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1.1 Gegenstand der Arbeit 1.2 Die Entwicklungen im Kontext des Welthandels 1.3
Das Kernproblem divergierender Währungen
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2.1 Eine Definition 2.2 Wesentliche Veränderungen 2.3 Nutzen und Kosten 2.3.1 Nutzen 2.3.2 Kosten 2.4 Optimale Währungsräume 2.4.1 Vorbemerkung 2.4.2 Die Bedeutung der Faktormobilität 2.4.3 Die Bedeutung der Offenheitsgrade 2.4.4 Produktdiversifikation 2.4.5 Unterschiedliche Inflationstendenzen 2.4.6 Die Bedeutung der Geld- und Fiskalpolitik
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3.1 Aufbau Vorgeschichte der
(::8
3.2 3.2.1 Die Entwicklungen bis 1990 3.2.2 Der Weg zum Vertrag von Maastricht Die
::8-Regelungen
im
(8-Vetrag
3.2.3 3.2.3.1 Kritik an Vertragsinhalten 3.2.3.1.1 Die Konvergenzbedingungen 3.2.3.1.2 Die Mitgliedschaftsbedingungen 3.2.3.1.3 Die Unabhängigkeit der
(=%
Die drei Phasen bis zur
(::8
3.3 3.4 3.4.1 Die Wirtschaftsunion 3.4.1.1 Die Bedeutung der haushaltspolitischen Regelungen 3.4.1.2 Die Regelungen im Einzelnen 3.4.2 Die Währungsunion
(=%
und
(6=%
3.4.2.1 3.4.2.2 Die Unabhängigkeit des
(6=%
3.4.2.3
Die demokratische Legitimität und Rechenschaftspflicht des (6=% 15 3.4.2.4 3HUVSHNWLYHQGHU(::8
4.1 Glaubwürdigkeit der Geldpolitik Die Größen- und Qualitätskomponente des
(XUR
4.2 4.3 Kommunikationspolitik und ordnungspolitische Reformen 4.4 Wirtschaftspolitische Koordinierungsmaßnahmen 4.5 Die Bedeutung der Steuerangleichung 4.6 Unterschiedliche Bewertungskriterien 4.7 Das innereuropäische Produktionsgefälle 4.8 Die Zweiteilung der Union Literaturverzeichnis
1
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(8 Europäische Union (*9 Europäischer Gemeinschaftsvertrag (:* Europäische Wirtschaftsgemeinschaft (::8 Europäische Wirtschafts- und Währungsunion (6=% Europäisches System der Zentralbanken (:, Europäisches Währungsinstitut (=% Europäische Zentralbank 1=% Nationale Zentralbanken (&8 European Currency Unit
2
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1.1 Gegenstand der Arbeit
In der vorliegenden Arbeit soll zunächst ein Überblick über die Voraussetzungen, Folgen und Perspektiven, die bei dem Zusammenschluss mehrerer Staaten oder Länder zu einer Union von Bedeutung sind, gegeben werden. Des Weiteren soll insbesondere auf die sich einstellenden Vor- und Nachteile einer Staatengemeinschaft eingegangen werden. Im Anschluss soll die allgemeingültige Theorie über die Voraussetzungen und Folgen einer einheitlichen Geldpolitik innerhalb eines abgegrenzten Gebietes auf die Europäische Wirtschafts- und Währungsunion übertragen und ihre Perspektiven aufgezeigt werden.
1.2 Die Entwicklungen im Kontext des Welthandels
Seit etwa 600 Jahren nimmt die wirtschaftliche Verflechtung innerhalb der Welt stetig zu. Dies beinhaltet sowohl die Intensivierung von Handelsbeziehungen als auch das zunehmende, grenzüberschreitende Ineinandergreifen von Produktionsprozessen. Folgende Zahlen verdeutlichen diesen „Trend zur Globalisierung“. Die gesamte Weltwirtschaft wächst seit 1980 um rund 60%, der Welthandel sogar um 110%. 1960 exportierte die Bundesrepublik Deutschland 13,5% des Bruttoinlandproduktes in andere Staaten. 1997 betrug dieser Wert bereits 24%, wobei 58% des Exports in europäische Staaten erfolgte. Entsprechend dieser Entwicklungen nehmen auch die internationalen Finanzierungsströme zu: Derzeit beträgt das tägliche (!) weltweite Handelsvolumen an Devisen 2.400 Mrd. DM. Besonders in Hinblick auf die Wechselkursschwankungen ergeben sich aus dieser Entwicklung jedoch nicht nur Vorteile, sondern durchaus auch Nachteile und Risiken.
