Inhaltsverzeichnis
Tabellenverzeichnis II
Abk ürzungsverzeichnis III
1 Einleitung 1
2 Grundlagen 2
2.1 Unternehmertum 2
2.2 Schweiz 2
2.3 Überblick über die Unternehmenslandschaft in der Schweiz 3
3 Die Schweiz als Alternativ-Standort für Unternehmensansiedlungen 6
3.1 Vorteile des Standortes Schweiz 6
3.2 Die Greater Zürich Area: ein führender Wirtschaftsstandort in Europa 8
4 Rahmenbedingungen für Unternehmensgründungen in der Schweiz 9
4.1 Finanzierung 10
4.1.1 Risikokapital 10
4.1.2 Business Angels 12
4.1.3 Staatliche Finanzierung 14
4.2 Informationsbereitstellung und administrative Belastung 14
5 Persönlichkeitsaspekte zum Unternehmensgründer in der Schweiz 16
5.1 Profil des Unternehmensgründers 16
5.2 Kulturelle Einflußgrößen 17
5.2.1 Risikobereitschaft 18
5.2.2 Gesellschaftliches Ansehen von Unternehmern/Gründern 19
6 Zusammenfassung und Ausblick 20
Anhang 22
Literaturverzeichnis 30
Versicherung 35
- I -
Tabellenverzeichnis
Tabelle 1: Marktwirtschaftliche Unternehmen und Beschäftigte, Anzahl 4
und Anteile nach Grössenklassen, 2001.
- II -
Abkürzungen Abb. -Abbildung AG -Aktiengesellschaft ASBAN -Association of Swiss Business Angels Networks BIP -Bruttoinlandsprodukt BFS -Bundesamt für Statistik bzw. -beziehungsweise EU -Europäische Union f. -folgende ff. -fortfolgende GEM -Global Entrepreneurship Monitor GmbH -Gesellschaft mit beschränkter Haftung GZA -Greater Zürich Area Hrsg. -Herausgeber Jg. -Jahrgang Kap. -Kapitel KMU -Klein- und Mittelunternehmen KTI -Kommission für Technologie und Innovation Mio. -Millionen o. V. -ohne Verfasser OECD -Organisation for Economic Cooperation and Development
- III -
qkm -Quadratkilometer RKG -Risikokapitalgesellschaften S. -Seite SECA -Swiss Private Equity & Corporate Finance Association SECO -Staatssekretariat für Wirtschaft sog. -sogenannte TEA -Total Economic Activity (Ausmaß unternehmerischer Aktivität) u.a. -unter anderem vgl. -vergleiche z.B. -zum Beispiel
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1 Einleitung
In Zeiten, in denen Großunternehmen vermehrt auf gesättigten Märkten tätig sind und im Zuge notwendiger Restrukturierungen Arbeitsplätze tendenziell abbauen, muss es einer Volkswirtschaft gelingen, die Wettbewerbsfähigkeit mittels Umsetzung innovativer Ideen aufrecht zu erhalten, um dadurch den stattfindenden Arbeitsplatzabbau durch Schaffung neuer Beschäftigungsmöglichkeiten zu kompensieren. Zahlreiche Studien zeigen, dass solche Initiativen immer mehr durch neue bzw. kleine Unternehmen in Angriff genommen werden, während gleichzeitig alte bzw. große Firmen meist nur noch über geringe Wachstumsmöglichkeiten verfügen. Die unternehmerische Aktivität einer Volkswirtschaft ist dementsprechend von enormer Bedeutung um den Strukturwandel zu bewältigen und gleichzeitig neue Arbeitsplätze zu schaffen.
In diesem Zusammenhang beschäftigt sich die vorliegende Arbeit mit dem Unternehmertum in der Schweiz. Im folgenden Kapitel werden zunächst begriffliche Grundlagen geklärt, bevor anschließend ein Überblick über die Unternehmenslandschaft in der Schweiz erfolgt. Im dritten Kapitel werden Erklärungsansätze für die in jüngster Vergangenheit vermehrt zu beobachtenden Unternehmensverlagerungen in die Schweiz geliefert, unter besonderer Berücksichtigung der von ihnen ausgehenden unternehmerischen Aktivität, sowie mit der Greater Zürich Area ein bedeutender Wirtschaftsraum vorgestellt. Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf nachhaltigen Unternehmensgründungen, die auch den Aufbau von Forschungs- und Entwicklungszentren mit einschließen.
Im vierten Kapitel werden die Rahmenbedingungen für Unternehmensgründungen in der Schweiz näher beleuchtet. Im Mittelpunkt der Betrachtung steht dabei die Finanzierung von Jungunternehmen, wobei besonders Institutionen, die sich am Eigenkapital beteiligen, dargestellt werden. Die Situation in der Schweiz hinsichtlich der Verfügbarkeit von Risikokapital und Business Angels wird ebenso betrachtet wie staatliche Finanzierungs-/Fördermaßnahmen. Des weiteren werden die für potentielle Unternehmensgründer oftmals hemmenden Faktoren, die Informationsbereitstellung und administrativen Belastungen des Gründungsvorgangs, näher untersucht.
