Die Komödie "Mr. Blandings Builds His Dreamhouse" wurde 1948 mit Cary Grant, Myrna Loy und Melvin Douglas in den Hauptrollen gedreht.
Die zugrunde liegende Novelle stammt von Eric Hodgins mit dem gleichnamigen Titel. Regie führte H.C. Potter, Mr. Blandings zählt neben The Farmer´s Daughter (1947; mit Loretta Young) zu seinen bekanntesten Filmen.
1949 wurde die Story des Mr. Blandings bei den "Writers Guild of America" zur "Best Written American Comedy" nominiert. Das Drehbuch schrieb Melvin Frank und Norman Panama.
Die Filmlocations waren in Californien, USA.
Diese, in Deutschland relativ unbekannte, turbulente Komödie lebt vom hinreißenden Zusammenspiel der beiden Hauptdarsteller. Cary Grant ist perfekt als der reichlich naive städtische Angestellte, der fast an den Widrigkeiten des Hausbauprojektes verzweifelt. Die hierzulande nahezu unbekannte Myrna Loy, amüsiert als vermeintlich mustergültige Ehefrau, deren Fürsorge und Familiensinn - obwohl gut gemeint - immer zu zusätzlichen Verwicklungen führt.
Inhaltsverzeichnis
1. EINLEITUNG
1.1 Zum Film
1.2 Inhalt
2. DAS AMERIKANISCHE TRAUMHAUS
2.1 Die Einwohnersituation in Amerika
2.2 Der Traum des Eigenheims
2.3 Die Bauweise amerikanischer Häuser
3. FILMAUSSCHNITTE
3.1 Szene 1: New York – Manhattan
3.2 Szene 2: Die New Yorker Wohnung
3.3 Szene 3: Das Inserat für Landhäuser
3.4 Szene 4: Das Verkaufsgespräch
3.5 Szene 5: Beim Anwalt
3.6 Szene 6: Beim Architekten
3.7 Szene 7: Die Extras
3.8 Szene 8: The Residence of Mr. & Mrs. Blandings
3.9 Szene 9: Der Bau des Traumhauses
3.10 Szene 11: Der Umzug
3.11 Szene 12: Die Farbenszene
3.12 Szene 13: Das fertige Haus
3.13 Szene 14: Happy End
4. FAZIT
Zielsetzung und thematische Schwerpunkte
Die vorliegende Arbeit analysiert den Film „Mr. Blandings Builds His Dreamhouse“ aus dem Jahr 1948, um die soziokulturelle Bedeutung des Einfamilienhauses als zentralen Pfeiler des amerikanischen Traums in der Nachkriegszeit zu beleuchten und den Prozess des Hausbaus als identitätsstiftendes, aber auch konfliktreiches Unterfangen darzustellen.
- Historische Einordnung der Wohnsituation und Bevölkerungsentwicklung in den USA der 1940er Jahre.
- Bedeutung des Eigenheims als Statussymbol, Investition und Ausdruck von Individualität.
- Analyse der spezifischen Holzbauweise und deren kulturelle Verankerung.
- Untersuchung der filmischen Darstellung von Geschlechterrollen und gesellschaftlicher Konformität.
- Dokumentation der praktischen und finanziellen Fallstricke des Hausbaus anhand von Schlüsselszenen des Films.
Auszug aus dem Buch
DIE EINWOHNERSITUATION IN AMERIKA
Zu dem damaligen Jahrzehnt, in dem der Film „Mr. Blandings Builds His Dreamhouse“ spielt, unterlag die Einwohnersituation in Amerika einem stetigen Wachstum.
1940 gab es in den USA 123 Millionen Einwohner. Während des zweiten Weltkrieges war die Geburtenrate so stark angestiegen, daß sie 1947 mit dem „Baby-Boom“ seinen Höhepunkt erreichte. 1950 war dadurch die Zahl der Einwohner der Vereinigten Staaten auf 151 Millionen angestiegen.
