Inhaltsverzeichnis:
1. Einleitung 1
2. Die „Abendzeitung“ 2
2.1 Allgemeines 2
2.2 Die Sportredaktion 3
2.3 Der Aufbau 3
3. Ergebnisse der quantitativen Inhaltsanalyse 4
3.1 Sportteil im Verhältnis zum gesamten Umfang der AZ 4
3.2 Textbeiträge 5
3.3 Anzeigen 5
3.4 Service 7
3.5 Artikelanzahl nach Sportarten 8
3.6 Fotos 9
3.7 Journalistische Darstellungsformen 10
3.8 Sportberichterstattung außerhalb des Sportteils 11
4. Sprache 13
5. Fazit 13
6. Anhang 14
7. Literaturverzeichnis S 17
1. Einleitung
Wenn man diese Anzeige liest, fragt man sich im ersten Moment, wofür die Sportberichterstattung bzw. der Sportteil der Abendzeitung aus München (AZ) überhaupt analysiert werden soll. Da sie sowieso immer kompetent und noch dazu komplett ist, braucht man sich als Leser eigentlich gar keine Gedanken darüber zu machen, ob man die richtige Zeitung liest, um sich umfassend über den Sport aus aller Welt zu informieren.
Bei genauerer Durchsicht dieser Anzeige fällt jedoch auf, daß in den wenigen Sätzen einmal das Wort Ball, einmal Ballhöhe und einmal das Wort Stadien gebraucht wird. Auch wenn außer Fußball noch viele andere Sportarten mit einem Ball in einem Stadion gespielt werden, assoziiert man diese Wörter doch größtenteils mit dem Lieb-lingssport der Deutschen. Außerdem spielen mit dem FC Bayern und dem TSV 1860 gleich zwei Vereine aus München in der 1. Fußballbundesliga, was die Annahme, daß auch die Sportberichterstattung in der AZ vom Fußball dominiert wird, noch verstärkt.
Die folgende Inhaltsanalyse bezieht sich auf den Zeitraum vom 15. - 27. März 1999 und umfaßt dementsprechend zehn Wochen- und zwei Wochenendausgaben der
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AZ. Sie beschäftigt sich neben dem eben bereits angesprochene Problem der Fuß-ballbevorzugung in der Sportpresse mit weiteren wichtigen Fragestellungen der Sportpublizistik. Ich werde versuchen auf der Grundlage einer quantitativen Analyse , die sich aus Auszählen und Ausmessen zusammensetzt, Aussagen über verschiede Kategorien der Sportberichterstattung in der AZ zu machen. Wichtige Fragestellungen sollen hierbei z.B. die Höhe des Sportanteils an der gesamten Berichterstattung, die Tage mit viel bzw. wenig Sport, die Plazierung der sportrelevanten Beiträge, die verschiedene Sportarten, die Männer- und Frauenquoten, die Anzeigen im und um den Sportteil, die Bedeutung der Fotos, die Sprache und die journalistischen Darstel-lungsformen mit ihren jeweiligen Anteilen sein.
2. Die „Abendzeitung“
2.1 Allgemeines
Die AZ wurde von Werner Friedmann gegründet und wird von Anneliese Friedmann und Dr. Johannes Friedmann herausgegeben. Die Geschäftsführer sind Christoph Mattes und Sven Schmidhuber. Der Chefredakteur heißt Dr. Uwe Zimmer und der verantwortliche Redakteur für den Bereich Sport ist Franz-Hellmut Urban. Der Verlag „Die Abendzeitung“, in dem die AZ erscheint, ist rechtlich in der Form einer GmbH & Co Kg organisiert und hat ihren Sitz in der Sendlinger Straße in München 2 . Der Absatzmarkt des sechsmal wöchentlich erscheinenden Boulevardblattes beschränkt sich größtenteils auf München und Nürnberg, doch man kann die AZ auch bundesweit in verschiedenen Bahnhöfen erwerben.
Die Auflage der Münchener Ausgabe liegt während der Woche bei 157.150 Exemplaren und am Wochenende bei 213.400 Exemplaren. Durch das Abonnement werden 52.300 Zeitungen vertrieben, was ca. 28% der Gesamtauflage ausmacht. Die Zahlen für Nürnberg liegen deutlich unter denen für München: Wochentags liegt die Auflage bei 23.200 Exemplaren und am Wochenende bei 24.700 Stück. Durch das Abonnement werden lediglich 1.900 Exemplare abgesetzt (ca. 8%).
