Inhalt:
Inhaltsverzeichnis 01
0. Vorwort 02
1. Woher kommt der Begriff der Unternehmenskultur 02
2. Was bedeutet Unternehmenskultur 04
3. Bestandteile der Unternehmenskultur 04
4. Wie wird Kultur aufgebaut und erhalten 05
5. Exkurs: Ebenen der Entscheidung 07
6. Positive und Negative Auswirkungen der
Unternehmenskultur auf das Unternehmen Praktische
Anwendungen am Beispiel Sulzer-Weise GmbH Bruchsal 09
7. Resümee 10
8. Literaturverzeichnis 11
2
0. Vorwort
Im heutigen Referat soll es darum gehen, was Unternehmenskultur ist, woher sie kommt und weshalb ihr in einem Unternehmen Bedeutung beigemessen wird.
1. Woher kommt der Begriff der Unternehmenskultur?
Das Schlagwort Unternehmenskultur ist zu einem diffusen Sammelbegriff für den Führungsstil, das Erscheinungsbild des Unternehmens nach außen und das Selbstverständnis der Mitarbeiter eines Unternehmens geworden. Obwohl meistens ein ungenaues Bild davon vorherrscht, was genau eine Unternehmenskultur ist, gilt sie gemeinhin für den unternehmerischen Erfolg als wichtig.
Unternehmenskultur umfasst sowohl eine weite Spanne des Verhaltens, als auch Methoden der Produktion, das technische Wissen, die Einstellungen, die Disziplin, Stil der Führung, sowie kaum bewusste Konventionen und Tabus... etc.
Im Folgenden soll eine Unternehmenskultur definitionsgemäß bedeuten: ... man „...versteht unter der Kultur eines Unternehmens die gewohnte und tradierte Weise des Denkens und Handelns im Unternehmen, wie sie in mehr oder minder starkem Maße von allen Mitgliedern geteilt
1
werden.“
Warum aber lässt sich erst seit den 80er Jahren ein allgemeines Erstarken des Interesses an Unternehmenskultur verzeichnen?
Zunächst einmal sei hier auf Max Weber verwiesen. Nach seiner Auffassung, die seit 1921 bis heute wirkt, ist eine Organisation (auch: Unternehmen) dann am erfolgreichsten, wenn Mittel und auch Menschen streng zweckrational eingesetzt werden. Aber diese Theorie vom Menschen als einem Wesen das ausschließlich rational handeln kann, ist offensichtlich nicht vollständig in die Praxis überführbar: Menschen geben ihre Emotionalität und alles andere außerhalb der Rationalität stehende, nicht beim Beginn der Arbeit beim Pförtner des Unternehmens ab. Der Begriff der Unternehmenskultur wurde zuerst bei Jacques 1951 in seinem Werk „The changing culture of a factory“ eingeführt (siehe Definition weiter oben). Es
1 Dierkes, Meinolf, von Rosenstiel, Lutz & Steger, Ulrich (Hg.) „Unternehmenskultur in
Theorie und Praxis – Konzepte aus Ökonomie, Psychologie und Ethnologie“, Campus Verlag, 1993, S.10.
3
werden im Beitrag von Lutz von Rosenstiel im Buch von Dierkes et al. Vier Gründe für die Neuentdeckung des Begriffs der Unternehmenskultur in den 80er Jahren genannt 2 :
à Wandel der Wertorientierung In Inglehart (1977) wird aufgrund empirischer (umstrittener) Untersuchungen von einem Wandel oder einer stillen Revolution vom „Materialismus“ zum „Postmaterialismus“ gesprochen. Gemeint ist hierbei die Erstarkung der Werte des Zwischenmenschlichen.
àVerschärfung des nationalen und internationalen Wettbewerbs In Anbetracht verschärfter Konkurrenz wurde an den bisherigen Werten der Disziplin und Rationalität gezweifelt. Es stellte sich die Frage, ob diese Konzepte noch zeitgemäß waren, oder ob sie als antiquiert und überholt betrachtet werden müssen.
à Bedrohung durch japanische Unternehmen Durch die starke Konkurrenz der japanischen Industrie (vor allem Elektro- und optische Artikel) erkannte man, dass vielleicht die dortige Einbindung der Personen in „ihr“ Unternehmen und sogenannte „weiche Faktoren“ für deren Erfolg verantwortlich sein könnten.
à Erkenntnis der Grenzen nationaler und technokratischer Führungskonzepte Man verdankte unter anderem den Biowissenschaften mit ihren Annahmen über die Selbstorganisation von Systemen die Erkenntnis, dass die Bedeutung von ausschließlich betrieblichen Faktoren für den unternehmerischen Erfolg begrenzt ist.
2 Vgl. Dierkes, a.a.O., S. 11 ff.
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Oliver Krüger, 2004, Was ist "Unternehmenskultur"?, Munich, GRIN Publishing GmbH
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