Inhaltsverzeichnis
INHALTSVERZEICHNIS
ABBILDUNGSVERZEICHNIS 3
TABELLENVERZEICHNIS 4
ABK ÜRZUNGSVERZEICHNIS 6
1. ZUSAMMENFASSUNG 7
2. EINLEITUNG 9
3. THEORETISCHER HINTERGRUND 11
3.1 Das Selbst 11
3.2 Das Selbstkonzept 12
3.3 Die Selbstwertschätzung 13
3.3.1 Definition 13
3.3.2 Globale vs. bereichsspezifische Selbstwertschätzung 14
3.3.3 Messung der Selbstwertschätzung 15
3.4 Herleitung der Hypothesen zur Validierung der MSWS 16
3.4.1 Die MSWS 16
3.4.1.1 Itemkennwerte 18
3.4.1.2 Interne Konsistenz 18
3.4.1.3 Skaleninterkorrelation 19
3.4.1.4 Faktorenstruktur 19
3.4.1.5 Korrelationen zu demographischen Variablen 20
3.4.1.6 Konvergente Validität 20
3.4.2 Selbstwertschätzung erwerbsloser Personen 21
3.5 Mögliche Moderatorvariablen in der Erwerbslosigkeit 23
3.5.1 Alter 24
3.5.2 Geschlecht 24
3.5.3 Sozialer Status 25
3.5.4 Dauer der Erwerbslosigkeit 26
3.5.5 Familienstand 27
3.5.6 Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen 28
3.6 Zusammenstellung der Hypothesen 29
4. METHODIK 31
4.1 Beschreibung der Untersuchungsstichprobe 31
4.2 Design und Durchführung der Untersuchung 34
4.3 Darstellung der Erhebungsinstrumente 35
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Inhaltsverzeichnis
4.3.1 MSWS 36
4.3.2 Rosenberg-Skala 36
5. ERGEBNISSE 38
5.1 Deskriptiver Vergleich der Gütekriterien der MSWS 38
5.1.1 Itemkennwerte 38
5.1.2 Interne Konsistenz 41
5.1.3 Skaleninterkorrelation 42
5.1.4 Faktorenstruktur 43
5.1.5 Korrelationen mit demographischen Variablen 49
5.1.6 Konvergente Validität 51
5.2 Vergleich der Selbstwertschätzung 53
5.2.1 Mittelwertsvergleich der Selbstwertschätzung der Norm- und der
Untersuchungsstichprobe erwerbsloser Personen 53
5.2.2 Gruppenunterschiede innerhalb erwerbsloser Personen 55
6. DISKUSSION 60
6.1 Diskussion der Ergebnisse 60
6.1.1 Anwendung der MSWS bei erwerbslosen Personen 60
6.1.2 Unterschiede in der Selbstwertschätzung 65
6.1.3 Selbstwertschätzung verschiedenen Gruppen erwerbsloser Personen 69
6.2 Limitierung der Untersuchung 73
6.2.1 Selektionseffekt und weitere Einschränkungen 73
6.2.2 Soziale Erwünschtheit 75
6.2.3 Ausschluss der Kausalität für die Ergebnisinterpretation 76
6.2.4 Validierungsmethode 77
7. AUSBLICK UND SCHLUSSBEMERKUNGEN 78
8. LITERATURVERZEICHNIS 80
ANHANG : ERGÄNZUNG STATISTISCHER ANALYSEN 93
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ABBILDUNGSVERZEICHNIS
Abbildung 1: Beispiel für die hierarchische Organisation des Selbstkonzeptes in
Abbildung 2: Hierarchischer Aufbau der MSWS in Anlehung an Schütz und Sellin (in
Vorbereitung) ......................................................................................... 19 Abbildung 3 Scree-Plot der Faktorenanalyse ................................................................ 93
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TABELLENVERZEICHNIS
Tabelle 1: Skalenbezeichnungen, Skalenabkürzungen, dazugehörige Zusammensetzung, Itemzahl und Beispielitems der Subskalen der MSWS ................................. 17 Tabelle 2: Demographische Stichprobenmerkmale der Untersuchungsstichprobe (N =
136)............................................................................................................... 31 Tabelle 3: Auflistung der Bildungseinrichtungen, Erhebungszeit, Anzahl der Personen sowie Art und Dauer der Weiterbildungsmaßnahme ................................... 35 Tabelle 4: Itemkennwerte aller Items der Subskalen der MSWS für die Untersuchungsstichprobe erwerbsloser Personen....................................... 39 Tabelle 5: Interne Konsistenz, Mittelwert, Standardabweichung, Item- und
Tabelle 6: Interkorrelation der Subskalen sowie der übergeordneten Skalen der MSWS bei der Untersuchungsstichprobe erwerbsloser Personen (N = 136).......... 42 Tabelle 7: Exploratorische Faktorenanalyse der MSWS für die Untersuchungsstichprobe erwerbsloser Personen (N = 136)...................... 44 Tabelle 8: Exploratorische Faktorenanalyse für die forcierte sechsfaktorielle Lösung für die Untersuchungsstichprobe erwerbsloser Personen (N = 136) .......... 47 Tabelle 9: Korrelationen der Subskalen mit übergeordneten Skalen der MSWS und verschiedenen demographischen Angaben .................................................. 50 Tabelle 10: Korrelationen zwischen den Skalen der MSWS und der Rosenberg-Skala
