INHALTSVERZEICHNIS
ABK ÜRZUNGSVERZEICHNIS III
GLIEDERUNG
1. Grundlegung 1
1.1. Problemstellung 1
1.2. Begriffs-Diskussionen 2
1.2.1. „Bündnis“ 2
1.2.2. „Auseinandersetzungen 2
2. Gregor und seine Bündnispartner in den Auseinandersetzungen
mit Heinrich IV. 3
2.1. Der Stellvertreter Christi und sein Verhältnis zur Kaiserin Agnes 3
2.2. Papst Gregor VII. und Rudolf von Rheinfelden 4
2.3. Gregor VII. und seine Beziehungen zu Mathilde von Tuszien 5
2.4. Gregor und der Normanne Robert Guiskard 8
3. Schlussbetrachtung 10
QUELLENVERZEICHNIS 12
LITERATURVERZEICHNIS 13
II
ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS
AHP -Archivum historiae pontificae Anm. -Anmerkung Bd. -Band DA -Deutsches Archiv für Erforschung des Mittelalters Ebd. -Ebenda FmSt -Frühmittelalterliche Studien hg. v. -herausgegeben von HJb -Historisches Jahrbuch HRG -Handwörterbuch zur deutschen Rechtsgeschichte Hrsg. -Herausgeber/ -in Ldl -Libelli de lite MGH Epp. -Monumenta Germaniae Historica Epistolae MGH SS -Monumenta Germaniae Historica Scriptores ND -Nachdruck RIS -Rerum Italicarum Scriptores
III
1. Grundlegung
1.1. Problemstellung
Die Januargeschehnisse des Jahres 1077, insbesondere der Gang des deutschen Königs Heinrich IV. nach Canossa, sind von der mittelalterlich-deutschsprachigen Geschichtsschreibung wie kaum ein zweites Ereignis aufgegriffen und untersucht worden. Wie tief dieses Ereignis in das Bewusstsein gerade der Deutschen, eingegangen ist, offenbart u.a. der Kulturkampf des 19.Jahrhunderts.
Auch die vorliegende Proseminararbeit basiert auf dem Konflikt zwischen Papst Gregor VII. und König Heinrich IV.. Dabei liegt der Betrachtungsschwerpunkt, wie aus dem zu bearbeitenden Thema hervorgeht, auf der Bündnispolitik des Pontifex im Verlaufe dieser Auseinandersetzung. Ziel ist es, den Stand der neueren Forschung 1 hinsichtlich der wichtigsten Verbündeten Gregors kenntlich zu machen, sowie unterschie dliche Auffassungen darzulegen. Als zeitliche Begrenzung der Niederschrift sollen der Januar 1076 für den Beginn, sowie der Tod Gregors VII. im Mai 1085 für das Ende ihrer Auseinandersetzungen stehen.
Bezüglich der Verbündeten Gregors ist eine weitere Prä zisierung angebracht. In Anbetracht der Schwerpunktsetzung der bisher zu diesem Sachverhalt angestellten Forschungen 2 soll im Folgenden den italienischen Verbündeten 3 des Apostelfürsten die größere Aufmerksamkeit gewidmet werden. Selbstverständlich bleiben die weiteren Verbündeten des Papstes nicht unberücksichtigt. Diese Maßnahme soll dazu beitragen, den geographischen Blickwinkel hinsichtlich der territorialen Tragweite des Investiturstreits zu vergrößern.
1 Der Terminus „Neuere Forschung“ wird in dieser Proseminararbeit vornehmlich auf die deutschsprachigen Publikationen angewandt. Natürlich werden auch fremdsprachliche Werke, sofern sie sich anbieten mit in die Thematik einbezogen.
2 Gerade die Beziehung Rudolfs von Rheinfelden sow ie der Kaiserin Agnes zu Gregor VII., wurde in der Vergangenheit bereits weitestgehend durchleuchtet. Die Forschungsergebnisse gehen dabei von Historiker zu Historiker nicht allzu weit auseinander.
3 Gemeint sind die Personen, dessen Herkunftsland bezogen auf die heutigen Grenzen, Italien wäre.
1
1.2. Begriffs-Diskussionen
1.2.1. „Bündnis“
Da die Bündnispolitik Gregors der Mittelpunkt der Arbeit ist, erscheint es zunächst notwendig, diesen Begriff genauer zu definieren. In der heutigen Zeit ist es allein souveränen Staaten vorbehalten, Bündnisse miteinander einzugehen. Im Mittelalter w ar der Bündnisbegriff nicht so stark begrenzt. Das Bündnisrecht stand jedem Inhaber herrschaftlicher Gewalt für seinen Herrschaftsbereich zu. Dabei war lediglich darauf zu achten, dieses nicht gegen die eigene Obrigkeit zu richten 4 . Für die kommenden Ausführungen soll der Bündnisbegriff nicht zu dogmatisch angewendet werden. Unter diesen sollen nachstehend alle Verbindungen Gregors zu Personen gefasst werden, welche ihm in den Auseinandersetzungen mit Heinrich IV. mehr oder weniger nahe standen.
1.1.2. „Auseinandersetzungen“
Auch diesen zunächst recht schwammigen Terminus gilt es in Bezug auf den Gegenstand der Arbeit näher zu erläutern. Gerade für die Absteckung des zeitlichen Rahmens ist eine genauere Begriffsbestimmung von Bedeutung. Dass die Meinungs verschiedenheiten zwischen Gregor und Heinrich nicht erst seit dem Winter 1076/77 bestanden, ist hinlänglich bekannt. Dennoch gab und gibt es gerade in Bezug auf den tatsächlichen Beginn ihrer Auseinandersetzungen immer wieder Kontroversen. Im Folgenden soll das Frühjahr 1076 für den Beginn der Auseinandersetzungen stehen. Zu dieser Zeit kam es letztlich zum offenen Bruch zwischen dem Papst und deutschem dem König, auch wenn gewisse Differenzen schon zuvor bestanden.
4 Vgl. Preiser, W.: Artikel , in: HRG, Bd. 1, Berlin 1971, Sp. 539.
2
Arbeit zitieren:
Sebastian Knobbe, 2002, Die neuere Forschung zur Bündnispolitik Papst Gregor VII. in der Auseinandersetzung mit Heinrich IV., München, GRIN Verlag GmbH
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