1 Vgl. Abendzeitung 22.3.99, S. 24
2 Vgl. Impressum der AZ vom 15. März - 27. März 1999
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2.2 Die Sportredaktion
Die von Franz-Hellmut Urban geleitete Sportredaktion besteht aus zehn festangestellten Redakteuren und einer Redakteurin, die jedoch nur noch bis zum 1.6.99 bei der AZ arbeiten wird. Außerdem beschäftigt die AZ noch drei bis fünf feste freie Mitarbeiter in ihrer Sportredaktion. Über die Anzahl der freien Mitarbeiter konnte ich leider nichts in Erfahrung bringen.
Normalerweise ist der Redaktionsschluß um 17 Uhr, so daß der erste Andruck um 18 Uhr stattfinden kann, doch in besonderen Situationen (Sportveranstaltungen am Abend) wird aus Aktualitätsgründen um 23 Uhr noch eine weiterer Andruck vorgenommen.
2.3 Der Aufbau
Die Wochenausgaben der AZ bestehen in der Regel aus vier verschiedenen Büchern. In dem ersten Buch findet man den Politik-/Geld- und Kulturteil. Das zweite Buch hat die Überschrift MÜNCHEN und befaßt sich vor allem mit Lokalgeschehnissen in und um München. Das dritte Buch trägt den Namen SPORT und soll im Folgenden den Untersuchungsschwerpunkt bilden. Im vierten Buch, das den Kopf HEU-TE trägt, findet man neben „Klatsch und Tratsch“ noch einen umfangreichen Serviceteil, der vom aktuellen Fernsehprogramm über Veranstaltungstips bis zu Kreuzworträtseln reicht. Eine Ausnahme von dieser Regel stellt die Ausgabe vom 17. März dar, in der zwei zusätzliche Bücher mit den Titeln 51. INTERNATIONALE HAND-WERKSMESSE und KAPITAL &VERMÖGEN herausgegeben wurden. Die Wochenendausgaben unterscheiden sich von den Wochenausgaben dadurch, daß sie anstatt der eben beschriebenen vier Bücher zwei Bücher mehr beinhalten, die mit Reise, und Immobilien-Berater überschreiben sind. Weiterhin liegt jeder Wochenendausgabe das sog. TV Journal bei, welches ich bei meiner quantitativen Analyse jedoch außen vor gelassen habe, da es sich hierbei um eine Beilage und keinen festen Bestandteil der AZ handelt. In der Ausgabe vom 27./28. März 1999 gab es außerdem eine Beilage mit dem Namen CinemAZ, die ich aus den gleichen Gründen nicht berücksichtigt habe.
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3. Ergebnisse der quantitativen Inhaltsanalyse
Eine Seite in der Münchener Abendzeitung umfaßt sieben Spalten mit jeweils 48,5 cm Länge. Dementsprechend ergibt sich für eine komplette Seite der Wert von 339,5 cm. Multipliziert man diesen Wert mit den zwölf zu untersuchenden Ausgaben kommt man auf eine Seitenzahl von 452 Seiten, was 153.454 cm entspricht.
3.1 Sportteil im Verhältnis zum gesamten Umfang der AZ
Wie schon erwähnt hat der Sport jeden Tag sein eigenes Buch, was ihm bereits eine gewisse Bedeutsamkeit zukommen läßt. Der prozentuale Anteil des Sportteils an der gesamten Zeitung schwankt je nach Wochentag zwischen knapp sieben bis hin zu fünfundzwanzig Prozent. Die höchsten Prozentzahlen werden erwartungsgemäß an den beiden Montagen verzeichnet (je 25%), wohingegen die beiden Mittwoche mit deutlichem Abstand zu den übrigen Tagen am wenigsten Sport zu bieten haben (6,8% bzw. 8,3%). Rechnet man den durchschnittlichen Anteil des Sportteils im Verhältnis zur gesamten Zeitung aus, kommt man auf 59 von insgesamt 452 Seiten, was ca. 13% entspricht.
Die einzelnen prozentualen Anteile können der nachfolgenden Tabelle entnommen werden.
Tabelle 1: Seitenanteile des Sportteils im Verhältnis zum Gesamtumfang
Arbeit zitieren:
Jan Streckfuß, 1999, Zur Sportberichterstattung der 'AZ', München, GRIN Verlag GmbH
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