Tabelle 11: Mittelwertsvergleich der Subskalen und der übergeordneten Skalen der
Tabelle 12: Mittelwertsvergleich der Subskalen und der übergeordneten Skalen der
Tabelle 13: Effekte in unterschiedlichen Gruppen erwerbsloser Personen auf die
Selbstwertschätzung ..................................................................................... 56 Tabelle 14: Mittelwertsvergleich der Altersgruppen ..................................................... 93
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Tabelle 15: Mittelwertsvergleich der Untersuchungsgruppen zum Schulabschluss...... 94 Tabelle 16: Mittelwertsvergleich der Untersuchungsgruppen zur Berufsausbildung ... 94 Tabelle 17: Mittelwertsvergleich der Untersuchungsgruppe zur
Erwerbslosigkeitsdauer ................................................................................ 95 Tabelle 18: Mittelwertsvergleich der Untersuchungsgruppen zum Familienstand ....... 95 Tabelle 19: Mittelwertvergleich der Subskalen der MSWS und der übergeordneten
Tabelle 20: ANOVA für den Vergleich der Mittelwerte auf den Subskalen und den
ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS
ABM Arbeitsbeschaffungsmaßnahme ASW Allgemeine Selbstwertschätzung BPW Berufspraktische Weiterbildung ESWS Emotionale Selbstwertschätzung GSW Gesamtselbstwert KSW Körperbezogene Selbstwertschätzung LSWS Leistungsbezogene Selbstwertschätzung MSWS Multidimensionale Selbstwertskala SWKO Soziale Selbstwertschätzung - Sicherheit im Kontakt SWKR Soziale Selbstwertschätzung - Umgang mit Kritik SWPA Selbstwertschätzung Physische Attraktivität SWSP Selbstwertschätzung Sportlichkeit
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1. ZUSAMMENFASSUNG
Die Multidimensionale Selbstwertskala (MSWS, Schütz & Sellin, in Vorbereitung) ist ein Instrument zur Erfassung unterschiedlicher Facetten der Selbstwertschätzung und wurde in der vorliegenden Untersuchung an einer Stichprobe erwerbsloser Personen (N=136) validiert. Die in der Handanweisung gefundenen statistischen Kennwerte zu den Gütekriterien der MSWS für die Normstichprobe wurden mit denen einer Stichprobe erwerbsloser Personen verglichen. Hierzu liegen Kennwerte zu jedem Item der Subskalen, zur internen Konsistenz der Subskalen, zur Skaleninterkorrelation, zur Faktorenstruktur, zur Korrelation mit demographischen Variablen und zur konvergenten Validität vor. Die gefundenen Itemkennwerte für die Untersuchungsstichprobe erwerbsloser Personen konnten als zufrieden stellend bezeichnet werden. Zur Reliabilität lagen Werte der internen Konsistenz vor, die nur als mäßig annehmbar gewertet werden können. Analysen zur Skaleninterkorrelation ergaben befriedigende Ergebnisse. Die empirisch gefundene sechsfaktorielle Struktur für die Normstichprobe konnte für die Untersuchungsstichprobe erwerbsloser Personen nicht nachgewiesen werden. Ergebnisse über die Korrelationen mit demographischen Variablen wurden vorgestellt. Die Überprüfung der konvergenten Validität ergab positive Korrelationen zwischen allen Skalenbereichen der MSWS und der Rosenberg-Selbstwertskala (von Collani & Herzberg, 2003). Neben dem Vergleich der statistischen Kennwerte für die beiden Stichproben erfolgte darüber hinaus eine Extremgruppen-Validierung. Hierzu wurde angenommen, dass sich Unterschiede in der Selbstwertschätzung zwischen der Normstichprobe und der Untersuchungsstichprobe erwerbsloser Personen ergeben. Dies wurde bestätigt. Zusätzlich wurde der Einfluss möglicher moderierender Variablen wie Alter, Geschlecht, sozialer Status, Dauer der Erwerbslosigkeit, Familienstand und Teilnahme an Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen innerhalb der erwerbslosen Stichprobe überprüft. Wie die Ergebnisse zeigten, konnten Effekte von moderierenden Variablen auf die Selbstwertschätzung erwerbsloser Personen nachgewiesen werden. Eine Diskussion stellt den Bezug her zwischen den theoretisch abgeleiteten Fragestellungen und den gefundenen empirischen Ergebnissen. Darüber hinaus wurden methodische Limitierungen der Arbeit diskutiert. Weitere Forschungsvorhaben wurden im Ausblick vorgestellt und Schlussbemerkungen zu den aktuellen arbeitspolitischen Umstrukturierungen gemacht.
