I Inhaltsverzeichnis
I INHALTSVERZEICHNIS 1
II ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS. 2
III ABBILDUNGSVERZEICHNIS 3
1. EINLEITUNG 4
1.1 Allgemeines 4
1.2 Entwicklung der Hausarbeit 5
2. WIRTSCHAFTLICHE ENTWICKLUNG VON 1945 BIS 1990 5
2.1 Catching-Up-Prozess Deutschlands 5
2.2 Solowsches Produktivitätsparadoxon in den USA 10
3. WIRTSCHAFTLICHE ENTWICKLUNG DER USA AB DEN 1990ER JAHREN 12
3.1 Zeitalter der New Economy. 12
3.2 Ursachen der Produktivitätsbeschleunigung in den USA 13
4. NEW ECONOMY AUCH IN DEUTSCHLAND? 15
5. URSACHEN UND ERKLÄRUNGSANSÄTZE DER WACHSTUMSUNTERSCHIEDE SEIT DEN
1990ER JAHREN 18
5.1 Deutsches Produktivitätsparadoxon? 19
5.2 Wirtschaftspolitische Rahmenbedingungen. 24
6. WIRTSCHAFTSPOLITISCHER HANDLUNGSBEDARF 29
7. SCHLUSSBETRACHTUNG. 30
IV LITERATURVERZEICHNIS. 32
- 1 -
II Abkürzungsverzeichnis
B2B business-to-business BIP Bruttoinlandsprodukt BRD Bundesrepublik Deutschland CEA Council of Economic Advisers DIW Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung c.p. ceteris paribus EITO European Information Technology Observatory EU Europäische Union EZB Europäische Zentralbank FIRE Finance, Insurance and Real Estate GDP Gross Domestic Product IKT Informations- und Kommunikationstechnologie IT Informationstechnologie KT Kommunikationstechnologie MFP Multi-Faktorproduktivität OECD Organisation for Economic Co-operation and Development PC Personal Computer TFP Totale Faktorproduktivität USA United States of America
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III Abbildungsverzeichnis
ABBILDUNG 1: PRODUKTIVITÄTSLÜCKE 1960 UND 1993
ABBILDUNG 2: ARBEITSPRODUKTIVITÄT UND HISTORISCHE KONVERGENZ
ABBILDUNG 3: ENTWICKLUNG WICHTIGER MAKROÖKONOMISCHER GRÖSSEN IN DEN USA
ABBILDUNG 4: IKT-BEITRAG ZUM PRODUKTIVITÄTSWACHSTUM - DIVERSE STUDIEN.
ABBILDUNG 5: WICHTIGE KENNZAHLEN IM VERGLEICH DEUTSCHLAND - USA
ABBILDUNG 6: ZUSAMMENSETZUNG DES ARBEITSPRODUKTIVITÄTSWACHSTUMS
IN PROZENTPUNKTEN - EIN INTERNATIONALER VERGLEICH
ABBILDUNG 7: BEITRAG DER IKT-INVESTITIONEN ZUM BIP -WACHSTUM - EIN
INTERNATIONALER VERGLEICH.
ABBILDUNG 8: ANTEIL DES IKT-SEKTORS AM BIP IN - DEUTSCHLAND VS. USA
ABBILDUNG 9 : AUSSTATTUNG DEUTSCHER HAUSHALTE MIT AUSGEWÄHLTEN IKT.
ABBILDUNG 10: HAUSHALTE MIT INTERNETZUGANG 2000 BIS 2002 -
AUSGEW ÄHLTE LÄNDER.
ABBILDUNG 11: NACHFRAGEDYNAMIK IN DEUTSCHLAND UND DEN USA
ABBILDUNG 12: ANZAHL DER SCHÜLER PRO COMPUTER IM JAHRE 2003.
ABBILDUNG 13: ANGEBOTSSEITIGE RAHMENBEDINGUNGEN.