1.3 Das Kernproblem divergierender Währungen 1 veranschaulicht die bisherige Währungssituation in Europa und Das folgende Beispiel
verdeutlicht die Vorteile einer einheitlichen Regelung. „1993 reiste ein Mitarbeiter des europäischen Verbraucherschutzes mit 50.000 belgischen Francs durch zwölf (8- Länder.An jeder Grenze tauschte er das Geld um, ohne sonst etwas davon auszugeben. Resultat: Ganze 25.241 Francs blieben übrig; den Rest hatten Gebühren und Kursverluste aufgezehrt.“
Das Argument, dass eben „zu einem gemeinsamen Markt auch eine gemeinsame Wäh- 2 rung gehört“ , wird von Befürwortern der europäischen Wirtschafts- und Währungsunion oftmals noch durch den Hinweis auf das positive Funktionieren der einheitlichen Währung innerhalb der Vereinigten Staaten von Amerika bekräftigt.
1 Niedersächsisches Kultusministerium, Euro für Einsteiger, Hannover 1999, S.1 2 ebenda
3
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2.1 Eine Definition
Unter einer Währungsunion wird der „Zusammenschluss verschiedener Staaten zu einem einheitlichen Währungsgebiet bei vollständig liberalisiertem Geld-, Zahlungs- und Kapitalverkehr“ verstanden, wobei „entweder die Wechselkurse unwiderruflich fixiert oder (...) eine einzige Währung für das ganze Gebiet geschaffen“ wird. (Feldspieler 1980).
2.2 Wesentliche Veränderungen
Verglichen mit einem gemeinsamen Binnenmarkt ohne einheitliche Währung ergeben sich nach vollendeter Durchführung der Währungsunion folgende Unterschiede:
a) Die einzelnen Staaten verlieren ihre geldpolitische Autonomie. Die Möglichkeit, durch nationale Wechselkurs- oder Geldpolitik auf Veränderungen zu reagieren, ist nicht mehr gegeben. Die Höhe der Einnahmen aus Geldschöpfungen, Seignorageeinnahmen (bedingt durch erwartete und unerwartete Inflation) und dem Realwert der Verschuldung kann nicht mehr eigenständig bestimmt bzw. verändert werden. Es bleibt lediglich ein gewisses Mitentscheidungsrecht bei der die gesamten Staaten betreffenden Geldpolitik.
b) Die direkte Auswirkung auf die Fiskalpolitik
Da eine vollständige Integration der beteiligten Staaten neben der Währungs- auch eine Wirtschaftsunion beinhaltet, wird die Fiskalpolitik direkt beeinflusst. Dieser Aspekt soll am Beispiel der Steuerpolitik verdeutlicht werden. Bei einer vollständigen Integration ist die unabhängige Festsetzung der Steuersätze nicht mehr möglich, da dies bei einer Erhöhung der Steuersätze z.B. zu einer Abwanderung von Personen oder einem Abfluss von Kapital in Form von Investitionen und Finanzanlagen führen würde. Verstärkt wird dieser Druck zur wechselseitigen Anpassung der Steuersätze innerhalb der Union zudem durch die ohnehin erhöhte Mobilitätsbereitschaft ihrer Einwohner. Von Bedeutung ist hierbei auch die Anpassung der direkten Steuersätze wie z.B. der Mehrwertsteuer: Relativ höhere Steuern würden hier eine massive Benachteiligung bezüglich des Exports bedeuten. Zu erwähnen ist hierbei die Gefahr, dass das ständige Unterbieten der Sätze zu einem zu niedrigen Steuerniveau innerhalb der Union führen kann. Für die einzelnen Staaten bedeutet der Zusammenschluss zu einer Union somit zwar den Verzicht auf eine autonome Steuerpolitik, gleichzeitig aber auch die Einflussmöglichkeit auf das die gesamte Union betreffende Zinsniveau.
c) Die Kapitalmarktintegration
Die Währungsunion bietet die Grundlage für die Integration des Kapitals. Bei einem alleinigen Binnenmarkt wäre diese Stufe der Integration nicht erreichbar und die Zinsdifferenzen innerhalb der Union blieben bestehen.
d) Der Anspruch an Solidarität
Da die Fiskal- und Geldpolitik bei dem Zusammenschluss zu einer Union erhebliche Einschränkungen erfahren, ist das Erfordernis an Solidarität innerhalb dieser Staatengemeinschaft entsprechend hoch. Ein wesentliches Ziel stellt hier die Anpassung der Lebensbedingungen und Einkommensverhältnisse innerhalb der Union dar.
2.3 Nutzen und Kosten 2.3.1 Nutzen
Der Nutzen eines einheitlichen Währungsraumes ergibt sich aus
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Arbeit zitieren:
Antje Droese, 2000, Europäische Wirtschafts- und Währungsunion, München, GRIN Verlag GmbH
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