II
Inhaltsverzeichnis
Abbildungsverzeichnis III
Abkürzungsverzeichnis IV
1. Einleitung 1
2. Biotechnologie Anwendungen und Besonderheiten 2
2.1. Die Biotechnologie: Ein Überblick 2
2.2. Die Besonderheiten der Biotechnologiebranche 4
2.3 Die Cytogenik GmbH eine typische Story 5
3. Wissensmanagement in der Biotechnologiebranche 6
3.1. Die Wissensziele 7
3.2. Die Wissensidentifikation 8
3.3 Die Bewertung des Wissens 10
3.4. Der Wissenserwerb 11
3.5. Die Wissensentwicklung 12
3.6. Die Wissens(ver)teilung 13
3.7. Die Wissensnutzung 15
3.8. Die Wissensbewahrung 15
4. Das Fallbeispiel KnowBiT 17
5. Schlussbetrachtungen und Ausblick 20
Literaturverzeichnis 21
III
Abbildungsverzeichnis
Abbildung 1: Anzahl der Mitarbeiter in Biotechnologiefirmen 4
Abbildung 2: Kreislauf des Wissensmanagements nach Probst 6
Abbildung 3: Wissen in der Biotechnologiebranche 8
IV
Abkürzungsverzeichnis
beziehungsweise = bzw.
Biotechnologie = BT
Datenbanksystem = DBS
Dokumentenmanagementsystem = DMS
Forschung und Entwicklung = FuE
gegebenenfalls = ggf.
Information und Kommunikation = IuK
Wissensmanagement = WM
zum Beispiel = z.B.
1
1. Einleitung
Im Rahmen dieser Seminararbeit sollen die Besonderheiten des WM in der BT-Branche untersucht werden. Es sollen dabei Anwendungsfelder und die Besonderheiten der Branche dargestellt werden. Ein weiteres Ziel ist es, die Anwendung des WM in der BT-Branche zu untersuchen und an praktischen Beispielen darzustellen. Die BT ist ein sehr forschungsintensiver Bereich und der Faktor Wissen ist von entscheidender Bedeutung. Exklusives Wissen, innovative Ideen, Flexibilität und Schnelligkeit sind die Faktoren, die für den Erfolg in der Branche entscheidend sind. 1 Um dies zu erreichen, werden Instrumente für den Umgang mit Wissen ben ötigt. Diese stellt das WM bereit oder unterstützt diese. Charles Darwin sagte einmal: „Es sind nicht die Stärksten einer Spezies die überleben, nicht die Intelligentesten, sondern die, die am schnellsten auf Veränderungen reagieren können.“ Dies lässt sich auch auf Unternehmen übertragen und besonders auf diese in einer so dynamischen Branche wie der BT. Die dazu no twendige Anpassungsfähigkeit und damit auch die Überlebensfähigkeit der Unternehmen kö nnen WM-Strategien sehr gut verbessern helfen. Das intellektuelle Kapital der BT-Unternehmen übersteigt bei weitem die materiellen Vermögenswerte 2 , ein effizientes Management dieses Postens ist deshalb sehr wichtig. Das WM unterstützt den Erwerb, die Speich erung, die Entwicklung, die Anwendung, die Übertragung und die Verwaltung von Wissen. Die meisten Experten sind sich darin einig, dass die Bedeutung der BT in Zukunft weiter zunehmen wird. 3 Auf Grund des großen Bedarfs an Strategien im Umgang mit Wissen und dem weiterhin starken Wachsen der Branche wird auch die Nachfrage nach entsprechenden WM-Lösungen weiter steigen. Um an diesem Markt teilhaben zu können, muss man die Besonde rheiten dieses Marktes kennen. Für Personen aus der BT-Branche ist es natürlich auch sehr wichtig, etwas über das WM im Zusammenhang mit ihrer Branche zu erfahren. „Der International Accounting Standard soll ab 2005 auch für die EU gelten und wird mittelfristig um d ie Bewertung von Intellectual Capital erweitert.“ 4 Da dieser zur Zeit noch nicht gilt, ergänzen viele Unternehmen ihre Bilanzen um einen „Intellectual Capital Report“, um dessen Bedeutung zu unterstreichen. Es existiert schon eine Reihe verschiedener Methoden, um das Wissenskapital und damit die Kompetenzen der Mitarbeiter zu messen und somit bilanzierbar zu machen. 5 Dieses ist in ganz besonderem Maße für die Unternehmen der BT-Branche bedeutsam, da der größte Teil ihres Unternehmenswertes aus Intellectual Capital besteht. Ein höherer Firmenwert erleichtert die Akquisition von Fremdkapital, auf das junge Unternehmen der BT-Branche besonders angewiesen sind, und es ist außerdem im Interesse der Geschäftsführung und der Eigentümer.
