Inhaltsverzeichnis
Abbildungsverzeichnis II
1 Einleitung 1
2 Schema der Steuerwirkung. 1
3 Begriff der Steuerüberwälzung 2
4 Überwälzung einer indirekten Steuer 3
4.1 Bei vollkommener Konkurrenz. 3
4.1.1 Produzentensteuer 3
4.1.2 Konsumentensteuer 4
4.1.3 Die Rolle der Elastizitäten. 6
4.2 Beim Monopol. 9
5 Überwälzung einer direkten Steuer. 11
6 Zusammenfassung. 14
Literaturverzeichnis. 15
I
Abbildungsverzeichnis
Abbildung 1: Produzentensteuer
Abbildung 2: Konsumentensteuer
Abbildung 3: unelastische Nachfrage
Abbildung 4: vollkommen elastisches Angebot.
Abbildung 5: unelastisches Angebot.
Abbildung 6: vollkommen elastische Nachfrage
Abbildung 7: Stücksteuer im Monopolfall.
II
1 Einleitung
Diese Hausarbeit beschäftigt sich mit der Steuerwirkungslehre. Hierbei geht es um die Reaktionen und daraus resultierenden Wirkungen einer Steuer. Die Steuereinnahmen entsprechen bei einer langfristigen Betrachtung den Steuerausgaben. Im Modell einer geschlossenen Marktwirtschaft konsumiert der Staat Güter oder er zahlt Transfers an Haushalte und Unternehmen 1 . Erhebt der Staat eine Steuer, führt das zu einem Ressourcenverlust im privaten Sektor 2 . Im Mittelpunkt der vorliegenden Arbeit steht die Frage, wer die Steuer tatsächlich trägt und welche Belastungsverteilung sich daraus ergibt. Es handelt sich hierbei um die Diskrepanz zwischen Steuerzahllast und Steuertraglast. Untersucht wird die aus der Überwälzung resultierende Steuerinzidenz. Die Analysetechnik der spezifischen Inzidenz im Rahmen dieser Arbeit, basiert auf der Partialanalyse eines einzelnen Marktes. Die Erhöhung oder Senkung einer Steuer vollzieht sich ceteris paribus. D.h. bei der Steuerveränderung werden sowohl die öffentlichen Ausgaben als auch andere Steuern konstant gehalten. Dabei wird die didaktische Komponente offensichtlich und die Untersuchung durch diese restriktive Annahme vereinfacht. Mit diesem Ansatz können die Zusammenhänge verständlicher dargestellt werden. Für die Analyse von Steuerreformen ist allerdings die differenzielle Inzidenz besser geeignet 3 .
2 Schema der Steuerwirkung
Ein Schema der Steuerwirkungen ist das Modell von Schmölders und Hansmeyer 4 . Es stellt die Wirkungen einer Steuereinführung in zeitlicher Abfolge dar. Hierbei handelt es sich um ein Phasenmodell, welches in Wahrnehmungs-, Zahlungs- und Inzidenzphase aufgeteilt ist 5 . Zu Beginn haben die Steuerpflichtigen in der Wahrnehmungsphase noch den größten Freiheitsgrad, da der Steueranstoß lediglich Signalwirkungen auslöst. Eine Steuerausweic hung ist durch sachliche, räumliche und zeitliche Substitution möglich. Der Freiheitsgrad vermindert sich in der Zahlungsphase, weil die Steuerzahlung zu Markt- und Preiswirkungen führt. In dieser Phase kommt es zur Steuerüberwälzung. In
1 Vgl. Homburg (2003), S. 102.
2 Vgl. Tiepelmann/Dick (1995), S. 129.
3 Vgl. Homburg (2003), S. 103.
4 Vgl. Schmölders (1965), S.115 ff.; vgl. Tiepelmann/Dick (1995), S. 130 ff.
5 Vgl. Schmölders (1965), S.115 ff.; vgl. Tiepelmann/Dick (1995), S. 130 ff.
1
der Inzidenzphase treten schließlich die Einkommenswirkungen ein und machen die Steuer für das betroffene Wirtschaftssubjekt offensichtlich und spürbar. Der Schwerpunkt dieser Arbeit liegt in dem Bereich der Zahlungsphase. Hier wirkt die Steuer auf den Preis und es finden Überwälzungsvorgänge statt. Dabei ist die Art und Intensität der Überwälzung abhängig von der Art der Steuer, der Marktform und der Elastizitäten des Angebots und der Nachfrage. In den folgenden Abschnitten werden die jeweiligen Zusammenhänge genauer untersucht und erläutert.
3 Der Begriff der Steuerüberwälzung
Die Steuerüberwälzung ist eine rechtlich zulässige Form der Steuerabwehr 6 . Es handelt sich hierbei um einen Prozess der Übertragung der Steuerlast vom Steuerpflichtigen (Steuerzahler) auf den Steuerträger. Bei der Steuerlast unterscheidet man zwischen der formellen Steuerlast (Zahllast), die vom Gesetzgeber vorgesehen ist, welche die Abführung der Geldbeträge des Steuerpflichtigenden an die Finanzbehörde bezeichnet, und der materiellen Steuerlast (Steuerinzidenz), welche die Wohlfahrtseinbußen nach Überwälzungsvorgängen und Verzerrungen beschreibt 7 .
„Eine Überwälzung erfolgt, indem der formell Steuerpflichtige die Zahllast oder einen Teil davon durch Verhaltensänderungen an andere weitergibt.“ 8 Kommt es zum Anstieg der Verkaufspreise, nachdem den Unternehmen in einem Wirtschaftszweig eine Steuer auferlegt wurde, so handelt es sich hierbei um eine Vorwälzung der Steuer 9 . Als Rückwälzung bezeichnet man den steuerinduzierten Faktorpreisrückgang aufgrund einer geringeren Nachfrage nach Produktionsfaktoren 10 . Wird durch die Einführung einer Steuer der Preis eines anderen Gutes erhöht und der des besteuerten Gutes bleibt unverändert, dann spricht man von Querwälzung 11 . Die Querwälzung kann auch auf der Nachfrageseite stattfinden, indem nicht das besteuerte
6 Vgl. Petersen (1993), S. 276 ff.
7 Vgl. Homburg (2003), S. 100 ff.
8 Homburg (2003), S. 103.
9 Vgl. Stiglitz u. Schönfelder (2000), S. 430.
10 Vgl. Stiglitz u. Schönfelder (2000), S. 430.
11 Vgl. Homburg (2003), S. 104
2
Arbeit zitieren:
Sabine Fischer, 2005, Zur Theorie der Steuerüberwälzung - allgemeine Prinzipien, München, GRIN Verlag GmbH
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