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2.1 Der Begriff „Globalisierung“ - Definition und Abgrenzung
2.2 Tendenzen und Aspekte der Globalisierung
2.3 Kleine und mittlere Unternehmungen im Globalisierungsprozess
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3.1 Globalisierung versus Regionalisierung
3.2 Strategische Handlungsmöglichkeiten
3.2.1 Globalisierung als Herausforderung an das Management
3.2.2 Arbeitswirtschaftliche Aspekte der Globalisierung
3.2.3 Forschung, Entwicklung und Know-How Schutz
3.3 Möglichkeiten und Probleme der Internationalisierung
3.4 Netzwerkstrategien als Zugang zu globalen Märkten
3.5 Neue Herausforderungen am Beispiel von Zulieferbetrieben
der Automobilindustrie
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Die Bedeutung der Globalisierung für kleine und mittlere industrielle Unternehmungen
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Der Begriff Globalisierung ist in den letzten Jahren zu einem Schlagwort geworden, dass in allen Bereichen des Lebens inflationär verwendet wird (laut FAZ war es 1998 das am meisten gebrauchte Wort in der Berichterstattung). Globalisierung ist ein Prozess der entweder als Bedrohung oder als Chance angesehen. Je nachdem welche Perspektive gewählt wird, kann dieser Prozess unterschiedlich wahrgenommen und gedeutet werden. Inhalt dieser Arbeit soll aber nicht sein diese beiden Standpunkte gegeneinander abzuwägen, sondern welchen Einfluss dieses komplexe Gebilde der Liberalisierung und Deregulierung auf kleine und mittlere industrielle Unternehmen hat. Wie sie versuchen müssen ihre Strukturen den Veränderungen und Gegebenheiten eines dynamischen Marktes immer wieder neu und optimal anzupassen und dabei die Entwicklung effizienter Organisationsstrukturen nie aus den Augen verlieren dürfen.
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Globalisierung bezeichnet keinen Zustand sondern einen Prozess. Eine Entwicklung, die bis in die Anfänge der Industrialisierung zurückreicht. Am Anfang stand die Einsicht, dass Staaten, die sich wirtschaftlich nicht abschotten, sondern in einen offenen Austausch mit anderen Volkwirtschaften treten, davon profitieren und Wohlstandsgewinne erzielen. Betriebswirtschaftlich ausgerichtet definiert sich Globalisierung als „Form der internationalen Strategie einer grenzüberschreitend tätigen Unternehmung (globale Unternehmung), bei der Wettbewerbsvorteile weltweit mittels Ausnutzung von Standortvorteilen (internationale Standortpolitik) und Erzielung von economies of scale aufgebaut werden sollen.“ 1 . Bereits 1983 prophezeite /HYLWW das Ende der multinationalen Konzernen, die eine differenzierte, länderspezifische Marktbearbeitung betreiben. 2
Als Theoretisches Fundament der Globalisierungsthese dient die Konvergenztheorie, wonach unterschiedliche Sozialisationen sich aufgrund technischer und wirtschaftlicher Entwicklung immer weiter annähern, was zur Folge hat, dass auch kulturelle Differenzen abnehmen. Ursprünglich war die These der Globalisierung auf die internationale Produkt- und Programmpolitik beschränkt. Nach und nach vollzog sich eine Ausweitung auf den gesamten internationalen Marketing-Mix und schließlich auf die komplette Unternehmenstätigkeit
1 Gabler-Wirtschaftslexikon, Globalisierung, 14. Auflage, Wiesbaden, 1997
Seite 5 von 5
Die Bedeutung der Globalisierung für kleine und mittlere industrielle Unternehmungen
(internationales Management). 3 Wegen einer mangelnden Standardisierbarkeit der meisten Produkte und Unternehmensaktivitäten aufgrund unterschiedlicher sozio-ökonomischer, natürlich-technischer, sozio-kultureller und politisch-rechtlicher Länderspezifika, ist eine vollkommene Konvergenz der Märkte aber unwahrscheinlich.
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Im Zuge der Industrialisierung (zuerst Europa, Nordamerika, dann Japan und immer weitere Länder) kam es wiederholt zu „Globalisierungsschüben bzw. -intervalle“, in deren Verlauf sich ein enges Geflecht wirtschaftlicher Beziehungen auch zwischen weit entfernten Regionen bildete. 4 Vorausgegangene großregionale und weltwirtschaftliche Integrationsprozesse sind folglich der Grundstock der heutigen Globalisierung. In diesem Prozess entwickeln sich die einzelnen Unternehmensstrukturen zu transnationalen Unternehmensnetzen. Diese Netze kooperieren wiederum mit anderen Unternehmensnetzen und werden selbst wieder Teil dieser Netze. 5 In dem Maße, in dem die Märkte und Produktionsprozesse sich globalisieren, verselbstständigt sich das internationale System. Mit zunehmender gegenseitiger Verflechtung wird die nationale Ebene immer unbedeutender und letzten Endes von der internationalen vollständig substituiert. 6 Dies hat zur Folge, dass
a) in einer globalisierten Ökonomie, die politische Regelbarkeit in Frage gestellt würde,
b) die Transformation von multinationalen in transnationale Unternehmen (Aufgabe des Hauptsitzes in einem bestimmten Land),
c) Rückgang des politischen Einflusses und der wirtschaftlichen Stärke der Arbeitnehmer,
d) die zunehmende Multipolarität des internationalen politischen Systems (ein einzelnes Land könnte seine Vorstellungen weder auf seinem Territorium noch auf anderen durchsetzen). 7
Kennzeichnend für den Globalisierungsprozess sind zwei zentrale Aspekte: 1) Die Entstehung globaler Märkte. Im Zuge der Expansion des Welthandels entstehen zunehmend Gütermärkte, die hinsichtlich der Anbieter und Nachfragestrukturen global dimensioniert sind. 8 Bei dieser schrittweisen Bewegung in Richtung freier Handel, Geld-und Aktienfluss und unter gleichzeitiger Reduzierung von Handelsbarrieren nimmt der
2 Vgl. Gabler-Wirtschaftslexikon, Globalisierung, 14. Auflage, Wiesbaden, 1997
3 Vgl. Gabler-Wirtschaftslexikon, Globalisierung, 14. Auflage, Wiesbaden, 1997
4 Vgl. Fieten, Robert, Globalisierung der Märkte, S. 10
5 Vgl. Koch, Eckart, Globalisierung der Wirtschaft, München, 2000, S.4
6 Vgl. Hirst, Paul und Thompson, Grahame, in Beck, Ulrich, Politik der Globalisierung, Frankfurt, 1998, S.90
7 Vgl. ebenda, S. 90-93
8 Vgl. Fieten, Robert, Globalisierung der Märkte, S. 17 Seite 6 von 6
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Edmund Merl jr., 2002, Die Bedeutung der Globalisierung für kleine und mittlere industrielle Unternehmungen, München, GRIN Verlag GmbH
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