Inhaltsangabe:
Einleitung : 4
1 - Erste Abgrenzung des zu bearbeitenden Bereichs 4
2 - Hinführung zur Erkenntnis der Zeichen als Ziel der Untersuchung. 5
3 - Zeichen, die den Sinn erreichen. 5
4 - Speicherung der Zeichen / Erinnerung 7
5 - Allgemeine Erkenntniszeichen 7
6 - Bedeutung der Erkenntnisbilder für den Menschen. 8
Schluss : 9
Benutzte Literatur: 9
3
Einleitung:
Der vorliegende Text von Cusanus ist, wie der Name Kompendium (übersetzt: Lehrbuch, kurzer Abriss) schon sagt, als ein kurzer Überblick über das Wissen gedacht, das ein Studierender der Theologie und Philosophie Cusanus nach haben muss. Im ersten Kapitel schon wird dieser Student direkt angesprochen, ihm wird nahe gelegt, sich mit dem niedergeschriebenen Stoff zu beschäftigen, wenn er im Studium Fortschritte machen will. Der zu bearbeitende Abschnitt beschäftigt sich mit der Erkenntnis, spezieller mit der von Zeichen, mit dem Wert, den der Mensch aus dieser Erkenntnis ziehen kann.
1 - Erste Abgrenzung des zu bearbeitenden Bereichs
Im ersten Kapitel klärt Cusanus über den Bereich auf, mit dem sich der Angesprochene zu beschäftigen hat, wenn er Fortschritte machen will. Dabei stößt er an eine Grenze, die seiner Meinung nach nicht überschritten werden sollte. Zu diesem Zwecke stellt er zuerst einmal fest, dass der gesunde Menschenverstand erkennen sollte, dass „ein Ding seiner Natur nach zuerst ist, bevor es erkennbar ist.“ 1 Daraus folgernd schließt er, dass der Mensch das Wesen des Seins nicht mit den Sinnen, der Vorstellungskraft oder der Vernunft erfassen kann, da es selbst ja immer schon besteht, bevor diese wirken können. Was wir durch diese Instrumente wahrnehmen, ist also nicht das Wesen des Seins selbst, sondern immer nur ein Bild, ein Zeichen, eine Ähnlichkeit davon. So wissen wir nichts vom Sein, auch wenn wir ziemlich genau wissen, dass es existiert. Cusanus zieht nun eine Parallele zum Sehen, dem Gesichtssinn. Wir können das Licht nicht selbst sehen, nur das, was es bewirkt, da es selbst auch allem Sehen vorausgeht. Eine Ähnlichkeit zu Platons Höhlengleichnis ist hier nicht von der Hand zu weisen.
So wie die Sonne in dieser Übertragung der ‚Vater’ des Lichtes ist, so nennt Cusanus Gott den ‚Vater’ all dessen, was vor dem Erkennbaren steht. Und diesen Bereich soll der Angesprochene des Textes in seiner Betrachtung meiden, alles was bearbeitet werden soll, muss also Erkennbar sein, sei es durch Sinne, Vorstellung oder Verstand.
1 Nikolaus von Kues: Kompendium. Kapitel 1
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2 - Hinführung zur Erkenntnis der Zeichen als Ziel der Untersuchung
Weiterhin schränkt Cusanus den Bereich des zu Beobachtenden auf die Erkenntnis der Zeichen ein. Diese Zeichen sind seiner Meinung nach nämlich sehr wichtig für die Vollendung der Art des Menschen. Dies beginnt damit, dass, wie oben schon dargestellt, alles, was der Mensch zur Kenntnis nimmt, nur durch Zeichen dorthin gelangen kann. Und Vollkommenheit kann nur erreicht werden, wenn der Mensch diese Zeichen auch aufnimmt. So muss er für die Nahrungsaufnahme beispielsweise die Nahrung erkennen, sich fortbewegen usw. Je mehr Zeichen der Mensch erkennt, desto vollkommener ist auch die Erkenntnis, die er daraus erhält. So ist für die Vollendung der Art auch gegenseitiges Hören und Verstehen notwendig. Der Mensch als spezielles Wesen mit Sinnesempfindung ist außerdem auf die meiste Erkenntnis durch Zeichen angewiesen, da er für ein gutes und glückliches Leben auch handwerkliche und freie Künste, sittliche Erkenntnis und göttliche Tugenden erkennen und entwickeln muss. Und da der Mensch als natürlich nach Wissen strebendes Wesen automatisch nach der Wiedergabe seines Wissens innerhalb der Rasse strebt, dies jedoch nur durch Zeichen möglich ist, ist auch hier eine Erforschung nötig. Dies alles führt uns wie oben angesprochen zu einer Erforschung der ‚Erkenntnis der Zeichen’.
3 - Zeichen, die den Sinn erreichen
Da alle Dinge nur einzeln, also nicht mehrmalig vorkommen, wie Cusanus als gegeben hinnimmt, können die Dinge nicht durch sich selbst in unsere Erkenntnis eingehen, da sie sonst nicht mehr da wären, nur noch in uns. Sie gehen also durch ihre Bezeichnung, Abbilder ihrer Selbst in uns ein. Dies geschieht immer über die Sinne:
- Den Glanz nehmen wir über den Gesichtssinn, das Sehen auf, das geschieht über weite Strecken, sehr schnell. Glanz ist eine Eigenschaft der Körper, die wir betrachten, diese Glänzen entweder natürlich, leuchten also, oder glänzen ihrem Vermögen nach, haben eine Farbe, die uns durch das von außen scheinende Licht sichtbar wird.
- Töne nehmen wir über das Gehör auf, diese breiten sich kreisförmig aus und sind auch über große Entfernungen wahrnehmbar.
- Das Riechbare wird über den Geruchssinn aufgenommen, dies nur auf kleine Entfernungen.
- Tastbares und Schmeckbares wird nur von extrem nahe liegendem mit Hilfe des Tastsinns und des Geschmackssinns wahrgenommen.
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Arbeit zitieren:
Dirk Lenz, 2003, Nikolaus von Kues: Kompendium (Kap. 1-6), München, GRIN Verlag GmbH
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