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1. Einleitung
1.1 Allgemeines
Alan Greenspan, Vorsitzender des US-amerikanischen Zentralbankrates, prägte in einer Rede im Jahre 1996 in Anlehnung an die wirtschaftlichen Erei gnisse den Begriff "New Economy". Grund waren die ab Mitte der 1990er Jahre verstärkt feststellbaren Produktivitäts- und Wachstumsanstiege in den Vereinigten Staaten. Trotz rückläufiger Arbeitslosigkeit lehnte er eine Zinserhöhung ab. Denn hohe Produktivitätszuwächse verhinderten eine Erhöhung der Preise, welche normalerweise mit einem höheren Beschäftigungsniveau einhergehen. Dies war die Grundlage eines inflationsneutralen Wirtschaftswachstums. Das Umgehen des bisher gültigen Phillipskurven-Trade-off gemäß traditioneller Wachstumsansätze wurde als eine New Economy aufgefasst.
Als Hauptursache der rasanten Produktivitätsentwicklung nannte Greenspan die neuen Informations- und Kommunikationstechnologien, welche die Schlüsseltechnologien eines neuen Kondratieff-Zyklus darstellen sollen. 1
Nach Kelly hat die New Economy drei entscheidende Charakteristika: sie ist global, sie bevorzugt intangible Dinge wie Informationen oder Beziehungen und sie ist intensiv miteinander verbunden. 2
Deutschland bekam von diesem Boom nur wenig mit, was angesichts der dynamischen Entwicklung seit dem Ende des 2. Weltkrieges doch überraschte. In jüngster Zeit wird mehr und mehr ein wirtschaftlicher Rückstand prophezeit.
Nachdem hierzulande die Wachstumsraten stagnieren und die Arbeitslosenquoten weiter steigen, stellt sich die Frage, ob Deutschland die Fortschritte gegenüber den USA versäumt hat, ob es sich nur um ein vorübergehendes US-Phänomen handelt oder ob ein dauerhafter wirtschaftlicher Rückstand Deutschlands bevorsteht. Es gilt nachfolgend zu prüfen, in wie weit in Deutschland eine New Economy bereits existiert, wann sie eventuell in der BRD auftritt oder was geändert werden muss, um auf die wirtschaftliche Erfolgsspur früherer Zeiten zurückzukehren.
Dabei werden das Pro-Kopf-Einkommen und die Produktivität eines Landes als Maßgröße verwendet, da sie stellvertretend für die Leistungsfähigkeit einer Volkswirtschaft stehen.
1 Vgl. Greenspan (1998).
2 Vgl. Kelly (1998), S. 161 ff.
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1.2 Entwicklung der Hausarbeit
Um die Ereignisse ab Mitte der 1990er Jahre besser einordnen zu können, soll zunächst die wirtschaftliche Entwicklung Deutschlands und der USA nach dem Ende des 2. Weltkrieges betrachtet werden. Die USA galt zu jener Zeit als die wirtschaftlich stärkste Volkswirtschaft. Das angeschlagene Deutschland startete einen fulminanten Aufholprozess, was unter dem Catching Up-Begriff diskutiert wird. Anschließend soll kurz auf das nach Solow benannte Produktivitätsparadoxon in den USA eingegangen werden. Im 3. Kapitel wird die neuere Wirtschaftsentwicklung der USA ab 1990 skizziert. Neue Technologien führen zu deutlichen Produktivitäts- und Wachstumserfolgen.
Vor diesem Hintergrund gilt es im 4. Kapitel die deutsche Entwicklung näher zu betrachten. Es offenbaren sich beträchtliche Differenzen. Ursachen und Gründe einer möglichen deutschen Wachstums- und Produktivitätsschwäche werden in Kapitel 5 erörtert. Der sich aufdrängende wirtschaftspolitische Handlungsbedarf soll im 6. Kapi tel umschrieben werden. In einem abschließenden Fazit werden die Ergebnisse kurz resümiert, um letztendlich die langfristigen Wachstumsaussichten besser abschätzen zu können.