- 1 -
Abschließend wird auf Persönlichkeitsaspekte des Unternehmensgründers in der Schweiz eingegangen, wobei nach einer Beschreibung des Profils, insbesondere die Determinanten der Risikobereitschaft sowie das gesellschaftliche Ansehen von Unternehmensgründern in der Schweiz dargestellt werden. Das sechste Kapitel fasst die Erkenntnisse der vorhergehenden Kapitel zusammen und zeigt mögliche Verbesserungsmaßnahmen auf.
2 Grundlagen
2.1 Unternehmertum
Im Rahmen des Global Entrepreneurship Monitor (GEM) - Projektes wird Unternehmertum 1 als Prozess verstanden, „welcher die Identifizierung, Evaluierung und Verwertung von Geschäftsmöglichkeiten umfasst“. 2 Somit ist das Unternehmertum ein, durch eine oder mehrere Personen in Gang gebrachter Prozess, der auf die Gründung einer neuen Unternehmung abzielt. Gemäß dieser Definition kann sich Entrepreneurship, neben der Form der Unternehmensgründung, auch innerhalb bereits bestehender Unternehmen mit der Unterstützung der Unternehmensleitung vollziehen,
was als Intrapreneurship (internes Unternehmertum) bezeichnet wird. 3 In der vorliegenden Arbeit wird letzteres besonders in Form von ausländischen Unternehmensansiedlungen in der Schweiz beschrieben, von denen aufgrund der erforderlichen Nachhaltigkeit ebenfalls unternehmerische Aktivitäten ausgehen.
2.2 Schweiz
Die Schweiz ist ein Bundesstaat föderalistischer Ausprägung, unterteilt in 26 Kantone (20 Voll- und 6 Halbkantone). Auf 41.285 qkm Gesamtfläche leben ca. 7,5 Mio. Einwohner, die zu 65% Deutsch, 18% Französisch, 10% Italienisch und 7% sonstige
Sprachen sprechen. 4 Die Kantone genießen weitgehende Selbstautonomie, so dass es in den verschiedenen Teilen durchaus unterschiedliche gesellschaftsrechtliche und
1 Unternehmertum wird in der vorliegenden Arbeit synonym zu Entrepreneurship verwendet.
2 VOLERY, T. u.a. (2004), S. 7.
3 Vgl. VOLERY, T. u.a. (2004), S. 7f.
4 Siehe Anhang I.
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steuerrechtliche Regelungen gibt. Dem Bund stehen nur ausdrücklich in der Verfassung deklarierte Kompetenzen zu. 5
Die schweizerische Form der direkten Demokratie ermöglicht ihren Bürgern eine umfassende Einflussnahme auf die laufenden politischen Geschäfte. In kaum einem anderen souveränen Staat gibt es derart ausgebaute Mitbestimmungsrechte des Volkes. Das als neutral geltende Land ist nicht Mitglied der Europäischen Union und gilt mit einem Bruttoinlandsprodukt (BIP) von durchschnittlich 58.000 Franken bzw. 38.000 €
pro Einwohner und Jahr als eines der wohlhabendsten Länder der Welt. 6 Die Arbeitslosenquote betrug im Mai 2005 3,7%, in absoluten Zahlen ausgedrückt waren 145.370 Arbeitslose in der Schweiz gemeldet. 7 Die rohstoffarme Schweiz ist geprägt von Gebirgen, Seen und Wäldern. Drei Viertel der Erwerbstätigen sind im
Dienstleistungssektor tätig. 8
2.3 Überblick über die Unternehmenslandschaft in der Schweiz
In der öffentlichen Meinung wird das Bild der Wirtschaft zumeist von den Großunternehmen der Schweiz geprägt. Jedoch darf man nicht außer Acht lassen, dass nach wie vor mittelständische Unternehmen die Struktur der schweizerischen Volkswirtschaft massgeblich bestimmen. Ebenso leisten neue, junge Unternehmen für die regionale Volkswirtschaft einen wichtigen Beitrag. Neuunternehmen unterstützen den Strukturwandel in der Region, schaffen neue Arbeitsplätze, geben ihrerseits Impulse für das nähere und weitere Unternehmensumfeld. Sie leisten damit einen Beitrag zur Stärkung der regionalen Wettbewerbsfähigkeit. Seit dem Jahr 2002 nimmt die Schweiz an dem Forschungsprojekt „Global Entrepreneurship Monitor“ teil, welches auf einer jährlichen Basis die unternehmerische Aktivität in einer Vielzahl von Ländern untersucht. In der 2003 erschienenen Studie
blieb das Ausmaß unternehmerischer Aktivität (TEA) 9 von 7,4% im Vergleich zum Vorjahresergebnis mit 7,1% in etwa stabil. 10 Die Schweiz befindet sich damit leicht
5 Vgl. BÜRGI, U./NÄGELI, P. (2005), S. 7ff.
6 Platz 3 im weltweiten Vergleich.
7 Vgl. im Internet: SECO (2005a).
8 Vgl. im Internet : O.V. (2005a).
9 Der Index spiegelt die Anstrengung in der Gesamtbevölkerung, neue Unternehmen zu gründen, wider.
10 Siehe Anhang II.
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Arbeit zitieren:
Gert Schuller, Jan Janzen, 2005, Unternehmertum im interkulturellen Kontext: Unternehmertum in der Schweiz, München, GRIN Verlag GmbH
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