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Abstract
In this research project the Multidimensionale Selbstwertskala (MSWS, Schütz & Sellin, in preparation), a measurement to observe different facets of self-esteem, was validated among a sample of 136 unemployed people. This involved the analysis of (a) item indices, (b) internal consistency, (c) intercorrelation, (d) factorial structure, (e) convergent validity and (f) correlation of demographic variables The results of the validation for the unemployed sample were compared with the results of the original sample. According to the comparison of the two samples, the item indices have shown good results, the internal consistencies of the subscales of the MSWS were shown, the intercorrelations of the subscale of the MSWS were acceptable, the original six-factor model of the MSWS can not be replicated, the correlation between the subscales of the MSWS with demographic variables were assessed and at least the convergent validity showed acceptable correlations between the subscales of the MSWS and the Rosenberg-Self-Esteem-Scale (von Collani & Herzberg, 2003). Most of the findings were consistent with previous findings for the original sample. The results indicated that the proposed validity and reliability of the MSWS were given. Furthermore, the measure’s validity has been examined in an extreme group of unemployed people. There were comparisons of means with the subscales of the MSWS between the sample of unemployed people and the original sample. Most unemployed people showed a higher level of self-esteem, in most cases. Moreover the influence of moderating variables like age, gender, social status, endurance of unemployment, social support and participation in job programs is also assessed in the sample of unemployed people. Significant differences among most categories were found. All results, potential limitations of this study and further ideas for studies were discussed.
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2. EINLEITUNG
Zentraler Gegenstand dieser Arbeit ist die Validierung der Multidimensionalen Selbstwertskala (MSWS, Schütz & Sellin, in Vorbereitung) an einer
Untersuchungsstichprobe erwerbsloser Personen. Die MSWS ist ein
Selbstbeschreibungsinstrument zur Erfassung mehrerer Facetten der
Selbstwertschätzung. Bei der Validierung wird zum einen überprüft, ob sich die statistischen Kennwerte zu den Gütekriterien der MSWS, wie sie für die Normstichprobe gefunden wurden, ebenfalls für die Untersuchungsstichprobe erwerbsloser Personen finden lassen. Betrachtet werden die Itemkennwerte, die interne Konsistenz, Interkorrelationen, die Faktorenstruktur, Korrelationen zu
demographischen Variablen, die konvergenten Validität, und in besonderem Maß Unterschiede in der Selbstwertschätzung zwischen der Norm- und der Untersuchungsstichprobe. Darüber hinaus werden zur Untersuchungsstichprobe erwerbsloser Personen vertiefend relevante Variablen betrachtet, die die Beziehung zwischen Erwerbslosigkeit und der Selbstwertschätzung moderieren könnten. Die Analysen sollen Aufschluss darüber geben, wie differenziert die Skala in der Lage ist, ein multidimensionales Bild der Selbstwertschätzung erwerbsloser Personen abzubilden und ob diese ein geeignetes Instrument zum praktischen Einsatz an erwerbslosen Personen darstellt oder ob gegebenenfalls eine Modifikation, im Sinne einer Anpassung spezieller Items im Kontext der Erwerbslosigkeit, nötig sein könnte. Die Extremgruppe, bestehend aus erwerbslosen Personen, wird mit der Normstichprobe verglichen. Im folgenden wird kurz auf das Erleben in der Erwerbslosigkeit eingegangen. Erwerbsarbeit leistet einen wichtigen Beitrag zur Entwicklung des Selbstkonzepts und der Selbstwertschätzung durch die Vermittlung von Handlungskompetenz (Aschenbach und Frey, 1997; Schumacher, 1986). Wenn ein Mensch Misserfolge erlebt, kann dies zu einem Verlust seiner Selbstwertschätzung führen. Ein solches Misserfolgserlebnis stellt die Erfahrung der Erwerbslosigkeit dar. Zahlreiche Buchtitel wie „Vom Schock zum Fatalismus? Soziale und psychische Auswirkungen der Arbeitslosigkeit“ (Wacker, 1978), „Arbeitslos - chancenlos? Verläufe von Arbeitslosigkeit in Ostdeutschland“ (Hahn & Schön, 1996) oder „Arbeitslos - ein „Fall“ für die Sozialhilfe?“ (Bothin & Wunsch, 1992) weisen auf die negativen Komponenten der Erwerbslosigkeit hin. Negative Aspekte der