Die „Wohlstandsgesellschaft“ führte zu einer breiten Mittelschicht und einer Klassenverwischung. Durch die Industrialisierung kam mit der Massenproduktion die Standardisierung der Produkte. Konformität zog in das Land ein. Jeder kaufte die gleichen Produkte in den gleichen Läden. Von 1947 bis 1960 stieg die Zahl der Familien, deren Jahreseinkommen höher lag als 6.000 $ von 29 % auf 47 % an und derer mit einem Jahreseinkommen von mehr als 7.500 $ von 17 % auf 31 %.
Zusammenfassung der Kapitel
EINLEITUNG: Dieses Kapitel führt in den Film von 1948 ein, stellt die Hauptdarsteller vor und skizziert die Ausgangssituation der Familie Blandings, die aus Platzmangel in Manhattan den Entschluss zum Hausbau fasst.
DAS AMERIKANISCHE TRAUMHAUS: Hier werden die sozioökonomischen Rahmenbedingungen der 1940er Jahre sowie die kulturelle Bedeutung des freistehenden Eigenheims und der amerikanischen Holzbauweise theoretisch fundiert analysiert.
FILMAUSSCHNITTE: Dieser Hauptteil analysiert ausgewählte Schlüsselszenen des Films, von der ersten Planung über die architektonischen Herausforderungen bis hin zur schwierigen Fertigstellung des Bauprojekts.
FAZIT: Das Fazit fasst zusammen, wie der Film das Ideal des Eigenheims als Symbol für Individualität, wirtschaftliche Sicherheit und die Verwirklichung des amerikanischen Traums in der Nachkriegsgesellschaft widerspiegelt.
Schlüsselwörter
Mr. Blandings Builds His Dreamhouse, amerikanischer Traum, Einfamilienhaus, Nachkriegszeit, USA, Holzbauweise, Wohnsituation, Statussymbol, Wohlstandsgesellschaft, Suburbanisierung, Filmkomödie, Architektur, soziale Identität, Konsumkultur, Eigenheim.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht den US-Film „Mr. Blandings Builds His Dreamhouse“ als kulturwissenschaftliche Quelle, um die Bedeutung des Eigenheims im Amerika der 1940er Jahre zu verstehen.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen sind der Traum vom Eigenheim, die sozioökonomischen Entwicklungen der amerikanischen Mittelschicht, die spezifische US-Holzbauweise und die filmische Verarbeitung gesellschaftlicher Normen.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie das Hausbauprojekt im Film als Spiegelbild des amerikanischen Traums fungiert und welche gesellschaftlichen Ideale damit verknüpft sind.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Autorin kombiniert eine historische Analyse der demografischen und gesellschaftlichen Lage mit einer inhaltsanalytischen Betrachtung ausgewählter Filmszenen.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Im Hauptteil werden zentrale Szenen des Films analysiert, die den Weg von der beengten New Yorker Wohnung bis zum turbulenten Bauprozess des Traumhauses in Connecticut dokumentieren.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind amerikanischer Traum, Statussymbol, Wohlstandsgesellschaft, Eigenheim, Holzbauweise und Konformität.
Welche spezifische Rolle spielt der Architekt im Film?
Der Architekt verkörpert die professionelle, aber für die Familie oft frustrierende Instanz, die ihre Wunschträume in bauliche Realität umsetzen soll, dabei jedoch ständig mit Budgetüberschreitungen und technischen Problemen konfrontiert ist.
Warum wird die „Farbenszene“ im Film als bezeichnend hervorgehoben?
Diese Szene verdeutlicht die Detailverliebtheit und den hohen Anspruch der Ehefrau an die ästhetische Gestaltung, was den Kontrast zwischen dem idealisierten Wunschbild und der pragmatischen Umsetzung durch Handwerker humorvoll zuspitzt.
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- Kathrin Haubold (Author), 2002, Amerikanische Traumhäuser - Mr. Blandings Builds His Dreamhouse, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/4136