relevanz der Demenzerkrankungen 4
1.3 Versorgungssituation 5
2 Demenz - Einordnung des Krankheitsbildes 7
2.1 Formen der Demenz 7
2.2 Stadien der Demenz 8
2.3 Epidemiologie der Demenzerkrankungen 9
3 Gesundheitliche Bedeutung der Demenz für die Betroffenen 11
3.1 Folgen der Demenz für die Gesundheitssituation und
Lebensqualit ät 11
3.2 Risikofaktoren und Maßnahmen der Prävention 13
4 Situation pflegender Angehöriger 14
4.1 Belastungen und Konsequenzen der Pflegesituation
f ür Angehörige von Demenzkranken 14
4.2 Hilfsangebote für pflegende Angehörige von Demenzkranken 16
5 Zusammenfassung und Ausblick auf künftige Herausforderungen
an das Versorgungssystem und die Gesellschaft 17
Literaturverzeichnis 19
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Tabellenverzeichnis
Tab. Tabellenbezeichnung Seite
1 Entwicklung der Zahl von Demenzkranken in Deutschland
Quelle: BICKEL 2001, 111 (in IHL u.a. 2002; 182)
2 Prävalenzraten von mittelschweren und schweren
Quelle: BICKEL 1999, (in IHL u.a. 2002, 167)
3 Jährliche Neuerkrankungen an Demenz in Deutschland
Quelle: GAO et al. 1998, BICKEL 1999, (in IHL u.a. 2002,
169)
4 Risikofaktoren für die Alzheimer-Krankheit, Ergebnisse der
Quelle: KURZ 1997, 13
5 Belastungen pflegender Angehöriger Demenzkranker 15
Quelle: STUHLMANN 1997, 70
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Epidemiologie und Gesundheitssituation von Demenzerkrankten und Konsequenzen für pflegende Angehörige
1 Einleitung
Auf den folgenden Seiten soll ein Überblick über die Situation von Demenzerkrankten und den derzeitigen Problemen bei der medizinischen und pflegerischen Versorgung in der Bundesrepublik Deutschland dargestellt werden. D ie besondere Beachtung dieser Erkrankung im „Vierten Bericht zur Lage der älteren Generation“ vom BUNDESMINISTERIUM FÜR FAMILIE, SENIOREN, FRAUEN UND JUGEND bestätigt, dass diesem Bereich verstärkte Aufmerksamkeit gebührt, nicht zuletzt durch die zu erwartenden demographische Entwicklung der Bevölkerung der Bundesrepublik Deutschland in den kommenden Jahrzehnten.
1.1 Epidemiologie: Begriffsdefinition und Maßzahlen
Die Epidemiologie wird von WALLER als eine wichtige Methode der Gesundheitswissenschaft zur Beschreibung und Erklärung von Krankheiten in der Bevölkerung bezeichnet. (WALLER 2000, 39) Sie befasst sich mit den physikalischen, chemischen, psychischen und sozialen Determinanten und deren Folgen in eine r Bevölkerung und teilt sich auf in
Ø die deskriptive Epidemiologie, die die Entstehung, den Verlauf und die Modifikation von Krankheiten beschreibt; Ø die analytische Epidemiologie, die quantitative Aussagen über pathogenetische und verlaufsbeeinflussende Faktoren trifft; Ø die experimentielle Epidemiologie, welche kontrollierend in das Untersuchungsgeschehen eingreift und die Folgen beobachtet (vgl. HILDEBRANDT 1998, 441).
Die Morbidität als Maßzahl epidemiologischer Studien beschreibt die Krankheitshäufigkeit innerhalb einer Population und wird in zwei bestimmten Größen, der Inzidenz und Prävalenz ausgedrückt (vgl.