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Erwerbslosigkeit sind die Beschränkungen materieller Ressourcen, das nicht zu unterschätzende Phänomen des Zerfalls an Zeitstruktur durch äußere Zeitgeber und die mehr innerpsychischen Phänomene, wie das Gefühl wachsender Abhängigkeit, Hilflosigkeit und Ohnmacht. Darüber hinaus ist diese Situation stark mit Verlusterleben assoziiert, wie dem Wegbrechen an sozialen Kontakten. Vielfach kann damit ein Abgleiten in die Isolation einhergehen. Weiterhin besteht die Gefahr des Verlusts an Lebensperspektive und an mangelnden Verstärkungs-, Identifikations- und Verwirklichungsmöglichkeiten (vgl. Balz et al., 1988; Kirchler, 1993). Die erwähnten Auswirkungen der Erwerbslosigkeit sind besonders im Rahmen der Umstrukturierungen um Hartz IV hoch aktuell. Wochenzeitschriften wie der Spiegel am 17.05.2004 berichten über Arbeitslose und titeln „Abstieg in die vierte Liga -Gestern noch Chef, heute Hiwi“ (Spiegel, 2004). So wird berichtet, dass sich einiges geändert hat „im Deutschland der Agenden und Reformen, der Hartz-Kommission und der Massenarbeitslosigkeit“ (S. 112). Geschildert wird das Schicksal hochqualifizierter BürgerInnen, die durch die schlechte Arbeitsmarktlage unverschuldet erwerbslos geworden sind und nun vergeblich auf Wiedereinstellung hoffen. Nichts schützt vor Erwerbslosigkeit, so das gezogene Fazit aus dem Artikel: nicht die Qualifizierung, nicht die regionale Arbeitsmarktlage, nicht das Geschlecht und nicht das Alter. Die Erwerbslosigkeit kann jeden treffen und geht damit alle an. Auch die Tageszeitungen sind voll von Meldungen resignierter Menschen. So berichtet die TAZ vom 26.10.2004 über einen erwerbslosen 36-jährigen Reserveoffizier, der nach zwölf Jahren als Berufssoldat und studierter Betriebswirtschaftler vom Staat einen 1-Euro-Job als Reinigungsunterstützung in einem Hallenbad zugewiesen bekommen hat. Die Verunsicherung durch die hohe Arbeitslosenrate, von einem möglichen Abstieg in die Erwerbslosigkeit bedroht zu sein und die damit verbundene Wahrnehmung, nicht mehr gebraucht zu werden, wächst in der Gesellschaft und kann Auswirkungen auf die Persönlichkeit haben. Der Reserveoffizier äußert, dass er beim Bund jeden Tag bei 200 Rekruten darauf geachtet hat, dass die Würde stimmt und impliziert damit, dass ihm seine genommen wurde. Die eigene Würde liegt in der Selbstwertschätzung begründet, dem zentralen Konstrukt dieser Arbeit.
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3. THEORETISCHER HINTERGRUND
Das Selbst ist bereits seit den Arbeiten von William James im Jahre 1890 Gegenstand psychologischer Forschung. Seitdem haben Diskussionen um das Selbst und seiner thematisch relevanten Konstrukte in Philosophie, sowie in fast allen wissenschaftlichen Bereichen der Psychologie, zur Ausweitung und Ausdifferenzierung des Begriffs bis zum heutigen Tag geführt. Im Folgenden wird auf das Selbst und das Selbstkonzept kurz eingegangen, um sich dann mit dem zentralen Konstrukt dieser Arbeit, der Selbstwertschätzung tiefer auseinanderzusetzen.
3.1 Das Selbst
Um sich dem zentralen Konstrukt der Selbstwertschätzung dieser Arbeit zu nähern, ist zunächst zu klären, was das Selbst ist. Diese Frage ist nicht leicht zu beantworten, wie einer der bedeutendsten Forscher zu diesem Thema deutlich macht: „Even dictionaries are quite unhelpful for defining self. It is a word that everyone uses but no one defines“ (Baumeister, 1998, p. 681). Greve (2000) gibt eine Definition des Selbst und beschreibt es
„als ein dynamisches System, das einerseits auf die jeweilige Person bezogene Überzeugungs- und Erinnerungsinhalte in hochstrukturierter Form und andererseits die mit diesen Inhalten und Strukturen operierenden Prozesse und Mechanismen umfasst.“ (Greve, 2000, S. 17).
Damit werden von Greve (2000) zwei Aspekte des Selbst unterschieden, die schon in Arbeiten zum Selbst von William James (1890) zum Ausdruck kommen. Darin unterscheidet der Autor die beiden Dimensionen „I“ und „Me“. Mit „I“ drückte James (1890) den psychologischen Prozess, der für die Selbstwahrnehmung (Selbst als Subjekt) verantwortlich ist aus, wohingegen das „Me“ das Wissen über sich selbst (Selbst als Objekt) beinhaltet.
