2
Inhaltsverzeichnis
Inhaltsverzeichnis 2
Abk ürzungsverzeichnis 3
1. Zielsetzung und Aufbau der Arbeit 4
2. Definition des Geschäftsberichts und seine Bedeutung in der Praxis 4
3. Der Inhalt eines Geschäftsberichts und seine Interpretation 6
3.1 Der Pflichtteil 7
3.1.1 Der Jahresabschluss 7
3.1.2 Der Lagebericht 9
3.1.3 Der Bericht des Aufsichtsrats 10
3.2 Der freie Teil 11
3.2.1 Der Brief an die Aktionäre als stellvertretende
Komponente des freien Teils 12
4. Schlussbetrachtung und Ausblick 14
5. Literaturverzeichnis 15
3
Abkürzungsverzeichnis
Abs. = Absatz AG = Aktiengesellschaft AktG = Aktiengesetz bzw. = beziehungsweise evtl. = eventuell ff = fortfolgende ggf. = gegebenenfalls GmbH = Gesellschaft mit beschränkter Haftung GmbHG = Gesetz betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung GoB = Grundsätze ordnungsgemäßer Buchführung GuV = Gewinn- und Verlustrechnung HGB = Handelsgesetzbuch i. d. S. = in diesem Sinne i. V. m. = in Verbindung mit inkl. = inklusive
LVV GmbH = Leipziger Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft mit beschränkter Haftung Nr. = Nummer u. a. = unter anderem u. = und vgl. = vergleiche z. B. = zum Beispiel
4
1. Zielsetzung und Aufbau der Arbeit
In der Wirtschaftspresse ist derzeit häufig zu lesen, dass Konzerne sich hart an der Verlustgrenze bewegen oder die Ergebnisse überraschend eingebrochen sind. In diesem Zusammenhang stellt sich nun die Frage, wie es denn zu diesen Einbrüchen kommen konnte, wo doch im letzten Geschäftsbericht noch steigende Gewinne ausgewiesen wurden und die Ertragskraft des Unternehmens gelobt wurde. 1 Diese Hausarbeit soll dem Leser helfen Geschäftsberichte richtig zu lesen und zu interpretieren.
Hierzu ist es zunächst notwendig zu klären, was man unter dem Begriff Geschäftsbericht versteht, welche Bestandteile er beinhaltet und welche Bedeutung der Geschäftsberic ht in der Praxis hat. Dies erfolgt im 2. Kapitel.
In Kapitel 3, welches den Kern dieser Hausarbeit bildet, soll dem Leser anhand von Praxisbeispielen gezeigt werden wie man die einzelnen Bestandteile von Geschäftsberichten richtig liest und interpretiert bzw. welche Aussagekraft sie besitzen. Als Praxisbeispiele wurden Geschäftsberichte von Unternehmen gewählt, welche den Zuhörern der Präsentation dieser Hausarbeit größtenteils bekannt sein müssten. So wird z. B. auf den Geschäftsbericht des Jahres 2003 vo n der Leipziger Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft mit beschränkter Haftung (LVV GmbH) und auf den Geschäftsbericht des Jahres 2003 von der ProSiebenSat.1 Media AG eingegangen.
Eine Zusammenfassung der wichtigsten Erkenntnisse dieser Arbeit erfolgt abschließend in Kapitel 4.
2. Definition des Geschäftsberichts und seine Bedeutung in der Praxis
Wenn man in der deutschen Literatur nach der Definition des Begriffs Geschäftsbericht sucht, so kann man sehr viele, voneinander abweichende Begriffsbestimmungen finden. Dies liegt vor allem daran, dass seit Inkrafttreten des Bilanzrichtliniengesetzes 1986 der Begriff des Geschäftsberichts nicht gesetzlich definiert ist. 2 Gesetzliche Vorschriften existieren nur zur Veröffentlichung des Jahresabschlusses von Kapitalgesellschaften (§§ 325 bis 329 HGB). Dieser ist gleichzeitig mit dem Bericht des Aufsichtsrats und dem Lagebericht unverzüglich nach seiner Vorlage an die Gesellschafter, spätestens vor Ablauf des zwölften Monats des dem Abschlussstichtag folgendem Geschäftsjahres, zum Handelsregister des Sitzes der Kapitalgesellschaft einzureichen. Für einige Gesellschaftsformen und Gesellschaftsgrößen können sich
1 vgl. KPMG (Geschäftsberichte) S. 3
2 vgl. Hütten (Geschäftsbericht) S. 5
5
dabei Vereinfachungen und Besonderheiten ergeben. 3 Bei Aktiengesellschaften kommt der „Brief an die Aktionäre“ dazu. Es wird jedoch kein Unternehmen gezwungen, seine gesetzliche Informationspflicht durch ein Druckwerk zu erfüllen, welches Geschäftsbericht heißt. 4 Man kann also bei einem Geschäftsbericht von einer freiwilligen Publikation sprechen. Die von Hütten auf der Grundlage eines Kommunikationsmodells erarbeitete Definition des Geschäftsberichts beschreibt den Geschäftsbericht folgendermaßen: 5
Der Geschäftsbericht ist ein in unpersönlichen Kommunikationsprozessen eingesetztes Übermittlungsmedium verschiedener äußerlicher Erscheinungsformen, mittels dessen ein Unternehmen gewöhnlich im (geschäfts-)jährlichen Turnus mit der Zielsetzung der Information und Verhaltensbeeinflussung unternehmensbezogene Nachrichten, deren Schwerpunkt auf einer Beschreibung des letzten Geschäftsjahrs liegt, an meist verschiedene, vor allem unternehmensexterne Adressatengruppen vermittelt.