1 Kulicke et. al., 2002, S. 6
2 Clarke, Turner, 2004 3 Bundes Ministerium für Bildung und Forschung, 2001, S.4 4 NN, 2004, S.9 5 Grübel et. al., 20004
2
2. Biotechnologie - Anwendungen und Besonderheiten
2.1. Die Biotechnologie: Ein Überblick
Hinter dem Begriff der BT verbirgt sich meist nur eine unscharfe Vorstellung und er wird oft mit der Gentechnik gleichgesetzt. Das OTA 6 definierte den Begriff der BT im Jahre 1991 folgendermaßen: „Biotechnologie ist der Einsatz bzw. die Nutzung lebender Organismen oder ihrer Bestandteile zur Herstellung, Modifikation oder zum Abbau von Substanzen, für Diens tleistungen (Diagnostik) oder zur Veränderung von Organismen.“ Die Gentechnik ist eine wichtige Methode der BT, kann aber mit ihr nicht gleichgesetzt werden. Die BT ist eine typ ische Querschnittstechnologie für zahlreiche anwendungsnahe Disziplinen wie Medizin, Biologie, Chemie, Physik, Informationstechnologie oder Materialwissenschaften. Schon heute ist der Einsatz biotechnologischer Verfahren in vielen Bereichen alltäglich, so werden Waschmi ttelenzyme, Vitamine, Lebensmittelzusatzstoffe, Werkstoffe oder Antibiotika mit Hilfe biotechnologischer Verfahren hergestellt. 7
Der Gesundheitssektor. „Biotechnologie spielt im Gesundheitssektor eine wichtige Doppelrolle: Zum Einen wird eine wachsende Anzahl neuer Diagnostika, Therapeutika und Impfsto ffe mit Hilfe der Biotechnologie hergestellt. Wohl noch wichtiger ist der Beitrag zur pharmazeutischen und medizinischen Forschung.“ 8 So wird die BT in fast allen Bereichen des Ge-sundheitssektors eingesetzt, besonders in der Pharmazie. Bei der Entwicklung und Herstellung von Medikamenten erhöht die BT die Wirksamkeit und die Verträglichkeit der Inhaltsstof fe. Es wird außerdem oftmals eine Herstellung im größeren Maßstab erst durch die BT möglich, z.B. bei der Insulinherstellung. Die Forschung im Pharmabereich ist ohne biotechnologische Methoden kaum noch vorstellbar, da die meisten Forschungsmethoden aus de m Bereich der BT stammen. Die BT bildet die Grundlage für eine Vielzahl von Diagnostikmethoden wird auch in der medizinischen Grundlagenforschung verwendet. 9
Die Landwirtschaft. In den letzten 40 Jahren hat sich die landwirtschaftliche Nutzfläche pro Kopf der Weltbevölkerung halbiert. Um die Versorgung mit Nahrungsmitteln auch weiterhin gewährleisten zu können, muss die Leistungsfähigkeit der Landwirtschaft erhöht werden. Dazu wird die BT sowohl in der Pflanzenzucht als auch in der Tierzucht genutzt. 10 In der Pflanzenzucht soll nicht nur ein höherer Ertrag der Pflanzen erreicht werden, sondern auch eine höhere Widerstandsfähigkeit gegenüber Krankheiten und Schädlingen. Außerdem sollen die Pflanzen auch an widrigen Orten, z.B. mit hohem Salzgehalt oder hoher Trockenheit wachsen, um die Nutzfläche erhöhen zu können. Ähnlich wie in der Pflanzenzucht sollen auch in der 6 Office of Technology Assessment der USA
7 Reiß, Koschatzky, 1997, S. 1 - 2 8 Reiß, Koschatzky, 1997, S. 2 9 Reiß, Koschatzky, 1997, S. 2 - 3 10 Reiß, Koschatzky, 1997, S.5 - 7
3