In Bezug zur Erwerbslosigkeit ist es wichtig zu erwähnen, dass das Selbst bei der psychischen Regulation eine große Fülle von Funktionen erfüllt. Das Selbst steuert
zum einen die Art und Weise, wie auf Erfolge und Misserfolge reagiert wird (vgl. Blaine & Crocker, 1993; Dauenheimer et al., 1997), zum anderen die Verarbeitung selbstbezogener Informationen (vgl. Markus, 1977) und hat darüber hinaus Einfluss auf das Handeln durch die Erwartung von der Wirksamkeit eigenen Verhaltens (vgl. Bandura, 1978). Durch diese Steuerfunktion kommt dem Selbst in der Erwerbslosigkeit eine wesentliche Stellung zu. Erwerbslosigkeit wird zumeist als persönlicher Misserfolg verstanden, der eine Vielzahl von Reaktionen des Individuums zulässt, welche maßgeblich vom Selbst bestimmt werden.
3.2 Das Selbstkonzept
Das Selbstkonzept als deskriptive Komponente des Selbst umfasst das subjektive Bild der eigenen Person. Weiter kann es definiert werden als die Summe selbstbezogener Einschätzungen und Einstellungen, als subjektive Theorie über die eigene Person oder als mentale Repräsentation von sich selbst (Schütz, 2003; Baumeister, 1998; Markus & Wurf, 1987). Zum Aufbau des Selbstkonzeptes existieren unterschiedliche Ansichten. Deusinger (1986) beschreibt das Konzeptmuster als multidimensional und bezieht sich auf unterschiedliche Bereiche, wie etwa Erfahrungen, Emotionen und Bewertungen. Der Grundstein zur Annahme der Multidimensionalität des Selbstkonzeptes legten Shavelson, Hubner und Stanton (1976). In ihrem Modell gehen die Autoren von einer hierarchischen Struktur des Selbstkonzeptes aus. Ausgangspunkt stellt das globale bzw. allgemeine Selbstkonzept dar, welches sich immer weiter in einzelne Selbstbereiche zergliedert. Shavelson et al. (1976) unterscheiden dabei vier Subbereiche, die in intellektuelles, soziales, emotionales und physisches Selbstkonzept unterteilt werden können. Andere Autoren unterstützen diese Annahme der Multidimensionalität des Selbstkonzeptes (vgl. Harter, 1999; Bracken, 1996; Marsh, 1993). Unklar bleibt dabei, inwieweit bestimmte Bereiche für ein Individuum bedeutsamer sind als andere und die Wirkrichtung des Einflusses des allgemeinen und des bereichsspezifischen Selbstkonzeptes (Pelham, 1995; Marsh, 1993, 1995; Marsh, Walker & Debus, 1991; Harter, 1990; Pelham & Swann, 1989). Als erwiesen gilt, dass es für das Individuum von Vorteil ist, ein komplexes Selbstkonzept zu besitzen, da auf alternative Selbstkonzeptbereiche zurückgegriffen werden kann, wenn ein anderer Bereich beschädigt oder bedroht ist (Dodgson & Wood, 1998).
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Das Modell von Shavelson et al. (1976) umfasst zentral die Facetten des Selbstkonzepts. Die Autoren führen allerdings an, die gefundenen Erkenntnisse auf die Selbstwertschätzung zu übertragen. Im folgenden Abschnitt wird auf die Selbstwertschätzung vertiefend eingegangen. Da Selbstkonzept und
Selbstwertschätzung eng miteinander verwoben sind, wird im Abschnitt 3.3.2 auf die hierarchische Struktur des Selbstkonzeptes Bezug genommen und mit der Selbstwertschätzung verbunden. Dieser Abschnitt fungiert damit als Verbindungsstück zu den Ausführungen der beiden Konstrukte.
3.3 Die Selbstwertschätzung
3.3.1 Definition
Die Selbstwertschätzung als evaluative Komponente des Selbst beinhaltet die subjektive Bewertung des Bildes der eigenen Person. Baumeister definiert die Selbstwertschätzung „as the positivity of the person´s evaluation of self“ (1998, p. 694). Auch Coopersmith (1967) erwähnt den evaluativen Aspekt der Selbstwertschätzung und beschreibt hierzu:
„it expresses an attitude of approval or disapproval, and indicates the extent to which the individual believes himself to be capable, significant, successful, and worthy. In short, self-esteem is a personal judgement of worthiness that is expressed in attitudes the individual holds toward himself” (p. 5).
Aus dieser Definition geht hervor, dass Selbstwertschätzung vor allem mit der individuellen Wertigkeit, die sich eine Person zuspricht, in Verbindung steht. Für Selbstwertschätzung stehen synonym Bezeichnungen wie Selbstwert und Selbstwertgefühl. In aktuellen Forschungsarbeiten wird dem Begriff
Selbstwertschätzung Vorrang eingeräumt, da er dem international gängigen „selfesteem“ am ehesten entspricht und darüber hinaus präziser ist (vgl. Schütz, 2003). Der Meinung der Autorin wird sich in der vorliegenden Arbeit angeschlossen und überwiegend der Begriff Selbstwertschätzung verwendet. Vereinzelt wird auf die Begriffe Selbstwert und Selbstwertgefühl zurückgegriffen, um den Inhalt älterer Forschungsstudien deutlich zu machen.
