1. Einleitung
In dieser Arbeit werde ich ein Essay über den Aufsatz „Trinität und Reich Gottes“ von Ingo Baldermann verfassen. Ich habe seine Gliederung komplett übernommen, da sie für mich schlüssig und nachvollziehbar ist. Ich werde jetzt nachfolgend versuchen, den Text zusammenzufassen und im Schlusswort werde ich noch einige Worte und Stichpunkte festhalten, die mir persönlich wichtig erscheinen.
2. Trinitarische Theologie Heute
Am Anfang seines Aufsatzes versucht Moltmann Antworten auf diverse Fragen zu finden. Was denken wir heute wenn wir den Namen des dreieinigen Gottes hören? Welche Vorstellung verbindet sich heute mit dem Begriff Trinität? Wie zu erwarten, würden die Fragen sehr unterschiedlic h beantwortet werden. Einige geben solche Fragen lieber an die vermeintlichen theologischen Spezialisten weiter, da solche Themen ja nichts mit dem wirklichen Leben gemein haben. Der Autor versucht also zu zeigen, wie schwer es heute die Trinitätslehre bei den Gläubigen, aber auch den anderen Spezialdisziplinen der Theologie heute hat.
3. Umkehr zum trinitarischen Denken
3.1 Zugang aus der Erfahrung?
Die große Frage in diesem Absatz besteht darin, ob man sich der Trinitätslehre über die eigene Erfahrung und Wahrnehmung annähern kann. Aber ist der dreieinige Gott wirklich für den kritischen neuzeitlichen Menschen erfahrbar? Schleimacher äußerte sich in dieser Beziehung eher kritisch. Für ihn ist die kirchliche Lehre der Trinität eine bloße Verknüpfung verschiedener Aussagen über das christliche Selbstbewusstsein und von daher sekundär. Für ihn genügt es, wenn man von dem einen Gott spricht. Aber steckt hinter Gotteserfahrung nicht mehr, als nur eine Beziehung des Subjektes zu Gott? Kann man in gewisser Weise nicht auch von einer Beziehung Gott Mensch reden? Mit dem Ausdruck Gotteserfahrung ist also nicht nur unsere Erfahrung mit Gott, sondern auch Gottes Erfahrung mit uns gemeint. 1
1 J.Moltmann, Trinität und Reich Gottes, München 1980. S.20
2
Je mehr man sich nun mit der Erfahrung Gottes an uns beschäftigt, je mehr nähert man sich dem Geheimnis des dreieinigen Gottes an. „Gott leidet mit uns - Gott leidet an uns - Gott leidet für uns“ Hier liegt auch der Zugang zur Trinitätslehre, welche heutzutage in der Leidens oder Leidensunfähigkeit Gottes geführt wird.
3.2 Zugang aus der Praxis?
Wie kann sich die Trinitätslehre in unserer heutigen Welt behaupten, in der die Praktikabilität von Wahrheit eine wichtige Grundlage geworden ist? Was nicht zur Tat wird, hat keinen Wert. 2 Bloß ist eine Wahrheit die unter bestimmten Umständen nicht verwirklicht werden kann deshalb auszuschließen? Werden Erfahrung und Praxis des christlichen Glaubens in diesem neuzeitlichen Praxisbegriff ausreichend zum Ausdruck gebracht? Christlicher Glaube sollte mehr sein als eine Anleitung zum bloßen Handeln. Christsein besteht auch aus Dankbarkeit , Freude und Anbetung. Und wenn der Gläubige diese Dinge praktiziert, wendet er sich Gott zu und öffnet sich seiner Wirklichkeit. Aber Gott begegnen heißt auch Gott erleiden lernen, denn erst im Schmerz, so der Autor, erfährt er die Freude der Erfahrung Gottes. Um die Trinitätslehre neu zu entdecken, muss also das einseitige sachliche Denken überwunden werden. Der Autor kritisiert nun, dass heute erkennen immer gleichgesetzt wird mit dem Beherrschen von etwas. Bei den griechischen Philosophen dagegen lag die Bedeutung des Erkennens woanders. Man erkannte etwas im Erstaunen und nahm dann am Entdeckten Anteil. Aus diesem Erkennen begründete sich also eine Gemeinschaft. Genauso soll auch das Wiederentdecken des trinitarischen Denkens dazu führen die christliche Gemeinschaft wieder zu festigen.
4. Auf dem Wege zum dreieinigen Gott
Am Anfang des Absatzes versucht der Autor zu klären, wie man Gott bisher definierte. Er gibt uns 3 verschiedene Möglichkeiten vor, welche historischen Ursprungs sind. In der römisch-katholischen Kirche gilt bis heute die Antwort: Gott ist die höchste Substanz. Aus der alttestamentlichen Überlieferung stammt die Antwort: Gott ist das absolute Subjekt. Während die dritte Möglichkeit die speziell christlich-theologische Antwort darstellt: Gott ist der dreieinige Gott. In den nachfolgenden Absätzen untersucht der Autor nun jede dieser drei Antworten.
2 Moltmann, Jürgen, Trinität und Reich Gottes heute in: Trinität und Reich Gottes, München 1980. S.21.
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Arbeit zitieren:
Kay Pilkenroth, 2002, Über 'Trinität und Reich' Gottes von Jürgen Moltmann, München, GRIN Verlag GmbH
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