Gliederung
1. Original oder nicht - entscheidend ist der Verzicht 3
2. Vergleichsanalyse der „Schneekönigin“: Vom Buch zum Film. 4
3. Vom Erzählen zum Zeigen: Die mediale Adaption der „Schneekönigin“ 8
3.1 Der Teufel lachte einleitend nur auf das Papier 8
3.2 Zwischen Realismus und Phantasie 13
3.3 Gerda ergreift die Initiative 15
3.4 Am Ende wissen wir mehr 15
4. Die Motive im Überblick. 17
4.1 Andersens Humor 17
4.2 Ein vorsichtiger Rebell. 19
4.3 In Andersens Verhältnis zu Gott gibt es manche Facetten 20
4.4 Lustig und traurig zugleich 22
4.5 Aus dem Abgrund zu den kalten Reichen? 25
4.6 Andersens Märchenweltall. 25
5. Zum guten Schluss 26
6. Literaturverzeichnis. 26
6.1 Internetrecherche. 26
2
1. Original oder nicht - entscheidend ist der Verzicht
Diese Arbeit hat es sich zum Ziel gesetzt, das literarische Werk: „Die Schneekönigin“ von Hans Christian Andersen aus dem Jahre 1844 1 mit der russischen Literaturverfilmung von Jewgeni Schwarz (unter dem gleichnamigen Titel im Jahre 1967 verö ffentlicht) miteinander in Beziehung zu setzen. Unter der Fragestellung, inwieweit die Verfilmung der literarischen Vorlage gerecht wird , geht es dabei weniger um einen pauschalen Vergleich als vielmehr um eine Art differenzierter Beobachtung mit anal ytischem Charakter der beiden Veröffentlichungen. Versetzen wir uns also im Folgenden in die Position eines Literaturkritikers. Er hat sich eingehend mit dem Autor Hans Christian Andersen beschäftigt und seine Aufgabe soll es nun sein, die typischen Andersen-Merkmale in der Verfilmung wiederzufinden. Dabei wird er nicht vergleichen wie ein Käufer beispielsweise Produkte miteinander nach gut oder schlecht vergleicht. Das Originalprodukt muss gegenüber dem No-Name-Produkt nicht immer glänzen. Genauso kann ein Original in der Literatur nicht als Ursprüngliches bea nspruchen, gegenüber einer Verfilmung als zweites „Produkt“ besser zu sein. Schwarz hat sich für seine Literaturverfilmung eines der beliebtesten Märchen Andersens ausgewählt. Kinder wie auch Erwachsene sind von diesem Märchen heute noch fasziniert. Der Grund: „Dem Dichter ist hier eine überaus glückliche Mischung aus Sin nlichem und Übersin nlichem, aus Fabulierkunst und Belehrung, Naivität und Philosophie gelungen“ (Stiasny 1996, Seite 147). Stiasny trifft mit seinen Worten den intent ionalen Kern der Andersen-Erzählung. Interessant ist es zu sehen, was Schwarz aus diesem Kern für sein Drehbuch herausfiltert, welche Motive er sozusagen übernommen hat. „Dieses Märchen besitzt eine Vielfalt der Charaktere, Formen und Töne, zusammengehalten durch die Idee vom Wahren und Guten im Menschen, getragen von einem tiefen Glauben, harmonisiert durch einen feinen Humor, den man in diesem Zusammenhang gar nicht erwartet“ (Stiasny 1996, Seite 147). Dieses Märchen auf der Leinwand zu zeigen, muss somit für Schwarz eine besondere Herausford erung gewesen sein. Beachtenswert an dieser Stelle ist, dass „die Schneekönigin“ 1967 auf den Leinwänden der DDR-Kinos gezeigt wurde. Politische Spitzen in dem Film können vor diesem Hintergrund besser verstanden werden. Der bekannte Natu r-forscher Örsted sagte einst zu Andersen: „Sollten Ihre Romane Sie berühmt machen, so werden Ihre Märchen sie unsterblich machen“.
1 Aus dem Dänischen übersetzt von Mathilde Mann
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2. Vergleichsanalyse der „Schneekönigin“: Vom Buch zum Film
Vergleichen wir an erster Stelle tabellarisch den reinen Text der Geschichten in Form einer Inhaltsangabe bei Andersen und eines Sequenzprotokolls bei Schwarz.
2 In der Regieanweisung bei der Schwarz-Verfilmung wird die Figur Kay aus dem Andersen-Märchen mit eine m „i“ am Ende geschrieben. Im Folgenden wird diese Schreibweise der Einfachheit halber standardisiert auf die Schreibweise: Kay.
3 Für die Großmutter wird im Folgenden die Abkürzung GM verwendet
4 Für die Schneekönigin wird im Folgenden die Abkürzung SK verwendet
5 Für den Kommerzienrat wird im Folgenden die Abkürzung KR verwendet.
6 Für den Märchenerzähler wird im Folgenden die Abkürzung ME verwendet.
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Arbeit zitieren:
Elke Schipper, 2004, Die filmische Adaption von Hans Christian Andersens Schneekönigin, München, GRIN Verlag GmbH
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