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3.3.2 Globale vs. bereichsspezifische Selbstwertschätzung
Die Selbstwertschätzung wird unterteilt in globale und bereichsspezifische Selbstwertschätzung. In der Vergangenheit kam verstärkt der globalen Selbstwertschätzung Aufmerksamkeit zu. Als wegweisend ist die Veröffentlichung von Rosenberg (1965). Im Gegensatz dazu wurde der Forschungsstrang zur bereichsspezifischen Selbstwertschätzung vor allem durch die Revision der Janis-Field Feelings of Inadequancy Scale (Janis & Field, 1959) durch Fleming und Courtney (1984) angeregt. Bereits acht Jahre zuvor schlugen Shavelson, Hubner und Stanton (1976) aufgrund empirischer Untersuchungen ein hierarchisches Mehr-Facettenmodell des Selbstkonzeptes vor (vgl. Abschnitt 3.2). Allen multidimensionalen Modellen ist gemeinsam, dass sie das Konstrukt der globalen Selbstwertschätzung beinhalten (Harter, 2003). Ausgangspunkt zur Annahme eines Mehr-Facettenmodells der Selbstwertschätzung war die Überlegung, dass Personen in verschiedenen Dimensionen ihrer Selbstwertschätzung unterschiedliche Ausprägungen aufweisen. So wurde vermutet, dass sich manche Personen in Bezug auf ihr körperliches Erscheinungsbild überaus positiv einschätzen, jedoch ihre kognitiven Fähigkeiten als unzureichend beurteilten. Differenziert wurden zunächst akademische und non-akademische Teilkomponenten. Letztgenannte wurden weiter unterteilt in eine soziale, emotionale und physische Komponente der Selbstwertschätzung. Abbildung 1 zeigt zur Veranschaulichung eine Anlehnung an das Modell von Shavelson, Hubner und Stanton (1976) in dem auf der ersten Ebene ein Generalfaktor und auf der zweiten Ebene einzelne gleichberechtigte Teilkomponenten aufgeführt sind. In einer weiteren Ebene werden die Facetten noch weiter differenziert. Andere Autoren kommen zu ähnlichen Befunden zur Mehrdimensionalität der Selbstwertschätzung (vgl. Fleming & Watts, 1980; Deusinger, 1986; Fleming & Courtney, 1984, Marsh, Byrne & Shavelson, 1992). Wie Schütz und Sellin (in Vorbereitung) bereits festgestellt haben, besteht bei den Untersuchungen zum Selbstkonzept, Uneinigkeit darüber, welche Einzelfaktoren zu unterscheiden und wie diese strukturiert sind. Des Weiteren ist unklar, welche Bedeutung die jeweilige Facette hat. Insofern bleibt die Frage nach der Gewichtung der Dimensionen offen (vgl. Marsh, 1995; Pelham, 1995). Weiterhin ist ungeklärt, ob die allgemeine die bereichsspezifische Selbstwertschätzung beeinflusst oder vice versa (Harter, 1990; Marsh, Walker & Debus, 1991).
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Abbildung 1: Beispiel für die hierarchische Organisation des Selbstkonzeptes in Anlehnung an Shavelson, Hubner & Stanton (1976); entnommen aus der Handanweisung zur MSWS von Schütz und Sellin (in Vorbereitung)
3.3.3 Messung der Selbstwertschätzung
Die Selbstwertschätzung als Persönlichkeitsvariable wird meist mit Hilfe von standardisierten Selbstbeschreibungsfragebögen erhoben. Entsprechende Skalen liegen in einer Vielzahl vor und einige sollen hier exemplarisch genannt werden. Im englischen Sprachraum kommt vor allem die Self-Esteem Scale von Rosenberg (1965), der Self-Esteem Inventory von Coopersmith (1967, 1975), der Self-Concept Inventory von Sears (1972), die Multidimensional Self-Concept Scale von Fleming und Courtney (1984) und die Self-Esteem Scale von Badura (1992) Bedeutung zu. Einen Überblick zu den Verfahren bietet die Arbeit von Blascovich und Tomaka (1991). Im deutschsprachigen Raum werden vielfach die deutsche Version der Selbstkonzeptskala von Harter (Asendorpf & van Aken, 1994) und die Rosenberg-Skala (Rosenberg, 1965) verwendet. Darüber hinaus ist die Frankfurter Selbstkonzeptskala (Deusinger, 1986) zu nennen, die unterschiedliche Bereiche des Selbstkonzeptes sowie die Selbstwertschätzung erfasst. Hormuth und Otto (1996) geben einen Überblick über den Einsatz der Skalen. Bisher fehlte im deutschen Sprachraum eine Skala zur Erfassung unterschiedlicher Facetten der Selbstwertschätzung. Diese Lücke wird mit der deutschen Version der MSWS von Schütz und Sellin (in Vorbereitung) geschlossen. Die MSWS wird im nächsten Abschnitt detailliert betrachtet und auf deren Validierung eingegangen.