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HILDEBRANDT 1998, 1039). Die Inzidenz bezeichnet „die Anzahl der Neuerkrankungen in einer Population während eines bestimmten Zeitraumes“ (FLICK 2002, 31). Die Prävalenz steht für „die Anzahl der Fälle einer bestimmten Krankheit, die in einer Bevölkerungsgruppe während eines bestimmten Zeitraumes anzutreffen ist“ (FLICK 2002, 31) und „…im Unterschied zur Inzidenz .. alle vorhandenen Krankheiten beschreibt.“ (WALLER 2001, 35) Solche Schätzungen der Prävalenz sind wichtig und notwendig, um den Behandlungs- und Versorgungsbedarf bei einer Erkrankung in der Bevölkerung zu verdeutlichen und darauf aufbauend entsprechende Strategien zu entwickeln u nd in der Praxis umzusetzen. (vgl. BICKEL 2002, 10)
Die Mortalität als ein weiterer ergänzender Begriff aus der Epidemiologie, beschreibt die Todesursachen-Häufigkeit (vgl. WALLER 2001, 35) und wird unter anderem neben der Morbidität, den Risikofaktoren und Krankheitsfolgen als Indikator zur Dokumentation der
Gesundheitsberichterstattung verwendet. (vgl. FLICK 2002, 22 u. 23)
1.2 Gesellschaftliche Relevanz der Demenzerkrankungen Im Vierten Bericht zur Lage der älteren Generation des
Bundesministeriums für Familie, Senioren Frauen und Jugend wird die Demenz als „…eine der häufigsten und folgenreichsten psychiatrischen Erkrankungen im höheren Alter, die neben den außergewöhnlichen Belastungen für Betroffene und Pflegende mit hohen gesellschaftlichen Kosten verbunden ist“ beschrieben. (IHL u.a 2002, 164)
Auch HALLAUER bemerkt, dass „infolge der Zunahme demenzieller Erkrankungen .. erhebliche Anforderungen auf Patienten, deren Angehörige sowie die Systeme d er sozialen Sicherung zukommen werden“ (HALLAUER u.a. 2002, 20).
In einer Krankheitskostenanalyse zur Alzheimer-Demenz aus dem Jahr 2000 von HALLAUER u.a. ergaben sich durchschnittliche Kosten über alle Schweregrade der Erkrankung hinweg von rund 43 800 € pro Patient und Jahr, wobei im Gegensatz zu anderen Studien hier der
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Produktivitätsverlust ebenso wie die Kosten von Patienten und Angehörigen einbezogen wurden. (vgl. HALLAUER u.a. 2002, 20) Die zu erwartende Belastung des Sozialsystems und der Familien veranschaulicht die folgende Tabelle:
Tab. 1: Entwicklung der Zahl von Demenzkranken in Deutschland bei gleich bleibenden
altersspezifischen Prävalenzraten (Angaben in 1 000),
1 Quelle: BICKEL 2001 , 111 (in IHL u.a. 2002, 182)
Diese Entwicklung bringt erhebliche Herausforderungen mit sich: „Es werden erhebliche zusätzliche finanzielle Belastungen entstehen, wenn ehrenamtliche Hilfe durch professionelle Hilfe ersetzt werden muss, wenn das familiäre Pflegepotenzial aufgrund niedriger Geburtenraten, erhöhter Mobilität und Berufstätigkeit von Frauen abnimmt, wenn die familiäre Solidarität durch Scheidung erschüttert wird und wenn die Bereitschaft und Fähigkeit von Angehörigen, demenzkranke
Familienmitglieder zu pflegen, abnimmt.“ (WEYERER/KUHLMEY 2002, 182)
1.3 Versorgungssituation
Die medizinische und pflegerische Versorgung von Patientinnen und Patienten mit Demenzerkrankungen ist leider trotz zunehmender Behandlungsmöglichkeiten häufig unzureichend. (vgl. HALLAUER/KURZ 2002, IX)
Im Bereich der medizinischen Versorgung werden t rotz der Möglichkeit erhebliche Folgekosten der Demenzerkrankung einzuschränken, nur 20% der Erkrankten einer adäquaten Therapie unterzogen. Dies liegt vor allem an Wissenslücken vieler Hausärzte im geriatrischen und
gerontopsychiatrischen Bereich, weshalb eine aktive Frühdiagnostik und rechtzeitige Behandlung nicht im ausreichenden Maß stattfindet. (vgl. HESSE 2002, 52)
1 BICKEL, H. (2001): Demenzen im höheren Lebensalter: Schätzungen des Vorkommens und der
Versorgungskosten. In: Zeitschrift für Gerontologie und Geriatrie 34, S. 108 - 115
Arbeit zitieren:
Marion Kristen, 2005, Epidemiologie und Gesundheitssituation von Demenzerkrankten und Konsequenzen für pflegende Angehoerige, München, GRIN Verlag GmbH
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