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Inhaltsverzeichnis
I. Einleitung. 03
II. Kurzbiografie und Ideen Ruth Cohns 04
(Referentin: Katrin Blume)
III. Regeln und Richtlinien für die Gruppeninteraktion 06
IV. Themenzentrierte Interaktion im Unterricht 09
(Referentin: Katharina Müller)
V. Schlusswort mit Gedanken zum praktischen Spiel 11
(Koordinator des Spiels: Michael Daume)
VI. Literaturverzeichnis. 12
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Zum Einstieg möchte ich einen kleinen Überblick über die Themenfolge in diesem Seminar geben und gleichzeitig erläutern, wie ich die themenzentrierte Interaktion nach Ruth Cohn hier eingebettet sehe. Nachdem in den ersten Sitzungen der Veranstaltung Professor Ludwig eine grundlegende Übersicht über den Schwerpunkt B des Kernstudiums aufzeigte und in Ansätzen die Begriffe ‚Lernen, Sozialisation, Entwicklung und Erziehung’ definierte, begannen wir mit dem eigentlichen Schwerpunkt ‚Kommunikation’.
Die ersten Referenten beschrieben und erläuterten unter anderem Manipulation und Täuschung sowie Störungen (Watzlawick), die beim Kommunizieren auftreten können.
Als Nächstes versuchten wir mit gewissen Verfahren, Kommunikation zu analysieren. Dabei kam es fast allen Referenten vor allem auf den Praxisbezug an. Immer wieder wurden Beispiele aus Alltagssituationen eingebracht und diese mit Hilfe von Gesprächsanalyse-Verfahren untersucht. Schwerpunkte hier waren vor a llem „das Vier-Aspekte-Kommunikationsmodell“ und die „Kommunikations - und Persönlichkeitsstile“ nach Schulz von Thun.
Umso weiter das Seminar voranschritt, desto praxisnaher wurde es nach meiner Ansicht. Denn nach den eben geschilderten Aspekten der Kommunikation kamen wir zu den problemzentrierten Gesprächen, die unter anderem Themen wie „Aktives Zuhören“, „Ich -Botschaften“ und die „niederlagelose Methode“ (Gordon) umfassten. Nachdem das Semester schon weit vorangegangen war, kamen wir dann nur noch zum Thema „paradoxe Kommunikation und Intervention“, bevor unser Vortrag über die themenzentrierte Interaktion auf dem Programm stand. Ich beurteile es als absolut richtig, diesen Punkt an den Schluss der Veranstaltung zu setzen, da in gewisser Weise noch einmal schon Gehörtes aufgegriffen wird (beispielsweise Teile der Regeln und Richtlinien der TZI) und
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es einen hohen - wenn auch teilweise bestreitbaren - Praxisbezug aufweist. Daher hat sich unsere Gruppe auch dazu entschlossen, neben vielen praktischen Beispielen im Vortrag selbst auch eine Art Rollenspiel einzubringen, welches TZI erlebbar und lebendig machen soll.
Ruth Cohn erblickt am 27. August 1912 in Berlin das Licht der Welt. Als Kind jüdischer E ltern - der Vater war Bankier - wächst sie in ge sunden Familienverhältnissen auf. Schon früh, so wird aus späteren
Kindheitsbeschreibungen deutlich, entwickelt sie ein ausgeprägtes Gerechtigkeitsbewusstsein, das in ihrer späteren Arbeit, besonders bei sozialen Aspekten herausgestellt wird.
Als sie siebzehn Jahre alt ist, stirbt ihr Vater plötzlich, worauf sie beschließt, schnell erwachsen werden zu müssen, weil sie sich für das Wohlergehen ihrer Mutter pflichtig fühlt und auch aktiv Verantwortung übernehmen möchte. Bei einem Zusammenkommen mit einer Psychiaterin kristallisiert sich schnell der Berufswunsch heraus, auch in diesem Arbeitsfeld später tätig zu werden, weil ihr ohnehin die Begegnung mit Hilfsbedürftigen sehr am Herzen liegt. Als sich Anfang der 30er Jahre die politische Situation in Deutschland zuspitzt, und sie im Studium zum ersten Mal Kontakt mit antisemitischer Gewalt, die sie zuvor nur aus Erzählungen ihres Vaters kennen gelernt hatte, erfährt, fasst sie den Plan, in die Schweiz auszuwandern um dort ihr Psychologiestudium fortzusetzen. Ihre Mutter und den Bruder kann sie nicht zum Mitkommen überreden. In Zürich erweitert sie ihr Studium noch auf andere geisteswissenschaftliche Fächer wie zum Beispiel Philosophie, Theologie usw. Wichtige Erkenntnisse für die spätere Entwicklung ihrer th emenzentrierten Interaktion gewinnt sie aus der Kombination dieser Wissenschaften. Im Jahre 1940 flieht sie in die Vereinigten Staaten, weil sie einer Falschmeldung Glauben geschenkt hatte, dass die deutschen Truppen in die
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Arbeit zitieren:
Tobias Kollmann, 2003, Ein Modell für Gruppengespräche: Die themenzentrierte Interaktion (TZI), München, GRIN Verlag GmbH
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