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3.4 Herleitung der Hypothesen zur Validierung der MSWS
Die Validierung der MSWS an einer Untersuchungsstichprobe erwerbsloser Personen stützt sich zum einen auf die empirisch gefundenen Gütekriterien der MSWS an der Normstichprobe, die in der Handanweisung berichtet wurden, und zum anderen auf den Vergleich der bereichsspezifischen Selbstwertschätzung zwischen der
Untersuchungsstichprobe erwerbsloser Personen und der Normstichprobe. Am Ende eines jeden Abschnittes steht die Fragestellung. Eine Zusammenstellung aller Hypothesen dieser Arbeit findet sich in Abschnitt 3.6, der den theoretischen Teil dieser Arbeit abschließt.
3.4.1 Die MSWS
Mit Hilfe der Multidimensionalen Selbstwertskala (MSWS, Schütz & Sellin, in Vorbereitung) können unterschiedliche Facetten der Selbstwertschätzung erfasst werden. Vorläufer der Skala ist die Feelings of Inadequacy Scale von Janis und Field (1959). Sie erfasst Facetten der Selbstwertschätzung und wurde revidiert und weiterentwickelt. Bei der Mutidimensional Self-Concept Scale (MSCS) von Fleming und Watts (1980) handelt es sich um eine dieser Weiterentwicklungen, die ursprünglich für den Einsatz an Studierenden konstruiert wurde. In Faktorenanalysen wurden drei Faktoren gefunden, die sich inhaltlich auf schulische/akademische Fähigkeiten, individuelle und soziale Selbstwertschätzung beziehen. Die beiden letztgenannten wurden zur non-akademischen Selbstwertschätzung zusammengefasst. Die Autoren ergänzten entsprechend dem Modell von Shavelson, Hubner und Stanton (1976; vgl. Abbildung 1) weitere Items und eliminierten oder reformulierten Items. Insbesondere die physische Komponente wurde durch weitere Items ergänzt. Ziel der Itemveränderung und -ergänzung war, eine möglichst große Annäherung an das multidimensionale und hierarchische Modell von Shavelson et al. (1976) zu erreichen. Endergebnis der Itemanpassung waren fünf theoretisch hergeleitete Subskalenbereiche mit insgesamt 36 Items: Emotionale Selbstwertschätzung, Sozialbereich, Leistungsbereich, Physische Attraktivität und Koordination. Der Sozialbereich wurde in zwei Teilkomponenten gegliedert. Um nahe am zugrunde liegenden Modell von Shalvelson et al. (1976) zu bleiben, wurden allerdings diese Teilkomponenten von den Autoren nicht berücksichtigt. Deren Ergebnisse zur Skalenkonstruktion bilden die Basis für die Entwicklung der MSWS (Schütz & Sellin, in Vorbereitung). Veränderungen
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finden sich in der Skalenlänge, Itemstruktur und -formulierung. Die Autorinnen überprüften die Skalenstruktur und konnten im Subskalenbereich der Sozialen Selbstwertschätzung zwei Faktoren finden, wie schon bei Fleming und Courtney (1984) angezeigt wurde. Diese wurden in Soziale Selbstwertschätzung, Umgang mit Kritik und Sicherheit im Kontakt benannt. Darüber hinaus wurde der Einsatzbereich auf andere als studentische Populationen erweitert. Dies wird vor allem im Bereich der Leistungsbezogenen Selbstwertschätzung deutlich, deren Items allgemeiner formuliert wurden und sich weniger stark am Erfahrungshorizont Studierender orientierten. Inhaltlich repräsentieren die 32 Items der sechs Subskalen folgende Dimensionen der Selbstwertschätzung. Items der emotionalen Selbstwertschätzung fragen nach der allgemeinen Selbstakzeptanz, der Selbstzufriedenheit und nach positiven Einstellungen und Gefühlen zur eigenen Person. Die Soziale Selbstwertschätzung - Sicherheit im Kontakt - fragt danach, wie sicher sich eine Person im sozialen Kontakt fühlt, ob die Person Hemmungen im Umgang mit anderen hat und sich im Kontakt mit diesen wohl fühlt. Die Items der Subskala soziale Selbstwertschätzung - Umgang mit Kritikerfasst, ob eine Person sich wenig Sorgen darüber macht, was andere von ihr denken und eine negative Meinung von ihr haben könnten. Die Items der Leistungsbezogenen Selbstwertschätzung fragen nach den Überzeugungen zu beruflichen und fachlichen Fähigkeiten. Die physische Selbstwertschätzung - Attraktivität - fragt nach der Zufriedenheit mit dem Aussehen und dem Körper und die Selbstwertschätzung zur Sportlichkeit fragt letztlich nach den Überzeugungen zu sportlichen Fähigkeiten und der Koordination.