Tierzucht höhere Erträge pro Tier erreicht werden und die Widerstandsfähigkeit gegenüber Krankheiten soll erhöht werden. Auch in der Tiermedizin werden BT - Produkte und - Methoden eingesetzt. Wurden in der Vergangenheit Zucht- oder Kreuzungsverfahren verwendet, so werden heute verstärkt Methoden der Gentechnik eingesetzt. Ein weiteres Ziel ist es, die Lebensmittelqualität durch die BT zu erhöhen. In Zeiten schwindender Ressourcen kommt der Produktion von nachwachsenden Rohstoffen eine immer größere Bedeutung zu. 11
Die Ernährungswirtschaft. Der Einsatz von BT - Methoden in der Ernährungswirtschaft hat eine lange Tradition. Mikroorganismen oder enzy matische Verfahren werden schon seit langer Zeit in der Nahrungsmittelproduktion eingesetzt. Produkte wie Käse oder alkoholische Getränke wären sonst nicht vorstellbar. „Zu den Einsatzgebieten zählen vor allem die Milchindustrie, die Rohwurstherstellung, die Backmittelindustrie, die Produktion alkoholischer Getränke, die Herstellung von Enzympräparaten, sowie die Herstellung von Lebensmittelzusat zstoffen, wie z.B. Vitamine, Aminosäuren oder organische Säuren.“ 12
Die Bionik. Der Begriff Bionik ist eine Kombination der Begriffe Biologie und Technik und kann unter dem Motto „Lernen von der Natur“ zusammengefasst werden. Die Natur hat in dem über Millionen von Jahren andauernden Evolutionsprozess zahlreiche Problemlösungen entwickelt, die Naturwissenschaftler sowie Ingenieure selbst bei heutigem Wissensstand noch vor große Herausforderungen stellen. Das Ziel der Bionik ist es, diese Problemlösungen für den Menschen nutzbar zu machen. Einsatzgebiete der Bionik sind robuste Materialverbünde, raffinierte Mobilitätsmechanismen, funktionale Bau- und Wohnweisen, perfektionierte IuK -Systeme bis hin zu hochempfindlichen Wahrnehmungssensoren. 13
Der Umweltbereich. „Biotechnologie kann im Umweltbereich prinzipiell für die Analytik und Überwachung, für den Abbau sowie auch für die Vermeidung von Umweltbelastungen benutzt werden.“ 14 Mikroorganismen zum Abbau von Umweltverschmutzungen im Abwa sserbereich oder in der Bodenrenaturierung werden schon seit langem eingesetzt. Ein großes Ziel ist die Entwicklung einer nachhaltigen Wirtschaftsweise, wodurch eine dauerhafte Sicherung der natürlichen Lebensgrundlagen auch für folgende Generationen gewährleistet werden soll. Die Entwicklung umweltfreundlicher industrieller Produktionsmethoden und Produkte ist dabei die wichtigste Aufgabe. Vorteile biotechnologischer Verfahren sind die Vermeidung von Abfall- und Nebenprodukten, hohe Wirkungsgrade und die Schließung des Stoffkreisla ufes durch den Einsatz von Roh- und Reststoffen biologischen Ursprungs. 15
11 Bundes Ministerium für Bildung und Forschung, 2001, S.11 -13 12 Reiß, Koschatzky, 1997, S.6 13 Bundes Ministerium für Bildung und Forschung, 2004 14 Reiß, Koschatzky, 1997, S. 7 15 Bundes Ministerium für Bildung und Forschung (b), 2004
Quote paper:
Stefan Thalmann, 2004, Besonderheiten des Wissensmanagements in der Biotechnologiebranche, Munich, GRIN Publishing GmbH
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