Anhand der Definition des Geschäftsberichts und vor allem aus seiner Verwendung in der Praxis lässt sich die Bedeutung des Geschäftsberichts ableiten. Der Geschäftsbericht ist das Basiselement der Investor Relations. Er ist zugleich Marketinginstrument und Imageträger des Unternehmens. Viele Unternehmen nutzen den Geschäftsbericht um ihren gesetzlichen In-formationspflichten nachzukommen. Bei einer AG z. B. sind dies im einzelnen aktionärsbezogene Informationspflichten, mitarbeiterbezogene Informationspflichten, kreditinstitutsbezogene Informationspflichten und adressatenunabhängige Informationspflichten. 6 Geschäftsberichte sind jedoch nicht als aktuelle Information für den Finanzmarkt geeignet, da sie bereits wenn sie erscheinen veraltet sind. Dies liegt an der vom Gesetz eingeräumten Frist zur Veröffentlichung und nicht zuletzt an den langen Produktionszeiten, sowie den umständlichen Abstimmungsprozessen innerhalb des Hauses. Die Rolle des Geschäftsberichts als Imageträger gewinnt also immer mehr an Bedeutung. 7 Da der Inhalt und die Form des Geschäftsberichts gesetzlich nicht vorgeschrieben ist, haben die Unternehmen die Möglichkeit den Geschäftsbericht frei zu gestalten. Dennoch hat die Allgemeinheit eine bestimmte Vo rstellung von einem Geschäftsbericht. Nach Keller enthält der prototypische Geschäftsbericht den Jahresabschluss (bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung und Anhang), den La gebericht, den Brief des Vorstands an die Aktionäre, den Bericht des Aufsichtsrats, einen Segmentbericht, einen Bericht über die Aktie des betreffenden Unternehmens, deren Perfor-
3 vgl.Redley/Jahoda (Reports) S. 26
4 vgl. Keller (Sprache) S. 10
5 aus Hütten (Geschäftsbericht) S. 32
6 vgl. Hütten (Geschäftsbericht) S. 35
Arbeit zitieren:
Thomas Lindner, 2004, Interpretation eines Geschäftsberichts, München, GRIN Verlag GmbH
Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden:
Einbetten
DOI
Von der Motivationstheorie zur Motivationspraxis
Psychologie - Arbeit, Betrieb, Organisation und Wirtschaft
Hausarbeit, 23 Seiten
Bewertungseinheiten in Handels- und Steuerbilanz
BWL - Rechnungswesen, Bilanzierung, Steuern
Hausarbeit, 16 Seiten
Aufgaben und Ziele der Kennzahlenbildung
An einem ausgewählten Beispiel...
BWL - Rechnungswesen, Bilanzierung, Steuern
Hausarbeit, 27 Seiten
Investor Relations - Von der Bilanzpressekonferenz zur Hauptversammlun...
BWL - Rechnungswesen, Bilanzierung, Steuern
Studienarbeit, 30 Seiten
Vom Papier zum elektronischen Dokumenten-Management-System
Informatik - Wirtschaftsinformatik
Studienarbeit, 42 Seiten
Dokumentenmanagementsysteme und deren Einführung in einem Unternehmen
Informatik - Angewandte Informatik
Diplomarbeit, 96 Seiten
Corporate Identity: Instrumente und Strategien
BWL - Investition und Finanzierung
Hausarbeit, 21 Seiten
Kapitalflussrechnung angewandt am Porsche Konzern (Geschäftsbericht 20...
Hausarbeit, 23 Seiten
Der Jahresabschluss von Kapitalgesellschaften - Inhalte und Ziele
Studienarbeit, 31 Seiten
Thomas Lindner's Text Interpretation eines Geschäftsberichts ist nun auf dem Buchmarkt erhältlich
Thomas Lindner hat den Text Interpretation eines Geschäftsberichts veröffentlicht
Thomas Lindner hat einen neuen Text hochgeladen
Betriebswirtschaft mit Rechnungswesen/Controlling 3. Niedersachsen
Fachgymnasium Wirtschaft - Qua...
Speth
Betriebswirtschaft mit Rechnungswesen/Controlling 1. Fachgymnasium Wir...
Niedersachsen
Hermann Speth, Hartmut Hug, Martina Lennartz, Gernot Hartmann, Friedrich Härter, Aloys Waltermann
Prozessorientierte Betriebswirtschaft mit Rechnungswesen und Controlli...
1jährige BFS (HöHa) Niedersach...
Prozessorientierte Betriebswirtschaft mit Rechnungswesen und Controlli...
1jährige BFS (HöHa) Niedersach...
Betriebswirtschaft mit Rechnungswesen/Controlling für das Berufliche G...
Band 2 Lehr-/Fachbuch
Frank Krause, Michael Müller, Rolf Rickert
Rechnungswesen, Controlling, Bankrechnen
Prüfungsaufgaben mit Lösungen
Wolfgang Grundmann, Rudolf Rathner
0 Kommentare