Zur Veranschaulichung der Struktur der MSWS dient darüber hinaus die nachfolgende Tabelle 1.
Tabelle 1: Skalenbezeichnungen, Skalenabkürzungen, dazugehörige Zusammensetzung, Itemzahl und Beispielitems der Subskalen der MSWS
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3.4.1.1 Itemkennwerte
Die Autorinnen Schütz und Sellin (in Vorbereitung) berichten im Zusammenhang mit der Itemanalyse der MSWS folgende Kennwerte: Mittelwert, Standardabweichung, Trennschärfe, Alpha (wenn Item gelöscht) jedes Items. Die Mittelwerte schwanken zwischen 3.60 (SWSP12) und 6.00 (ESWS01). Die Itemstreuung der Items variieren von 1.26 (LSWS09) bis 1.89 (SWSP15). Bei der Trennschärfeanalyse zeigten sich Werte zwischen .41 und .75. Darüber hinaus wurde angegeben, wie sich die interne Konsistenz eines jeden Items der Subskalenbereiche ändern würde, wenn dieses Item aus dem entsprechenden Subskalenbereich eliminiert werden würde. Angegeben wurden Werte zwischen .66 und .85. Bezogen auf die Itemkennwerte wird folgende Fragestelle formuliert: H1: Die gefundenen Itemkennwerte für die Untersuchungsstichprobe erwerbsloser Personen sollten denen der Normstichprobe ähneln.
3.4.1.2 Interne Konsistenz
An der Normstichprobe wurde die interne Konsistenz der MSWS untersucht. Sie wurde als befriedigend bis gut beurteilt. Interne Konsistenzen zwischen .75 und .87 wurden für die Subskalen berichtet. Die übergeordneten Skalen zeigten Werte zwischen .85 und .93. Nach der allgemeinen Konvention von Fisseni (2004) liegen somit mittlere bis hohe Reliabiltätskoeffizienten für die MSWS vor. Ausnahmen bilden mit niedrigen Koeffizienten für die interne Konsistenz die beiden Subskalen der Leistungsbezogenen Selbstwertschätzung (LSWS) mit .75 und der Selbstwertschätzung Sportlichkeit (SWSP) mit .78. Die Ergebnisse der Handanweisung werden einer vergleichenden Betrachtung mit den Ergebnissen der Reliabiltätsuntersuchung an der Untersuchungsstichprobe erwerbsloser Personen unterzogen und damit folgende Hypothese abgeleitet: H2: In der Untersuchungsstichprobe erwerbsloser Personen werden ähnliche
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3.4.1.3 Skaleninterkorrelation
Alle Subskalen der MSWS korrelieren hoch miteinander. Dies spricht für eine starke Verbundenheit der Subskalen. In der Handanweisung wurden positive Korrelationen innerhalb der Subskalenbereiche von .26 bis .68 berichtet und in den übergeordneten Skalen zeigten sich positive Korrelationen zwischen .41 und .87. Ob sich diese Beziehung zwischen den Subskalen in der Untersuchungsstichprobe finden lässt, soll hier überprüft werden. H3: Vermutet wird, dass korrelative Zusammenhänge ähnlich den gefundenen
3.4.1.4 Faktorenstruktur
In Abbildung 2 findet sich der hierarchische Aufbau der MSWS (Schütz & Sellin, in Vorbereitung). Wie sich zeigt, handelt es sich um sechs Subskalen, die verschiedene Facetten der Selbstwertschätzung erfassen. Die Subskala Gesamtselbstwert setzt sich aus den Subskalen Allgemeine und Körperbezogene Selbstwertschätzung zusammen. Die Subskala Allgemeine Selbstwertschätzung untergliedert sich insgesamt in vier Subskalenbereiche und die Subskala Körperbezogene Selbstwertschätzung in zwei. Die Subskala Allgemeine Selbstwertschätzung umfasst die emotionale, soziale (Sicherheit im Kontakt/Umgang mit Kritik) und leistungsbezogene Selbstwertschätzung. Die Subskala Körperbezogene Selbstwertschätzung subsumiert die Selbstwertschätzung der physischen Attraktivität und der Sportlichkeit.
Abbildung 2: Hierarchischer Aufbau der MSWS in Anlehung an Schütz und Sellin (in Vorbereitung)
Arbeit zitieren:
Bettina Ehrnsperger, 2005, Selbstwertschätzung und Arbeitslosigkeit, Validierung der Multidimensionalen Selbstwertskala (MSWS), München, GRIN Verlag GmbH
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