2. Wirtschaftliche Entwicklung von 1945 bis 1990
2.1 Catching Up-Prozess Deutschlands
Catching Up-Hypothese
In den 1980er Jahren wurde im Zuge der Weiterentwicklung der Wachstumstheorien die Frage diskutiert, weshalb die langfristigen wirtschaftlichen Wachstumsverläufe von Volkswirtschaften so unterschiedlich vonstatten gehen. Dabei zeigte insbesondere die Catching Up-Hypothese von Abramovitz mögliche Entwicklungsmuster von Volkswirtschaften auf. 3 Ausgangspunkt seiner These waren dabei in der Realität feststellbare Unterschiede im Ent-wicklungsstand von Volkswirtschaften. Gemäß der neoklassischen Wachstumstheorie müssten jedoch Volkswirtschaften mit c.p. geringerer Kapitalintensität höhere Wachstumsraten verwirklichen können. Die zentrale Frage ist also, wieso es manchen Volkswirtschaften gelingt sehr hohe Produktivitätssteigerungsraten und damit letztlich auch sehr hohe Produktivitäts-und Pro-Kopf-Einkommensniveaus zu erzielen, während es viele Entwicklungsländer nicht schaffen.
3 Vgl. Abramovitz (1986), S. 386 ff.
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Dabei unterscheidet Abramovitz zwei Typen von Ländern, den Leader und die Follower. Der technologisch führende Leader besitzt das höchste Produktivitätsniveau der eingesetzten Pro-duktionsfaktoren, die rückständigen Follower haben ein Aufholpotential. Der Führende muss intensive Forschung und Entwicklung betreiben, will er Produktivitätsfortschritte erzielen. Aufgrund seiner fortgeschrittenen Wachstumsphase fallen Zuwachsraten tendenziell klein aus. Der Follower dagegen kann den vorhandenen Wissensstand des Leaders übernehmen. 4 Durch Skaleneffekte aufgrund von Massenproduktionen, Lernprozesse in der industriellen Produktion sowie strukturellen Wandel, wie in Japan von der Agrar- hin zur Industriegesellschaft, kann der Aufholprozess sich selbst verstärken. Mögliche Fehler des Leaders können vermieden, durch Kopieren erfolgreicher Neuerungen kann sogar profitiert werden.
Da es offensichtlich nicht allen Nationen gelingt, diese Möglichkeit des Catching Up-Phänomens zu realisieren, müssen gewisse Rahmenbedingungen vorliegen, die das vorhandene Wachstumspotential tatsächlich nutzen. 5
Abramovitz bezeichnete diese Bedingungen als social capability. Volkswirtschaften, die nicht zum Leader aufschließen können bzw. deren Rückstand größer wird, fehlt folglich diese sozi ale Befähigung. Als Komponenten zählen z.B. Bildungssystem und Bildungsstand der Bevölkerung, politische, sozial e oder finanzwirtschaftliche Faktoren, 6 Arbeitsangebotsstruktur mit Alters- und Gesundheitsstand, sektorale Struktur, kulturelle Tradition, Religion oder auch Offenheit gegenüber dem Wettbewerb. 7
Social capability ist eine Catch-all-Variable, die sich aus vielen zumeist nicht messbaren Gr ößen zusammensetzt. 8
Die einzelnen Volkswirtschaften können drei unterschiedliche Entwicklungen durchlaufen. Erstens das Catching Up, also das schrittweise Aufholen eines Rückstandes gegenüber dem Führenden. Die Produktivitätslücke zwischen den Volkswirtschaften schließt sich. Als jüngstes Paradebeispiel dienen hier die sogenannten Tigerstaaten in Südostasien. Fraglich ist, ob es sich um einen Diffusionsprozess der vorhandenen Technologien handelt, also ein bloßes Annähern an den Leader stattfindet, oder ob durch eigene technologische Weiterentwicklungen ein Überholen des Führenden möglich ist. Die Follower haben ein großes Aufholpotential für
4 Vgl. Vintage-Modelle.
5 Mit wenigen Ausnahmen sind solche Prozesse lediglich in den Industriestaaten zu erkennen.
6 Vor allem Unabhängigkeit der Zentralbank, Kapitalmarkt- und Rechtssicherheit sowie Eigentumsgarantie.
7 Vgl. Abramovitz (1986), S. 387 f.
8 Genau hier setzen kritische Stimmen an, denn die Catch-all-Variable ist nicht messbar.
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Arbeit zitieren:
Markus Schmid, 2005, Vom Catching Up zum Falling Behind: Das Solowsche Produktivitätsparadoxon nun in der BRD, München, GRIN Verlag GmbH
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